Nachrichten getagged: Bremen

City 46: Slapstick-Abend mit Livemusik-Begleitung

Von , 21. Juni 2017 15:51

Am Samstag, den 24.6. um 20:30 Uhr lädt das Kommunalkino City 46 zum wiederholtem Male zu einem Slapstick-Abend ein. dieser wird wie immer vom „Hausmusiker“ Ezzat Nashashibi musikalisch begleitet.

Es laufen vier Kurzfilme, die es in sich haben. Der geniale Buster Keaton erlebt als Schmetterlingsjäger in „Das Bleichgesicht“ von 1922 ein Abenteuer bei den Indianern.

Weniger bekannt als Buster Keaton ist heutzutage leider Charlie Chase. Um zu sehen, was für ein komisches Genie er war – und wie modern er heute noch wirkt -, sollte man sich (den in diesem Rahmen schon öfter gezeigten) „Mighty like a Moose“ (1926) nicht entgehen lassen.

Anita Garvin und Marion Byron war das – mir zumindest bekannte – einzige weibliche Comedy-Team. Auch ihre Filme sind heute leider fast vergessen. Zeit diese grandiosen Damen wiederzuentdecken. Die Gelegenheit ergibt sich bei „A Pair of Tights“ von 1929.

DAS Comedy-Team schlechthin sind die unvergleichlichen Laurel & Hardy. Auch wenn mir Buster Keaton vom Kopf her am Nächsten steht, mein Herz gehört doch diesen zwei großartigen Charakterköpfen. Ein Beispiel für ihre hohe Kunst ist „Wrong Again“ von 1927.

Schauburg: Sönke Wortmann stellt seinen Film „Sommerfest“ vor

Von , 16. Juni 2017 22:03

Am Dienstag, den 27. Juni um 18:00 Uhr stellt Sönke Wortmann (u.a. „Das Wunder von Bern“, „Deutschland – ein Sommermärchen“, „Der bewegte Mann“)  zusammen mit den Darstellerinnen Anna Bederke und Sandra Borgmann in der Schauburg seinen neuen Film „Sommerfest“ vor. Der Film beruht auf einem Ruhrpott-Romans des Autoren Frank Goosen und startet offiziel erst zwei Tage später in den deutschen Kinos.

“Die geistige Enge, das Spießertum, das ewige Gelaber von Arbeit und Fußball, die niedrigen Häuser und der ganze Dreck” – Stefan (Lucas Gregorowicz) hat ziemlich viel an seiner ehemaligen Heimat, dem Ruhrgebiet, auszusetzen. Inzwischen wohnt der Schauspieler in München, arbeitet am Theater und ist bloß in die alte Heimat zurückgekommen, um die Formalitäten nach dem Tod seines Vaters zu klären. Unerwartet läuft er dabei jedoch so manchem alten Bekannten über den Weg, und jeder fragt ihn: “Hast du schon mit Charlie gesprochen?”

Charlie und Stefan – so hieß das Traumliebespaar aus Kindertagen. Doch das Wiedersehen mit der Jugendliebe Charlie (Anna Bederke) stürzt Stefan in Zweifel darüber, ob er wirklich den richtigen Weg eingeschlagen hat. Während in München das Vorsprechen bei einer Seifenoper wartet, lernt Stefan das Ruhrgebiet zusammen mit alten Freunden wie den Lebenskünstlern Olaf (André Rohde), Diggo (Markus John) und Toto (Nicholas Bodeux) neu kennen. Und schließlich ist da ja auch noch das titelgebende Sommerfest, bei dem alle Freunde von früher zusammenkommen.

Quelle: Schauburg

Am Freitag: WEIRD XPERIENCE ist zurück und hat etwas GROSSES mit dabei

Von , 10. Mai 2017 21:41

Zusammen mit meinem Kollegen Stefan organisiere ich seit 2011 die Filmreihe WEIRD XPERIENCE. Nachdem wir am Anfang des Jahres einige Schwierigkeiten mit unserem Veranstaltungsort hatten, geht es nun endlich weiter und wir werden einmalig in der Schwankhalle zu Gast sein. Hier der Text dazu, den ich auch auf unserem Weird-Xperience-Blog gepostet habe.

Darauf haben wir alle sehr lange gewartet: WEIRD XPERIENCE ist zurück. Weiter geht es am 12. Mai um 21:30 Uhr. Dann sind wir erstmals in der Schwankhalle zu Gast. Hintergrund ist das Projekt A.r.G.da.Na.ni (Aus rechtlichen Gründen darf Name nicht genannt werden) des Bremer Künstlers Jan van Hasselt, welches am 18. und 19.5. in der Schwankhalle läuft. Ein Ton-Bild-Vortrag über „eine Art Dino mit Stacheln auf dem Rücken, der eine Kulisse aus Miniaturhäusern zertrampelt und einen Schrei ausstößt, der klingt, als wäre ein Grammophon kaputt. Er darf nicht gezeigt werden, und sein Name nicht genannt. Denn die japanische Produktionsfirma Toho achtet peinlich genau auf den Schutz der Trademark. Was fasziniert so an Argdanani? Wer ist er? Und was will er eigentlich hier? Antworten sucht der Filmemacher Jan van Hasselt auf der Bühne und im Video-Interview mit Experten wie Jörg Buttgereit, Sebastian Krehl, Dietrich Kuhlbrodt, Jürgen Palmtag und Christoph Spehr.“ Im Vorfeld hatte uns Jan gefragt, ob wir von WEIRD XPERIENCE nicht einen Film mit diesem ominösen Dino zeigen könnten. Und dieser Bitte sind wir nur zu gerne nachgekommen. Und wir haben sogar dafür gesorgt, dass wir den Namen des Untieres nennen dürfen!

Laut einer alten Legende aus Okinawa, soll wenn ein schwarzer Berg in den Bergen hoch über die Wolken hinaus ragt, ein Monster auftauchen und versuchen, die Welt zu zerstören. Als diese Prophezeiung eintrifft ist es zum allgemeinen Erstaunen Godzilla, der dort als Weltenzerstörer agiert. Erst zertrümmert Godzilla einige Häuser, dann bringt er fast seinen alten Kumpel, den Igel-ähnlichen Anguirus, um. Doch schnell ist das Geheimnis gelüftet. Dieser Godzilla ist gar nicht der echte Godzilla, sondern ein riesiger Roboter namens „King Kong“ (zumindest in der deutschen Fassung), der von Außerirdischen hergestellt wurde, um ihnen zu helfen, die Erde zu unterjochen. Da hat die Menschheit Glück, dass bald schon der echte Godzilla auftaucht und sich schließlich zusammen mit Okinawas Schutz-Gottheit King Caesar dem stählernen Unhold stellt…

Der Ruf der in den 70er Jahren unter der Regie von Jun Fukuda entstanden Godzilla-Streifen mag nicht der beste sein. Tatsächlich sind sie sehr viel bunter, kindischer und lustiger als jene Filme aus den 50er und 60er, für die noch Godzilla-Schöpfer Ishirô Honda verantwortlich war. Wer darüber hinwegsehen kann und sich ein junges Gemüt bewahrt hat, wird aber besonders mit „King Kong gegen Godzilla“ seine Freude haben. Insbesondere, da hier auf nervige Kinderdarsteller verzichtet wurde und mit Mech-Godzilla einer der coolsten Gegner Godzillas seinen ersten Auftritt hat. GoMecha-Godzilla hört in der deutschen Fassung – wie vor ihm schon der Roboter Jet Jaguar – auf den Namen „King Kong“. Ob man in Deutschland – wo der Film am 20. Dezember 1974 anlief – darauf spekulierte, dass er von dem damals erwarteten Erfolg des amerikanischen „King Kong“-Remakes, partizipieren könne oder einfach eine Kontinuität zum Vorgänger herstellen sollte (die 60er Filme waren ja in Deutschland durch einen imaginären „Frankenstein“ im Titel miteinander verbunden) sei dahingestellt.

Trailer für A.r.G.da.Na.ni

Vorschau: 3. Filmfest Bremen – 22.-24. September in der Schauburg

Von , 26. April 2017 17:55

Vom 22. bis 24. September wird nun schon zum dritten Male das Filmfest Bremen ausgerichtet.

Nachdem in den Vorjahren das Cinemaxx Veranstaltungsort war, wird diesmal in die Schauburg gewechselt.

Und nach einem, bzw. im letzten Jahr schon zwei Festivaltagen, läuft das Filmfest Bremen in diesem Jahr ganz drei Tage lang.

Gezeigt werden wieder Filme von oder mit Bremer Filmschaffenden, Filme mit Bremen als
Drehort oder inhaltlichem Bremenbezug. Darunter sind Spielfilme, Kurzfilme, Dokumentationen,
Experimentelles und neue filmische Formate.

Über das reine Filmprogramm hinaus versteht sich das Filmfest auch als Plattform zum aktiven Austausch
zwischen Filmschaffenden und Publikum. Neu ist dabei das SYMPOSIUM BREMER FILM.

Wie auch in den letzten beiden Jahren wird wieder der Kurzfilmwettbewerb KLAPPE!
ausgeschrieben. Eine Woche vor Festivalbeginn, am 15. September 2017, wird das diesjährige
Motto bekanntgegeben. Ab diesem Zeitpunkt haben Interessierte 48 Stunden Zeit, ihren
Filmbeitrag einzureichen und die Chance, die gut dotierten Publikums- oder Jurypreise zu
gewinnen. Alle eingereichten Filme werden im Rahmen des Filmfestes zu sehen sein und auch die
Gewinner bei einer Preisverleihung vor Ort bekanntgegeben.

Der Festivalpass für drei Tage kostet 20 Euro und gilt für alle Filmvorführungen, Panels und
Veranstaltungen im Rahmen des 3. Filmfest Bremen. Tageskarten bzw. Einzelveranstaltungen
kosten 8 Euro. Der Kartenvorverkauf startet im Juni 2017 über Nordwest Ticket und die Bremer
Filmkunsttheater.

Kulturfestival „So macht man Frühling“ zeigt vier tschechische Filme im City 46 (mit Gästen)

Von , 12. April 2017 06:36

Wenn man mich nach meinen liebsten Filmländern fragt, steht weit oben auf der Liste mit Sicherheit immer Tschechien. Nicht nur, weil die tschechischen Kinderserien meine frühe Jugend so aufregend gemacht haben und eine meiner frühsten TV-Erinnerungen „für Erwachsene“ das „Krankenhaus am Rande der Stadt“ ist. Auf Filmfestivals steuere ich immer noch die tschechischen Filme mit als erste an und bin damit eigentlich noch nie reingefallen.

Im Rahmen des Deutsch-Tschechischen Kulturfrühlings 2017 wird in Bremen das Deutsch-Tschechische Kulturfestival „So macht man Frühling“ veranstaltet. Im Rahmen dieses Festivals werden zwischen dem 27. und 30. April im City46 vier Filme gezeigt, die einen Einblick ins Filmland Tschechien geben sollen.

Gezeigt werden folgende Filme:

SCHMITKE (D, CS 2014, OmU) – 27.4. um 19:30 – In einen kleinen Ort an der deutsch-tschechischen Grenze soll der griesgrämiger Ingenieur Schmitke ein Windrad reparieren. Die nebelverhangene Landschaft des Erzgebirges schlägt Schmitke aufs Gemüt und merkwürdige Dinge passieren.

MENANDROS UND THAÏS (CS, A 2016, 129 Min., OmU) – 28.4. um 20:30 – Eine Art theatraler, surrealistischer Sandalenfilm. Menandros irrt durch eine antike Welt auf der Suche nach seiner von Piraten entführten Braut.

MARKETA LAZAROVA (CS 1967, 162 Min., OmU) – 29.4. um 19:30 – Ein experimentelles Mittelalter-Action-Epos, welches von Kritikern als bester tschechischer Film aller Zeiten gehandelt wird. Dank der unermüdlichen Arbeit des Labels BILDSTÖRUNG des Verleihs Drop-Out tourte der Film im letzten Mal erstmals durch die deutsche Kinolandschaft – aber leider nicht durch Bremen. Das wird nun im Rahmen des Kulturfestivals nachgeholt. Weitere Vorstellungen gibt es bis einschließlich 2.5. Toll, toll, toll!

GIRL POWER (CS 2016, OmU) – 30.4. um 20:00 – Dokumentarfilm um die tschechische Grafifiti-Künstlerin Sany. Zusammen mit dem Filmemacher Jan Zajícek hat sie über 7 Jahre hinweg weltweit nach weiteren Frauen in der immer noch stark männerdominierten Sprayerszene gesucht.

Bei dem Film SCHMITKE ist Regisseur Štěpán Altrichter und bei GIRL POWER die Grafifiti-Künstlerin Sany zu Gast!

Regisseur Ondřej Cikán steht bei MENANDROS UND THAÏS zur Verfügung und hält zudem am Samstag, den 29.4. um 11:30 Uhr eine Lesung im Foyer des kleinen Hauses im Theater Bremen. Dort liest er aus seinem Roman „Der Reisende. Band 1: Du bist die Finsternis“.

„Shin Godzilla“ läuft am 03. und 05. Mai in Bremen

Von , 6. April 2017 20:05

Das „Tanz der Teufel“-Event kürzlich hat es scheinbar vorgemacht. Film-Events mit einem begrenzten Start und nur sehr kurzer Laufzeit scheinen von den Filmverleihen als Möglichkeit gesehen zu werden, nicht nur Werbung für ihre Heimkino-Veröffentlichung zu machen, sondern auch für die Kinos zu einem bestimmten Zeitpunkt ein Nischenpublikum in größerer Zahl in die Kinos zu locken.

Ich vermute mal, dass es sich finanziell nicht lohnen würde, einen Film wie „Shin Godzilla“ über eine Woche zu zeigen, aber an zwei Tagen (oder einen, wie bei „Tanz der Teufel“, könnte schon überdurchschnittlich viel Publikum an diesen Tagen in den Kinosaal bringen. Dazu müssen nur die Verleihe mitspielen und keine übermäßig hohen Leihgebühren und exorbitante Garantiesummen verlangen.

Generell predige ich ja schon seit Jahren das Mantra, dass die Zukunft des Kinos in einer „Eventisierung“ liegt. Bestes Beispiel auch: Das Open-Air-Kino am Schlachthof, wo wir mit Weird Xperience auch mal über 100 Zuschauer hatten, obwohl wir mit einem gleichen Programm im City 46 oder der etage 3 oftmals mit Zuschauerzahlen im einstelligen Bereich kämpfen mussten. Das Thema wäre einen ganz eigenen Blogbeitrag wert, aber hier soll es nun um dem lang erwarteten „Shin Godzilla“ gehen.

„Shin Godzilla“ ist die japanische Antwort auf das Hollywood-Remake und nach „Final Wars“ im Jahre 2004 der erste „echte“ Godzillafilm in 13 Jahren. Und darum geht es:

In der Bucht von Tokio kommt es zu unerklärlichen Ereignissen: Eine Yacht treibt auf dem Wasser, der Besitzer ist spurlos verschwunden. Zur gleichen Zeit scheint unweit davon wie aus dem Nichts ein Vulkan auf dem Meeresgrund auszubrechen. Doch schnell wird klar, dass die Geschehnisse von einem lebenden Organismus ausgegangen sein müssen. Erste Videos der unbekannten Kreatur tauchen auf: Es ist riesig und bewegt sich mit rasender Geschwindigkeit auf die Stadt zu.

Die Behörden müssen schnell handeln, um die Bevölkerung vor einer Katastrophe zu schützen. Doch in keinem Notfall-Plan der Welt ist geregelt, wie man mit einem unbekannten, gigantischen Monster umgeht. Einem Mitglied der Regierung werden bislang unveröffentlichte Aufsätze eines Forschers zugespielt, die das Geschöpf zu erklären versuchen – und ihm einen Namen geben: Godzilla!

Mit Hilfe der Experten setzt die Regierung alles daran, es zu besiegen, doch der Zerstörungswahn von Godzilla wird immer größer.

Der Trailer und die ersten Bilder zum Film sehen schon mal sehr gut aus. Und „Godzilla“ darf endlich wieder so richtig böse sein. Ich freue mich schon sehr auf den Film, der am 03. und 05. Mai im Kristall-Palast Cinestar auf der großen Leinwand zu sehen wird.

News: 5. Favourites Film Festival vom 24.-28. Mai im Cinema Ostertor

Von , 16. März 2017 06:30

Das ist ja eine Überraschung. Nachdem das Favourites Film Festival nun schon vier Mal sehr erfolgreich im Kommunalkino City 46 lief, ziehen die beiden Festivalleiterinnen Anna Jurzik und Paula Syniawa für die fünften Ausgabe des beliebten Festivals um. Und zwar in das nicht minder sympathische Cinema Ostertor.

Die Beiden begründen ihre Entscheidung so: „Wir wollen nicht nur bewegende, internationale Festivalfilme nach Bremen bringen, es war von Anfang an eines unserer wichtigsten Ziele, einen einladenden Ort des Austauschs und der Kommunikation für Besucher mit unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen zu schaffen, die sich sonst vielleicht gar nicht treffen würden. Der Umzug ins Cinema im Ostertor entspricht unserem Wunsch, ein lebendiges Festivalzentrum zu schaffen“.

Dass das City 46 ihrer Meinung nach kein „einladender Ort des Austauschs und der Kommunikation“ ist, stimmt mich recht traurig. Ich habe dies zu meiner aktiven Zeit dort immer anders empfunden, war aber leider auch seit einem Jahr nicht mehr dort, da sich Kinobesuch und Familie nicht immer gut unter einen Hut bringen lassen. Zudem bin ich Ende letzten Jahres schweren Herzens und aus rein finanziellen Gründen (vorläufig) aus dem Förderverein ausgetreten und daher nicht mehr „nah dran“. Der Kommentar der beiden Festivalleiterinnen erfüllt mich aber gerade mit großer Sorge.

Aber genug davon, wenden wir uns wieder dem Favourites Film Festival zu, welches dann vom 24. bis zum 28. Mai 2017 im Cinema Ostertor stattfindet.

07.03. Josef Harder mit seinem Film „Wilde Maus“ in der Schauburg

Von , 3. März 2017 06:34

Der österreichische Kabarettist und Kult-Schauspieler Josef Hader hat seinen ersten eigenen Spielfilm inszeniert. Die Tragikomödie „Wilde Maus“ lief im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale und tritt nun ihre Reise durch die deutsche Kinolandschaft an. Am Dienstag, den 07. März läuft der Film in der Schauburg, wo Josef Harder persönlich zugegen sein wird, um den Film vorzustellen, und Rede und Antwort zu stehen.  Los geht es um 20:15 Uhr.

Georg (Josef Hader), etablierter Musikkritiker im Feuilleton einer Wiener Zeitung, verlangt eine Sonderbehandlung. Schließlich ist er ein Ass auf seinem Gebiet! Doch auch Asse sind nicht unantastbar: Das lernt Georg, als ihm von seinem Chef (Jörg Hartmann) wegen Sparmaßnahmen gekündigt wird. Seiner Frau Johanna (Pia Hierzegger) erzählt der gefeuerte Redakteur nichts vom Rauswurf, aber sie ist ohnehin nur damit beschäftigt, den nächsten Eisprung abzuwarten und ihren Kinderwunsch in die Tat umzusetzen. Georg sinnt indes auf Rache an seinem Ex-Chef und findet im ehemaligen Mitschüler Erich (Georg Friedrich) einen Komplizen. Die nächtlichen Rachefeldzüge fangen mit kleinen Sachbeschädigungen an, steigern sich schnell zum ausgewachsenen Terror und gefährden bald Georgs sorgsam aufgebaute bürgerliche Existenz…

03.März: August Diehl stellt in der Schauburg den Film „Der junge Karl Marx“ vor

Von , 28. Februar 2017 18:01

Der großartige August Diehl (den ich seit seinem Debüt in Hans-Christian Schmids tollem „23“ aufrichtig bewundere) ist am Freitag, den 03. März in Bremen zu Gast und stellt in der Schauburg seinen neusten Film vor. In der französisch-deutsch-belgischen Co-Produktion „Der junge Karl Marx“ von Raoul Peck spielt er die Titelrolle. Los geht’s um 20:30 Uhr.

1844, kurz vor der industriellen Revolution, lebt der erst 26-jährige Karl Marx (August Diehl) mit seiner Frau Jenny (Vicky Krieps) im französischen Exil in Paris. Eines Tages wird ihm der junge Friedrich Engels (Stefan Konarske) vorgestellt, doch für den feinen Bourgeois und Sohn eines Fabrikbesitzers hat der andauernd bankrotte Familienvater Marx zunächst nur Verachtung übrig. Bald aber zeigt sich, dass die beiden mehr als nur denselben Humor gemeinsam haben. Engels hat kürzlich über die Verelendung des englischen Proletariats geschrieben und er liebt Mary Burns (Hannah Steele), eine Rebellin der englischen Arbeiterbewegung. Gemeinsam verfolgen er und Marx ein Ziel. Als Kampfgefährten respektieren und inspirieren sie sich gegenseitig und zusammen mit Jenny verfassen sie Texte, die eine Revolution entfachen sollen…

Offtopic: „Bremen History“ braucht Hilfe

Von , 23. Dezember 2016 16:16

Vor gut einem Jahr bin ich das erste Mal auf die Facebook-Seite von „Bremen History“ gestoßen. Was ich zunächst für eine der unzähligen „Bremen“-Gruppen hielt, entpuppte sich bei näherem Hinsehen als größeres Projekt. Eine privat betriebene, aber sehr professionell gemachte Webseite auf der ich mich schon stundenlang verloren habe, um allerlei Geschichte über die Vergangenheit Bremens zu lesen und die unzähligen zum Teil uralten Fotos zu bewundern. Und zu meiner großen Freude konnte ich auch feststellen, dass mein großes Steckenpferd, nämlich das Thema „Bremer Kinogeschichte“ das ein oder andere Mal aufgegriffen wurde.

Jetzt ist der Fortbestand des Projektes „Bremen History“ in Gefahr. Wie immer liegt es nicht am Enthusiasmus der Beteiligten, sondern am lieben Geld. Bereits vor einigen Wochen startete deshalb eine Crowdfunding-Initiative. Euro 20.000,- wurden gebraucht, um auch 2017 weitermachen zu können. Jetzt, einen Tag vor Weihnachten und und nur 8 Tage vor dem Ende der Aktion ist das Ziel zum Greifen nahe. Knapp über 3/4 ist da, aber der Rest fehlt noch. Darum habe ich mich entschlossen, hier etwas Werbung für dieses tolle Projekt zu machen, auch wenn ich weiß, dass es sicherlich nur die Bremer interessiert. Aber mein Blog heißt ja nicht umsonst „Filmforum BREMEN“, auch wenn ich das „Bremen“ in diesem Jahr etwas stiefmütterlich behandelt habe. Also, HIER findet ihr alle Infos zur Crowdfunding Kampagne und den Dankeschöns, die es für eine Spende gibt. Und hier geht es zu der schönen und informativen Bremen History-Seite, die immer einen Besuch lohnt.

Bei Bremen History geht es

um Geschichte und Geschichten. In Bremen und „umzu“. Jenseits des Bekannten. Die Erinnerungen Bremens verblassen vielerorts während andere auf Dachböden, in Pappkartons und Archiven darauf warten, entdeckt zu werden. Dabei geht es nicht ausschließlich um die „ganz großen Ereignisse“, die ihren Weg automatisch in die Stadtchronik gefunden haben. Es sind vielfach die kleinen Details, ungewohnten Blickwinkel, Randfiguren der Öffentlichkeit und Menschen, die „im Kleinen“ Spuren in der Stadt hinterließen.

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