Nachrichten getagged: Bremen

News: 5. Favourites Film Festival vom 24.-28. Mai im Cinema Ostertor

Von , 16. März 2017 06:30

Das ist ja eine Überraschung. Nachdem das Favourites Film Festival nun schon vier Mal sehr erfolgreich im Kommunalkino City 46 lief, ziehen die beiden Festivalleiterinnen Anna Jurzik und Paula Syniawa für die fünften Ausgabe des beliebten Festivals um. Und zwar in das nicht minder sympathische Cinema Ostertor.

Die Beiden begründen ihre Entscheidung so: „Wir wollen nicht nur bewegende, internationale Festivalfilme nach Bremen bringen, es war von Anfang an eines unserer wichtigsten Ziele, einen einladenden Ort des Austauschs und der Kommunikation für Besucher mit unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen zu schaffen, die sich sonst vielleicht gar nicht treffen würden. Der Umzug ins Cinema im Ostertor entspricht unserem Wunsch, ein lebendiges Festivalzentrum zu schaffen“.

Dass das City 46 ihrer Meinung nach kein „einladender Ort des Austauschs und der Kommunikation“ ist, stimmt mich recht traurig. Ich habe dies zu meiner aktiven Zeit dort immer anders empfunden, war aber leider auch seit einem Jahr nicht mehr dort, da sich Kinobesuch und Familie nicht immer gut unter einen Hut bringen lassen. Zudem bin ich Ende letzten Jahres schweren Herzens und aus rein finanziellen Gründen (vorläufig) aus dem Förderverein ausgetreten und daher nicht mehr „nah dran“. Der Kommentar der beiden Festivalleiterinnen erfüllt mich aber gerade mit großer Sorge.

Aber genug davon, wenden wir uns wieder dem Favourites Film Festival zu, welches dann vom 24. bis zum 28. Mai 2017 im Cinema Ostertor stattfindet.

07.03. Josef Harder mit seinem Film „Wilde Maus“ in der Schauburg

Von , 3. März 2017 06:34

Der österreichische Kabarettist und Kult-Schauspieler Josef Hader hat seinen ersten eigenen Spielfilm inszeniert. Die Tragikomödie „Wilde Maus“ lief im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale und tritt nun ihre Reise durch die deutsche Kinolandschaft an. Am Dienstag, den 07. März läuft der Film in der Schauburg, wo Josef Harder persönlich zugegen sein wird, um den Film vorzustellen, und Rede und Antwort zu stehen.  Los geht es um 20:15 Uhr.

Georg (Josef Hader), etablierter Musikkritiker im Feuilleton einer Wiener Zeitung, verlangt eine Sonderbehandlung. Schließlich ist er ein Ass auf seinem Gebiet! Doch auch Asse sind nicht unantastbar: Das lernt Georg, als ihm von seinem Chef (Jörg Hartmann) wegen Sparmaßnahmen gekündigt wird. Seiner Frau Johanna (Pia Hierzegger) erzählt der gefeuerte Redakteur nichts vom Rauswurf, aber sie ist ohnehin nur damit beschäftigt, den nächsten Eisprung abzuwarten und ihren Kinderwunsch in die Tat umzusetzen. Georg sinnt indes auf Rache an seinem Ex-Chef und findet im ehemaligen Mitschüler Erich (Georg Friedrich) einen Komplizen. Die nächtlichen Rachefeldzüge fangen mit kleinen Sachbeschädigungen an, steigern sich schnell zum ausgewachsenen Terror und gefährden bald Georgs sorgsam aufgebaute bürgerliche Existenz…

03.März: August Diehl stellt in der Schauburg den Film „Der junge Karl Marx“ vor

Von , 28. Februar 2017 18:01

Der großartige August Diehl (den ich seit seinem Debüt in Hans-Christian Schmids tollem „23“ aufrichtig bewundere) ist am Freitag, den 03. März in Bremen zu Gast und stellt in der Schauburg seinen neusten Film vor. In der französisch-deutsch-belgischen Co-Produktion „Der junge Karl Marx“ von Raoul Peck spielt er die Titelrolle. Los geht’s um 20:30 Uhr.

1844, kurz vor der industriellen Revolution, lebt der erst 26-jährige Karl Marx (August Diehl) mit seiner Frau Jenny (Vicky Krieps) im französischen Exil in Paris. Eines Tages wird ihm der junge Friedrich Engels (Stefan Konarske) vorgestellt, doch für den feinen Bourgeois und Sohn eines Fabrikbesitzers hat der andauernd bankrotte Familienvater Marx zunächst nur Verachtung übrig. Bald aber zeigt sich, dass die beiden mehr als nur denselben Humor gemeinsam haben. Engels hat kürzlich über die Verelendung des englischen Proletariats geschrieben und er liebt Mary Burns (Hannah Steele), eine Rebellin der englischen Arbeiterbewegung. Gemeinsam verfolgen er und Marx ein Ziel. Als Kampfgefährten respektieren und inspirieren sie sich gegenseitig und zusammen mit Jenny verfassen sie Texte, die eine Revolution entfachen sollen…

Offtopic: „Bremen History“ braucht Hilfe

Von , 23. Dezember 2016 16:16

Vor gut einem Jahr bin ich das erste Mal auf die Facebook-Seite von „Bremen History“ gestoßen. Was ich zunächst für eine der unzähligen „Bremen“-Gruppen hielt, entpuppte sich bei näherem Hinsehen als größeres Projekt. Eine privat betriebene, aber sehr professionell gemachte Webseite auf der ich mich schon stundenlang verloren habe, um allerlei Geschichte über die Vergangenheit Bremens zu lesen und die unzähligen zum Teil uralten Fotos zu bewundern. Und zu meiner großen Freude konnte ich auch feststellen, dass mein großes Steckenpferd, nämlich das Thema „Bremer Kinogeschichte“ das ein oder andere Mal aufgegriffen wurde.

Jetzt ist der Fortbestand des Projektes „Bremen History“ in Gefahr. Wie immer liegt es nicht am Enthusiasmus der Beteiligten, sondern am lieben Geld. Bereits vor einigen Wochen startete deshalb eine Crowdfunding-Initiative. Euro 20.000,- wurden gebraucht, um auch 2017 weitermachen zu können. Jetzt, einen Tag vor Weihnachten und und nur 8 Tage vor dem Ende der Aktion ist das Ziel zum Greifen nahe. Knapp über 3/4 ist da, aber der Rest fehlt noch. Darum habe ich mich entschlossen, hier etwas Werbung für dieses tolle Projekt zu machen, auch wenn ich weiß, dass es sicherlich nur die Bremer interessiert. Aber mein Blog heißt ja nicht umsonst „Filmforum BREMEN“, auch wenn ich das „Bremen“ in diesem Jahr etwas stiefmütterlich behandelt habe. Also, HIER findet ihr alle Infos zur Crowdfunding Kampagne und den Dankeschöns, die es für eine Spende gibt. Und hier geht es zu der schönen und informativen Bremen History-Seite, die immer einen Besuch lohnt.

Bei Bremen History geht es

um Geschichte und Geschichten. In Bremen und „umzu“. Jenseits des Bekannten. Die Erinnerungen Bremens verblassen vielerorts während andere auf Dachböden, in Pappkartons und Archiven darauf warten, entdeckt zu werden. Dabei geht es nicht ausschließlich um die „ganz großen Ereignisse“, die ihren Weg automatisch in die Stadtchronik gefunden haben. Es sind vielfach die kleinen Details, ungewohnten Blickwinkel, Randfiguren der Öffentlichkeit und Menschen, die „im Kleinen“ Spuren in der Stadt hinterließen.

2. Filmfest Bremen – 24./25. September im Cinemaxx

Von , 22. September 2016 21:14

ffb2016Filmfestivals gibt es viele. Fast immer sind sie nach der Stadt benannt in der sie stattfinden. Doch beim „Filmfest Bremen“ ist der Name gleich dreifach Programm. Denn hier werden ausschließlich Filme gezeigt, die von oder mit Bremer Filmschaffenden realisiert wurden, Filme über Bremen und Filme mit Bremen als Drehort. Vergangenes Jahr fand das Festival das erste Mal statt und war scheinbar ein voller Erfolg, denn in diesem Jahr gibt es nicht nur eine zweite Auflage, sondern des wurde sogar noch verlängert. Das 2. Filmfest Bremen geht ein ganzes Wochenende lang und zwar vom 24. bis zum 25. September 2016. Dann werden im Bremer Cinemaxx Spielfilme, Kurzfilme, Dokumentationen, Experimentelles und neue filmische Formate gezeigt.

Moderiert wird das Filmfest in diesem Jahr von Jessica Bloem (Radio Bremen) und Malte Janssen (Radio Bremen). Alexandra-Katharina Kütemeyer (geschäftsführende Redakteurin des Weser-Kurier) moderiert das Panel »Netzflimmern« beim Symposium Fokus Bremer Film. Entstanden ist die Idee des Filmfests aus der gemeinsamen Arbeit Bremer Filmschaffender. Am Anfang standen Ilona Rieke vom Filmbüro Bremen e. V. und Matthias Greving und Mike Beilfuß (nebenbei ehemaliger Chef-Redakteur des wunderbaren Filmmusik-Magazins „Cinema Musica„, welches ich immer gerne mal mitgenommen hatte, als es noch im Bahnhofsbuchhandel erhältlich war) von der Produktionsfirma Kinescope Film. Alle drei waren sich einig, dass es neben den bereits bestehenden Plattformen zur Vernetzung von Bremer Filmemachern auch eine öffentliche Werkschau geben müsste, um den Bremer Film einem breiteren Publikum vorstellen zu können.

Das Filmfest beginnt am Samstag um 12:00 Uhr mit dem Symposium Fokus Bremer Film: „TALENT CORNER – Die nächste Generation Bremer Filmemacher/Innen stellt sich vor“. Offizieller Beginn ist um 19:00 Uhr mit dem Dokumentarfilm „Die Prüfung“. Es folgen mit „Als Hollywood in der Heide lag“ ein weiterer Dokumentarfilm, das Ergebnis des 48-Stunden-Filmwettbewerbs und ab 24:00 die lange Kurzfilm-Nacht zum Thema „Raumfahrt“.Am nächsten Tag geht es mit dem Klassiker „Ein Platz an der Sonne“ von 1951 weiter. An George Stevens‘ Drama mit Montgomery Clift, Elizabeth Taylor und Shelley Winters war der Bremer Hans Dreier für das Szenenbild verantwortlich. Gezeigt wird eine 35 Millimeter-Kopie. Wow! Ich wusste gar nicht, dass das Cinemaxx noch entsprechende Projektoren hat. Finde ich super! Danach noch eine Spielfilm: „Yarden/The Yard“ und die Musik-Doku „I’ll Play For You“ über die polnische Geigerin Wanda Wilkomirska, die auch anwesend sein wird. Weiter geht es mit Kurzfilmen und dem Missbrauchs-Drama „Die Hände meiner Mutter“ von Florian Eichinger mit Jessica Schwarz, welches auch gerade auf dem Filmfest in Oldenburg lief. Eine letzte Runde Kurzfilme schließt das Festival dann ab.

Weitere Infos gibt es hier.

Freitag: Regisseurin Maren Ade stellt „Toni Erdmann“ in der Schauburg vor

Von , 14. Juli 2016 22:24

Toni_ErdmannEin kurzfristiger Hinweis für morgen, Freitag, den 15. Juli.

Die deutsche Tragikomödie „Toni Erdmann“ von Maren Ade wurde in Cannes gefeiert, und dass keine Goldene Palme drin war, ist eins der großen Mysterien des diesjährigen Jahrgangs. „Toni Erdmann“ ist einer der wenigen Filme auf die sich alle einigen können, und der bereits als große Hoffnung des deutschen Films hochgeschrieben wird.

Am morgigen Freitag um 19:30 Uhr, wird die Regisseurin ihren neuen Film persönlich in der Schauburg vorstellen und im Anschluss Publikumsfragen beantworten.

TONI ERDMANN erzählt die Geschichte von Winfried (Peter Simonischek), einem Musiklehrer mit einem ausgeprägtem Hang zum Scherzen, und seiner Tochter Ines (Sandra Hüller), einer Karrierefrau, die um die Welt reist, um Firmen zu optimieren. Da Winfried zu Hause nicht viel von seiner Tochter sieht, beschließt er, sie spontan bei ihrem großem Outsourcing-Projekt in Rumänien zu besuchen.

Statt sich anzukündigen, überrascht er sie mit Scherzgebiss und Sonnenbrille in der Lobby ihrer Firma. Ines bemüht sich, gute Miene zum bösen Spiel zu machen und schleppt ihren Vater in seinen alten Jeans mit zu Businessempfängen und Massageterminen. Der Besuch führt jedoch nicht zu einer Annäherung. Winfried nervt seine Tochter mit lauen Witzen und unterschwelliger Kritik an ihrem leistungsorientierten Leben zwischen Meetings, Hotelbars und unzähligen E-Mails. Es kommt zum Eklat zwischen den beiden.

Open-Air-Kino in Bremen 2016 – Schlachthof & Co.

Von , 3. Juni 2016 15:49

OpenAir15Wie schon im letzten Jahr, findet auch diesmal wieder ein großes Open Air Kino Event in der Arena am Schlachthof statt. Organisiert von der Schlachthofkneipe.

Gestartet wird am 8. Juni mit der „Rocky Horror Picture Show„. Weiter geht’s – EM bedingt – am 23. Juni. Dann sind Stefan und ich zu Gast und stellen ein Double-Feature im Rahmen unserer Filmreihe Weird Xperience vor: „Return of the Living Dead“ und „Street Trash“. Beides feiner Splatter-Fun aus den 80ern. Und am 12. Juli sind wir dann noch einmal dabei und haben wieder etwas ganz Besonderes im Gepäck: „Invasion aus dem Inneren der Erde“ aus der Schmiede der legendären Shaw Brothers Studios. Auch bekannt als „Infra Superman“. Urwesen aus dem Inneren der Erde bedrohen unseren Planeten. Die modernste Technik des Atom-Zeitalters ist ohnmächtig gegen die elementaren Urgewalten. Da entwickelt ein Wissenschaftler eine Geheimwaffe: den “Infra Superman”. Außerdem: “Die Todesgöttin des Liebescamps“ von und mit Christian Anders (ja, DER „Fährt ein Zug nach Nirgendwo“ Anders), der sich Ende der 70er/Anfang der 80er als Filmemacher und deutscher Bruce Lee (!) zu etablieren versuchte. Hier spielt er an der Seite der Sexploitation-Ikone Laura Gemser. Weitere Highlights des Open-Air-Kino-Sommers sind “Das brandneue Testament” (24.6.) , “Flash Gordon“ (5.7.), „The Doors“ (14.7.) und “Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft” (24.7.). Für das mehr Mainstream-orientierte Publikum sind u.a. „Ich bin dann mal weg“ (15.7.), „Er ist wieder da“ (16.7.) und „Ein Hologramm für den König“ (22.7.) dabei.

Das vollständige Programm kann man hier einsehen: http://schlachthofkneipe.de/open-air-kino/#programm
Die Filme starten für gewöhnlich um 19:45 Uhr und Tickets gibt es für 5 Euro.

Dann noch zwei Vorschauen: Am 5. und 6. August gibt es in Bremerhaven wieder das „Kino im Hafen“ und am 16. September das Open Air Kino in Mahndorf. Für beide Termine stehen die Filme bisher noch nicht fest.

04.06: “Vor der Morgenröte” mit Regisseurin Maria Schrader in der Gondel

Von , 1. Juni 2016 21:17

vor-der-morgenrteAm Samstag, den 4. Juni um 19:00 Uhr ist die wunderbare Maria Schrader in der Gondel zu Gast, um ihren neuen Film „Vor der Morgenröte“ vorzustellen. Der Film erzählt die wahre Geschichte des berühmten österreichischen Schriftstellers Stefan Zweig, der im Zuge des Nationalsozialismus aus seiner Heimat Österreich flieht. Die Hauptrollen spielen der österreichische Kabarettist und Kult-Schauspieler Josef Hader und die Bremerin Barbara Sukowa.

Im Februar 1934 wird die Lage für Stefan Zweig (Josef Hader) bitterernst. Als jüdischer Schriftsteller muss er die Verfolgung der Nazis fürchten und beschließt, seine Heimat Österreich zu verlassen, nachdem vier Polizisten sein Haus durchsuchen. Zweig kommt zu dem Schluss, dass dies erst der Anfang einer größeren, gefährlichen Entwicklung ist. Ohne seine Frau Friderike (Barbara Sukowa) steigt Zweig in den Zug und emigriert in die britische Hauptstadt, London. Doch mit der Flucht des erklärten Pazifisten haben sich nicht alle Probleme in Rauch aufgelöst. So werden die literarischen Werke Zweigs im deutschsprachigen Raum zunehmend zensiert und verboten. Davon abgesehen, fällt es dem Autoren nicht leicht, sich plötzlich in einer neuen Kultur einzuleben. Auch deshalb, weil die Beziehung zu seiner Frau nicht mehr jene ist, die sie einmal war, seit sie weit weg in Salzburg lebt. Doch obwohl Zweig vor dem Schrecken fliehen konnte, verfolgt er ihn immer noch.

04.06: “Rockabilly Requiem” mit Regisseur und Konzert in der Schauburg

Von , 27. Mai 2016 20:05

rockabillyrequiemDas in unserer schönen Hansestadt auch mal Kinofilme gedreht werden kommt ja eher selten vor. Umso schöner, dass nun einer in die Kinos kommt und bei seiner Premiere in Bremen dann auch groß auffährt.

Rockabilly Requiem“ von Till Müller-Edenborn wird am 4. Juni um 21:00 in Anwesenheit des Regisseurs und seiner Hauptdarsteller Sebastian Tiede, Ben Münchow und Ruby O. Fee in der „Schauburg“ gezeigt. Im Anschluss spielt die legendäre Bremer Rock n‘ Roll-Band „The Wild Black Jets“ (bei denen vor einigen Jahren noch der wunderbare Kai Stellmann von dem schmerzlich vermissten Buch- und Wunderladen „Pegasos“ trommelte), die in dem Film auch mitspielt ein einstündiges Konzert im Foyer.

Die beiden Freunde Sebastian (Sebastian Tiede) und Hubertus (Ben Münchow) haben beide unterschiedlich unter ihren Vätern zu leiden. Während Hubertus‘ Vater Norbert (Alexander Hauff) von der Idee besessen ist, dass sein Sohn die Offizierslaufbahn einschlägt, muss Sebastian fast gänzlich ohne Vater auskommen. Dieser lässt sich nur allzu selten blicken, was dazu führt, dass die beiden Freunde gleichermaßen auf der Suche nach Halt in ihrem Leben sind. Beides finden sie nur in ihrer Band “Rebels“, die im Stile der 1950er Jahre der Rockabilly-Musik Tribut zollt. Besonders Hubertus ist vom amerikanischen Traum und der scheinbar endlosen Freiheit begeistert, die ein Leben als Musiker mit sich bringt. Beide treffen eine Abmachung und beschließen, niemals wie ihre Väter werden zu wollen. Die Band und die Liebe zu Punkprinzessin Debbie (Ruby O’Fee) einen die beiden, und zu dritt beschließen sie, dem bürgerlichen, engstirnigen Leben den Rücken zu kehren. Für die Rebels ergibt sich dann die einmalige Chance, ihren ersten großen Auftritt zu landen, als die „Wild Black Jets“ eine Vorband suchen. Doch ihre Euphorie wird auch durch Nervosität gebremst, geht die Bühnenerfahrung der Rebels doch gegen Null. Hinzu kommt, dass vor allem Hubertus‘ Vater Norbert gegen die Ambitionen seines Sohnes aufbegehrt. Als tatsächlich eine Einladung zum Vorspielen ins Haus flattert, ist der Familienkrach vorprogrammiert, wobei die Lage zu eskalieren droht.

Ben Münchow gewann für seine Rolle in „Rockabilly Requiem“ auf dem Max-Ophüls-Festival den Darsteller-Preise. Außerdem wurde der Film in Bremen von Elke Peters (Neue Mira Filmproduktion GmbH) produziert und auch teilweise hier gedreht, u.a. im „Modernes“.

02.06: “7 Göttinnen” mit Gästen in der Schauburg

Von , 25. Mai 2016 18:49

sieben-goettinnenIch bin gar nicht auf dem Laufenden, ob der große Bollywood-Boom noch immer anhält. Ich bin 2006 erstmals mit Bollywood in Berührung gekommen und war begeistert von diesen „totalen Filmen“. Total, weil wirklich alles in die 3-4 Stunden Werke hineingepackt und dann auf gigantische Größe aufgeblasen wird. Alles ist hier soviel größer als im Leben: Die Gefühle, das Drama, die Tränen, die Freude. Dazu dann die buntesten Farben, die aufwändigsten Tanz-Choreographien, der treibensten Rhythmus der Musik und die sehnsuchtsvollsten Balladen. Und wenn sich Bollywood mal an Action versucht, dann knallt und fliegt es an allen Ecken und Enden. Und das Schönste: Völlig ironiefrei. Die meinen das alles ernst – und das ist gut so.Ich war verliebt. Aber dann habe ich Bollywood irgendwie aus den Augen verloren und weiß nicht, was es da momentan so alles gibt. In Deutschland war Bollywood, dank der Pionierarbeit von Rapid Eye Movies und der Dauerrotation auf RTL2 ungeheuer erfolgreich. Kein Wunder also, dass jetzt ein u.a. mit deutschen Geldern entstandener Bollywood-Film in die Kinos kommt und hierzulande mit großer Besetzung auf Kino-Tournee geht. Am 2. Juni um 20:30 Uhr kommen die Hauptdarstellerinnen Sarah Jane Dias (Miss India 2007), Anushka Manchanda, Pavleen Gujral und Rajshri Deshpande, sowie Produzent Gaurav Dhinga und der deutsche Co-Produzent Sol Bondy in die Schauburg, um den Film vorzustellen.

Freida (Sarah-Jane Dias) hat ihre besten Jugendfreundinnen zu sich nach Goa eingeladen. In der traumhaften Umgebung des indischen Küstenstaats will sie mit ihnen – zur großen Überraschung aller – ihre Hochzeit feiern. Die Hochzeitsgesellschaft könnte unterschiedlicher kaum sein: Suranjana (Sandhya Mridul) ist eine toughe Geschäftsfrau und Mutter, Joanna (Amrit Maghera) eine aufstrebende Schauspielerin, Mad (Anushka Manchanda) eine mit dem Erfolg ringende Musikerin, Nargis (Tannishtha Chatterjee) engagierte Umweltaktivistin, und die ehemalige Spitzenstudentin Pam (Pavleen Gujral) ist inzwischen Hausfrau. Umsorgt werden alle von Freidas Hausmädchen Laxmi (Rajshri Deshpande). Zwar verrät Freida ihren erstaunten Freundinnen noch nicht, wen sie heiraten wird, zum Feiern muss sie sie aber nicht überreden. Und während alle über die Identität des Bräutigams rätseln, beginnen die sieben jungen Frauen wild und ausgelassen über Gott und die Welt zu philosophieren – über Männer, Sex und ihre Karrieren, über ihre kleinen Geheimnisse, Sehnsüchte und Ängste. Je mehr sie dabei von sich offenbaren, desto klarer wird ihnen, dass sie alle vom Leben nicht das bekommen haben, was sie sich erhofft hatten. Eigentlich hatte ihnen die Welt offen gestanden, in einem Land, in dem Traditionen und Männer das Sagen haben, sind ihre Träume aber irgendwann auf der Strecke geblieben. Sieben Frauen, die wütend sind – und die gemeinsam Pläne schmieden, wie sie ihr bisheriges Leben ändern können. Doch sie ahnen nicht, dass ihre Gemeinschaft durch ein dramatisches Ereignis schon bald auf ganz andere Weise herausgefordert wird.

Der Film ist Bollywood-untypisch nur 103 Minuten lang, und ob darin gesungen und getanzt wird, kann ich leider auch nicht sagen. Schön wäre es aber schon.

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