Nachrichten getagged: Brasilien

Bericht vom 25. Internationalen Filmfest Oldenburg – Teil 2

Von , 3. Oktober 2018 18:18

Auch der zweite Tag in Oldenburg gestaltete sich sehr angenehm. War ich am Vortag fast ausschließlich im Theaterhof gewesen, dessen Bestuhlung für einen längeren Aufenthalt nicht gerade ideal ist, war ich diesmal zunächst im sehr viel bequemeren cineK/Studio.

The Boat – Eine sehr, sehr langsam erzählte, von Petrus Cariry inszenierte Metapher aus Brasilien, über den Einbruch der Zivilisation in ein eigentlich glückliches, sorgenfreies Leben und der damit einhergehenden Verlockung der Moderne und Sehnsucht nach der Ferne. Das ist toll fotografiert mit einem wunderbar suggestiven Soundtrack. Die Bilder des an den Strand klatschenden Meeres, der Männer die ein Fischernetz durch die Gischt ziehen – überhaupt die Landschaft, das Meer – sind überwältigend schön und kraftvoll. Allerdings trägt diese ganze Metapher im Grunde nur einen Kurzfilm von maximal 20 Minuten, danach läuft sich der Film auf der inhaltlichen Ebene tot. Dadurch ziehen sich die 72 Minuten Spielzeit an vielen Stellen gewaltig.

Darauf muss man bereit sein, sich einzulassen und die inhaltliche Ebene weitgehend außer Acht lassen. Denn die ständigen Weiter lesen 'Bericht vom 25. Internationalen Filmfest Oldenburg – Teil 2'»

Bericht vom 4. Bremer Filmfest

Von , 27. September 2018 15:20

Nach vier Jahren ist das Filmfest Bremen zwar größer und länger geworden, gefunden hat es sich aber noch nicht. Wie ich bereits im Februar schrieb, erschließt sich mir das Konzept (sofern es eines gibt) nicht so recht. Anderen geht es da ganz ähnlich. Als ich mich in meinem cinephilen und durchaus festivalaffinen Umfeld umhörte, ob noch jemand mit zum Filmfest kommen würde, waren die Reaktionen unisono: „Nee, weiß auch gar nicht was das sein soll, und was da so läuft“. Eine kleine Stichprobe, gewiss. Aber wenn selbst Leute, welche zur potentiellen Zielgruppe eines Bremer Filmfests gehören, so reagieren, wie sieht das dann vor Ort aus? Ich war jetzt sehr gespannt, was mich dort erwartet.

Gestartet als „Leistungsschau“ der Bremer Filmszene mit der strengen Vorgabe, dass alle Filme irgendwie mit Bremen verbunden sein müssen (was vielleicht maximal zwei Tage trägt, aber dort auch nicht unbedingt das „normale“ Publikum zieht), ist der Aspekt „Bremen“ noch immer wichtig. Was ich auch sehr gut finde, denn diese Regionalität ist schon ein Alleinstellungsmerkmal und Bremer Filmemacher können, ebenso wie der Produktions- und Drehort Bremen, einmal ins Rampenlicht treten.

Doch ein echtes Filmfest ist das so noch nicht. Das haben wohl auch die Macher erkannt und das Ganze erst auf drei und nun vier Tage und weit mehr Spielstätten ausgedehnt. Das ist löblich und zeigt, dass der Wille da ist, hier etwas Großes zu schaffen. Leider wirkt das Programm noch arg beliebig. Der lokale Schwerpunkt ist geblieben, was absolut zu begrüßen ist. Um sich das Prädikat „International“ umhängen zu können, wurden zwei neue Schienen eingeführt, wo auch internationale Filme ohne Bremen-bezug gezeigt werden. Einmal „Humor/Satire“, was zeigen soll, dass die als humorlos verschrienen Hanseaten auch anders können. Das wirkt auf mich aber eher wie „crowd pleasing“, um damit die „normalen“ Kinogänger und die – wie ich sie nenne – Arthaus-Weinschwenker-Fraktion abzuholen. Dagegen ist ja auch nichts zu sagen, aber ein eigenständiges Profil erhält das Filmfest dadurch nicht.

Zumal neben der leichten Muse, der zweiter Strang dann gleich für eher experimentelles („Innovation“) Kino eingerichtet wurde. Was ich ebenfalls sehr gut finde, aber im Weiter lesen 'Bericht vom 4. Bremer Filmfest'»

Brasilianische Filmtage im City 46 vom 16.-21.April

Von , 11. April 2012 17:15

Noch vor dem Indischen Filmwochenende ist Brasilien zu Gast im Bremer Kommunalkino City 46. Vom Montag, dem 16. April bis Samstag, den 21. April laufen in Kooperation mit der Brasilianischen Botschaft Berlin drei neuere brasilianische Filme. Natürlich im Original und mit Untertiteln.

Saens Peña Square – Drama von 2008. Literaturlehrer Paulo lebt mit seiner Frau Teresa und der Tochter Bel in einer Mietwohnung im Norden von Rio de Janeiro. Da erhält er das Angebot ein Buch über seinen Stadtteils Tijuca zu schreiben. Um vom Verdienst eine bessere Wohnung kaufen zu können, hält seine Frau ihn an sich in seiner Freizeit ganz auf das Schreiben des Buches zu konzentrieren. Dadurch gerät die Ehe aber in Gefahr…

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Montag, 16.4., um 20:30 und Mittwoch, 18.4., um 20:00

Basic Sanitation – Komödie von 2007.  Die Bewohner einer Kleinstadt in Südbrasilien fordern Gelder für den Ausbau ihres Abwassersystems. Da die Stadtverwaltung keine Gelder für die nötigen Bauarbeiten zur Verfügung stellt, drehen die Bewohner ein fiktionalen Film über ihre Situation.

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Dienstag, 17.4., und Donnerstag, 19.4., jeweils um 20:00

Simonal – Nobody knows how hard it was – Dokumentation von 2009 über den in den 60er und 70er in Brasilien sehr populären Musiker Wilson Simonal. Als ihm vorgeworfen wird Informant für die Militär-Junta gewesen zu sein, zerbricht seine Karriere.

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Freitag, 20.4., und Samstag, 21.4., um jeweils 22:30

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