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Blu-ray-Rezension: „Milano Kaliber 9“

Von , 29. März 2017 19:38

Ein dilettantischer durchgeführter Raubüberfall hat Ugo Piazza (Gastone Moschin) hinter Gitter gebracht. Wegen guter Führung wird er nach drei Jahren entlassen und umgehend von seinen alten Kumpanen in Empfang genommen. Kurz vor Ugos Verhaftung verschwanden nämlich 300.000 US-Dollar und der Mailander Gangsterboss „der Amerikaner“ (Lionel Stander) hat Ugo in Verdacht, diese beiseite geschafft zu haben. Nun wird Ugo Schritt auf Tritt von dem Schläger Rocco (Mario Adorf) und seinen Leuten verfolgt, die versuchen ihn unter Druck zu setzen. Doch Ugo scheint sich nur nach einem ruhigen Leben mit der wunderschönen Nelly (Barbara Bouchet) zu sehnen. Doch der Druck auf Ugo wächst und schon bald sieht er sich gezwungen, wieder für den „Amerikaner“ zu arbeiten. Doch gleich der erste Job geht schief, und die Leichen fangen sich an zu türmen…

Milano Kaliber 9“ ist für mich ein besonderer Film. Es war damals der Film, der mich in das Genre des Poliziottesco, des italienischen Polizeifilms, einführte. Der mich von der ersten Sekunde lang mitgerissen hat. Mich nicht wieder losließ und noch lange nach dem Schlussbild beschäftigte. Der zu meiner Messlatte für alle weiteren Poliziotteschi wurde und welche vielleicht in wenigen glücklichen Fällen erreicht, nie jedoch überboten wurde. Dabei hatte es der Film bei mir zunächst nicht leicht. Angefixt durch das Buch „Der Terror führt Regie“ von Karsten Thurau und Michael Cholewa, welches ich irgendwann um 1999 herum auf einer Filmbörse mitgenommen hatte (wenn mich mein Gedächtnis nicht ganz trügt), waren meine Erwartungen an den Film schon extrem hoch. „Der Terror führt Regie“ damals das erste Buch in Deutschland, welches sich überhaupt mit dem Poliziottesco beschäftigte und von daher für mich ein sehr wichtiges Werk, denn es eröffnete mir ein Genre, mit welchem ich mich bisher noch nicht beschäftigt hatte. Das war noch in einer Zeit, in der das Internet zwar schon Einzug in das allgemeine Leben hielt, aber Filmfreunde tatsächlich noch ihr Wissen noch vor allem aus den – spärlichen – Publikationen zum Thema europäisches Genrekino speisten. Der Säulenheiliger des Autoren-Duos war Fernando di Leo, sein zentrale Meisterwerk „Milano Kaliber 9“.

Dann hatte ich endlich „Milano Kaliber 9“ im Videorekorder. Eine Kopie des alten deutschen VHS-Tapes. Vielleicht die zweite oder dritte. Ich weiß gar nicht mehr, wo ich die her hatte, das Bild war jedenfalls noch erstaunlich gut. Da war man zu den wilden, prä-DVD-Zeiten auch anderes gewohnt – was man aber ohne viel Murren schluckte, nur um endlich mal den begehrten Titel, über den man zuvor nur mal irgendwas gelesen hatte, sehen zu können. Egal wie. Und, holla, allein der Anfang von „Milano Kaliber 9“ hatte es dermaßen in sich, dass ich den Film auch dann als Meisterwerk tituliert hätte, würde der Rest aus Schwarzbild bestanden haben. Diese furiose Montage, in der in nur fünf Minuten zu der kongenialen Musik von Luis Bacalov die Geschichte eines fehlgeschlagenen Geldschmuggels und den brutalen Konsequenzen erzählt wird, gehört bis heute für mich zu den großartigsten Filmanfängen aller Zeit. Gleich ganz oben dort mit jenem von Orson Welles‘ „Im Zeichen des Bösen“ oder Leones „Spiel mit das Lied vom Tod“. Vor einigen Jahren gab es im Bremer Kommunalkino mal kurzzeitig ein kleine Gruppe, die sich in regelmäßigen Abständen traf, um Filme anhand von Filmausschnitten vorzustellen und zu diskutieren. Leider habe ich es nur einmal geschafft, an dieser kurzlebigen Veranstaltung teilzunehmen. Das Thema war „Filmanfänge“. Ich hatte natürlich „Milano Kaliber 9“ im Gepäck und danach war es sehr ruhig im Raum und man sah viele heruntergeklappte Kinnladen. Bildungsauftrag erfüllt.

Nun ist „Milano Kaliber 9“ bei filmArt erstmals in Deutschland in HD erschienen. Zeit Mailand mal wieder einen Besuch abzustatten, nachdem ich den Film nun schon längere Zeit nicht mehr gesehen hatte. Und was war das für ein Wiedersehen. Wie beim ersten Mal traf mich die Rasanz und Gewalt der ersten Minuten wie ein Hammer. Mario Adorf liefert in seiner Darstellung des Rocco eine der besten Leistungen seiner an überragenden Darstellungen nicht gerade armen Karriere ab. Er spielt nicht, er ist. Dieses schleimig-einschmeichelnde, dass in der nächsten Sekunde in erschreckend rohe Brutalität umschlägt. Hier der narzisstische Clown mit den viel zu großen Gesten, dort der hitzköpfige, aber in der Wahl seiner Mittel erschreckend kontrollierte Gewaltmensch. Und am Ende die einzig ehrliche Figur in diesem Film Noir voller Intrigen, Masken und Machtspielchen. Rocco mag ein extrem gefährlicher, stets gewaltbereiter Schläger sein, dem ein Menschenleben nichts bedeutet. Der ohne mit der Wimper zu zucken wortwörtlich über Leichen geht. Aber er gibt niemals vor, jemand anderer zu sein als der, der er ist. Rocco ist immer Rocco, womit er sich von den anderen Figuren in dieser Geschichte unterscheidet.

Überhaupt diese Schauspieler, die Regisseur und Autor Fernando di Leo für sein Poliziottesco-Debüt zusammengetrommelt hat. Allen vorweg der unglaubliche Gastone Moschin, der ein wenig an eine primitivere Version von Jason Statham erinnert. Er versprüht pure Körperlichkeit, wenn er seinen massiven Leib, dieses unbewegte, wie festgemeißelte, grobschlächtige Gesicht durch Mailand schiebt. In jeder Szene nimmt er sich einfach den Raum, den er braucht – ohne dass er sich groß anstrengen müsste. Es ist fast nicht zu glauben, dass dieser aus grobem Fels gehauene Mann auch in der leichten Muse daheim war. Zwei Jahre zuvor hatte er so wunderbar einen spleenigen, britischen Landpolizisten in Michele Lupos schönen „Konzert für eine Pistole“ gespielt und im selben Jahr wie „Milano Kaliber 9“ gab er als Nachfolger von Fernandel (der während der Dreharbeiten verstarb) den Don Camillo! Übrigens mit „Kaliber 9“-Gegenspieler Lionel Stander als Peppone. Um gegen diese Naturgewalt anzuspielen, braucht es ganz besondere Schauspieler, und die Leo hat sie. Neben dem fantastischen Mario Adorf quasi als Gegenentwurf zu Moschins Ugo Piazza, ist da der alt gewordene Philippe Leroy als Killer im Ruhestand. Ruhig, überlegt und von einer schweren Melancholie durchzogen. Frank Wolff, als wütender Kommissar mit althergebrachten, faschistischen Ansichten. Urgestein Lionel Stander als Gangsterboss „Amerikaner“ – irgendwo zwischen Güte und knallharter Skrupellosigkeit. Und letztendlich auch die göttliche Barbara Bouchet in der Rolle ihres Lebens. Von ihrem ersten Auftritt als Erotik-Tänzerin – der niemanden auf dem Sitz halten dürfte – bis hin zum großen Finale, als sich plötzlich ihr schönes Gesicht in eine gierige Hexenfratze verwandelt.

Aber was wären diese tollen Schauspieler und die souveräne Regie Fernando di Leos ohne seine anderen Mitstreiter, die aus „Milano Kaliber 9“ solch einen kraftvollen, unvergesslichen Film gemacht haben. Ohne Kameramann Franco Villa (dessen Lied man nicht laut genug singen kann, wie ich es bereits anlässlich des Western „Mörder des Klans“ tat, wo dieser viel zu unbekannte Meister hinter der Kamera bereits sein großes Können zeigte. Schade, dass er später im Bodensatz des italienischen Exploitationkinos versank), der genau weiß, wie man mit den Schatten spielt. Wie man den Eindruck einer Szene noch verstärken kann, indem die Kamera leicht in die Untersicht gebracht wird bringt. Der im richtigen Moment ganz nah dran an den Gesichtern und Figuren ist. Der Mailand diese raue, triste Antlitz verleiht. Ohne Amedeo Giomini, der mit seinem Schnitt den Actionszenen diese unerhörte Dynamik gibt. Und natürlich – die Musik. Was Luis Bacalov zusammen mit der Prog-Rock-Gruppe Osanna hier zum Film beisteuert, hebt diesen noch einmal auf ein ganz anderes Level. Ein Soundtrack für die Ewigkeit. Wie bei der eingangs beschrieben Geldübergabe mit jedem Wechsel der Träger die Musik von neuem anschwillt und aus den Boxen birst – das geht unter die Haut. Oder jene Musik, welche Barbara Bouchets erotischen Auftritt begleitet. Melodien für die Ewigkeit. Schade, dass der tollen Veröffentlichung nicht auch noch der Soundtrack beiliegt. Aber das ist schon ein sehr hehrer Wunsch. Man muss filmArt dankbar sein, dass „Milano Kaliber 9“ nun in einem hervorragenden HD-Bild vorliegt, welches all die großen Qualitäten dieses Meisterwerkes noch einmal deutlich hervorhebt.

Ein zeitloser Klassiker des italienischen Gangsterfilms. Keine Maurizio-Merli-Haudrauf-Action, sondern ein desillusionierter Film Noir, bei dem alles stimmt. Von den überragenden Schauspielern bis zur aufpeitschenden Musik. Selten was das ausgelutschte Wort vom „Muss see“ so angebracht wie hier.

„Milano Kaliber 9“ ist die Jubiläumsnummer 10 der „Polizieschi Edition“ aus dem Hause filmArt und endlich mal wieder ein echtes Schwergewicht. Die Scheibe kommt als Blu-ray-/DVD-Kombi daher und hat den Film in der ungekürzten Originalfassung (102 Minuten, die Stellen ohne Synchronisation wurden untertitelt) und der deutschen Kinofassung (95 Minuten) daher. Bild und Ton sind sehr gut. Positiv sei vermerkt, dass der Film bei aller Brillanz seinen „Kinolook“ behält und somit lebendig und nicht totgefiltert aussieht. Beim deutschen Ton hat man allerdings das Gefühl, dass hier etwas zu viel Atmo raus gefiltert wurde. Das klingt manchmal etwas flach. Sehr angenehm und informativ ist die 15-minütige Einführung in den Film, in der Prof. Dr. Marcus Stiglegger das am film beteiligte Personal vorstellt. Sehr interessant sind auch die halbstündige Dokumentation „Calibro 9“ – quasi ein Making-Of – und das 39 Minuten lange Featurette „Fernando DiLeo – Die Entstehung des Genres“ in dem Fernando di Leo über seine lange Karriere Auskunft gibt. Beide Features befinden sich auch auf der Raro-Veröffentlichungen (USA und Italien). Leider wurde auf das Feature „Scerbanenco noir“ (über den Autoren der Vorlage), welches in den internationalen Veröffentlichungen auch enthalten war, hierzulande verzichtet. Ferner sind noch Trailer (leider nicht der deutsche), ein Musik-Video der Gruppe Salem’s Pop (welches zu der Tanz-Szene mit Barbara Bouchet das Hauptthema des Filmes remixt, verfremdet und mit vielen Scratch-Effekten versieht – ist nicht so mein Ding) und ein sogenanntes Artbook mit dem kompletten deutschen Kinoaushang.

Blu-ray Rezension: „Der schwarze Leib der Tarantel“

Von , 21. Dezember 2016 16:15

der-schwarze-leib-der-tarantelNach einem Streit mit ihrem Ehemann (Silvano Tranquilli) wird die schöne Maria Zani (Barbara Bouchet) von einem geheimnisvollen Unbekannten ermordet. Der Killer benutzt dabei ein lähmendes Gift, bevor er seine Opfer mit dem Messer abschlachtet. Der mit den Ermittlungen beauftragte Inspector Tellini (Giancarlo Giannini) verdächtigt zunächst Ehemann Zani, der jedoch auf eigene Faust nach dem Mörder sucht. Als Zani bei einer Verfolgungsjagd ums Leben kommt und weitere attraktive Damen dem Killer zum Opfer fallen, führt Tellini eine Spur ihn in einen Schönheitssalon, dessen Besitzerin (Claudine Auger) mit den Opfern in Verbindung stand…

Anmerkung: Alle Screenshots stammen von der DVD, nicht der Blu-ray.

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Der schwarze Leib der Tarantel“ war für mich lange Jahre so etwas wie der heiliger Gral des Giallo-Kinos. Als ich Mitte der 90er Jahre mit zahlreichen Tauschpartner im In- und Ausland in Kontakt stand, und wir uns munter VHS-Kassetten mit griechischen Vollbildfassungen, die mittlerweile fast ihre gesamte Farbigkeit eingebüßt hatten, hin und her schickten, war „Der schwarze Leib der Tarantel“ der einzige „Must-Have“-Giallo, der nirgendwo aufzutreiben war. Weder eine englische, noch eine finnische oder schwedische Kopie. Von einer deutschen Fassung ganz zu schweigen, denn hier lief der Film zwar im Kino, doch seltsamerweise kam es nie zu einer Videoveröffentlichung. Dank des sympathischen Berliner Labels CMV Laservision wurde nun, nach 20 Jahren, dieser Gral nun doch auf meinen heimischen Bildschirm gezaubert. Hat sich das lange Warten gelohnt? Ist „Der schwarze Leib der Tarantel“ eben jenes verschollene Meisterwerk, zu welchem er in meiner Vorstellung mangels Verfügbarkeit reifte? Ein klein wenig Furcht hatte ich schon vor den Antworten auf diese Fragen, als ich die Blu-ray in den Player schob.

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Die Furcht erwies sich allerdings als unbegründet. Es hätte auch schon viel passieren müssen, um einen Giallo, der neben solchen Schönheiten wie Barbara Bouchet (in einer wichtigen, wenn auch leider viel zu kurzen Rolle), Claudine Auger und Barbara Bach, der Musik von Ennio Morricone (und der Hilfe von Bruno Nicolai) und gern gesehen Veteranen wie Silvano Tranquilli und Giancarlo Prete vollends in die Grütze zu fahren. Und Regisseur Paolo Cavara ist auch kein Stümper, sondern hat mit „Das wilde Auge“ einen höchst spannenden und mit viel Experimentierfreude gedrehten Magenschwinger gedreht, der als Schlüsselfilm auf das Genre gelten kann, in dem Cavara große geworden ist: Dem Mondo-Film. Hier hatte Cavara 1962 zusammen mit dem legendären Duo Gualtiero Jacopetti und Franco Prosperi die Filme „Mondo Cane“ und „Alle Frauen dieser Welt“ gedreht, bis er sich im Streit von ihnen trennte, da er mit den Methoden Jacopettis nicht mehr einverstanden war. „Das wilde Auge“ war dann seine Abrechnung mit Jacopetti dem Philippe Leroy als skrupelloser Regisseur das eiskalte Antlitz leiht. Nachdem Kriegsfilm „Ein Atemzug Liebe“ drehte Cavara 1971 diesen Giallo hier, der sich einerseits am Einmaleins des Giallo (so wie er außerhalb Italiens verstanden wird, in Italien selber bedeutet „Giallo“ einfach nur „Krimi“) abarbeite, andererseits viele Elemente einbringt, welche ungewöhnlich sind und dem Film seine ganz eigene Note geben.

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Zu den typischen Giallo-Elementen gehört natürlich der Mörder im schwarzen Regenmantel und Lederhandschuhen, der sich eine möglichst makabere und sadistische Mordmethode ausgedacht hat, um seine Opfer ins Jenseits zu befördern. Welche dann auch sehr explizit gezeigt wird. Ferner ein Score mit einer einprägsamen Melodie, ein recht abstruses Motiv des Killers, viele Verdächtige und wunderschöne Frauen, die gerne auch mal blank ziehen. Andererseits konzentriert sich Paolo Cavara aber auch untypischerweise auf die Polizeiarbeit und stellt mit Giancarlo Giannini einen Schauspieler in den Vordergrund, der sich mit seinem samtenen, immer etwas traurig-scheu guckenden Augen und der schmächtigen Gestalt so gar nicht in die Reihe harter und selbstbewusster italienischer Kommissare stellen lässt, die sonst die Leinwand bevölkern. Auch von den typischen Giallo-Helden der frühen 70er wie George Hilton oder Anthony Steffens ist Giannini weit entfernt. Bei seinem Anblick denkt man viel mehr an die blumigen Titel der Lina-Wertmüller-Filme, die ihn bekannt machten. Wie „Mimi – in seiner Ehre gekränkt“.

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Zudem rückt Paolo Cavara die ebenso modern, wie fremdartig wirkende Architektur der Randgebiete Roms in den Vordergrund. Eine Verfolgungsjagd endet auf dem Dach eines futuristisch anmutenden Büro-Industrie-Komplexes, der allein aufgrund seines kühl-futuristischen Designs der Szene einen beinahe schon irrealen Anstrich gibt. Auch, dass das Privatleben des ermittelnden Kommissars, sein Hadern mit dem Beruf und der Welt so weit in den Vordergrund gerückt wird, sieht man nicht alle Tage in einem klassischen Giallo. Es macht den Inspector Tellini sehr menschlich und sympathisch. Und das Zusammenspiel mit der sehr lebendigen Stefania Sandrelli als Frau Tellini injiziert dem ansonsten eher düsteren und harten Film eine leichte, amüsante Note, welche die beiden Figuren gleichzeitig auch eine liebenswerte Natürlichkeit verleiht. Umso härter trifft den Zuschauer die finale Konfrontation mit dem Killer, in der Frau Tellini in Todesgefahr gerät. Wie man überhaupt sagen muss, dass Cavara hier wert auf eine genaue Figurenzeichnungen legt. Auch Silvano Tranquilli als betrogener und mordverdächtiger Ehemann oder die großartige Rossella Falk als Erpressungsopfer wird weitaus mehr Tiefe und Vielschichtigkeit als üblich zugestanden.

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„Der schwarze Leib der Tarantel“ ist ein spannender und sehr gut gemachter Giallo, der sich zwar vornehmlich an den Konventionen des Genres abarbeitet, gleichzeitig aber auch überraschende und untypische Elemente einbringt.

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Das Bild der Blu-ray mag nicht den allerhöchsten Ansprüchen einiger Technik-Fetischisten genügen, ist aber für meine Augen vollkommen akzeptabel. Für diese Veröffentlichung hat CMV die alte Kinotonspur aufgetrieben, die sehr sauber und klar klingt. Wer mag kann auch auf die englische Synchronisierung wechseln, die der deutschen Sprachfassunallerdings qualitativ unterlegen ist. Für die Extras wurde das 15-minütig Interview mit Lorenzo Danon, dem Sohn des Produzenten Marcello Danon, aus der amerikanischen und italienischen Veröffentlichung übernommen. Ganz neu ist ein 5-minütiges Interview mit Pietro Cavara, dem Sohn des Regisseurs. Über den Audiokommetnar von Thorsten Hanisch und Andrea Sczuka wurde in diversen Foren schon viel Böses geschreiben. Inhaltlich verweise hier einmal dezent auf eben diese Diskussionen (kann man googeln) und erwähne hier nur, dass die technische Umsetzung recht mies geworden ist. Scheinbar wurde eine schlechte Skype-Verbindung genutzt.

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