Frohe Feiertage!

Von , 24. Dezember 2009 12:37

Meine lieben und geschätzten Leser: Ich wünsche Euch allen ein paar ganz wunderbare Festtage.
Habt ein schönes Weihnachtsfest und kommt gut in das neue Jahr.

Ich werde, wie jedes Jahr, über die Feiertage aus dem Land verschwinden und erst im neuem Jahr wieder zurückkehren.
Bis zum 6. Januar befindet sich der Blog daher im alljährlichen Winterschlaf.

Auf ein tolles und spannendes 2010!

Euer, Arkadin

badsanta

Zurück aus der Güllegrube: Das „Star Wars Holiday Special“

Von , 23. Dezember 2009 14:26

Hola, die Waldfee! Zum Fest der Liebe bin ich noch über ein ganz besonderes Präsent gestolpert.

Ich war, seitdem ich im Januar 1982 „Das Imperium schlägt zurück“ im Kino gesehen habe, jahrelang riesengroßer Star-Wars-Fan. So mit Spielzeugfiguren und allem Drumherum. Trotzdem habe ich von einem „Star Wars Holiday Special„, welches am 17.November 1978 im us-amerikanischen Fernsehen gelaufen ist, bis heute nichts gehört. Weder Gerüchte, noch sonst irgendetwas. Dieser erste offizielle „Star Wars“-Spin-Off wurde einfach totgeschwiegen, obwohl alle Darsteller der ersten Trilogie mitgemischt haben und das „Special“ immerhin die Geburtstunde des beliebten Charakters „Boba Fett“ markierte.
Wie kann das sein? Ganz einfach: Es war so grottenschlecht, dass alle Beteiligten peinlich berührt dieses Special unter den Teppich gekehrt haben und nichts mehr davon wissen wollten.

Jetzt ist diese ungeheure Peinlichkeit wieder aufgetaucht. Das Internet ist halt gnadenlos und vergisst nichts. Der Internet-Filmkritiker „That Guy With Glasses“ hat sich dieses fast schon surreal-psychedelischen Albtraums angenommen. Man muss es einfach sehen, um es glauben zu können.

In diesem Sinne: Viel Spaß und frohe Weihnachten mit dem „Star Wars Holiday Special“ von 1978.

Originalfassungen in Bremen: 24.12.- 30.12.09

Von , 23. Dezember 2009 11:35

So, hier die letzten Meldungen, bezüglich Originalfassungen in Bremer Filmtheatern, für dieses Jahr. Ich gehe morgen in den wohlverdienten Urlaub und melde mich dann erst wieder ab frühestens dem 6. Januar mit einer neuen Übersicht. Für 2010 wünsche ich mir natürlich, dass weitaus mehr Originalfassungen in Bremen gezeigt werden, als es in diesem Jahr der Fall war – wobei die vorbildliche Aktion des Cinemaxx‘ hier den Durchschnitt gegenüber allen Vorjahren schon ganz deutlich nach oben geschraubt hat.

Die aktuelle Woche zu toppen, dürfte nächstes Jahr nicht so schwer sein, denn zwischen den Feiertagen laufen gerade mal drei Filme im Original (die Sneak-Preview rechne ich mal nicht mit ein):

Avatar – Cinemaxx, 25.12.-29.12. um jeweils 15:00 – James Camerons großes SF-Spektakel. Ein „must-see“? Wenn man auf eindrucksvolle Effekte und wegweisende Technik steht ganz bestimmt.

Avatar 3D – Cinemaxx, Mo. 28.12. um 18:00 und Mi., 30.12 um 22:00 – nachdem ich letzte Woche noch kritisch anmerken musste, dass die Avatar -Fassung nur „flach“ gezeigt wird, hebt das Cinemaxx den Film in der aktuellen Woche auch für zwei Vorstellungen in die 3D-Theater. Bravo, Cinemaxx! 🙂

Die Schachspielerin – Atlantis, Mi. 23.12., 16:00 und 21:00 – französischer Spielfilm. Eine Hotelhilfe lernt bei einem Menschenhassenden Witwer das Schachspielen. Mehr habe ich über den Film bisher nicht herausgefunden. Klingt erst einmal nach einer Pygmalion-Variante, kann aber ach was ganz anderes sein. Immerhin spielen Sandrine Bonnaire und Kevin Kline die Hauptrollen, was aufhorchen lässt.

Sneak Preview, Schauburg, Mo., 28.12., 21:45

Suzhou River – Kino 46, Fr.+Sa., 20:30, So., 18:00 – Chinesischer, experimentell angehauchter Liebesfilm, der ohne Genehmigung der Behörden in Peking gedreht wurde und dann in den Westen geschmuggelt.

Vergleich der Bremer 3D-Kinos

Von , 21. Dezember 2009 20:49

In seinem Blog „Geile Sachen“ schreibt Marius Kallhardt über seine Erfahrungen in den drei Bremer 3D-Kinos Cinemaxx, Cinespace und CineStar und vergleicht die 3D-Projektionen in diesen Kinos miteinander.

Was ich bisher nicht wusste: Alle drei Kinos verwenden ganz unterschiedliche 3D-Techniken. 3D ist also nicht immer gleich 3D und von daher hat jedes Kino auch seine bestimmten Vor- und Nachteile.

Genauer erklärt wird dies alles in diesem höchst informativen Artikel: 3D-Kinos in Bremen. Unbedingt lesenswert!

Tops & Flops 2009

Von , 21. Dezember 2009 16:31

Das Jahr nähert sich unaufhaltsam seinem Ende. Zeit für die obligatorischen Jahresrückblicke. Zwar habe ich noch vor das ein oder andere Mal ins Kino zu gehen, aber ich bezweifle, dass sich an meinen Besten-/Schlechtesten-Liste noch signifikant etwas tun wird. Darum bin ich mal so frei und poste schon 10 Tage, bevor das Jahr die Lichter ausmacht, meine Jahreslisten.

Die besten Filme 2009 (Kino)

Für Platz 1 werde ich von den „wahren Cineasten“ wahrscheinlich ordentlich Dresche bekommen. Aber egal, ich stehe dazu. Kein anderer Film hat mir in diesem Jahr so viel Spaß gemacht, mich mit so glänzenden Augen vor der Leinwand sitzen lassen und zu innerlichen Jubelschreien animiert wie dieser. Darum habe ich auch gar kein schlechtes Gewissen, gerade diesen Film auf Platz 1 zu setzen. Auch wenn man das „eigentlich nicht machen kann“. Ähnliches gilt dann zu einem geringeren Ausmaß auch für meinen Platz 7 😉

1. Inglourious Basterds (Quentin Tarantino)
2. Das weiße Band (Michael Haneke)
3. The Wrestler (Darren Aronofsky)
4. Jerichow (Christian Petzold)
5. Cztery noce z Anna (Jerzy Skolimowski)
6. Revolutionary Road (Sam Mendes)
7. Star Trek (J.J. Abrams)
8. Gran Torino (Clint Eastwood)
9. Ne te retourne pas (Marina de Van)

Nur 9? Warum keine Top 10? Weil ich in diesem Jahr relativ selten im Kino war und schon Platz 8 und 9 eher Verlegenheitslösungen sind.

Der Film, der auf Platz 10 stehen würde, ist gutes Mittelmaß, aber ich würde ihn hier nur höchst ungern als einen der „Besten“ 2009 erwähnt wissen.

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Im Kino arbeiten – ein Traumjob?

Von , 18. Dezember 2009 15:36

Einmal an dem Ort zu arbeiten, wo man schon als Kind sich so gerne gewesen ist. Ein Job im Kino – das ist doch ein Traum, oder? Ich gebe zu, bei mir wäre es das. Allerdings kann sich der Traumjob wohl ziemlich schnell in einen Albtraumjob verwandeln, wenn man bei einer gewissen großen Multiplex-Ketten arbeitet. So zumindest kann man es in einem interessanten Artikel mit dem Titel „Mobbing beim Cinemaxx“ nachlesen, der jüngst in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht wurde. Dort tun sich Abgründe auf, welche unangenehme Erinnerungen an die negativen Schlagzeilen über Lidl und Schlecker hervorrufen, die im März letzten Jahres so hohe Wellen geschlagen haben.

Da der Bericht auch Bremen-Bezüge hat, stelle ich ihn hier einmal ausschnittsweise rein.

(…) Mitarbeiter und Betriebsräte in Hannover, Göttingen, Bremen und Hamburg berichten, dass Mitarbeiter bespitzelt, Kassierer illegal überwacht, Betriebsräte „massiv erpresst“ würden. Es ist eine lange Reihe von Vorwürfen. Zugleich beklagt die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, dass in zahlreichen Cinemaxx-Kinos Tarifverträge nicht eingehalten werden.

(…)

Beispielsweise in Bremen: In der Hansestadt sind laut dem Betriebsratsvorsitzenden Thomas Adick wegen der mangelhaften Informationspolitik momentan „diverse Gerichtsverfahren“ gegen Cinemaxx anhängig. „Betriebsräte erhalten alle Informationen, die ihnen zustehen“, heißt es hingegen aus dem Unternehmen. Immerhin: Kurz nachdem Cinemaxx mit den Recherchen für diese Geschichte konfrontiert wurde, hat die Unternehmensleitung dem Gesamtbetriebsrat eine neue Vereinbarung zur Informationspolitik angeboten.

Quelle: sueddeutsche.de

Fairerweise muss man aber auch erwähnen, dass gerade das Cinemaxx Bremen sehr viel in Sachen Kundenbindung und Marketing auf die Beine stellt, was den Standort Bremen sicherlich zugute kommt. Wobei dies natürlich nicht als Entschuldigung für einen miserablen Umgang mit den Mitarbeitern gelten darf.

Den kompletten, höchst lesenswerten Artikel „Mobbing beim Cinemaxx“ von M. Bognanni und J. Pennekamp, kann man auf der Homepage der Süddeutschen Zeitung lesen.

15. Internationales Bremer Symposium zum Film 21.–24.01.2010

Von , 18. Dezember 2009 10:57

Zwischen dem 21. und dem 24. Januar findet wieder das alljährliche Internationale Bremer Symposium zum Film in den Räumen des Kinos 46 statt.

Thema ist diesmal das Bild des „Public Enemy“:

Das 15. Internationale Bremer Symposium zum Film widmet sich der Verschränkung von Identitätsbildung und Kontrolle. Beide Aspekte sind auf besondere Weise mit der Ästhetik des Films verbunden. Auf der einen Seite sind Prozesse der Selbststeuerung und Ich- Konstitution gemeint. Auf der anderen Seite geht es um Formen der Fremdsteuerung und Kontrolle. Selten überlagern sich beide Aspekte so deutlich wie in der Figur des „public enemy“ (öffentlicher Feind / Staatsfeind), in der kontrollierende Abwehr und faszinierte Identifikation aufeinander treffen.

(…)

Die Figur des public enemy, die skizzierten Anordnungen des Kamerablicks und die Frage der filmischen Wahrnehmung machen den Film selbst zu einem Schnittfeld von Identitätsbildung und Kontrolle, in dem das Ineinander-Greifen des Ästhetischen und des Politischen anschaulich wird. Das 15. Internationale Bremer Symposium zum Film untersucht diesen Zusammenhang. Es umfasst Vorträge, Diskussionen, Arbeitsgruppen und ein ausführliches Filmprogramm. Mit diesem Wechselspiel der Formate richtet es sich an eine breite Öffentlichkeit. Das Symposium wird veranstaltet von Kino 46/ Kommunalkino Bremen und Universität Bremen.

Quelle: Kino 46

Im Rahmen des Symposiums werden wieder zahlreiche Filme gezeigt.

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Achtung: „Avatar“ O-Fassung im Cinemaxx nicht in 3D!

Von , 17. Dezember 2009 22:23

Die Überschrift sagt es ja schon. Nachdem ich hörte, dass James Camerons 3D-Film „Avatar“ auch in einer flachen 2D-Fassung gezeigt wird, habe ich noch einmal nachgeschaut, ob das Cinemaxx die O-Fassung auch wirklich in der dritten Dimension zeigt. Tut es nicht. Wer die 3D-Fassung sehen möchte, muss die deutsche Synchro in Kauf nehmen. Wer es gerne im Original hätte, wird leider enttäuscht.

Originalfassungen in Bremen: 17.12.- 23.12.09

Von , 17. Dezember 2009 15:03

In der aktuellen Woche sieht es mit Originalfassung wieder mal sehr mau aus. Ein paar gibt es trotzdem. Das Cinemaxx zeigt 2x am Tag (um 15:45 und um 19:30) James Camerons, zumindest von der technischen Seite her richtungweisendes, 3D-Spektakel „Avatar“ in Original.

Das Kino 46 zeigt „Themroc“ (Do, Fr. + Sa. um 20:30 und So. um 18:00) mit Michele Piccoli (wobei hier „Originalfassung“ in die Irre führt, da in dem Film eh nur durch Schreie und Grunzlaute kommuniziert wird) und die französischen SF-Animation „Renaissance“ (Sa. 18:00 und So, Die + Mi. um jeweils 20:30), die durch einen ungewöhnlichen „Xerox“-Stil besticht.

Und in der Schauburg läuft noch, wie üblich, am Montag, den 21.12. um 21:45 eine Sneak Preview.

12. Bremer Filmpreis geht an Ulrich Seidl

Von , 17. Dezember 2009 10:36

seidlIch freue mich. Ich freue mich wirklich. Der 12. Bremer Filmpreis geht an einen meiner Lieblings-Regisseure, den Österreicher Ulrich Seidl.

Wem der Name jetzt spontan nichts sagt, es wurde ziemlich viel über ihn geschrieben, als sein letzter Film „Import/Export“ 2007 für die Goldene Palme in Cannes nominiert war. Die hat er zwar nicht bekommen, dafür aber reichlich andere Preise abgeräumt. Nachdem Seidl zunächst vor allem im Dokumentarfilm aktiv war (wo er bereits „Wirklichkeit inszenierte“, wie z.B. bei seinem großartigen Film „Models„), wurde er der breiten Öffentlichkeit durch seinen vielfach ausgezeichneten Film „Hundstage“ bekannt. Auch hier mischt er Dokumentarisches mit Fiktion, so dass die klare Unterscheidung zwischen Schein und Wirklichkeit kaum noch möglich ist. „Import/Export“ war dann sein erster „reiner“ fiktionaler Spielfilm.

Wie es sich für einen Österreicher gehört, sind seine Filme tiefschwarz und von einem makaberen, bitterbösen Humor durchzogen. Nach der Sichtung von „Hundstage“ z.B. möchte man am Liebsten einmal Duschen, um den Schweiß und moralischen Dreck einer Einfamilienhaussiedlung nahe Wien abzuwaschen. Angenehm sind seine Filme nie, aber sie graben sich ins Gedächtnis ein und wühlen einen auf. In der Ankündigung zu seiner Dokumentation „Tierische Liebe„, die im Rahmen einer Seidl-Retrospektive am 29. und 31.Januar im Kino 46 läuft, steht: „Seidl zeigt mehr, als die Zuschauer sehen wollen“. Das bringt es auf den Punkt.

Die Ehrung und Übereichung des 12. Bremer Filmpreises findet am Donnerstag, den 21.1. um 18:00 Uhr in der Oberen Rathaushalle statt.

Gleichzeitig hat das Kino 46, wie oben schon erwähnt, Ulrich Seidl eine Retrospektive gewidmet. Neben seinen bekannteren, und auch auf DVD erschienenen, Filmen „Hundstage“ und „Models“, werden auch seine früheren Dokumentationen gezeigt. Da diese – zumindest meines Wissens nach – noch nirgendwo auf DVD erhältlich sind (ich will da eine Box! Jetzt!), sollte man sich die Gelegenheit, die Filme einmal zu sehen, auf keinen Fall entgehen lassen.

Gezeigt werden: „Hundstage“, „Models“ (beide 30.1.), „Mit Verlust ist zu rechnen“ (26.1), „Der Busenfreund„, „Spaß ohne Grenzen“ und „Tierische Liebe“ (alle am 39.1., sowie 31.1.).

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