Originalfassungen in Bremen: 31.03.- 06.04.11

Von , 30. März 2011 15:44

Dies ist die Woche, in der ich wirklich daran glaube, dass sich Originalfassungen in Bremer Kinos doch noch irgendwann flächendeckend durchsetzen werden. Nachdem das Cinemaxx schon vor zwei Jahren vorgelegt hat, ist nun das nächste Multiplex nachgezogen. Das CineStar (Kristallpalast) zeigt ebenfalls vier US-Produktionen im Original. ein gutes Zeichen! Jetzt frage ich mich, wann auch endlich die Programmkinos auf diesen Zug aufspringen. Von meinen letzten Besuchen bei Originalfassungen im Cinemaxx kann ich nur sagen: Der recht große Saal (das frisch renovierte Kino 2 im Tiefgeschoss) war sehr gut besucht. Originalfassungen lohnen sich also!

Alles erlaubt – Eine Woche ohne Regeln – Cinemaxx, Mo. 4.4., 19:30 -die neue Komödie der Farrelly-Brüder („Dumm und Dümmer„, „Kingpin„, „Verrückt nach Mary“ u.a. ) um zwei Kumpels, die von ihren Ehefrauen eine Woche „ehefrei“ bekommen. Mit Owen Wilson und Jason Sudeikis.

Gnomeo und Julia – Cinemaxx, So.-Mi. jeweils 21:15 -Shakespears Klassiker in der Animationsfilm-Version mit Gartenzwergen.

Meine erfundene Frau – Cinemaxx, Sa. 2.4., 14:30 & CineStar, Do.-Mi. 19:30, sowie Fr. und Sa. auch um 20:20 – US-Mainstream. Romantic Comedy mit Adam Sandler und Jennifer Aniston. Gleichzeit ein Remake des Klassikers “Die Kaktusblüte“, der immerhin noch mit solchen Größen wie Walter Matthau, Ingrid Bergman und Goldie Hawn aufwarten konnte. Also, ich gucke lieber noch einmal das Original.

The King’s Speech – Cinemaxx, Sa. 2.4., 21:15 – Schöner und entspannter Film um den stotternden King George VI und seinen Sprachtherapeuten. Oscar-Gewinner für den besten Film 2011. Weitere Oscars für den besten Hauptdarsteller (Collin Firth), für die beste Regie (Tom Hopper) und das beste Drehbuch. Hat mir gefallen.

True Grit – Cinemaxx, Do. und Fr. jeweils 21:15 & CineStar, Do.-Mi. 17:30, ausser Die.! Da läuft er schon um 16:50 – Der neuste Streich der Coen-Brothers. Man kann den Film als Remake des John-Wayne-Western “Der Marshall” sehen oder als Neuverfilmung des zugrundeliegenden Romans. Hat mir gut gefallen. Ein eher untypischer Coen-Brothers-Film. Wie immer wunderbar fotografiert. Sehr ruhig und bedächtig ohne viel Action.  Mit Jeff Bridges in der alten Wayne-Rolle, Matt Damon und Josh Brolin.

Gullivers Reisen – Da kommt was Großes auf uns zu 3D – CineStar, So., 3.4. um 12:20 -US-Komödie nach Motiven des Klassikers von Jonathan Swift. Jack Black gibt mal wieder den Kindskopf.

Justin Bieber 3D: Never Say Never – CineStar, Do.-Mi. immer 14:50 -Musikfilm um einen Teenie-Popstar… von dem ich immer noch nicht weiß wer das eigentlich ist, was der geleistet hat und weshalb der nun einen eigenen Film bekommt. Ich glaube, ich werde alt…

Kolpacino Bomba – Cinemaxx, Do.-Mi., jeweils 22:30 – Romantische Komödie aus der Türkei.

Çinar agaci – Cinemaxx, So. 3.4., 17:30 – türkischer Film um eine pensionierte Lehrerin, die von ihrer Umwelt und Familie für reichlich merkwürdig gehalten wird. Allein für ihren Enkel ist sie die wichtigste Person der Welt.

Elly – Kino 46, Fr.-So., jeweils 20:30 – Vielfach ausgezeichnetes (u.a. mit dem Silbernen Bären) iranisches Drama um eine junge, in Deutschland lebende Iranerin, die bei einem Urlaub in der Heimat plötzlich spurlos verschwindet.

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Torrente – Der dumme Arm des Gesetzes – Kino 46, Mi. 6.4. ,20:30 – Spanische Kult-Komödie um einen vollig heruntergekommen und durch und durch korrupten Polizisten.  Mittlerweile gibt es auch schon drei Fortsetzungen.

Sneak Preview – Schauburg, Mo., 04.04., 21:45

Zwei Nachrufe: Elizabeth Taylor (1932-2011) und Farley Granger (1925-2011)

Von , 29. März 2011 20:15

Schon in der vergangenen Woche verstarb Hollywood-Legende (dieser ausgelutschte Begriff trifft hier wirklich mal den Nagel auf den Kopf) Elizabeth Taylor. Eine der letzten Ikonen des klassischen Hollywoods und seiner goldenen Jahre in den 50ern und frühen 60ern. Begonnen hatte die in London als Tochter eines us-amerikanischen Ehepaars geborene Taylor als Kinderstar. Dabei will es die Legende, dass die nicht besonders hoch gewachsene von ihrem Vater auf eine Streckbank gezwungen wurde, was noch im späteren Alter zu schmerzhaften Problemen und zu ihrer Alkohol- und Tablettensucht führte.

Schon früh wurde sie ins Haifisch-Becken Hollywood geworfen und spielte mit 9 Jahren die Hauptrolle in dem Kinderfilm-Klassiker „Heimweh“ (Lassie come home). Es folgten weitere Kinderrollen bis sie 1952 das erste Mal eine Erwachsenenrolle hatte: Die Tochter von Spencer Tracy in „Vater der Braut“ und der Fortsetzung „Ein Geschenk des Himmels„. In den folgenden Jahren trat sie vermehrt in Dramen auf, wie dem formidablen „Die Katze auf dem heißen Blechdach„, „Ein Platz an der Sonne„, „Giganten“ oder „Land des Regenbaums„. 1960 gewann sie für die – zur damaligen Zeit – kontroverse Darstellung einer Prostituierten in „Telefon Butterfly 8“ ihren ersten Oscar.

Anfang der 60er galt sie als schönste Frau der Welt und wurde in dem Monumentalfilm „Cleopatra“ in der Titelrolle besetzt. Der Film schlug alle bis dahin bekannten Superlativen. Die Dreharbeiten liefen völlig aus dem Ruder, zogen sich über zwei Jahre hin und verschlangen immer mehr Geld. Am Ende war „Cleopatra“ der bis dahin teuerste Film der Geschichte (und sollte – inflationsbereinigt – erst 2009 von James Camerons „Avatar“ abgelöst werden!) und das Filmstudio 20th Century Fox so gut wie bankrott. Dafür hatte sich Elizabeth Taylor ihren Co-Star Richard Burton geangelt und mal locker 7 Millionen US-Dollar Gage eingestrichen.

Mit Burton zusammen spielte sie 1966 auch in dem großartigen „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ (für den sie ihren zweiten Oscar gewann) und im Jahr darauf die „Der widerspenstigen Zähmung„. Ende der 60er Jahr rückten mehr die turbulenten, alkoholgeschwängerten Streitereien mit Burton, die Scheidung von ihm 1974 und die erneute Heirat ein Jahr später in den Vordergrund. Prägnante Rollen blieben aus und die Taylor verwandelte sich in einen grellgeschminkten und mit Übergewicht kämpfenden 70er-Jahre-Albtraum. Von der zarten und eleganten Schönheit der 50er keine Spur mehr, dafür wurde sie nun immer matronenhaftiger. Mir selbst ist aus dieser späten Zeit nur noch der unheimliche Psychothriller „Die Nacht hat 1000 Augen“ (den ich als Kind mal heimlich im Spätprogramm geguckt habe und der mir daraufhin eine schlaflose Nacht bescherte) und die Gastrolle in der Miss-Marple-Film „Mord im Spiegel“ in Erinnerung.

Schlagzeilen machte die Taylor nur noch in Bezug auf ihr Privatleben und die Presse schrieb genüsslich über ihre Ehe mit einem 20 Jahre jüngeren Bauarbeiter, den sie während ihres Aufenthalts in einer Entzugklinik kennen gelernt hatte. Allerdings nutzte sie ihre Bekanntheit auch für gute Zwecke. So setzte sie sich bereits ab 1981 vehement für die AIDS-Forschung ein und unterstützte diese mit Geld und öffentlichen Auftritten. Im Jahre 2000 wurde die Schauspielerin, die einen englischen und einen amerikanischen Pass besaß, von Elisabeth II zur „Dame“ geadelt. Am 23. März starb Dame Elizabeth Taylor in Los Angeles an einem Herzversagen.

Am Sonntag verstarb mit 85 Jahren der us-amerikanische Schauspieler Farley Granger. Grangers erste große Rolle ein Teil des jugendlichen Duos, welches in Alfred Hitchcocks „Rope“ ihrem Professor (James Stewart) den perfekten Mord präsentieren wollen. Richtig berühmt sollte er allerdings erst 1950 werden, als er die Hauptrolle in einem anderen Hitchcock-Film übernahm: In dem Klassiker „Der Fremde im Zug„. Danach drehte er mit Luchino Visconti „Sehnsucht„, dann konzentrierte er sich erst einmal auf eine Theaterkarriere und trat vermehrt im TV auf.

In den frühen 70er Jahren zog er mit seinem Lebensgefährten Robert Calhoun nach Italien, wo er in der Folgezeit in zahlreichen Genrefilmen auftrat, die das Herz des Italo-Fans schneller schlagen lassen. Z.B. in „Die linke und die rechte Hand des Teufels“ mit Bud Spencer und Terence Hill, „Der Tod trägt schwarzes Leder“ von Massimo Dallamano oder „Schön, nackt und liebestoll“ (gerade in einer tollen Edition bei Camera Obscura erschienen) von Roberto Bianchi Montero. Bei Letzterem haben die findigen Produzenten ohne Grangers Wissen Hardcore-Szenen in das Werk hinein schneiden lassen, woraufhin Granger diese Fassung gerichtlich verbieten ließ. 1981 war er noch in Joseph Zitos „Forke des Todes“ zu sehen, danach wurde es ruhiger um ihn.

Zu Gast im Cinema Ostertor: Thomas Frickel und die Doku-Satire „Die Mondverschwörung“

Von , 28. März 2011 16:58

Am Montag, dem 18. April um 20:45 Uhr stellt der Regisseur Thomas Frickel im Cinema Ostertor seine neue Doku-Satire „Die Mondverschwörung“ vor.

In seinem Film schickt Frickel den us-amerikanischen Reporter Dennis R. D. Mascarenas, vom deutschsprachigen US-Sender DDCTV, quer durch Deutschland, um das merkwürdige Verhältnis der Deutschen zum Mond zu erforschen. Dabei wird der Reporter mit Verschwörungstheorien, Antisemitismus, Nazi-Okkultismus und Bedrohungen konfrontiert.

Klingt für mich etwas nach dem Borat (oder Alfons)-Prinzip, bei dem ein „Fremder“ durch naive Fragen aus seinem Gegenüber dessen, nicht immer politisch korrekte, aber dafür ehrliche, Meinung herauszukitzeln.

Vor 14 Jahren hat Thomas Frickel Dennis R. D. Mascarenas schon einmal in seinem Film „Deckname: Dennis“ durch Deutschland geschickt. Hier nun die Quasi-Fortsetzung.

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Rosa von Praunheim im April zu Gast im Kino 46

Von , 24. März 2011 16:14

Am Mittwoch, den 13. April um 20:30 Uhr, wird Rosa von Praunheim im Kino 46 zu Gast sein, um seinen neuen Film „Die Jungs vom Bahnhof Zoo“ vorzustellen.  Der Film ist eine Dokumentation über fünf junge Stricher, die vorm Bahnhof Zoo in Berlin auf ihre Freier warten.

Rosa von Praunheim ist einer der wichtigsten Regisseure des Neuen Deutschen Films. Sein Thema ist immer wieder die Rolle des Homosexuellen in der Gesellschaft.  Sein bekanntester Film dürfte der für den WDR (!) entstandene „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ sein. Ein Titel, der durchaus als Programm für von Praunheims gesamtes Schaffen angesehen werden kann.

Originalfassungen in Bremen: 24.03.- 30.03.11

Von , 24. März 2011 14:43

Die Programmgestaltung des Kino 46 weißt in dieser Woche ein fast schon unheimliches Timing auf. Wer also der großen Elisabeth Taylor cineastisch die letzte Ehre erweisen möchte, der ist im Filmklassiker „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ genau richtig. Der Film wurde übrigens nicht kurzfristig ins Programm genommen (was man ja fast glauben könnte), sondern ist schon seit Langem für dieses Wochenende angekündigt. Ein weiteres Highlight der Woche :“True Grit“, der neue Film der famosen Coen Brüder. Lange habe ich auf die Möglichkeit gewartet, den Film im O-Ton zu sehen, habe schon nicht mehr dran geglaubt und bin jetzt natürlich über alle Maße entzückt.

True Grit – Cinemaxx, Do.-Sa. 23:15, So.-Mo. 20:15 – der neuste Streich der Coen-Brothers. Man kann den Film als Remake des John-Wayne-Western „Der Marshall“ sehen oder als Neuverfilmung des zugrundeliegenden Romans. Humor gibt es diesmal keinen, dafür wird es seht düster. Als alter Westerner ist der Film für mich eh Pflicht.  Mit Jeff Bridges in der alten Wayne-Rolle, Matt Damon und Josh Brolin.

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The King’s Speech – Cinemaxx, Sa. 15:00 – Schöner und entspannter Film um den stotternden King George VI und seinen Sprachtherapeuten. Oscar-Gewinner für den besten Film 2011. Weitere Oscars für den besten Hauptdarsteller (Collin Firth), für die beste Regie (Tom Hopper) und das beste Drehbuch. Hat mir gefallen.

72. Kogus – Die 72. Zelle – Cinemaxx, So. und Mo. jeweils 23:00 – Der Film behandelt das Leben in einem türkischen Gefängnis während der 40er Jahre.

Çinar agaci – Cinemaxx, So. 17:30 – türkischer Film um eine pensionierte Lehrerin, die von ihrer Umwelt und Familie für reichlich merkwürdig gehalten wird. Allein für ihren Enkel ist sie die wichtigste Person der Welt.

Kolpacino Bomba – Cinemaxx, Do.-Mi., 22:15 – Romantische Komödie aus der Türkei.

Die Katze auf dem heißen Blechdach – Kino 46, Sa. und So. um 18:00, Die. 20:30 – als hätten die Leute vom Kino 46 da eine dunkle Vorahnung gehabt. Wer sich einen der besten Filme der gestern verstorbenen Elisabeth Taylor auf der großen Leinwand ansehen möchte, der kann es an diesem Wochenende im Kino 46 tun.  Zusammen mit einem jungen Paul Newman spielt sie die Hauptrolle in Richard Brooks‘ Verfilmung des gleichnamigen Theaterstücks von Tennessee Williams.

Sneak Preview – Schauburg, Mo., 28.03., 21:45

Französische Sneak Preview, Mi., 30.03. um 18:00 Uhr in der Gondel und um 21:00 Uhr im Atlantis

Das Filmforum Bremen jetzt auch auf Facebook

Von , 21. März 2011 15:08

Anfang des Jahres hatte ich ja ein paar „Neuerungen“ angekündigt. Jetzt, fast ein Vierteljahr später, habe ich die Erste umgesetzt. Ich gebe zu, lange, sehr lange, habe ich überlegt, ob es sich für meinen Blog lohnt, auch auf Facebook präsent zu sein. Mit den kleinen „Gefällt mir“-Buttons am Ende jedes Artikels habe ich ja vor einiger Zeit schon einen ersten zaghaften Schritt in diese Richtung unternommen.

Nun habe ich auch eine sogenannte „Fanseite“ eingerichtet, welche ausgewählte Artikel des Blogs enthält und wo ich in Zukunft auch mal interessante Links oder ähnliches posten werde.

Haupt-„Plattform“ bleibt natürlich dieser Blog hier. Facebook ist nur eine zusätzliche Möglichkeit, weitere filminteressierte Bremer und Bremerinnen (und natürlich auch Buten-Bremer) zu erreichen, sowie noch mehr Interaktivität anzubieten.  Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt und hoffe natürlich auf ganz viele „Gefällt mir“-Clicks da oben rechts 🙂

Nachruf: Michael Gough (1916-2011)

Von , 19. März 2011 12:40

Am vergangenen Donnerstag verstarb der britische Schauspieler Michael Gough im gesegneten Alter von 94 Jahren. Den jüngeren (na ja) Filmfreunden wird er vermutlich nur durch seine Rolle als Butler Alfred Pennyworth in den ersten vier Batman-Filmen von Tim Burton bzw. Joel Schumacher bekannt sein.

Wer sich aber für britisches Genre-Kino der goldenen 50er, 60er und 70er begeistert, dem werden beim Namen Michael Gough die Augen leuchten. So spielte er doch zusammen mit Peter Cushing und Christopher Lee in dem ersten großen Erfolg der legendären Hammer-Studios „Dracula„, die Hauptrollen in den beiden Kultfilmen „Das schwarze Museum“ und „Konga„, war zu Gast in den Produktionen der Amicus-Studios (u.a. „Die Todeskarten des Dr. Schreck„, „Der Schädel des Marquis de Sade„) und den wunderbaren TV-Serien „Mit Schirm, Charme und Melone“ (wo er Dr. Clement Armstrong, den Erschaffer der legendären „Cybernauten“ spielte) und „Dr. Who„. In den 70ern war er der Star solcher Filme wie „Frankensteins Horror-Klinik“ oder „Teufelsbrut – Sklaven des Satans“.

1989 besetzte ihn Tim Burton als Alfred Pennyworth, Bruce Waynes Butler und väterlichen Freund, in dem Mega-Erfolg „Batman„. Diese Rolle übernahm Michael Gough dann auch in der ausgesprochen gelungenen Fortsetzung „Batman Returns“ (eine meiner liebsten Comic-Verfilmungen überhaupt) und den beiden unsäglichen Sequels von Joel Schumacher. Ein Jahr später holte Tim Burton ihn für seine Hommage an die klassischen Hammer-Filme „Sleepy Hollow“ und nutzte später Goughs markante Stimme in seinen Filmen „Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche“ und „Alice im Wunderland„. Letzterer, wo er einem Dodo seine Stimme lieh, war dann auch Michael Goughs letzte Filmarbeit.

Neben seiner Filmtätigkeit war Michael Gough auch ein gefeierter Theaterschauspieler und trat in zahlreichen TV-Produktionen auf.

Michael Gough starb am 17.März 2011.

Festival “Filmland Polen” – das Programm 2011

Von , 18. März 2011 20:59

Als bekennender Freund des osteuropäischen Films, freue ich mich sehr, dass auch in diesem Jahr das Festival „Filmland Polen“ wieder nach Bremen kommt. Es stand ja Ende letzten Jahres noch nicht fest, ob – aufgrund der damals noch sehr unsicheren Situation des Kommunalkinos Kino 46 – die Reihe auch in diesem Jahr wieder in Bremen gastieren kann. Mittlerweile wurde auf der „Filmland Polen“-Homepage das aktuelle Programm veröffentlicht, und siehe da, Bremen ist wieder dabei. Wobei es natürlich in der zweiten Hälfte des Jahres noch eine gewisse Unsicherheit gibt, falls es mit dem Umzug des Kinos 46 und der Renovierung des ehemaligen City noch Verzögerungen geben sollte.

Das Programm des Filmfestivals „Filmland Polen“ sieht wieder sehr viel versprechend aus. Gezeigt werden, wie auch schon in den Vorjahren, eine Auswahl der besten polnischen Filme des vergangenen Kinojahres.

Den Anfang macht am 10. April der Film „Röschen“ (Rózyczka) von Jan Kidawa-Błoński. Der Film spielt in den 60er Jahren und es geht um die Liebe eines Professors zu einer weitaus jüngeren Frau und eine gefährliche Intrige des Geheimdienstes. Der Film wurde mir bereits SEHR ans Herz gelegt und er steht ganz oben auf meiner „Muss-ich-gucken“-Liste. Der Film gewann zahlreiche Preise, u. a. den „Heiligen Georg” in Silber für die beste Regie auf dem Internationalen Filmfestival in Moskau und die „Goldenen Löwen” für den besten Film auf dem Polnischen Spielfilmfestival in Gdynia. Ich freue mich schon.

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Originalfassungen in Bremen: 17.03.- 23.03.11

Von , 17. März 2011 16:35

Auch in der aktuellen Woche werden wir wieder mit einigen Originalfassungen verwöhnt. Die drei Highlights der Woche: Der Animationsfilm „Rango“, der schon in den USA kräftig abräumte, die spanische Komödie „Torremolinos ’73“ und das düstere, us-amerikanische Endzeit-Epos „The Road“. Bezüglich des Filmes „Almanya“ konnte ich immer noch nicht herausfinden, was es mit der „Türkischen Originalfassung“, so wie sie vom Cinemaxx angekündigt ist, auf sich hat. Ich habe zumindest nirgendwo gelesen, dass es eine Sprachfassung speziell für das türkische Publikum geben soll, nur das einige Passagen auf türkisch mit deutschen Untertitel sein sollen. Daher lasse ich den Film aus der dieswöchigen Auflistung mal raus.

The King’s Speech – Cinemaxx, So. 20:15 – Schöner und entspannter Film um den stotternden King George VI und seinen Sprachtherapeuten. Oscar-Gewinner für den besten Film 2011. Weitere Oscars für den besten Hauptdarsteller (Collin Firth), für die beste Regie (Tom Hopper) und das beste Drehbuch. Hat mir gefallen.

Meine erfundene Frau – Cinemaxx, Sa., 14:30 und Mo. 20:00 – US-Mainstream. Romantic Comedy mit Adam Sandler und Jennifer Aniston. Gleichzeit ein Remake des Klassikers “Die Kaktusblüte“, der immerhin noch mit solchen Größen wie Walter Matthau, Ingrid Bergman und Goldie Hawn aufwarten konnte. Also, ich gucke lieber noch einmal das Original.

Rango – Cinemaxx, Fr. und Die. jeweils um 20:30 – Animationsfilm-Spaß von Gore Verbinski. Da der Film im O-Ton gezeigt wird, kommt das Bremer Publikum in den Genuss von Johnny Depp, der dem titelgebenen, großmäuligen  Chamäleon seine Stimme leiht.

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72. Kogus – Die 72. Zelle – Cinemaxx, Fr. 18.3., 23:15 – Der Film behandelt das Leben in einem türkischen Gefängnis während der 40er Jahre.

Çinar agaci – Cinemaxx, Do.-Mi., 17:00 und 22:45 & Cinestar, Do.-Mi., diverse Anfangszeiten- türkischer Film um eine pensionierte Lehrerin, die von ihrer Umwelt und Familie für reichlich merkwürdig gehalten wird. Allein für ihren Enkel ist sie die wichtigste Person der Welt.

Kolpacino Bomba – Cinemaxx, Do.-Mi., 23:10, so. auch um 21:05 & Cinestar, Do.-Mi., diverse Anfangszeiten – Romantische Komödie aus der Türkei.

Torremolinos ’73 – Kino 46, Mi., 23.3., 20:30 – Spanische Hit-Komödie von 2004 um eine Ehepaar, welches Anfang der 70er Jahre zur Aufbesserung ihrer Finanzen anfängt Pornos zu drehen. Ein Film, den ich sehr gerne sehen möchte und von dem ich schon sehr viel Gutes gehört habe. Leider werde ich da wohl verhindert sein. Sehr schade 🙁

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The Road – Kino 46, Do.-Sa. immer um 20:30 – post-apokalyptisches Drama um einen Vater (Viggo Mortensen), der mit seinem Sohn durch die zerstörte Landschaft zieht. Nach dem Roman von Cormac McCarthy. Regie führt John Hillcoat. Für die Musik ist Nick Cave zuständig.

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Sneak Preview – Schauburg, Mo., 21.03., 21:45

Buddy kommt! Autogrammstunde mit Bud Spencer im April

Von , 10. März 2011 10:52

Ich gebe zu, ich habe es am Anfang für einen Scherz gehalten. Bud Spencer besucht Deutschland, um seine Autobiographie „Mein Leben, meine Filme“ vorzustellen und tut dies in Berlin, Hamburg und… Bremen! Jawohl, auch ins kleine, bescheidene Bremen führt der Weg der großen Ikone des italienischen Unterhaltungsfilms. Als ich davon das erste Mal durch Onkel Joe vom Deliria-Italiano-Forum hörte, konnte ich es nicht wirklich glauben. Mittlerweile scheinen die Termine festzustehen und Herr Pedersoli (so sein bürgerlicher Name) wird am 15. April in einer der beiden Thalia-Buchhandlungen in der Innenstadt (ob Söge- oder Obernstr. weiß ich leider noch nicht) anwesend sein, um seine Buch zu signieren. Als Zeit stehen 17:00 und 18:00 Uhr im Raum.

UPDATE: Die Signierstunde findet im Thalia in der Obernstr. ab 16:00 Uhr statt.

Warum auch Bremen mit auf dem Programm steht, erklärt sich, wenn man weiß, dass „Buddy“auch auf der Gästeliste der Radio Bremen Talkshow „3nach9“ steht, die ebenfalls am 15.April ausgestrahlt wird.

Bud Spencer wurde 1929 als Carlo Pedersoli in Neapel geboren. Nach einigen Jobs, die ihn bis nach Südamerika führten, hatte er erste Erfolge als Schwimmer in der italienischen Olympia-Mannschaft. Er nahm an den Olympischen Spielen 1952 und 1956 teil. Nach seiner Sportkarriere wurde er Anfang der 60er Musikproduzent und komponierte auch zahlreiche italienische Schlager.
Die große Wende im Leben des Herrn Pedersoli kam 1967. In diesem Jahr wurde er von einem Bekannten, dem Regisseur Giuseppe Colizzi, angeheuert um in dem Italo-Western „Gott vergibt.. wir beide nie“ eine der beiden Hauptrollen zu spielen. Sein Partner in diesem Film: Terence Hill. Die Mischung funktionierte so gut, dass Colizzi noch drei weitere (damals noch weitgehend ernsthafte) Italo-Western mit den beiden drehte.


1970 übernahm dann der Regisseur Enzo Barboni das Duo und konzipierte um sie herum die beiden großen Spaß-Western-Klassiker „Die linke und die rechte Hand des Teufels“ und „Vier Fäuste für ein Halleluja„. Ab da war die Kombo Spencer/Hill endgültig etabliert und in der Folgezeit wurde noch zahllose Filme mit den beiden gedreht, die allerdings – das muss man gestehen – mit der Zeit immer schwächer wurden.

Bud Spencer war auch als Solo-Künstler erfolgreich. Zunächst in Nebenrollen in ernsthaften Filmen (z.B. dem Italo-Western „Heute ich… morgen Du“ oder Dario Argentos „Vier Fliegen auf grauem Samt„), dann später mit seiner „Plattfuß“-Serie oder Filmen wie „Sie nannten ihn Mücke„. In letzter Zeit hat Bud Spencer viel fürs Fernsehen gearbeitet und spielte die Hauptrolle in TV-Serien wie „Extralarge„, „Zwei Engel mit vier Fäusten“ oder aktuell „I delitti del cuoco“ (die noch nicht in Deutschland gelaufen ist).

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