Nachruf: Arthur Penn und Tony Curtis

Von , 30. September 2010 16:18

Nach Claude Chabrol sind nun schon wieder der ewige Vorhang für zwei Ikonen gefallen. Diesmal nicht des europäischen, sondern des Hollywood-Films. Tony Curtis stand dabei für das klassische Hollywood der 50er Jahre, während Arthur Penn der erste Vertreter des „New Hollywood“ war und mit seinem „Bonnie & Clyde“ den Startschuss zu einem neuen, aufregend Kapitel der Filmgeschichte gegeben hat.

Ich habe ein paar sehr schöne und informative Nachrufe auf die beiden gefunden, die ich hier einmal verlinken möchte.

Arthur Penn (1922-2010)

MUBI
www.nytimes.com
www.rollingstone.de
www.faz.net

Tony Curtis (1925-2010)

MUBI
www.nytimes.com
somecamerunning

Hier noch ein „Best Of“ aus einer Folge der Serie, für die Tony Curtis in Deutschland wohl am Bekanntesten sein dürfte (auch wenn sie nicht zu seinen Glanzstücken zählt und hierzulande eher durch die herrlich bekloppte Synchro Erfolg hatte).

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Originalfassungen in Bremen: 30.09.- 06.10.10

Von , 30. September 2010 15:50

Diese Woche geht’s wieder etwas gemächlicher zu. Dafür kann man den Cannes-Gewinner im O-Ton sehen. Wenn das mal nichts ist!
Übrigens habe ich irgendwo gelesen, der Kristallpalast/CineStar würde den neuen David Fincher film „The Social Network“ am 6.10. um 20:00 im Original zeigen. Da ich aber auf der Cinestar-Homepage aber nichts über die Sprachfassung zu finden ist, ist dies nur ein unbestätigtes Gerücht. Wenn jemand da mehr weiß: Immer her mit der Info.

Resident Evil: Afterlife – Cinemaxx, Fr. 18:00 und Mi. 23:00 – SF-Horror-Action mit der schönen Milla Jovovich in der Hauptrolle. Mitterweile der vierte Teil der Reihe, aber diesmal erstmals in 3D. Und die 3D-Effekte sollen wirklich absolut spektakulär sein. Regie führt erstmals seit Teil 1 wieder Paul W.S. Anderson.

The American – Cinemaxx, Do. 20:00 und Sa. 22:50 – Thriller mit George Clooney, der einen in den italienischen Abruzzen abgetauchten Auftragskiller spielt. Regie führt der ehemalige Pop-Fotograf und Videoclip-Regisseur Anton Corbijn, dessen Erstling “Control” mir damals ganz gut gefallen hat. Für die Musik ist irgend so ein deutscher Musikant zuständig.

Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben – Atlantis, Do.-Sa., sowie Di und Mi. um 19:00, So. 17:45, Mo. 16:00 – Der Gewinner der Goldenen Palme beim diesjährigen Filmfestival in Cannes. Ein thailändischer Film über Tod, Vergangenheit, Erinnerungen und Wiedergeburt. Jurypräsident Tim Burton war begeistert und die Fachpresse auch.

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Jane’s Journey – Die Lebensreise der Jane Goodall – Gondel, Do., Sa. Und Mi. um 15:00 – Dokumentation über das Leben der Verhaltensforscherin Jane Goodall, die lange Zeit im Dschungel unter Schimpansen lebte.

Precious – Kino 46, Sa.+ So. 18:00, Di.+ Mi. 20:30 – Oscar-prämiertes Drama (Beste Nebenrolle für Mo’nique) um ein stark übergewichtiges Ghettokind, welches von der Mutter misshandelt und vom Vater geschwängert und mit AIDS infiziert wurde… und trotzdem versucht sein Leben zu meistern.

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 04.10., 21:45

Lars Jessen stellt seinen Film „Hochzeitspolka“ vor

Von , 27. September 2010 15:54

Ein Pflichttermin für mich ist in diesem Jahr der Film „Hochzeitspolka“ von Lars Jessen. Nein, ich habe keine Ahnung, ob der wirklich gut ist (auch wenn die Kritiken bisher sehr positiv waren), aber das Thema ist quasi genau „meins“ 🙂

In der Komödie geht es „eine deutsch-polnische Hochzeit, Missverständnisse zwischen den beiden Völkern, Männer-Freundschaften und einen Ex-Rock’n’Roller auf bürgerlichen Abwegen“, so der Verleih.

Für mich klingt die Inhaltsangabe wie eine Mischung aus „Maria, ihm schmeckt’s nicht“ und „FC Venus„, beide übrigens mit dem „Hochtzeitspolka“-Hauptdarsteller Christian Ulmen, den ich immer wieder gerne sehe.

Wie gesagt, ich erwarte nicht viel, werde mir den Film aufgrund des Themas aber auf jeden Fall ansehen.

Eine gute Gelegenheit wäre der nächste Freitag (1.10.) um 21:00 Uhr. Da stellt nämlich der Regisseur Lars Jessen („Der Tag, an dem Bobby Ewing starb„, „Dorfpunks„) seinen Film (den er zusammen mit seinem polnischen Kollegen Przemyslaw Nowakowski gedreht hat) persönlich in der Schauburg vor.

Zumindest steht es so auf der Homepage und der Facebook-Seite der Schauburg. Im aktuellen „Mix“ wird noch Mittwoch, der 29.9. um 19:00 Uhr angegeben. Aber hier vertraue ich mal auf die Schauburg.

Originalfassungen in Bremen: 23.09.- 29.09.10

Von , 23. September 2010 15:37

Diese Woche ist eine wahre Festwoche für die Bremer Freunde des Originaltons. Allerdings vor allem deshalb, weil durch die Cinema! Italia!-Woche im Atlantis und der Schauburg ein ganzer Schwung italienischsprachiger filme mit deutschen Untertiteln läuft. Da ich hierauf schon in meinem vorherigen Artikel detailliert eingegangen bin, schenke ich mir hier die Doppelung und verweise auf die entsprechende Stelle hier im Blog.
Ansonsten finde ich es sehr schön, dass auch das Cinemaxx wieder zwei attraktive Neuerscheinungen zeigt, und dass im Kino 46 das Festival Filmland Polen weiter fortgesetzt wird. Und dies mit einem Werk, auf das ich mich schon lange freue!

Resident Evil: Afterlife 3D – Cinemaxx, Sa. 18:00 und Sonntag, 20:30 – SF-Horror-Action mit der schönen Milla Jovovich in der Hauptrolle. Mitterweile der vierte Teil der Reihe, aber diesmal erstmals in 3D. Und die 3D-Effekte sollen wirklich absolut spektakulär sein. Regie führt erstmals seit Teil 1 wieder Paul W.S. Anderson.

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The American – Cinemaxx, Do. und Mi. um jeweils 20:05 – Thriller mit George Clooney, der einen in den italienischen Abruzzen abgetauchten Auftragskiller spielt. Regie führt der ehemalige Pop-Fotograf und Videoclip-Regisseur Anton Corbijn, dessen Erstling „Control“ mir damals ganz gut gefallen hat. Für die Musik ist irgend so ein deutscher Musikant zuständig.

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Bal – Honig – Cinema Ostertor, Do.-Di. um 17:00 und 20:45, Mi. nur um 20:45 – Der Berlinale Gewinner aus diesem Jahr. Aus der Sicht eines kleinen Jungen wird das Leben in einer waldreichen Landschaft im Nordwesten der Türkei gezeigt. Auf türkisch mit deutschen Untertiteln.

Jane’s Journey – Die Lebensreise der Jane Goodall – Gondel, So. um 11:30 und Schauburg, Mo. 14:45 – Dokumentation über das Leben der Verhaltensforscherin Jane Goodall, die lange Zeit im Dschungel unter Schimpansen lebte.

The Dark House – Das Haus des Bösen – Kino 45, So. 26.9., 18:00 – Dieser polnische Film wurde mir überall wärmstens empfohlen, daher sind meine Erwartungen recht hoch. Es geht um ein fürchterliches Verbrechen, welches sich 1978 auf einem einsamen Bauernhof ereignet. So wie um die Untersuchungen, die später während des Kriegsrechts durchgeführt werden.

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Französische Sneak Preview – Atlantis, Mi. 29.9., 21:00

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 27.09., 21:45

Cinema! Italia! 2010 (23. bis 29. September)

Von , 23. September 2010 11:18

Da ist mir doch ganz der Hinweis auf Cinema! Italia!, die 13. Festival-Tournee des italienischen Films durch die Lappen gegangen.

Die Veranstaltung beginnt bereits heute, deshalb schiebe ich das jetzt noch ganz schnell hinterher.

Cinema! Italia! präsentiert sechs aktuelle italienische Filme, die in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt werden. Alle Filme erzählen auf unterschiedliche Art von ihrem Land und vom Leben in Italien.

In den Kinos liegen die Stimmkarten aus mit deren Hilfe der Publikums-Lieblingsfilm gewählt wird. Dieser kommt dann anschließend in den deutschen Verleih.

Wie auch schon im letzten Jahr finden die Vorstellungen wieder im Atlantis und der Schauburg statt.

Gezeigt werden:

Die Kosmonautin – Cosmonauta von Susanna Nicchiarell. Ein Film über das Erwachsenwerden eines aufmüpfigen Mädchens Anfang der 60er Jahre. Beim Frauenfilmfestival Köln-Dortmund 2010 gewann Cosmonauta den Hauptpreis als Bester Film. Atlantis, Sa. 15:00 und So. 20:00 / Schauburg, Mo. 11:15

Fortápasc – Fortapache von Marco Risi. Einen jungen Journalisten verschlägt es Anfang der 80er nach Torre Annunziata, einer heruntergekommene Vorstadt von Neapel, die sich damals vollständig im Griff der Camorra befand. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte. Atlantis, Fr. und Mi. um 19:00 / Schauburg, Fr. und Do. um 11:15

– Generazione Mille Euro – Die 1000 Euro Generation von Massimo Venier. Eine Sozial-Komödie über eine Generation, die lernt, auf Dauer mit 1000 Euro monatlich zu überleben. Atlantis, Fr. 19:00

Mar Nero von Federico Bondi. Ein Film über zwei Frauen, die zusammen im gleichen Haus in Florenz leben. Gemma, eine ältere vornehme Italienerin, die vor kurzem Witwe geworden ist, und ihre junge rumänische Haushaltshilfe Angela, die nach Italien gekommen ist, um Geld zu verdienen und ihrem kleinen Sohn eine Ausbildung zu ermöglichen. Atlantis, Mo. 19:00 / Schauburg, Mo. 22:00 und Di. 11:15.

– L´Uomo Nero – Der Mann in schwarz von Sergio Rubini – ein Mann fährt in sein apulisches Heimatdorf, um seinen todkranken Vater ein letztes Mal zu sehen. Die Begegnung weckt in ihm Erinnerungen an seine ebenso idyllische wie aufregende Kindheit. Atlantis, Di. 19:00 / Schauburg, Mi. 11:15

Qustione di Cuore – Eine Sache des Herzens von Francesca Archibugi. Ein erfolgreicher Drehbuchautor und ein junger Automechaniker, erleiden beide einen Herzinfarkt und werden in derselben Nacht ins Krankenhaus eingeliefert und im selben Zimmer untergebracht. Dort befreunden sie sich miteinander und nach der Entlassung zieht der Drehbuchautor beim Automechaniker ein, wovon dessen Familie nicht begeistert ist. Atlantis, Sa. 19:00 und So. 20:00 / Schauburg, Mo. 15:00

Bilder vom 17. Internationalen Filmfest Oldenburg

Von , 23. September 2010 10:14

Wie versprochen, hier zum Abschluss noch einige Bilder, die ich während des 17. Internationalen Filmfests Oldenburg geschossen habe.

Unbekannter Moderator, Alexandre Rockwell und Peter Dinklage ("Pete Smalls Is Dead")

Peter Dinklage ("Pete Smalls Is Dead")

Regisseur Alexandre Rockwell und seine Co-Produzentin Jen Li ("Pete Smalls Is Dead")

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Filmtagebuch: 17. Internationales Filmfest Oldenburg – Teil 2

Von , 22. September 2010 16:44

Und weiter geht’s mit dem zweiten und abschliessenden Teil meines Berichtes vom 17. Internationalen Filmfest Oldenburg.

Sonntag, 19.9.10

Am Vormittag

Netterweise hatte das Hotel Sprenz humane Zeiten für das Frühstück und nahm es auch mit dem Zimmer räumen nicht ganz so streng. Darum konnte ich erst einmal in Ruhe ausschlafen und mich ganz in Ruhe am leckeren Frühstücksbuffet laben. Und beim Check-Out gab es – so etwas habe ich bisher auch noch nicht erlebt – noch ein kleines Lunch-Paket, welches mir dann im Laufe des Tages gute Dienste erwies.

Mein einziges Problem war, dass ich irgendwie die Zeit bis zum Beginn des ersten Filmes überbrücken musste. Und so entschloss ich mich, bei kaltem und grauen Wetter ein wenig Oldenburg zu erkunden, welches an diesem Sonntagmorgen wie ausgestorben vor mir lag.

Obwohl ich einige Ecken entdeckte, die ich bisher noch nicht kannte, wurde mir aber schnell langweilig. So trieb es mich Richtung Sporthafen, wo ich noch ein sehr obskures Erlebnis in einem Antiquariat hatte. Dies würde aber jetzt zu weit führen und darum kürze ich meine Erzählung jetzt mal ab und komme wieder zurück zum Wesentlichen.

Ich schlenderte zur Kulturetage, da ich in der Pressezentrale des Filmfestes mal nachschauen wollte, ob es irgendwelche Neuigkeiten oder Veranstaltungshinweise für die „filmlose“ Zeit gab. Bei der Gelegenheit warf ich auch einen Blick in die VIP-Lounge. Die Idee hätte ich mal schon vorher haben sollen! In der Lounge hatte man einen Beamer aufgebaut und als ich rein kam, lief dort gerade „Carmen, Baby“ vom Ehrengast Radley Metzger. Dieser Film gehörte ja nicht zur Retrospektive. „Carmen, Baby“ habe ich vor vielen Jahren schon mal gesehen, darum war es jetzt nicht ganz so schlimm (wenn auch ärgerlich), dass ich die erste Hälfte bereits verpasst hatte. So konnte ich aber zumindest noch die zweite Hälfte genießen und in mir den Entschluss reifen lassen, mir Metzgers Werk jetzt endlich mal auf DVD zu besorgen.

Nach dem Film guckte Radley Metzger auch noch persönlich vorbei und plauderte etwas aus dem Nähkästchen.

Dann wurde noch ein „Making-Of“ seines Filmes „Score“ gezeigt, an dessen Anschluss Radley Metzger noch eine DVD aus der Tasche zauberte, die ein – wie er ankündigte – sehr gelungenes Interview mit ihm enthielt.  Auf seine Frage, ob jemand Interesse hätte dies zu sehen, antworteten die Anwesenden natürlich unisono mit „Ja!!!“.

Ich hätte das auch gerne noch geschaut, aber mittlerweile war es 14:35 geworden und es drängte die Zeit. Um 15:00 startete nämlich „The House of Branching Love“ am Exerzierplatz und da wollte ich pünktlich sein, um noch einen guten Platz zu bekommen. So verließ ich eher widerwillig die Lounge (in der ich mich sehr wohl gefühlt habe und noch Stunden hätte aufhalten können) und lief zum Pferdemarkt rüber.

„The House of Branching Love“

Und das lohnte sich auch. Die finnische Komödie „The House of Branching Love“ war mein persönliches Highlight des Festivals. Weiter lesen 'Filmtagebuch: 17. Internationales Filmfest Oldenburg – Teil 2'»

Filmtagebuch: 17. Internationales Filmfest Oldenburg – Teil 1

Von , 21. September 2010 19:56

Wie angekündigt folgt nun hier mein ganz persönlicher Bericht vom 17. Internationalen Filmfest Oldenburg.

Ursprünglich wollte ich nur „kurz“ etwas schreiben, aber nun ist mir bereits mein erster Festivaltag letzten Samstag so lang geworden, dass ich den Artikel in zwei Teile trenne.

Hier also nun der erste Teil meines Berichtes.

Samstag, 18.9.10

Anreise

Da ich beruflich in der Woche sehr eingespannt war, konnte ich erst am Samstag zum Internationalen Filmfest in Oldenburg anreisen. Dabei begann der Tag mit einer kleinen Fehlentscheidung. Anstatt schon am späten Vormittag nach Oldenburg zu fahren und den Film in der 15:00 Uhr Vorstellung mitzunehmen, entschied ich mich dafür, die ganze Sache ruhig angehen zu lassen und erst am Nachmittag anzureisen. Schade, denn so verpasste ich den Gewinner des Publikumspreises: „The Happy Poet„. Nun ja, das konnte ich zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht wissen und die Synopsis im Programmheft hatte mich jetzt auch nicht gelockt. So kann’s kommen.

Also kam ich erst um 16:00 Uhr in Oldenburg an, lief schnell zum Pressebüro, welches unweit des Bahnhofes in der Kulturetage zu finden war und holte meinen Presseausweis ab. Zudem nutzte ich die Zeit, um mir schon mal die Tickets für die nächsten zwei Tage zu sichern. Das hatte zwar einerseits den Vorteil, dass man sich danach nicht mehr um Tickets kümmern musste (was gut war, da die drei Vorstellungen dieses Tages dann auch ausverkauft waren), andererseits musste ich mich schon gleich festlegen, was ich sehen möchte. Ich entschied mich für folgendes Programm: „Unter die die Stadt„, „Pete Smalls Is Dead„, „Mr. Nice„, „House Of Branching Love“ und „Monsters„. Ursprünglich hatte ich noch einen anderen Plan und wollte kurz nach Mitternacht noch den grandiosen „Erwachsenenfilm“ „The Opening of Misty Beethoven“ anschauen, aber das war zeitlich sehr kritisch und ich hätte im besten Falle 10 Minuten gehabt, um von der Exerzierhalle am Pferdemarkt zur Kulturetage am Bahnhof zu kommen. Den Stress wollte ich mir nicht antun und so flog Frau Beethoven aus meiner Planung raus.

Dann ging’s auf direktem Wege ins Hotel. Es war mir kurzfristig gelungen, noch ein (bezahlbares) Zimmer zu ergattern. Mein Domizil für die Nacht war das Hotel Sprenz, welches ideal am Pferdemarkt gelegen ist. Also in Spuckweite zur Exerzierhalle und dem Casablanca, wo auch die von mir ausgewählten Filme liefen. Das Zimmer war spartanisch und klein, aber sauber und absolut ausreichend für eine Übernachtung. Die Dame an der Rezeption war auch sehr freundlich und so konnte ich mich mit bester Laune ins Festival stürzen.

Unter dir die Stadt

Der erste Film auf meiner Liste war Christoph Hochhäuslers „Unter dir die Stadt“, auf den ich mich schon sehr gefreut hatte. Weiter lesen 'Filmtagebuch: 17. Internationales Filmfest Oldenburg – Teil 1'»

17. Internationales Filmfest Oldenburg – Die Preisträger

Von , 20. September 2010 16:17

Die Preisträger des 17. Internationalen Filmfests Oldenburg stehen fest.

Und wie immer, habe ich es mal wieder geschafft, bei meiner Filmauswahl keinen einzigen der zukünftigen Preisträger zu berücksichtigen.

Somit kann ich auch nicht beurteilen, um die Preisvergaben nun berechtig waren oder nicht. Ich gehe aber mal davon aus… 😉

Gewinner des „German Independence Award – Bester Deutscher Film“ ist der Film „Picco“ von Philip Koch. Basierend auf wahren Begebenheiten wirft der Film einen unbarmherzig realistischen Blick auf den Alltag jugendlicher Insassen im deutschen Strafvollzug. In der Jurybegründung heißt es:

„‚Picco‘ ist das Portrait einer wahrhaftigen Hölle auf Erden in Form eines Jugendgefängnisses. Machtkämpfe und der moralische Treibsand, in dem der junge Held zu versinken droht, werden mit erschütterndem Realismus dargestellt, der den Zuschauer fast in die Flucht treibt. Und doch ist der Film ebenso fesselnd wie universal. Die Barbarei und die moralische Tragödie, die in ‚Picco‘ beschrieben werden, können auf das Leben Jugendlicher in jedem Land übertragen werden. Man muss nicht selbst im Gefängnis gewesen sein, um aus erster Hand die Ängste und den Selbstbetrug des jungen Protagonisten zu verstehen. Auf der rein formalen Ebene ist der Film erzählerisch eng geknüpft, meisterhaft gefilmt und geschnitten, so dass wir emotional in seinen Wänden gefangen sind, während wir gleichzeitig in genügender Distanz verbleiben, um fragend zu leiden und eine Interpretation dessen, was wir gemeinsam mit den Figuren durchleben, zu versuchen. Der Film ist klar und herzzerreißend in jeder Sprache.“

"Picco" von Philip Koch

Der Publikumspreis ging an „The Happy Poet“ von Regisseur Paul Gordon.

"The Happy Poet" von Paul Gordon

„Salvation Insurance“ von Jeremy Bradley und Reuben Sack wurde als bester Kurzfilm ausgezeichnet.

Und auch dies sollte nicht unerwähnt bleiben:  Obwohl es in diesem Jahr insgesamt zwölf Filmvorführungen weniger gab und die Säle kleiner ausfielen, war die Auslastung mit mehr als 14.500 Zuschauern größer als im vergangenen Jahr.

Mein eigener, ganz persönlicher Festivalbericht folgt in Kürze. Ebenso wie Bilder, die ich bei diesem Event geschossen habe.

Ein“entsetzlicher“ Veranstaltungstipp ;)

Von , 20. September 2010 15:15

An dieser Stelle möchte ich auf ein Event in Hamburg aufmerksam machen, der mir sehr am Herzen liegt.

Bis auf meine Arbeit hier mit dem Filmforum Bremen, bin ich im Netz eigentlich nur noch an einer anderen Stelle noch etwas aktiver (es fehlt halt die Zeit) und zwar beim – schon mehrmals dem geneigten Leser empfohlenen – Filmforum Deliria Italiano. Dort schreibe ich regelmäßig mit, noch aus Nostalgie zu dem Genre, welches mir vor vielen Jahren noch die Welt bedeutet hat: Dem europäischen Exploitation-Film der 60er, 70er und frühen 80er Jahre.

Die Jungs von Delira Italiano veranstalten am 31. Oktober (Halloween, wie passend) nachmittags ein öffentliches Forentreffen, zu dem jeder herzlich eingeladen ist. Gezeigt wird ein Film, der „so entsetzlich ist, dass Sie ihn in ihrem Leben nicht mehr vergessen werden“.

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