Am 24.11. läuft bundesweit der Dokumentarfilm “The Ballad of Genesis and Lady Jaye” an. Darin geht es das Paar Genesis Breyer P-Orridge, ein Künstler und Musiker, und Lady Jaye, eine ehemalige Domina, das zusammen versucht sich mit den Mitteln der plastischen Chirurgie aneinander anzugleichen und damit gemeinsam zu einer dritten Identität zu werden.

Der Filmdienst schreibt:
Dokumentarfilm über den englischen Performance-Künstler, Musiker und Schriftsteller Genesis Breyer P-Orridge, seine Lebensgefährtin Lady Jaye sowie ihr “Projekt” der Pandrogyne, der kosmetischen und chirurgischen Angleichung ihrer Körper im Rahmen ihrer symbiotischen Beziehung. Das suggestive filmische Porträt erzählt die Lebens- und Liebesgeschichte der beiden Künstler in rauen Bildern und mit rhythmisch-dynamischer Montage; dabei werden altes Filmmaterial und Reinszenierungen zu einer organischen Synthese geführt und runden sich zu einer bewegenden Beschwörung der Liebe zweier Grenzgänger, die auch die Geschichte der Industrial Music und der Underground-Kultur der 1970er-Jahre streift.
Quelle: Filmdienst.de
Am Dienstag, den 29.11., um 20:30 Uhr stellt die französische Regisseurin Marie Losier ihren auf der diesjährigen Berlinale zweifach ausgezeichneten (Teddy und Caligari Award) Film im City 46 vor.
Andreas Dresen, einer meiner Lieblingsregisseure, hat nach “Wolke 9” (wo es um Liebe und Sex im Alter ging) in seinem neuen Film “Halt auf freier Strecke” wieder ein Tabuthema angepackt: Das Sterben.
Beim 40-jährigen Frank wird ein inoperabler Hirntumor diagnostiziert, er hat nur noch wenige Monate zu leben. Die Zeit, die ihm bleibt, will er mit seiner Frau Simone und den Kindern im erst kürzlich gebauten Häuschen am Stadtrand verbringen. Simone stößt bei der Pflege an ihre Grenzen, der 8-jährige Sohn kümmert sich liebevoll um den allmählich das Gedächtnis und die Beherrschung über seine körperlichen Funktionen verlierenden Vater. Die pubertierende Tochter flüchtet sich in den Sport.
Andreas Dresen ist ein großer Könner, wenn es darum geht “das wahre Leben” abzubilden. Ich kenne kaum einen Regisseur, der seine Figuren so lebendig und mit so viel Liebe zeichnet. Seine Filme fühlen sich “echt” an. Als würde man weniger einen Film, sondern viel mehr seinen Nachbarn zusehen. Auch seine nicht gerade leichten Themen geht er sensibel, ganz ohne Pathos und Überzeichnung an. Diese Qualitäten hat man auch in Cannes bemerkt, wo er bereits zweimal die Sektion “Un certain regard” gewann. 2009 mit “Wolke 9” und in diesem Jahr mit “Halt auf freier Strecke“.
Hauptdarsteller Milan Peschel stellt den Film am Mittwoch, 9. November um 21:00 Uhr in der Schauburg vor.
Hier der Trailer und – was ist das denn? Bitte mal das letzte Kritiker-Zitat bei 1:00 lesen. Hat da jemand nicht aufgepasst oder ist das Absicht? Wenn letzteres, dann Hut ab!
Am 31. August geht’s in der Schauburg rund. Da wird zunächst “Le Havre“, der neue Film von Aki Kaurismäki (der bei mir einen Gott-ähnlichen Status besitzt) gezeigt und danach kann das Tanzbein geschwungen werden, denn da gibt die französische Band “Little Bob” ein Konzert.
In “Le Havre” – Kaurismäkis erstem Film in fünf Jahren -spielt seine Muse Kati Outinen (Trägerin des Bremer Filmpreises 2004!) nach langer Zeit mal wieder die Hauptrolle in einem seiner Filme.
Hier zunächst der Trailer von “Le Havre”
und dann ein paar Impressionen von der Band “Little Bob”.
Und wenn man schon mal einen Kaurismäki-Film gesehen hat, wird man sicherlich bestätigen können, dass solch ein fieser Rockabilly im Anschluss an die “Le Havre”-Premiere, wie die Faust auf’s Auge passt
Ach ja. Beginn: 19:30 Uhr und Ende so gegen 23:00 Uhr.
Am Sonntag, den 21.08. um 13:30 Uhr, werden Matthias Schweighöfer und Elyas M’Barek ihren Film “What A Man” persönlich im Cinemaxx Bremen vorstellen.
Matthias Schweighöfer ist in den letzten Jahren zu einem der meist beschäftigten Schauspieler Deutschlands aufgestiegen und einer DER Stars seiner Generation. Er spielte u.a. die Titelrolle in “Der rote Baron“, war Störtebeckers Kumpel Gödeke Michels in “12 Meter ohne Kopf” und Rainer Langhans in “Das wilde Leben“. Er mischte bei Til Schweigers Publikumsliebling “Keinohrhasen“, nebst dessen Sequel mit, spielte die Hauptrolle in “Friendship!” und den jungen Marcel Reich-Ranicki in dem hochgelobten TV-Film “Mein Leben“.
“What a Man” ist seine erste Arbeit als Regisseur, zudem schrieb er auch das Drehbuch zu dieser romantischen Komödie. Neben Schweighöfer selber spielen Mavie Hörbiger, Thomas Kretschmann, die tolle Sibel Kekilli und Elyas M’Barek (der ihn auch in Bremen begleitet).
Wer ein Autogramm abgreifen möchte, der hat in der Autogrammstunde von 12:30 bis 13:30 Uhr im Kino 6 des Cinemaxx dazu die Gelegenheit.
Am 13. August hat Woody Allens mittlerweile 42. Film “Midnight in Paris” in der Schauburg Premiere.
Und um dies gebührend zu feiern, gibt es zur Premiere des Filmes im Café der Schauburg eine Paris Party.
Der “jährliche Allen”, der in diesem Jahr sogar das 64. Festival de Cannes eröffnet, ist eine märchenhafte Komödie, die ihren Protagonisten immer nach Mitternacht eine Zeitreise in das Paris der Zwanziger Jahre antreten lässt. Mit von der Partie sind: Owen Wilson, Rachel McAdams und die wunderbare Marion Cotillard. Ich freue mich schon sehr darauf.
Beginn: Samstag, den 13. August um 21:30 Uhr.
Der Regisseur André Erkau wird am Freitag, den 22.07., um 21:00 Uhr seinen zweiten Spielfilm “Arschkalt” in der Schauburg vorstellen.
Skurrile Komödie mit Herz, lässigen Humor und einer zart knospenden Love Story um einen misanthropischen Tiefkühlkostfahrer, der einen nervigen Partner bekommt.
Berg war mal eine große Nummer im Bereich Tiefkühlkost. Aber weil seine Firma pleite ist, muss er sich als fahrender Verkäufer verdingen. Das geht mühsam, aber immerhin allein und auf seine Art. Als er von der neuen Chefin den jungen Moerer als Beifahrer aufgedrückt bekommt, ist es mit der Selbstherrlichkeit leider vorbei. Denn Moerer ist neugierig, plappert ohne Punkt und weiß alles besser. Zu viel für den wortkargen Menschenfeind. Berg hat nur keine andere Wahl. Er muss sich arrangieren. Denn die nächsten Probleme warten schon.
Quelle: Schauburg
Die Hauptrolle spielt der famose Herbert Knaup.
Heute um 19:00 Uhr stellt die Regisseurin Julia Ostertag in der Schauburg ihren Film “Noise and Resistance“, den sie zusammen mit Francesca Araiza Andrade gedreht hat, vor.
“Noise and Resistance” ist eine Dokumentation über die Punkbewegung und ihre Bedeutung heute. Dabei geht es nicht nur um die Musikrichtung, sondern auch und vor allem um das Lebensgefühl und die Einstellung.
Es geht auch anders. Kommerz, Kapital und Konsum sind keine unumstößliche Notwendigkeit unserer Gegenwart. Dass man mit dieser Meinung nicht allein sein muss, zeigen Francesca Araiza Andrade und Julia Ostertag in ihrem wütenden und mitreißenden Dokumentarfilm “Noise and Resistance”. Was manchen nur als Lärm und Störung gilt, machen sie als vitale Artikulation des Widerstands deutlich : Punk ist hier weder Modeerscheinung noch verstaubtes Relikt der Vergangenheit, sondern der lebendige Ausdruck eines Lebensgefühls.
Die beiden Regisseurinnen begeben sich mitten hinein in eine höchstlebendige und pulsierende, eine aufbegehrende und selbstbewusste Szene. Ob Hausbesetzer aus Barcelona, Antifaschisten in Moskau, niederländische Gewerkschaftskämpfer, die Aktivisten des englischen CRASS – Kollektivs, queere Wagenplatzbewohner aus Berlin oder Punkgirl-Bands in Schweden – immer ist die Musik eine kollektive Selbstbehauptung, ein vertontes Nein, dessen Losung “Do it yourself!” zur lautstarken Internationale des 21. Jahrhundert geworden ist.
“Noise and Resistance” ist eine inspirierende Reise durch Europas Utopia der Gegenwart, an subkulturelle Sehnsuchtsorte, wo aus Unabhängigkeit Gemeinschaft entsteht – und der beste Punk-Sound, den man seit Jahren gehört hat.
Quelle: http://www.noise-resistance.de
Am Samstag, den 23. April, wird in der Schauburg um 15:00 Uhr der deutsche Jugendfilm “Der Himmel hat vier Ecken” gezeigt. Dabei werden die Produzentin Ute Schneider und der junge Hauptdarsteller, Moritz Jahn, anwesend sein.
Der Film, in dem auch der sehr talentierte Charly Hübner (Polizeiruf 110, Ladykracher) und als Gast Udo Kier auftreten, handelt von der Freundschaft zwei Jungs im Alter von 13 und 14 Jahren. Für den Regisseur Klaus Wirbitzky ist dies, nach vielen Arbeiten für das Fernsehen, sein Kinofilmdebüt.
Unten, vom dunklen Hinterhof ihrer Mietskaserne aus gesehen, reduzieren die Mauern der eng stehenden Häuser den Himmel ganz oben auf ein schmales Quadrat. Für Joschi, 13 (Moritz Jahn), und Niko, 14 (Lukas Mrowietz), hat der Himmel vier Ecken. Vier Ecken hat auch die Leinwand im benachbarten Kino, auf der die Jungs heimlich den Vampir Graf Karpatovicz (Udo Kier) bewundern. All ihre Hoffnungen setzt Nikos Schwester Tatjana (Susianna Kentikian) auf die vier Ecken des Boxrings, in den sie täglich steigt, um irgendwann aus der Tristesse des herunter gekommenen Wohnblocks aussteigen zu können.
Die Freundschaft der beiden Jungs wird auf eine harte Probe gestellt, als Nikos Angebetete, die schöne Jessica (Sophie Schirmer), sich für Joschi zu interessieren beginnt . . . .
Quelle: http://der-himmel-hat-vier-ecken.de/
Am morgigen Samstag, den 24.7., um 20:45 Uhr stellt der Regisseur Dietrich Brüggemann im Cinema Ostertor seinen Film “Renn, wenn du kannst” vor.
Worum geht’s?
Ben (Robert Gwisdek) ist jung, intelligent und witzig. Ben ist verzweifelt. Ben sitzt im Rollstuhl. Die Liebe kommt für ihn nicht in Frage, das erklärt er zumindest seinem neuen Zivi Christian. Christian (Jacob Matschenz) nimmt das Leben leicht: Er wird ein halbes Jahr bei Ben bleiben und dann seiner Wege gehen. Annika (Anna Brüggemann) studiert Cello, doch das Musikstudium und der gnadenlose Zwang zu Perfektion lasten schwer auf ihr. Die drei werden Freunde. Zu dritt erschaffen sie sich eine eigene Welt aus Sehnsucht und Phantasie. Dann verlieben sie sich, denn natürlich wollen beide Jungs mehr von Annika als nur Freundschaft. Annika kann sich nicht entscheiden ? sie mag Christian und seine Verspieltheit, aber die stärkere Verbindung hat sie eigentlich zu Ben. Was für alle drei wie ein Spiel beginnt, wird für Ben eine Reise zu seinen größten Ängsten, in Abgründe, aus denen er allein nicht mehr herausfinden wird.
Quelle: rennwenndukannst.de
Offizieller Kinostart des Filmes ist der 29. Juli. Außer Dietrich Brüggemann werden auch die beiden Hauptdarsteller Robert Gwisdek und Anna Brüggemann (die Schwester des Regisseurs und seine Co-Autorin bei diesem Film, ebenso wie bei seinem Spielfilmdebüt “Neun Szenen“) anwesend sein.
Ich muss jetzt noch schnell eine wichtige Info hinterher schieben.
Heute um 20:00 Uhr feiert der Film “Tanz mit dem Einhorn” im Kino 46 seine Premiere.
Der Film wurde von dem Bremer Filmemacher und Dozent für Behindertenpädagogik und Medien Jürgen J. Köster gedreht und handelt in sieben Geschichten von Menschen und ihren Erfahrungen mit seelischen Krisen. Dabei haben Menschen mit und ohne Psychiatrie-Erfahrung und aus sieben EU-Staaten vor und hinter der Kamera zusammengearbeitet.
Wer mehr über den Film und seine Macher erfahren möchte, der kann einerseits den dazugehörigen Artikel im “Weser Kurier” lesen oder auf die (leider nicht sehr aktuellen) Homepage der Produktion www.cine-ci.de schauen. Oder natürlich auch beides tun
Bei der Premiere heute abend sind auch Gäste aus der Produktion anwesend. Ich vermute mal ganz stark der Regisseur und eine Bremer Darstellerin, aber so genau ist das auf der Kino 46-Homepage nicht aufgeführt.