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Bericht: A WALL IS A SCREEN in Bremen

Von , 4. Oktober 2020 01:44

A Wall is a Screen ist ein in Hamburg bereits 2003 gegründetes Projekt, welches bereits in unzähligen Städten national wie international (laut Wikipedia war A Wall is a Screen in 23 Ländern unterwegs, darunter Austin, Texas und Hyderabad in Indien) zu Gast war. Nur in Bremen waren sie bisher noch nie. Ein Umstand, der am Tag der Deutschen Einheit geändert wurde. Organisiert wurde das alles vom Kommunalkino City 46, die natürlich der ideale Partner für solch eine Veranstaltung sind und die Plätze (durch die Corona-Krise waren diese begrenzt) waren schnell weg. Daher war es gut, dass wir mit einer Gruppe von vier Leuten schnell waren und dabei sein konnten, als A Wall is a Screen das erste Mal in unserer Stadt gastierte. Ich habe im Vorfeld nicht viel über A Wall is a Screen gelesen. Das Prinzip war mir bekannt, denn ich wusste, dass es in Hamburg öfter Stadtspaziergänge mit Kurzfilmen gab. Zudem hatte ich im Rahmen des Stadtteilfestes Walle vor zwei Jahren an einer ganz ähnlichen Tour mit dem Fahrrad teilgenommen, wo an besonderen Orten im Stadtteil Filme projiziert wurden (da aber zumeist Dokumentationen mit Walle-Bezug). Und was ich erwartete, wurde mir bei A Wall is a Screen auch geboten. Ich habe mich bemüht, die Titel der Filme herauszufinden. Bei vier der Filme ist mir das allerdings nicht gelungen. Wenn jemand da mehr weiß, bitte in die Kommentare schreiben.

Man traf sich an einem kurz zuvor bekannt gegeben Treffpunkt, wo der erste Kurzfilm gezeigt wurde. Dann ging es los durch die Bremer Innenstadt, wo an sieben weiteren Stellen Kurzfilme an Häuserwände projiziert wurden. Das Ganze dauerte kurzweilige 90 Minuten und hat großen Spaß gemacht. Beim Treffpunkt am Hillmannplatz hatten sich trotz Regenwetters so ca. 30 Leute eingefunden. Und pünktlich um 20:15 ging es mit dem ersten Kurzfilm los. Den Titel des ersten Films, der aus den Niederlanden stammte, habe ich mir merken können: Er hieß „Voor Film“ und war eine schöne, interessante und manchmal witzige Reflektion über das Kino und Film. Dabei wurden Themen aufgegriffen, wie was Blinde oder Taube im Kino erleben und ob man beim Abspann sitzen bleibt oder nicht. Eine gelungener Auftakt.

Danach ging es weiter über den Philopsophenweg zur Großen Weide, wo an die Häuserwand neben einem, sagen wir mal „Nachtclub“, ein sehr hübsches Filmchen über einen Mann der am Frühstückstisch zu einer Opern-Arie lip-synched und um den herum erst ein in Latexgehüllter Kontrabass-Spieler und eine Oma mit Ball im Mund erscheinen und danach geht es dann richtig ab mit noch mehr Latexmenschen, Discokugeln, Transvestiten und einiges mehr. Super. Leider kenne ich hier den Titel nicht. An der Contrescape hinter dem Konsul-Hackfeld-Haus gab es einen sehr witzigen und schönen norwegischen Film über einen missglückten Heiratsantrag und etwas weiter Richtung Bürgermeister-Smidt-Str. einen Film, indem ein Mann gleichzeitig drei Rollen spielt und sich diese drei in sich steigerndem Tempo Sätze an den Kopf werfen, die durch Wortwahl und Worttöne immer rhythmischer (und absurder) werden. Das erinnerte stark an die drei Kastagnetten aus der Bully-Parade. Und kam beim Publikum sehr gut an. Am Wall-Info-Center gab es einen schnell geschnittenen Film, dessen Thema mit nicht ganz klar wurde, aber das Zusammenspiel von Bild und Ton hat mir gut gefallen.

 

Weiter geht’s jetzt über den Spitzenkiel, wo an eine unten mit Graffiti-verschmierten Wand ein wundervoll bizarrer Animationsfilm über Pandas gezeigt wurde, die sich im Laufe der Evolution den Gegebenheiten anpassen von von brutalen Fleischfressern zu lethargischen Bambuskauern werden, die von den Menschen als Knuddelwesen angehimmelt werden. Um dann irgendwann zu rattenähnlichen, müllfressenden Krankheitsüberträgern zu werden. Das war sicherlich nicht jedermanns Sache, mir hat der absurd-bluttriefende Film sehr gut gefallen. Der hätte auch gut in die Netflix-Reihe „Sex, Death + Robots“ gepasst. Der Film hieß „Pandy“, kommt aus Tschechien und der Slowakei und wurde von Matus Vizar hergestellt. Einige Preise hat er auch gewonnen.

Nächste Station war ein Hinterhof in der kleinen Hundestrasse, wo sehr passend ein kurzer Film, der eigentlich mehr eine Installation war, die mich an die Filme von Roy Anderson erinnerte, in dem die Fassade eines Kaufhaus hoch und runter gefilmt wurde und man dabei in den verschiedenen Etage, die unfassbarsten Dinge sieht. Vom Stier im Erdgeschoss, über Ein Orchester, Männer in Cowboykostümen die auf Spielzeugpferden reiten usw. Dazu coole Musik. Den Film habe ich in der IMDb tatsächlich auch gefunden. Er heißt „The Destroyed Room“ von Jonas Meier uns Mike Raths und stammt aus der Schweiz.

Die letzte Station war dann der Loriotplatz und der abschließende Kurzfilm hätte nicht besser gewählt werden können. In „Herbst“ von Meinhard Rauchensteiner, liest ein Mann einem dieser Spielzeuge, die immer die letzten Wörter in einer hohen Quietschstimme wiederholen das Gedicht „Herbst“ von Rainer Maria Rilke vor und reagiert immer frustriertet und verärgerter, wenn das Spielzeug nicht alles korrekt wiederholt. Sehr schön. Wie überhaupt die ganze Tour. Schade, dass das Wetter nicht ganz optimal mitgespielt hat. Aber nach den Regenschauern am Anfang, war es dann die überwiegende Zeit trocken.

Mir hat die Veranstaltung einen Riesenspaß gemacht. Sowohl die Route, die eingeschlagen wurde, als auch die Kurzfilme waren optimal ausgesucht. Keine einfachen „Crowdpleaser“, sondern teilweise eigenwillige, ganz unterschiedliche Filme, die hervorragend zur Umgebung passten. Sehr schön auch das Gemeinschaftsgefühl mit einer größeren Gruppe umherzuziehen, die alle Spaß an der Sache hatten und gleichzeitig auch ein paar Ecken zu sehen, die man selten oder in einem Falle noch gar nicht gesehen hat. Der Stadtraum verändert sich ja auch ein wenig, wenn er als Leinwand und nicht als bloßer Durchgang genutzt wird. Eine tolle Sache von der ich sehr hoffe, dass sie nicht die letzte ihrer Art in Bremen war. Aber ich glaube bei dem spürbar begeisterten Publikum, kommt A Wall is a Screen hoffentlich gerne nach Bremen zurück.

Corona-Krise: Wie kann ich meinem Kino helfen?

Von , 29. März 2020 15:02

Es ist eine sehr schlechte Zeit für Kinos. Seit fast zwei Wochen haben alle Kinos in Deutschland die Projektoren abschalten müssen. Und wie lange die Leinwände dunkel bleiben, kann kein Mensch vorhersehen. Sicher ist, dass die Politik erst am 20. April darüber beraten wird, ob die bisherigen Maßnahmen gelockert werden – und damit Kinos eventuell unter Auflagen wieder öffnen können – oder die Ausgehbeschränkungen und Kino-Schließungen noch darüber hinaus Fortbestand haben. Wenn es ganz schlecht läuft, wird die momentane Situation noch bis zum Frühherbst anhalten. Was ohne Hilfen für so manches Kino das Todesurteil bedeuten dürfte. Schon jetzt hört man – nicht nur von Kinos, sondern auch anderen Kulturbetrieben – dass die Reserven vielleicht noch bis Ende April halten. Danach wird es ernst. Sehr ernst. Wenn es richtig übel wird (und machen wir uns nichts vor, danach sieht es derzeit leider aus), sieht die Kulturlandschaft nach der Coronakrise dramatisch trister aus, als noch vor ein paar Wochen.

Wie kann man den Kinos helfen? Die bekannteste Aktion, die derzeit die Runde macht, findet man unter dem Hashtag #hilfdeinemkino. Dahinter steckt Weischer.Cinema. Ein „Familien- und inhabergeführtes Unternehmen aus Hamburg“, welches „(seit 60 Jahren) mit klassischer Werbung auf der Kinoleinwand, Below-the-Line-Maßnahmen und dem relevanten Dialog mit den Zielgruppen im Kino“ sein Geld verdient. Wie funktioniert das? Man sucht sein Kino aus, klickt auf „Play“ und schaut online Werbespots. Damit generiert Weischer.Cinema Einnahmen von seinen Werbekunden, welche er teilweise an die Kinos weitergibt.

In einer geschlossenen Facebook-Gruppe für Kinomacher tauchten Zahlen auf. Wenn ein Werbespot 1000x geklickt wurde, zahlt der Werbende 25 Euro an Weischer, die dann 12,50 an das ausgesuchte Kino weitergeben. D.h. es ist nicht damit getan, dass ihr einen Spot einmal guckt, sondern es muss schon 1000x geguckt werden. Das kriegt man hin, wenn man die Spots den ganzen tag nebenbei laufen lässt, aber der Effekt ist doch eher winzig und man sollte sich nicht der Illusion hingeben, man könnte im Alleingang sein Kino retten. Das ist nur ein winziger Tropfen auf den heißen Stein und es fragt sich, ob hier Aufwand und Nutzen in einem guten Verhältnis stehen. Grundsätzlich ist ja jede Aktion, die hilft, willkommen und daher möchte ich die Aktion hier gar nicht verteufeln. Muss jeder selber wissen, ob er da mitmacht oder nicht. Wenn man über #hilfdeinemkino geht, sollte man meiner Meinung nach aber besser den ebenfalls vorhandenen „Spenden“-Button drücken. Das dann per PayPal gespendete Geld wird (abzüglich der von PayPal erhobenen Gebühr von 2,45% und 35 Cent pro Transaktion) laut Weischer direkt an das ausgewählte Kino weitergeleitet.

Die meisten Kinos selber präferieren es allerdings, wenn man jetzt in der Zeit der Krise online Gutscheine kauft. So kommen auch in der vorstellungslosen Zeit Einnahmen ganz direkt beim Kino an, mit denen die Fixkosten vielleicht teilweise bezahlt werden können.

Das Cinema Ostertor schreibt:

„Wie generell alle kulturellen Einrichtungen, sind auch wir sehr stark von der aktuellen Situation betroffen. Mit dem Kauf eines Online-Gutscheins kannst Du uns direkt unterstützen. Dieser lässt sich natürlich ganz regulär bei uns einlösen, sobald wir wieder öffnen dürfen.

Für jede Form der Unterstützung (auch für die vielen, lieben Nachrichten, die uns erreicht haben) möchten wir uns ganz herzlich bedanken!“

Kinogutscheine gibt es hier: https://cinema-ostertor.de/online-kinogutscheine

Die Bremer Filmkunsttheater zu denen die Schauburg, die Gondel und das Atlantis gehören teilen auf ihrer Homepage mit:

„Wer uns unterstützen möchte, kann das mit Gutscheinkäufen tun. Der online-Kauf ist über unsere webseite jederzeit möglich. In der BarTabacist der Gutscheinkauf sogar noch vor Ort möglich. Unsere BarTabac hat weiterhin geöffnet. Hier gibt es neben Kinogutscheinen auch Tageszeitungen, Zeitschriften, Coffee-to-go, Getränke in Flaschen zum Mitnehmen, Postwertzeichen (Citypost), Tabakwaren und -utensilien sowie die Möglichkeit an Lotto und Toto teilzunehmen.

Als unabhängigem Kulturunternehmen trifft uns die vorübergehende Schließung unserer Kinos sowohl emotional als auch wirtschaftlich hart. Wir hoffen, dass diese Krise schnell überstanden ist und wir bald wieder öffnen können. Im Kino hat man mehr vom Film. Kinos sind Orte, die unseren Alltag verschönern und den Blick auf die Welt verändern. Sie bringen uns zum Lachen, zum Staunen oder rühren uns zu Tränen.“

Kinogutscheine gibt es hier: http://www.bremerfilmkunsttheater.de/site/kinogutschein.html

Beim City46 gibt es leider nicht die Möglichkeit online Gutscheine zu erwerben.

Anmerkung: Mir ist natürlich klar, dass nicht nur Kinos, sondern generell alle Kulturbetriebe, Künstler, Buchläden, Kneipen, kleine Veranstalter und Selbständige von der Krise betroffen sind. Da das hier ein Filmblog aus Bremen ist, habe ich mich aber erst einmal auf die unabhängige Bremer Kinos konzentriert. Wenn ihr Ideen habt, wie man den anderen Gruppen effektiv helfen kann, schreibt es gerne in die Kommentare.

Anmerkung 2: Ferner möchte ich darauf hinweisen, dass natürlich nicht nur Bremer Kinos sich über den Kauf von Online-Gutscheinen freuen. Beispielhaft sei hier das befreundete Capitol aus Herford erwähnt, die ebenfalls unter dem Motto „Alles wird Gutschein“ um Unterstützer werben.

Buster Keatons „The General“ mit dem Landesjugendorchester Bremen

Von , 1. September 2017 19:22

Einer meiner absoluten Lieblingsfilme – und nebenbei wie ich finde, einer der besten Actionfilme aller Zeiten – wird im Theater Bremen gezeigt und durch das Landesjugendorchester Bremen live begleitet. Die Rede ist von Buster Keatons unsterblichen „The General“, der vor 91 Jahren Premiere feierte. Das heißt, dass leider knapp sein Jubiläum verpasst wurde. Nicht verpasst wurde allerdings das Jubiläum der künstlerischen Zusammenarbeit zwischen dem Landesjugendorchester Bremen und dem Kommunalkino City 46. Seit 1997 wurden 12 Stummfilme in mehr als 30 Vorstellungen von den besten jungen Musikern und Musikerinnen aus Bremen und Umgebung unter der Leitung von Stefan Geiger begleitet.

„The General“ spielt 1862 in den Südstaaten der USA. Johnnie Gray hat zwei Leidenschaften: Seine Lokomotive namens „General“ und seine Freundin Annabelle Lee. Als der Krieg zwischen den Nord- und Südstaaten ausbricht, darf Johnnie nicht an die Front, da er als Lokführer gebraucht wird. Annabelle und ihre Familie halten Johnnie für feige und sie löst die Verlobung. Ein Jahr später wird Annabelle mit ihrem Vater in der „General“ von Nordstaatlern entführt. Johnnie macht sich auf die Suche nach seiner Lok und seiner Liebe und kann trotz zahlreicher Missgeschicke als glorreicher Held nach Hause zurückkehren.

„The General“ war Buster Keatons teuerster Film, doch leider ein Misserfolg beim Publikum. Erst mit seiner Wiederaufführung im Jahr 1962 konnte Keaton (1895-1966) noch für einige Jahre die große Anerkennung für dieses Meisterwerk des Stummfilmkinos genießen.

Die Aufführung findet am 16. September um 19:30 Uhr im Großen Haus des Theaters Bremen statt (also zeitgleich mit dem Internationalen Filmfest in Oldenburg, weshalb ich ärgerlicherweise nicht dabei sein kann)

Zwischen 13:00 und 14:30 findet noch eine General (*hihi*)-Probe statt. Hierzu sind ausschließlich Schüler*innen und Lehrer*innen eingeladen. Wie eine Livemusik-Begleitung zu einem Stummfilm funktioniert und wie der Probeprozess des Landesjugendorchesters Bremen abläuft, ist hier zu erleben. Nach Ende der Generalprobe gegen 14:30 Uhr stehen der Künstlerische Leiter des Orchesters, Prof. Stefan Geiger, einige jugendliche Mitglieder des Bremer Landesjugendorchesters sowie Karl-Heinz Schmid vom Kommunalkino City 46 für Fragen bereit.

City 46: Slapstick-Abend mit Livemusik-Begleitung

Von , 21. Juni 2017 15:51

Am Samstag, den 24.6. um 20:30 Uhr lädt das Kommunalkino City 46 zum wiederholtem Male zu einem Slapstick-Abend ein. dieser wird wie immer vom „Hausmusiker“ Ezzat Nashashibi musikalisch begleitet.

Es laufen vier Kurzfilme, die es in sich haben. Der geniale Buster Keaton erlebt als Schmetterlingsjäger in „Das Bleichgesicht“ von 1922 ein Abenteuer bei den Indianern.

Weniger bekannt als Buster Keaton ist heutzutage leider Charlie Chase. Um zu sehen, was für ein komisches Genie er war – und wie modern er heute noch wirkt -, sollte man sich (den in diesem Rahmen schon öfter gezeigten) „Mighty like a Moose“ (1926) nicht entgehen lassen.

Anita Garvin und Marion Byron war das – mir zumindest bekannte – einzige weibliche Comedy-Team. Auch ihre Filme sind heute leider fast vergessen. Zeit diese grandiosen Damen wiederzuentdecken. Die Gelegenheit ergibt sich bei „A Pair of Tights“ von 1929.

DAS Comedy-Team schlechthin sind die unvergleichlichen Laurel & Hardy. Auch wenn mir Buster Keaton vom Kopf her am Nächsten steht, mein Herz gehört doch diesen zwei großartigen Charakterköpfen. Ein Beispiel für ihre hohe Kunst ist „Wrong Again“ von 1927.

Kulturfestival „So macht man Frühling“ zeigt vier tschechische Filme im City 46 (mit Gästen)

Von , 12. April 2017 06:36

Wenn man mich nach meinen liebsten Filmländern fragt, steht weit oben auf der Liste mit Sicherheit immer Tschechien. Nicht nur, weil die tschechischen Kinderserien meine frühe Jugend so aufregend gemacht haben und eine meiner frühsten TV-Erinnerungen „für Erwachsene“ das „Krankenhaus am Rande der Stadt“ ist. Auf Filmfestivals steuere ich immer noch die tschechischen Filme mit als erste an und bin damit eigentlich noch nie reingefallen.

Im Rahmen des Deutsch-Tschechischen Kulturfrühlings 2017 wird in Bremen das Deutsch-Tschechische Kulturfestival „So macht man Frühling“ veranstaltet. Im Rahmen dieses Festivals werden zwischen dem 27. und 30. April im City46 vier Filme gezeigt, die einen Einblick ins Filmland Tschechien geben sollen.

Gezeigt werden folgende Filme:

SCHMITKE (D, CS 2014, OmU) – 27.4. um 19:30 – In einen kleinen Ort an der deutsch-tschechischen Grenze soll der griesgrämiger Ingenieur Schmitke ein Windrad reparieren. Die nebelverhangene Landschaft des Erzgebirges schlägt Schmitke aufs Gemüt und merkwürdige Dinge passieren.

MENANDROS UND THAÏS (CS, A 2016, 129 Min., OmU) – 28.4. um 20:30 – Eine Art theatraler, surrealistischer Sandalenfilm. Menandros irrt durch eine antike Welt auf der Suche nach seiner von Piraten entführten Braut.

MARKETA LAZAROVA (CS 1967, 162 Min., OmU) – 29.4. um 19:30 – Ein experimentelles Mittelalter-Action-Epos, welches von Kritikern als bester tschechischer Film aller Zeiten gehandelt wird. Dank der unermüdlichen Arbeit des Labels BILDSTÖRUNG des Verleihs Drop-Out tourte der Film im letzten Mal erstmals durch die deutsche Kinolandschaft – aber leider nicht durch Bremen. Das wird nun im Rahmen des Kulturfestivals nachgeholt. Weitere Vorstellungen gibt es bis einschließlich 2.5. Toll, toll, toll!

GIRL POWER (CS 2016, OmU) – 30.4. um 20:00 – Dokumentarfilm um die tschechische Grafifiti-Künstlerin Sany. Zusammen mit dem Filmemacher Jan Zajícek hat sie über 7 Jahre hinweg weltweit nach weiteren Frauen in der immer noch stark männerdominierten Sprayerszene gesucht.

Bei dem Film SCHMITKE ist Regisseur Štěpán Altrichter und bei GIRL POWER die Grafifiti-Künstlerin Sany zu Gast!

Regisseur Ondřej Cikán steht bei MENANDROS UND THAÏS zur Verfügung und hält zudem am Samstag, den 29.4. um 11:30 Uhr eine Lesung im Foyer des kleinen Hauses im Theater Bremen. Dort liest er aus seinem Roman „Der Reisende. Band 1: Du bist die Finsternis“.

News: 5. Favourites Film Festival vom 24.-28. Mai im Cinema Ostertor

Von , 16. März 2017 06:30

Das ist ja eine Überraschung. Nachdem das Favourites Film Festival nun schon vier Mal sehr erfolgreich im Kommunalkino City 46 lief, ziehen die beiden Festivalleiterinnen Anna Jurzik und Paula Syniawa für die fünften Ausgabe des beliebten Festivals um. Und zwar in das nicht minder sympathische Cinema Ostertor.

Die Beiden begründen ihre Entscheidung so: „Wir wollen nicht nur bewegende, internationale Festivalfilme nach Bremen bringen, es war von Anfang an eines unserer wichtigsten Ziele, einen einladenden Ort des Austauschs und der Kommunikation für Besucher mit unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen zu schaffen, die sich sonst vielleicht gar nicht treffen würden. Der Umzug ins Cinema im Ostertor entspricht unserem Wunsch, ein lebendiges Festivalzentrum zu schaffen“.

Dass das City 46 ihrer Meinung nach kein „einladender Ort des Austauschs und der Kommunikation“ ist, stimmt mich recht traurig. Ich habe dies zu meiner aktiven Zeit dort immer anders empfunden, war aber leider auch seit einem Jahr nicht mehr dort, da sich Kinobesuch und Familie nicht immer gut unter einen Hut bringen lassen. Zudem bin ich Ende letzten Jahres schweren Herzens und aus rein finanziellen Gründen (vorläufig) aus dem Förderverein ausgetreten und daher nicht mehr „nah dran“. Der Kommentar der beiden Festivalleiterinnen erfüllt mich aber gerade mit großer Sorge.

Aber genug davon, wenden wir uns wieder dem Favourites Film Festival zu, welches dann vom 24. bis zum 28. Mai 2017 im Cinema Ostertor stattfindet.

25. – 29. Mai: Das vierte Favourites Film Festival in Bremen

Von , 21. Mai 2016 19:51

FFF4_2016Vom 25. bis zum 29. Mai 2016 findet im CITY 46 in Bremen nun schon zum vierten Mal das Favourites Film Festival statt. Gezeigt werden Filme aus aller Welt, die bereits auf Festivals im In- und Ausland einen Publikumspreis gewonnen haben.

In diesem Jahr präsentiert das Favourites Film Bremen unter anderem den aktuellen Publikumspreisgewinner aus Sundance, den Dokumentarfilm SONITA, in dem die gleichnamige Titelheldin Texte über ihre Situation als illegal im Iran lebende junge Frau aus Afghanistan rappt, den belgischen Spielfilm KEEPER, in dem der international ausgezeichnete Nachwuchsschauspieler Kacey Mottet Klein die Hauptrolle spielt, und den packenden Thriller MARSHLAND, der beim spanischen Filmpreis Goya mit zehn Trophäen ausgezeichnet wurde. Eröffnet wird das Festival am Mittwoch, den 25. Mai um 20:00 Uhr mit dem tunesischen Spielfilm AS I OPEN MY EYES, der den Publikumspreis in Venedig gewonnen hat und von einer jungen Frau erzählt, die mit kritischen Songtexten gegen eine repressive Gesellschaft rebelliert.

Am zweiten Festivaltag, Donnerstag, den 26. Mai wird um 21:00 Uhr das des ist der belgische Regisseur Valéry Rosier zu Gast, der sein Spielfilmdebüt PARASOL präsentiert. Die belgische Rentnerin Annie ist in der Hoffnung auf ein Treffen mit ihrer Internetbekanntschaft mit einer Seniorengruppe auf die Ferieninsel Mallorca gereist, der junge Engländer Alfie macht mit seinen dicken Eltern hier Campingurlaub und Pere ist Fahrer einer Touristenbimmelbahn und versucht seiner zehnjährigen Tochter einen unvergesslichen Geburtstag zu bescheren. Valéry Rosier wird zur Vorführung persönlich anwesend sein, um im Anschluss die Fragen des Publikums zu beantworten und von der Entstehungsgeschichte seines Debütfilms zu berichten.

Alle Filme werden in ihrer Originalsprache mit Untertiteln gezeigt und im Namen der jeweiligen Festivals präsentiert.

Eine Übersicht über das komplette Programm des 4. Favourites Film Festival Bremen findet man auf der Website des Festivals unter www.favouritesfilmfestival.de oder der Homepage des City 46.

Ein Einzelticket kostet 7 Euro (ermäßigt 5 Euro), der Festivalpass für alle Filme: 30 Euro (ermäßigt 25 Euro).

Ab 27. April: Das 21. Internationale Bremer Symposium zum Film zu „Kino und Kindheit“

Von , 23. April 2016 18:04

symp_postcard_2016Das seit 1995 jährlich stattfindende Bremer Filmsymposium ist eine Kooperation des CITY 46 / Kommunalkino Bremen e.V. und der Universität Bremen. Seit 2002 unterstützt die nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH das Projekt. Das diesjährige Konzept entstand im Rahmen des DFG-Forschungsprojekts zu „Filmästhetik und Kindheit“.

Das diesjährige 21. Internationale Bremer Symposium zum Film, welches von Mittwoch, dem 27. April bis Sonntag, dem 1. Mai stattfindet, befasst sich mit dem Verhältnis von Kino und Kindheit. #dabei werden verschiedene Filme zum Thema gezeigt (wobei mir persönlich statt „Pierro le Fou“ lieber Truffauts „Taschengeld“ oder  Malles „Herzflimmern“, statt „E.T.“ lieber Reiners „Stand By Me“ oder gernell Hirokazu Koreedas grandioser „Nobody Knows“ oder Elem Klimov niederschmetternden „Komm und Sieh“ gewünscht . Und für den Stummfilm-Beitrag hätte ich, statt des zu Tode gespielten und sehr offensichtlichen „The Kid“, lieber etwas aus der „Little Rascals“-Reihe genommen. Aber gut, das sind persönliche Präferenzen. Im Symposium-begleitenden Filmprogramm findet man natürlich auch zahlreiche interessante Titel, wie Jacques Feyders „Kindergesichter“, Michail Kaliks „Der Sonne entgegen“ oder Edgar Reiz‘ „Das goldene Ding“.

Kindheit ist – neben Liebe und Tod – eines der universellen Themen des Kinos. Schon früh wurden Kinder als attraktive Filmprotagonisten entdeckt und zugleich über die Verwandtschaft des Films mit der Kindheit nachgedacht. Filme sind Ausdruck von Kindheitserinnerungen und prägen den Blick auf die Kindheit. Sie entwerfen Bilder von Kindern und bieten Kindern andererseits auch die Möglichkeit, sich selbst mittels einer Kamera darzustellen.

17 internationale Fachleute aus Wissenschaft, Vermittlung und Produktion diskutieren mit dem Publikum, wie Kinder und Kindheit in der filmischen Ästhetik und Kulturgeschichte vermittelt werden. Zu den Gästen zählen die vielfach preisgekrönte brasilianische Regisseurin Sandra Kogut, Matthias Müller, der in seinen Experimentalfilmen und Video-Installationen zu Kino- und Filmerfahrung gearbeitet hat; die englische Filmwissenschaftlerin Karen Lury, die international einschlägige Bücher zum Thema publiziert hat, und der französische Autor und Kurator Alain Bergala, der 2006 mit seinem Essay zur Filmvermittlung Kino als Kunst in Deutschland bekannt wurde. Flankiert werden die Vorträge, Gespräche und Diskussionen durch ein ausgewähltes Filmprogramm, das ein Kaleidoskop an Kindheiten zeigt – vom Beginn der Filmgeschichte bis in die Gegenwart, von allen Kontinenten und in verschiedenen Formen, experimentell, dokumentarisch und fiktional. Mit dieser Mischung aus Forschung und Filmkultur spricht die Konferenz sowohl Fachbesucher als auch das Kinopublikum an.

Zum Auftakt am Mittwochabend lädt der Essayfilm A Story of Children and Film (GB 2013) des britischen Journalisten und Filmemachers Mark Cousins zu einer Reise durch die Geschichte der Kindheit im Film ein. Bettina Henzler (Universität Bremen) wird in ihrem Vortrag am Donnerstag eine Einführung in die vielfältigen Bezüge von Kindheit und Film geben und die thematischen Schwerpunkte des Symposiums vorstellen, die neue Wege in der Forschung weisen.

Fokus 1 – Das Kind als Figur und Schauspieler

Der erste Fokus widmet sich Kinderfiguren und Kinderbildern. Zum einen geht es um die Frage, welche Bilder von Kindern und Kindheit in Filmen konstruiert werden: im Disney-Animationsfilm, im russischen Kino der Stalinzeit oder auch in dokumentarischen Filmen wie Beppie (NL 1965, R: Johan van der Keuken). Zum anderen wird analysiert, wie Kinder als Schauspieler ihre Filmfiguren gestalten. Untersucht werden die Darstellungen von Kindern in Filmen wie dem iranischen, semidokumentarischen The Apple (IRN 1998, R: Samira Makhmalbaf) oder im chinesischen Internatsfilm Little Red Flowers (CHN 2006, R: Zhang Yuan), die vom Freiheitsdrang von in der Familie oder in Institutionen „gefangenen“ Kinder erzählen. Die britische Filmwissenschaftlerin Karen Lury (Glasgow) wird sich in ihrem Vortrag zu Little Red Flowers der Frage widmen, ob Kinder in Filmen schauspielern oder nicht und wie Erwachsene dies wahrnehmen. Im Gespräch mit Sandra Kogut wird auch über die praktische Seite der Arbeit mit Kindern als Laiendarstellern diskutiert. Sie stellt ihren Film Mutum (BRA/F 2007, R: Sandra Kogut) erstmals in Bremen vor, der das brasilianische Landleben aus der Perspektive eines Kindes erzählt.

Fokus 2 – Kindheit als Zuschauererfahrung und Perspektive

Zum Zweiten geht es um Kindheit als Zuschauererfahrung und Perspektive. Von der Stummfilmzeit über den italienischen Neorealismus bis hin zu Avantgardefilmen von Stan Brakhage werden Filme diskutiert, die die Wahrnehmung und Perspektive von Kindern widerspiegeln und konstruieren. Dabei geht es auch um die Frage, inwiefern sich filmästhetische Theorien auf den Begriff der Kindheit beziehen. Film-Highlights sind Little Fugitive (USA 1953, R: Morris Engel), der in der Ästhetik der Dokumentarfotografie einen kleinen Ausreißer im New Yorker Vergnügungspark Coney Island begleitet, und Visages d‘enfants (CH 1925, R: Jacques Feyder), einem der ersten Filme, der eine Geschichte aus der kindlichen Perspektive erzählt – live begleitet von Joachim Bärenz (Bochum).

Fokus 3 – Kindheit und Regie

Drittens steht das Filmschaffen auf dem Programm. Die Aufmerksamkeit gilt einerseits den Kindern als Zuschauern und Filmschaffenden: Auf welche Weise wird das Kino in den zeitgenössischen digitalen Praktiken von Kindern neu erfunden, die das Sehen, Programmieren und Machen von Filmen verbinden? Welche Bildungsprozesse zeigen sich in von Kindern gedrehten Filmen? Zudem geht es um die Rolle der Kindheit in der Praxis erwachsener Filmschaffender: Der renommierte Godard-Experte Alain Bergala (Paris) wird die Ästhetik des Spiels in Jean-Luc Godards Klassiker Pierrot le fou (F 1965) untersuchen und die Frage diskutieren, ob es Kindheit auch in Filmen auch ohne Kinder als Protagonisten geben kann. Der Filmschaffende Matthias Müller (Köln) präsentiert ein Programm mit Experimentalfilmen zu Biografie und Kindheit.

Der Sonntag steht ganz im Zeichen des Kinos: In Der Sonne nach (UdSSR 1961, R: Michail Kalik) begleitet die Kamera in poetischen Bildern einen kleinen Jungen auf seiner Reise um die Welt. In Das goldene Ding (BRD 1972, R: Edgar Reitz, Ula Stöckl) geht eine Gruppe Kinder als Argonauten auf die Suche nach dem Goldenen Vlies. Schlusspunkt ist ein Stummfilm für die ganze Familie: Charles Chaplin trifft auf The Kid (USA 1921), live begleitet von Ezzat Nashashibi (Bremen).

Infos zu den einzelnen Filmen findet man hier: http://www.city46.de/

Originalfassungen in Bremen: 02.07.15 – 08.07.15

Von , 1. Juli 2015 23:53

Am sehr späten, noch immer heißen Abend doch noch die O-Ton-Übersicht für die kommende Woche fertig gestellt. Nicht unbedingt mit Highlights gesegnet, aber vielleicht findet ihr ja was für Euch.

Jurrasic World – Cinemaxx, Fr. und So. um 20:15 – Höher, schneller, weiter – Mittlerweile vierter Teil des Dino-Franchises. Diesmal führt der Neuling Colin Trevorrow Regie und die Stars sind die Dinos.

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Minions – Cinemaxx, Fr., Sa., Mo. um 20:00 und So. um 22:30, sowie Do./Di. Ebenfalls um 20:00 in der 3D-Version – Spin-Off des Animationsfilms „Ich – Einfach unverbesserlich“, welches sich ganz um die Helfershelfer des Schurken dreht.

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Ted 2 – Cinemaxx, Do./Mi. Um 20:15 & CineStar am So., den 5.7. um 20:30 – Fortsetzung des Filmes um den politisch unkorrekten Teddybären, der in diesem Teil Vater werden will.

Atlantic – Schauburg, Fr., So. und Di. immer um 21:30 – Niederländisch/Marrokanischer Spielfilm über einen jungen marokkanischen Fischer, der entlang der Atlantikküste hunderte Kilometer nach Norden surft.

8 Namen für die Liebe – Cinema, So., 5.7. um 14:00 Uhr – Spanische romantische Komödie über einen Vollblutandalusier und eine kratzbürstigen Baskin.

Heute bin ich Samba – City 46, Do.-So. immer 20:30 – Französischer Feelgood-Film von den „Ziemlich beste Freunde“-Machern. Wieder mit Omar Sy und mit Charlotte Gainsbourg.

Tristia – Eine Schwarzmeer-Odyssee – City 46, Do., Sa.-Mo. immer 20:00 – Doku über die Reise des Regisseurs Stanislaw Mucha durch die Ukraine, kurz vor Ausbruch des Ukraine-Konflikts und der Krim-Krise.

Sneak Preview – Schauburg, Mo., den 06.07. um 21:45

Veranstaltungshinweis für Samstag: „Cinema Obscure“-Tag im City 46

Von , 3. Juni 2015 22:41

Am Samstag, den 6. Juni wird „Weird Xperience“ im Kommunalkino City 46 zu Gast sein. Dort wo vor drei Jahren alles begann. Stefan und ich präsentieren Euch dann einen „Cinema Obscure“-Tag. Gezeigt werden neue Filme und ein Mitternachtskino-Klassiker.

Um Euch schon mal einzustimmen, hier eine kurze Vorstellung der Filme:

15:30 Uhr – LET US PREY

Nachtschicht in einer Polizeistation in einem gottverlassenen schottischen Kaff: Ein mysteriöser Fremder erscheint, der ein blutiges Spiel mit den Einwohnern des Städtchens treibt.

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„LET US PREY ist ein kompromisslos harter Reißer, der sein Publikum sehr schnell für sich einnimmt und auf einen wahren Höllentrip schickt.“Manifest – das Filmmagazin

„Regisseur Brian O’Malley knallt uns mit „Let us Prey“ einen düsteren, reinrassigen Genrehorror auf die Leinwand, der weniger gruseln oder gar anspannend soll, sondern dem Zuschauer seine Gewalt und seine Kompromisslosigkeit voll ins Gesicht schlägt.“Moviebreak

„Ein visuell beeindruckendes, humorloses, düsteres und äußerst verstörendes Horror-Meisterwerk, das einen in die dunklen Tiefen der menschlichen Psyche entführt…wo man eigentlich gar nicht hin möchte.“angstrated.com

 

18:00 – HORSEHEAD

Die junge Jessica leidet seit ihrer Kindheit an furchteinflößenden Alpträumen. Darin wird sie von einem Pferdekopf oder einer Person mit einer solchen Maske verfolgt. Die Bedeutung der grotesken und verstörenden Bilder ist ihr ein Rätsel. Als ihre Großmutter verstirbt, reist sie wieder zu ihren Eltern in die ländliche Heimat. Im Traum begegnet sie der Toten und kommt einem schwerwiegenden Geheimnis ihrer Familie auf die Spur…

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„Sowohl die nicht an Erklärungen interessierte Erzählform, als auch das ruhige Tempo widersprechen heutigen Sehgewohnheiten und verlangen vom Betrachter einiges ab, um sich in die so komplexe, wie reizvolle Welt des jungen Regisseurs einzufinden. Belohnt wird er dafür mit einer Atmosphäre, die zunehmend das Grauen eines ewigen, scheinbar unentrinnbaren Alptraums geradezu körperlich fühlbar zu vermitteln vermag.“Wicked Vision

„Beyond its merits as a film, however, Horsehead has continued to linger in my memory, its dreamy essence filtering through my consciousness on unexpected occasions.“ Twitchfilm

 

20:30 – GERMAN ANGST

In drei Horrorepisoden von Liebe, Sex und Tod entführen JÖRG BUTTGEREIT (Nekromantik, Der Todesking), ANDREAS MARSCHALL (Tears of Kali, Masks) und MICHAL KOSAKOWSKI (Zero Killed) in die dunkelsten Gassen von Berlin.

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„Ausgestattet mit hervorragenden und äußerst drastischen Gewaltdarstellungen ist GERMAN ANGST ein künstlerisch anspruchsvolles Filmgut aus deutschen Landen und als Gesamtwerk ein Muss für jeden Genrefan.“angstrated.com

“ „German Angst“ tut beim Anschauen richtig, richtig weh – und genau das zeichnet ihn aus. Die Macher haben tatsächlich etwas zu sagen und nachdem sie uns einen ungebremsten Schlag in die Magengrube verpasst haben, bekommen sie auch unsere ungeteilte Aufmerksamkeit.“Filmstarts.de

 

22:30 – SINGAPORE SLING

Auf der Suche nach seiner verschwundenen großen Liebe Laura landet ein Privatdetektiv in den Fängen eines nymphomanen, inszestuösem Mutter/Tochter-Gespanns.

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„Singapore Sling“ ist schlicht großartiges Kino: herausfordernd, kraftvoll, verführerisch, humorvoll, bizarr, atemberaubend.“Filmgazette

„„Singapore Sling“s provokante Mischung aus eleganter Film-Noir-Optik, Gedärm, Körperflüssigkeiten, nacktem Wahnsinn und bösem Humor sichert ihm Kultfilm-Status. Aber auch darüber hinaus hat der Film viel Hintersinniges, nicht nur zum Rollenspiel zwischen Männlein und Weiblein, zu sagen.“Filmforum Bremen

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