Schauburg: 09.11. Premiere „Halt auf freier Strecke“ mit Hauptdarsteller Milan Peschel

Andreas Dresen, einer meiner Lieblingsregisseure, hat nach „Wolke 9“ (wo es um Liebe und Sex im Alter ging) in seinem neuen Film „Halt auf freier Strecke“ wieder ein Tabuthema angepackt: Das Sterben.

Beim 40-jährigen Frank wird ein inoperabler Hirntumor diagnostiziert, er hat nur noch wenige Monate zu leben. Die Zeit, die ihm bleibt, will er mit seiner Frau Simone und den Kindern im erst kürzlich gebauten Häuschen am Stadtrand verbringen. Simone stößt bei der Pflege an ihre Grenzen, der 8-jährige Sohn kümmert sich liebevoll um den allmählich das Gedächtnis und die Beherrschung über seine körperlichen Funktionen verlierenden Vater. Die pubertierende Tochter flüchtet sich in den Sport.

Andreas Dresen ist ein großer Könner, wenn es darum geht „das wahre Leben“ abzubilden. Ich kenne kaum einen Regisseur, der seine Figuren so lebendig und mit so viel Liebe zeichnet.  Seine Filme fühlen sich „echt“ an. Als würde man weniger einen Film, sondern viel mehr seinen Nachbarn zusehen. Auch seine nicht gerade leichten Themen geht er sensibel, ganz ohne Pathos und Überzeichnung an. Diese Qualitäten hat man auch in Cannes bemerkt, wo er bereits zweimal die Sektion „Un certain regard“ gewann. 2009 mit „Wolke 9“ und in diesem Jahr mit „Halt auf freier Strecke„.

Hauptdarsteller Milan Peschel stellt den Film am Mittwoch, 9. November um 21:00 Uhr in der Schauburg vor.

Hier der Trailer und – was ist das denn? Bitte mal das letzte Kritiker-Zitat bei 1:00 lesen. Hat da jemand nicht aufgepasst oder ist das Absicht? Wenn letzteres, dann Hut ab!

YouTube Preview Image
Dieser Beitrag wurde unter Film, Veranstaltungen abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

 

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.