Das Bloggen der Anderen (14-04-14)

Von , 14. April 2014 21:39

bartonfink_type2– Auf Hard Sensations werden unter dem Motto „Reden über Schreiben über Film(e)“ ausführliche Interviews geführt. In dieser Woche war Jan Künemund von dem Verleih „Salzgeber“, der sich auf queere Filme spezialisiert hat, dran. Dieser schreibt auch als Chefredakteur des Print-Magazins „Sissy“. Ferner wurde auch Oliver Nöding von „Remember It For Later“ interviewt.

– Und weil wir jetzt schon dabei sind: Auf seinem Blog Remember It For Later hat Oliver nun seine Retrospektive der Rialto-Winnetous mit dem Trio „Winnetou III“, „Old Surehand“ und „Winnetou und sein Freund Old Firehand“ abgeschlossen.

– Auf Schneeland berichtet Michael Schleeh weiterhin vom Hong Kong International Filmfestival.

– Alexander Matzkeit macht sich auf real virtuality Gedanken über Baz Lurmanns bombastischen, bunten Musical-Kitsch „Moulin Rouge!“ und fragt sich, warum sich diese Idee des Hitsongs-Mash-Ups nie wirklich durchgesetzt hat.

– Johannes Beringer stellt auf new filmkritik den Filmkritiker und Dichter Robert Desnos (1900-1945) vor, der im KZ Theresienstadt so schwer erkrankte, dass er kurz nach dessen Befreiung verstarb.

– Ciprian David beginnt seine Rezension  der Doku „Blackfish“, auf Negativ mit einer umfangreichen Einleitung über seine Jugend und ersten Filmerfahrungen in Rumänien.

– Rainer Kienböck schreibt auf Jugend ohne Film über Peter Kubelka, experimenteller Filmemacher und Mitgründer des Österreichischen Filmmuseums. Und Patrick Holzapfel geht überwiegend kritisch mit den Filmen des ersten Quartals 2014 ins Gericht.

– ben präsentiert auf filmosophie seinen Videoclip der Woche. Diesmal einen viertelstündigen Film über die Geschichte des Kinotrailers.

– Auf Film im Dialog wird heiß über Darren Aronofskys „Noah“ diskutiert. Und dabei sind sich die beiden Diskutierenden einmal überhaupt nicht einig.

– Mein Highlight der Woche: Christian Moises und Sano Cestnik schreiben auf Eskalierende Träume vorab über das goEast-Festival in Wiesbaden und stellen im Vorwege die „Neue Polnische Welle“ der späten 60er vor, die der „Neuen Polnischen Filmschule“ mit Wajda und Has folgte und dem das „Kino der moralischen Unruhe“ mit Kieslowski und Zanussi folgte. Da das polnische Kino eines meiner vielen Steckenpferde ist, finde ich das natürlich besonders interessant.

– Lukas Foerster schreibt auf Dirty Laundry zunächst über Robert Altmans Spielfilm-Debüt „The Delinquents“, sowie über „Guys and Dolls“ von Joseph L. Mankiewicz und „The Raid 2: Berandal“ von Gareth Evans, die er zufällig hintereinander sah.

– Über Klaus Lemke mag man denken was man will, seine oft lauten und bewusst provozierend-prolligen Thesen legen oft den Finger in die Wunde. Zudem sind seine Interviews, ebenso wie seine Filme, immer sehr unterhaltsam und strahlen das richtige Quäntchen Außenseitertum und Rock’n’Roll aus. Gerade wieder zu erfahren auf B-Roll. Dort schreibt auch Sophie Charlotte Rieger (sonst filmosophie) über Scham im Kino und fordert: „Weg mit dem Feigenblatt“. Und Stefan Otto hat einige Bücher-Tipps.

Yzordderrexxiii war bei den Fantasy Filmfest Nights und hat sich dort durch das komplette Programm geschaut.

– Ronny Dombrowski schreibt auf cineastic.de über einen spanischen Thriller mit Elijah Woods und dem Sequel des Spider-Man-Reboots, welches er nachdrücklich empfiehlt.

Komm und sieh hat „Amazing Spider-Man 2“ auch gesehen, doch hier hält sich die Begeisterung eher in Grenzen. Weitaus besser schneidet hier Jean-Pierre Jeunets neues Werk „Die Karte meiner Träume“ ab.

Der breite Grad schreibt über „die Großmutter des Sexvampirfilms“, Roger Vadims „… und vor Lust zu sterben“.

Der Kinogänger hat wieder Neues aus Hollywood am Start.

– Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen führt sein eigenes „Die Besprechungen der Anderen“ weiter. Außerdem hat er Franjus wunderbaren „Mann ohne Gesicht“ gesehen. Allerdings die deutsche Fassung, die aus der TV-Mini-Serie einen auf Gert Fröbe zentrierten Spielfilm macht. Da sollte man wohl doch lieber die TV-Serie oder den französischen Zusammenschnitt sehen, der als „Red Nights“ auf der ebenfalls großartigen „Judex“-DVD bei Eureka in UK erschienen ist. So oder so: Franjus Film ist eine tolle Hommage an das Pulp (Nicht Trash!)-Serial. Deshalb finde ich Schlombies Worte vom Trash hier etwas zu hart, auch wenn er den Film natürlich empfiehlt.

– Miami Connection? Schwarze Ninjas greifen an? American Streetfighter? Alles der selbe Film und mir trotzdem vollkommen unbekannt. Sascha Nolte nennt ihn auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte „feinen Action-Trash“, warnt aber auch gleichzeitig „Wie eine fast perfekte Pizza mit zu viel Belag und extra Käse: Im Prinzip leckeres Fast Food – kann jedoch auch schnell auf den Magen schlagen.“ Wäre wohl etwas für den Bremer Trash Club.

– Weil wir gerade bei „Action“ sind. Es gibt neues von Jet Li. Einst neben – und zeitweise sogar vor – Jackie Chan, DER Hongkong-Martial-Arts-Star. Nach diversen Abenteuern in Frankreich und Übersee ist es irgendwie still um ihn geworden. Nun gibt es neuen Stoff aus Hongkong, der scheinbar im Guten (Action), wie im Schlechten (Comedy) an die 90er anschließt. Oliver Armknecht hat „Badges of Fury“ für film-rezensionen.de besprochen.

– Sascha auf PewPewPew über die seiner Meinung nach schlechteste Doku der Welt: „American Blogger“.

– Mir war gar nicht bkannt, dass Fassbinders Skandalstück „Die Stadt, der Müll und der Tod“ für das Kino verfilmt wurde. Sogar mit Fassbinder selber in einer der Hauptrolle, allerdings nicht vom ihm selber, sondern von Daniel Schmid unter dem Titel „Schatten der Engel“. Stubenhockerei hat ihn gesehen und verrät, wo man ihn findet.

Eine Antwort für “Das Bloggen der Anderen (14-04-14)”

  1. Schlombie sagt:

    Danke für die Hintergründe zu „Der Mann ohne Gesicht“. Dass das eine zusammengeschnittene TV-Serie ist wusste ich gar nicht, erklärt aber das wirre Etwas das ich gesehen habe. Und die deutsche Version ist definitiv Trash, so wie die zusammengeschludert wurde. Die müsstest Du mal sehen. Deswegen will ich beizeiten auch unbedingt den französischen Zusammenschnitt sehen, der ist sicherlich ganz anders angegangen. Ich denke mal an die komplette ursprüngliche Serie dürfte man deutsch untertitelt nicht rankommen, oder? Auf jeden Fall danke für die Verlinkung. 🙂

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