CampusClub-Kino – Programm 2010

Man lernt ja auch im hohen Alter nicht mehr aus. So wusste ich bis vor kurzem nicht, dass es an der Universität einen „Kino-Club“ gibt, der regelmäßig Filmvorführungen durchführt.

Beim CampusClub-Kino von AStA für Alle in Kooperation mit dem Studentenwerk Bremen können Studierende* für nur einen Euro an der Uni aktuelle Filme auf Leinwandformat schauen.

Die Filme reichen von politische Satire über Actionthriller bis zu Comedy.

Ins CampusKino gehen kann man jeden zweiten Mittwoch im Semester, immer um 19:30 Uhr, immer im Seminarraum SFG 0140.

Quelle: asta-fuer-alle.info

Schade, dass es so etwas zu meiner Uni-Zeit noch nicht gab. *seufz*
Gezeigt wird ein bunter Mix an mehr oder weniger älteren Filme, wobei ich eine dem breiten Publikum wahrscheinlich unbekanntere Perle schon ausgemacht habe, die ich an dieser Stelle auch explizit erwähnen möchte.

Am 7. Juli wird der wunderbare „Blinkende Lichter“ von Anders Thomas Jensen gezeigt. Herrn Jensen habe ich ganz fest in mein Herz geschlossen, nicht nur für seine hervorragenden Regiearbeiten („Dänische Delikatessen“ und vor allem der brillante „Adams Äpfel„), sondern auch für sein Drehbucharbeiten in den unterschiedlichsten Genres. Ich würde sogar behaupten, dass Jensen ist für die Masse zwar ein großer Unbekannte ist, aber jeder Filmliebhaber mindestens einen Film gesehen hat, bei dem Jensen am Drehbuch beteiligt war. Z.B. „In China essen sie Hunde„, „Wilbur wants to kill himself„, „Mifune„, „Brothers“ (gerade in Starbesetzung Hollywood-ge-remaked) und, und, und.

Außerdem hat er 1998 den Oscar für den besten Kurzfilm bekommen und das Drehbuch für den diesjährigen Gewinner geschrieben.

Am 28.4. wird „The Good Cop“ gezeigt. Sollte das dieser Film des „In China essen sie Hunde“-Teams (minus übrigens Herrn Jensen, was man leider allzu deutlich merkt) sein, dann möchte ich hier mal abraten. Der Film ist nicht wirklich gelungen und die Zeit könnte man weitaus besser nutzen.

Das restliche Program gibt es hier.

Ich vermute mal ganz stark, das sind immer Projektionen vom Beamer und keine 35mm Kopien sind. Aber vielleicht weiß da jemand mehr?

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3 Antworten zu CampusClub-Kino – Programm 2010

  1. Scob sagt:

    Lieber arkadin,
    ich bin ein wenig entsetzt über Dein Lob Anders Thomas Jensens. „Dänische Delikatessen“ und „Adams Äpfel“ waren schreckliche Machwerke, die zwar ordentlich inszeniert waren, deren Drehbücher jedoch überkalkulierter und zugleich unausgegorener Flachsinn waren. Ich halte den Mann für maßlos überschätzt – auch wenn er bei jedem zweiten skandinavischen Film, so scheint es, am Drehbuch mitgeschrieben hat.
    Übrigens finde ich den Hinweis auf den Kino-Klub an der Uni gut. Ich wusste das auch nicht. Allerdings muss ich den Studis schlechte Noten für Ihr Programm geben. Wenn man schon einen studentischen Filmabend veranstaltet und – höchstwahrscheinlich – DVDs an die Wand projiziert – also praktisch die gesamte Weltkinematographie und Filmgeschichte zur Verfügung steht. Dann sollte man vergessene Filmschätze und unbekannte Perlen aufführen – und nicht „Benjamin Button“ oder den „Baader-Meinhof-Komplex“.

  2. Arkadin sagt:

    Hallo Scob,

    Na, bei Herrn Jensen kommen wir nicht auf einem gemeinsamen Zweig, was? 😉
    Ich mochte schon „Blinkende Lichter“ sehr gerne und finde, dass er sich von Film zu Film noch gesteigert hat. „Adams Äpfel“ war 2005 (Oh mein Gott, ist das schon wieder lange her) sogar Platz 2 auf meiner Jahres-Bestenliste, gleich hinter dem japanischen Film „Nobody Knows“.
    Aber auch sonst mag ich seine Arbeiten als Drehbuchautor sehr gerne (sogar „Moerk“, auch wenn ich mit dieser Meinung recht allein da stehe), wobei ich die Einschränkung geben kann, dass mich „In China essen sie Hunde“ und noch mehr „Old Men in New Cars“ überhaupt nicht vom Hocker gerissen haben. Allerdings ist im Vergleich dazu Spang Olsens Alleingang „The Good Cop“ noch schlechter. Das ist echter MØrks.

    Deiner Meinung zur Programmgestaltung des Campus Kinos schliesse ich mich an. Das hätte ich auch anders gestaltet. Allein schon, weil ich „Benjamin Button“ überhaupt nicht mag 😉

  3. Scob sagt:

    …so verschieden sind die Geschmäcker nun mal 😉

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