Originalfassungen in Bremen: 01.07.- 07.07.10

Von , 30. Juni 2010 10:30

Da das Kino 46 im Juli seine Pforten für eine 4-wöchige Sommerpause schliesst, schrumpft auch die O-Ton-Liste wieder ein gutes Stück 🙁

Robin Hood – Cinemaxx, Do.-Mi.  jeweils um 16:30 – Läuft und läuft… “Prequel” zur bekannten Legende. Von Ridley Scott mit Russell Crowe und Cate Blanchett in den Hauptrollen in Szene gesetzt.

The Doors: When you’re strange – Schauburg, Do.-Mi., 19:45 & 21:30 – brandneue US-Doku über die legendäre Band und ihren Frontman, den „Lizard King“ Jim Morrison.

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 05.7., 21:45

Und das war’s schon? Ja, leider.

Rezension: „Shopping Girls“ (Galerianki)

Von , 29. Juni 2010 15:58

So und hier nun die gestern versprochene Review des polnischen Films „Galerianki

Gerade noch ins Kino geschafft. Die Befürchtung, dass eine eventuelle Verlängerung im Spiel Deutschland gegen England meine Kinopläne über den Haufen wirft, haben unsere Jungs ja auf recht beeindruckende Art und Weise „weggemüllert“. Also nach dem Schlusspfiff Frauchen an die Hand genommen und schnell rüber zum Kino 46, wo der Film im Rahmen der Reihe „Filmland Polen“ lief.

Auf dem Weg noch etwas WM-Atmosphäre durch laut hupende Autokorsos auf der Waller Heerstr. getankt und Punkt 18:00 an der Kasse gestanden. Zu meiner großen Verwunderung war der Film recht gut besucht. Im Anbetracht der Umstände hatte ich erwartet, dass sich gerade mal eine Handvoll Interessierter (vorwiegend weiblicher und polnischer Natur) einfinden würden. Weit gefehlt. Das Publikum war sehr homogen und im Gegensatz zu vorherigen Aufführungen nur vergleichsweise wenig polnisch sprechende Zuschauer auszumachen.

„Galerianki“ handelt von minderjährigen Mädchen, die sich vorzugsweise in großen Shopping Centern aufhalten, um dort ältere Männer anzusprechen und sich von diesen für sexuelle Gefälligkeiten teure Klamotten und andere Statussymbole kaufen zu lassen. Der Film entfachte in seinem Heimatland einen ziemlichen Skandal, da er ein bis dahin zwar existierendes, aber tot geschwiegenes Problem aufgriff. Beim Polnischen Filmfest in Gdynia wurde Regisseurin Katarzyna Roslaniec dann mit dem Preis für den besten Debütfilm ausgezeichnet.

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Nachbetrachtung: Der Stummfilmabend am 25.6. im Kino 46

Von , 28. Juni 2010 20:07

Eigentlich sollte der folgende Text Teil eines neuen „Filmtagebuch“-Eintrags werden. Zusammen mit einer Review des Films „Shopping Girls“. Aber jetzt ist er so lang geworden, dass ich a) keine Zeit mehr für die „Shopping Girls“ habe und b) er es eigentlich wert ist, einen eigenständigen Artikel zu bilden.

Am vergangenen Freitag gab es einen Stummfilmabend im Kino 46. Das Kino war leider nicht voll. Aber das war klar, bei diesen Temperaturen und vor dem Hintergrund, dass gleichzeitig bei der WM Chile gegen Spanien spielte. Trotzdem war die Veranstaltung recht ordentlich besucht, wobei ein Großteil der Zuschauer sicherlich Verwandte und Freunde der vortragenden Musiker waren.

Zunächst gab der Organisator des Abends, Ezzat Nashashibi, eine, wie ich finde, zu kurz geratene Einführung. Was ich schmerzlich vermisste waren Hintergrundinformationen zu dem Unikurs, dessen Abschluss der Abend war (etwas, was ich nur wusste, weil ich mich vorher im Netz informiert hatte), was genau Ziel des Kurses war, eine etwas ausführlichere Vorstellung der Vortragenden und ihrer Rolle, wie es zu der Idee zu dem Event kam. Da die jungen Studenten selber auch etwas mundfaul waren, erfuhr man auch hier nichts weiter über sie selber, ihre musikalischen Wurzeln und weshalb sie überhaupt an diesem Abend auftraten. Auch wäre es sehr schön gewesen, wenn man zumindest erfahren hätte, wieso sie gerade diese Filme vertont haben. War das vorgegeben oder eine persönliche Auswahl? Besonders frustrierend war dies bei dem vorzüglichen Gitarrenduo, welches „The Tramp“ begleitete. Hier kam lediglich der lapidare Hinweis, dass die beiden nicht zum Kurs gehörten und durch Zufall dabei waren. Auch hier wäre etwas mehr Information sehr nett gewesen.

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R.I.P: Frank Giering

Von , 27. Juni 2010 13:29

Und wieder einmal ist ein hochtalentierter Schauspieler von uns gegangen. Am Donnerstag verstarb Frank Giering, welcher mir vor allem für seine unheimliche (im wahrsten Sinne des Wortes) Leistung in Michael Hanekes „Funny Games“ in Erinnerung geblieben ist. Leider wurde sein Talent in zu vielen unbedeutenden TV-Rollen verschwendet.

In einem anderen Forum habe ich dieses sehr schönes Musikvideo mit Frank Giering gefunden, welches hier als Nachruf fungieren soll.

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Originalfassungen in Bremen: 24.06.- 30.06.10

Von , 23. Juni 2010 13:47

Wieder so eine „copy&paste“-Woche. Na ja, dann wird halt weiter WM geguckt.

Obwohl zwei Kino-Pflichttermin habe ich trotzdem: Auf den Stummfilmabend am Freitag im Kino 46 habe ich ja in dem Artikel unten aufmerksam gemacht und am Sonntag läuft im Rahmen des „Filmland Polen„-Festivals der Film „Shopping Girls„, den ich auch unbedingt sehen möchte. Los geht’s um 18:00, was gar nicht schlecht ist, denn sollten „unsere Jungs“ heute Abend den Gruppensieg schaffen, dann spielen sie zwar auch am Sonntag, aber dies schon um 16:00 Uhr. Das würde doch gerade so passen… es sei denn, es geht in die Verlängerung – dann habe ich einen ziemlichen Gewissenskonflikt 🙁

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Und wie ich gerade sehe… der große Grüne kehrt auch zurück. Nein, nicht Godzilla! Neee… auch nicht der Hulk. Der netteste Oger von allen ist wieder da!

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Tipp: Stummfilmabend am Freitag – Live begleitet durch Bremer Musikstudenten

Von , 22. Juni 2010 14:46

Hier eine Veranstaltungsankündigung, die mir sehr am Herzen liegt. Als bekennender Stummfilm-Liebhaber und Freund ungewöhnlicher Experimente, habe ich mir den kommenden Freitag, 25.6., schon fett rot im Kalender markiert.

Dann nämlich, um 20:30 Uhr, werden im Kino 46 kürzere Stummfilme der unterschiedlichsten Color (von Avantgarde bis Slapstick) gezeigt und von Studenten (männlich & weiblich) der Universität Bremen live begleitet und musikalisch interpretiert.

Studentinnen und Studenten der Uni Bremen begleiten kurze Stummfilmklassiker wie Slapstickfilme von und mit Charlie Chaplin, Karl Valentin und Charlie Chase sowie erste moderne Spielfilme, die David W. Griffith um 1910 gedreht hat. Abstrakte Studien von Hans Richter, Walter Ruttmann und Fernand Léger aus den 1920er Jahren runden das vielfältige Programm ab. Die hier präsentierte Zusammenstellung bildet den Abschluss eines Semesterkurses, in dem die Studenten den Einfluss von Musik auf die Rezeption von Bildern erproben sollten. Wie lassen sich Räume, Affekte, Orte, Bewegungen und Charaktere musikalisch darstellen, karikieren oder kommentieren? Wie lässt sich eine von der Filmhandlung unabhängige Ebene erschaffen?

In Kooperation mit der Universität Bremen/Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik.

Quelle: kino46.de

Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf diese Veranstaltung und hoffe, dass sie gut besucht sein wird. Die Leitung des Abends hat Ezzat Nashashibi.

Originalfassungen in Bremen: 17.06.- 23.06.10

Von , 17. Juni 2010 13:05

Same procedure as last week 🙁

Das Sommerloch lässt grüßen.

Zumindest gibt es im Kino 46 einen der absoluten Kult-Filme der 90er Jahre zu sehen.

Für Menschen, die chronisch keine Zeit haben, hier die „Kurzfassung“ 😉

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Filmwettbewerb: „meinbremen.tv“

Von , 16. Juni 2010 15:50

Wer die Filmwelt einmal quasi von der anderen Seite der Leinwand aus erleben möchte, hat jetzt gerade aufgrund einer gemeinsamen Aktion der Bremer Wirtschaftsförderungsgesellschaft und des Bremer Marketing Förderverein die Gelegenheit dazu.

Die beiden haben das Projekt „meinbremen.tv“ gestartet.

Worum geht’s?

„Bremer und Bremerinnen können dort bis zum 8. Juli Ideen und Vorschläge für ein Video einreichen, das zeigen soll, was Bremen besonders zu bieten hat. Das kann ein ungewöhnlicher Job sein, ein spezielles Unternehmen, ein interessantes Hobby, außergewöhnliche Gäste oder auch ein abenteuerliches Engagement in der Stadt. Die Ideen können als Brief, per E-Mail oder auch schon als Video eingereicht werden.

Die 10 besten Ideen werden von einer Jury ausgewählt. Anschließend wird der Video Produzenten Jens Neumann gemeinsam mit den Finalisten  ein Konzept erstellen, ein Storyboard und ein Drehplan schreiben und den Film produzieren.

Diese werden dann auf „meinbremen.tv“ veröffentlicht und zur Abstimmung gestellt.

Der 1. Preis ist eine Reise für zwei Personen nach Berlin (mit zwei Übernachtungen) zur Berlinale im Februar 2011. Der Preisträger und seine Begleitung werden Gäste des Nordmedia-Empfangs sein, auf dem auch das Sieger-Video gezeigt wird.“

Quelle: citybeat.de

Für Filmfreunde, die einmal aktiv etwas gestalten wollen, ist das eine tolle Sache.

Ich überlege selber, ob ich da nicht mitmache. So ein wenig Filmerfahrung habe ich ja und ich würde liebend gerne mal wieder etwas in dieser Richtung machen. Allein, es fehlen das Equipment und die helfenden Hände. Ein Konzept hätte ich allerdings schon in der Schreibtischschublade liegen. Na ja, mal gucken – zur Not kann man ja auch Drehbuchentwürfe einschicken. Wenn jemand Lust hätte etwas Kleines zu drehen, dann bitte bei mir melden. Eine Kamera könnte man sich zur Not ja auch über radioweser.tv ausleihen.

Mehr Infos zu dem „meinbremen.tv“-Projekt gibt es HIER.

Das Filmtagebuch – Folge V – Marx und die Drachen

Von , 15. Juni 2010 15:12

Da sich im Bremer Kinoumfeld momentan nicht viel tut (der kommende Sommer und die WM sind daran wohl nicht ganz schuldlos), wollte ich diese – von mir in letzter Zeit etwas vernachlässigte – Kolumne wieder mit etwas Leben füllen.

Natürlich habe ich in den letzten Wochen wieder viel angeschaut, auch wenn es nur vom Sofa aus war. D.h., am Samstag hat es mich ganz spontan ins Kino gezogen. Und zwar war ich nach 5 Jahren Pause mal wieder im Cinestar. Ich muss es schon sagen: Ein sehr schönes, sehr sauberes Kino. Für Mainstream-Filme mit deutscher Synchronisation werde ich es mal im Auge behalten, auch wenn meine Vorlieben generell ja woanders liegen.

Nach einem kurzen Einkaufsbummel durch die Waterfront hatte ich die Idee, dass man sich doch noch gut den Film „Drachenzähmen leicht gemacht“ anschauen könne.

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Originalfassungen in Bremen: 10.06.- 16.06.10

Von , 9. Juni 2010 15:17

Ist das schon das Sommerloch? Wer gerne Filme im Original sehen möchte, wird in dieser Woche wahrlich nicht verwöhnt. Ich glaube, so wenig wie diesmal, hatte ich bisher noch nie zu berichten. Nun gut, angesichts des in Kürze bevorstehenden, vierwöchigen Großereignisses, gehen die Kinos wohl eh in Ruhestellung. Erste Vorboten – im Cinemaxx läuft „Sex and the City 2“ für die Damen – die Herren hocken Zuhause oder in der Kneipe vorm Fernseher. Die Welt kann doch so einfach sein… 😉

Sex in the City 2 – Cinemaxx, Do., Sa., Mo., Die., Mi. jeweils um 19:40 – Not my cup of tea…

Double Feature: Sex in the City 1+2 – Cinemaxx, Fr., 11.06., 20:00 Uhr & So., 13.06., 14:30 Uhr – Auch, und erst recht, nicht im Doppelpack.

Das Lied von den zwei Pferden – Schauburg, Do.-Mi., jeweils 16:00 – Klingt nach einer Mischung aus Dokumentation und Spielfilm. Ein mongolischer Sänger kehrt auf der Suche nach einem verschollenen Lied in seine Heimat zurück. Regisseur Byambasuren Davaa wurde bei uns durch die beiden sehr erfolgreichen Filme “Die Geschichte vom weinendem Kamel” und “Höhle des gelben Hundes” bekannt. “Das Lied von den zwei Pferden” scheint an das Muster der Vorgänger nahtlos anzuknüpfen.

Shutter Island – Kino 46, Do.-Mi. um 20:30, außer: So. um 18:00, Mo. keine Vorstellung – Scorseses neuster Film. Wieder mit Leonardo di Caprio. Ein düsterer Thriller, der als Hommage an den Film Noir und die Produktionen von Val Newton angelegt ist. Mir gefiel er recht gut, auch wenn er Meilen von Scorseses früheren Meisterwerken entfernt ist. Immerhin ist er besser als seine letzten Filme. Was drüber geschrieben habe ich: Hier.

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 14.6., 21:45

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