Restaurierte „Metropolis“-Fassung hat am 12.2.2010 Premiere

Von , 30. Oktober 2009 16:34

metropolis2Im Mai hatte ich ja schon kurz einmal von den Restaurierungsarbeiten zu Fritz Langs „Metropolis“ berichtet.

Mittlerweile gibt es ein offizielles Aufführungsdatum: Am 12. Februar wird der Film zeitgleich auf der Berlinale im Friedrichstadtpalast und in der Alten Oper in Frankfurt mit jeweils großem Orchester aufgeführt. In Berlin spielt das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und in Frankfurt das Staatsorchester Braunschweig die Originalpartitur von Gottfried Huppertz.

Wie berichtet sind, bis vor kurzen noch als verschollen geltende, 30 Minuten der Uraufführungsversion in Argentinien aufgetaucht. Diese wurden von der Murnau-Stiftung restauriert und in die bisher bekannte längste Fassung des Filmes eingefügt. Damit ist die neue Fassung dann fast so lang, wie die legendäre Uraufführungsfassung, von der man glaubte, dass sie für immer verloren gegangen sei.

Besonders spannend finde ich die Frage, ob diese Version eventuell auch bundesweit in die Kinos kommt. Ich würde es mir sehr wünschen, auch wenn natürlich nicht in jedem Kino dann ein großes Orchester spielen kann. Aber mit einer neu eingespielten Original-Filmmusik? Warum nicht?

Wer noch mehr über die Restaurierung und die geplanten Aufführungen nachlesen möchte, kann dies u.a. hier tun:

Spiegel Online

Welt Online

Berliner Morgenpost

Programmänderung im Kino 46, Samstag 31.12.

Von , 30. Oktober 2009 12:19

Gerade erreicht mich die Info, dass es im Kino 46 morgen eine kurzfristige Programmänderung geben wird. Wer sich auf den Film „Postcapital Archive“ gefreut hat, kommt zwar imemr noch in den Genuss, aber nur in einer stark gekürzten Fassung. Somit läuft der Film nur als Vorfilm und neu ins Programm genommen wurde „Drei Stern Rot„.

 Aus technischen Gründen kann der für Sa. 31.10. angekündigte Film
»Postcapital Archive« nur in einer 12-minütigen Version gezeigt werden.
Im Anschluss läuft dann als Preview der Film »Drei Stern Rot« von Olaf
Kaiser. Er ist der bisher einzige Film, der einen Blick auf die ehemaligen
Grenzsoldaten der DDR zeigt.

Erzählt wird die Geschichte eines Mannes, der bei den Dreharbeiten zu
einem deutsch-deutschen Spielfilm als Statist eingesetzt wird. Als er in
dem Hauptdarsteller den Mann zu erkennen glaubt, der ihn seit der
Kindheit in der DDR immer wieder drangsaliert hat, will er ihn umbringen.
Und jetzt, Jahre später, verschmelzen bei ihm Wahn und Wirklichkeit zu
einer erschreckenden Geschichte zerschlagener Hoffnungen, enttäuschter
Liebe und unverblümten Rachedurst.

Andrea Dittgen schrieb im film-dienst: »…einer jener seltenen, wirklich
nachdenklich stimmenden Filme über die deutsch-deutsche Vergangenheit und ihren Bezug zur Gegenwart.«

Quelle: Kino 46 Newsletter

Internet-Tipp: „Regina Filmtheater 1957-1983“

Von , 28. Oktober 2009 16:40

Bremer meiner Generation (also die in den späten 60ern/frühen 70ern geborenen) erinnern sich sicherlich noch an das Regina Kino in Utbremen. Das Regina hatte damals die größte Leinwand Bremens und zeigte neben aktuellen Filmen auch noch Klassiker des Breitwandkinos, wie z.B. „Die 10 Gebote“ oder „Lawrence von Arabien„. Das Kino schloss 1983 und heute ist dem ehemaligen Kinogebäude ein Penny untergebracht. The times, they are a-changin‘.

Ich habe hier im Blog schon einmal meine persönlichen Erinnerungen an das „Regina“ niedergeschrieben. Leider habe ich es aber bis heute versäumt, auf eine ganz fantastische Webseite über das Regina hinzuweisen. Dort findet man eine absolut vorbildliche Arbeit, welche man im Bremer Staatsarchiv auch in Buchform einsehen kann. Hier findet man wirklich ALLES, was es über das Regina zu berichten gibt. Anekdoten, technische Details, Bilder und vor allem Listen mit ALLEN Filmvorführungen. Also reichlich Material für tagelanges, nostalgisches Stöbern.

PS: Auf der Seite findet man übrigens auch die damalige Kinoanzeigen für „Das Imperium schlägt zurück„, welche beweist, dass der Film damals tatsächlich erst ab 12 Jahre freigeben war. Was mir einige ja nicht geglaubt haben 🙂

Heute im Atlantis: Französische Sneak

Von , 28. Oktober 2009 16:04

Kurzer Hinweis: Heute läuft um 21:00 Uhr im Atlantis in der Böttcherstr. – wie an jedem letzten Mittwoch des Monats – wieder eine französischsprachige Sneak Preview (mit Untertiteln).

Originalfassungen in Bremen: 29.10.- 04.11.09

Von , 28. Oktober 2009 15:59

Nach einer zweiwöchigen Zwangspause (viel zu viel zu tun) komme ich endlich wieder dazu, die Originalfassungen der kommenden Wochen in Bremen Filmtheatern zusammenzustellen. Erschreckend, wie wenig O-Fassungen zu sehen sind. Außer dem Kino 46 zeigt in dieser Woche eigentlich niemand etwas. Insbesondere das Cinemaxx hält sich extrem zurück. Dafür gibt es auch (durchaus verständliche) Gründe, die ich vielleicht einmal an anderer Stelle hier im Forum vorlegen kann – ich warte da eigentlich nur noch auf das OK.

Flags Of Our Fathers – Kino 46, So.+ Die., 18:00 – erster Teil eines Filmduos, die die Kämpfe im Atlantik, zwischen Amerikaner und Japaner, während des 2. Weltkrieges, von beiden Seiten aus betrachtet. „Flags“ zeigt dabei die Sicht der Amerikaner. Regie führte bei beiden Filmen Clint Eastwood.

Letters From Iwo Jima – Kino 46, So.+Die., 18:00 – zweiter Teil eines Filmduos, die die Kämpfe im Atlantik, zwischen Amerikaner und Japaner, während des 2. Weltkrieges, von beiden Seiten aus betrachtet. „Letters“ zeigt dabei die Sicht der Japaner. Regie führte bei beiden Filmen Clint Eastwood.

Million Dollar Baby – Kino 46, Do., 20:30 + Sa., 18:00 – Clint Eastwoods Meisterwerk über das Schicksal einer Boxerin. Der Film bekam des Oscar für den besten Film 2004, für Clint Eastwood gab’s den Regie-Oscar, für Hillary Swank den Oscar für die beste weibliche Hauptrolle und für Morgan Freeman des Oscar für die beste männliche Nebenrolle.

Die Päpstin – Cinemaxx, Do.-Mi., 16:20 – Wenn ein nominell deutscher Film auf Englisch gedreht wird, dann kann es auch von solch einem Vehikel eine englische Originalfassung geben. Unglaublich, aber wahr. Wenn man den Kritiken glauben darf, ziemlich misslungene Bestseller-Verfilmung.

Postcaptial Archiv – Kino 46, So. 01.11., 20:30 – spanischer Dokumentarfilm, der anhand von Film-, TV- und Internetclips die gesellschaftlichen Veränderungen von 1989 bis zum 11.9.2001 dokumentiert.

Die Sammler und die Sammlerin – Kino 46, – Dokumentation von Agnès Varda über arme Menschen in Frankreich, die von anderen weggeworfene Dinge sammeln und wieder verwenden.

Sneak Preview – Schauburg, Mo., 02.11., 21:45

Internet-Tipp: Alte US-Serials auf archive.org

Von , 25. Oktober 2009 16:21

Auf achive.org kann man eine Liste mit alten US-Serials aus den 30er, 40er und 50er Jahren finden, die alle mittlerweile „Public Domain“ sind (die Urheberrechte sind also abgelaufen) und die man sich dort als Stream anschauen oder als Datei auf den Rechner laden kann.

Unter diesen Serials (billig produzierte Fortsetzungsfilme, die in der Regel um die zwölf halbstündige Kapitel hatten) findet man solche Kracher wie „The Phantom Creeps“ mit Bela Lugosi, „Zorro Rides Again“ und „Zorro’s Black Whip“ (liefen beide mal als „Western von gestern“ im ZDF Vorabendprogramm), „The Green Hornet„, „Flash Gordon Conquers the Universe„, „Radar Men from the Moon“ und, und, und…

Netzfundstücke II

Von , 24. Oktober 2009 16:10

Momentan kneift es mich wieder, was freie Zeit für den Blog angeht.

Nichtsdestotrotz möchte ich dieses geniale Netzfundstück niemanden vorenthalten.

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TV-TIPP: Jacques Rivettes „Die Herzogin von Langeais“

Von , 14. Oktober 2009 10:32

ARTE zeigt heute Abend zu später Stunde (23:15 Uhr) den Film „Die Herzogin von Langeais“ von Altmeister Jacques Rivettes. Da man Rivettes Filme in Deutschland nicht so häufig zu sehen bekommt und sein Werk auch auf DVD bisher eher unterrepräsentiert ist (bis auf zwei Boxen mit einigen wenigen, ausgewählten Filmen), wollte ich an dieser Stelle ausdrücklich auf dieses TV-Highlight hinweisen.

Als der französische General Armand de Montriveau die verheiratete Antoinette, Herzogin von Langeais, kennenlernt, ist er wie verzaubert von der selbstbewussten Schönheit. Begeisterung, die bald in Besessenheit umschlägt, weil die Adelige sich ihm immer wieder verweigert. Doch dann: ein Skandal, eine Entführung, ein Ultimatum, und plötzlich ist Antoinette spurlos verschwunden. Armand setzt alles daran, seine Geliebte wiederzufinden. Fünf Jahre später wird er fündig: In einem Kloster auf einer spanischen Insel erkennt er in Schwester Theresa die Frau, die ihm so brutal den Verstand raubte. Drama mit dem im letzten Jahr verstorbenen Guillaume Depardieu in der Rolle des liebestrunkenen Generals.

Wer den Film heute verpassen sollte, hat noch am 22.10. um 0:20 Uhr oder am 30.10. um 14:45 Uhr die Gelegenheit ihn in der Wiederholung zu sehen.

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Atlantis/Schauburg: Cinema! Italia! 2009 (15. bis 22. Oktober)

Von , 9. Oktober 2009 15:11

cinemaitalia

Das Festival des italienischen Films tourt zum zwölften Mal durch Deutschland und macht zwischen dem 15. und 22. Oktober auch in Bremen halt. Gezeigt werden die sechs Festival-Filme im Atlantis und in der Schauburg.

Zu sehen sind:

Die Komödie „Ex“ von Fausto Brizzi

Der Mafiafilm „Ehrenmänner“ von Edoardo Winspeare

Das Thriller-Drama „Giulia geht abends nie aus“ von Giuseppe Piccioni

Das Drama vor dem Hintergrund des faschistischen Italiens „Giovannas Vater“ von Pupi Avati

Der Mystery-Thriller „Das Mädchen vom See“ von Andrea Molaioli

Und noch eine Komödie: „Wir schaffen das schon“ von Giulio Manfredonia

Ich bin ja am Meisten auf den Film „Giovannas Vater“ gespannt, den Pupi Avati inszenierte. Avati ist berühmt für seinen Grusel-Giallo „La casa dalle finestre che ridono“ (The house with the laughing windows“, 1976) und den mysteriösen „Zeder“ („Revenge of the Dead“/“Zeder – Denn Tote kehren wieder“,1983), in dem es um so genannte K-Zonen geht, in denen Toten wieder zum Leben erwachen. Aber dies nur nebenbei.

Mehr Infos zum Festival gibt es auf der Homepage von „Cinema! Italia! “ und auf der Seite der „Bremer Filmkunsttheater„. Dort habe ich auch schon ein Zeitplan gefunden.

Originalfassungen in Bremen: 09.10.- 14.10.09

Von , 9. Oktober 2009 12:17

Momentan habe ich beruflich so viel um die Ohren, dass ich gar nicht mit der Pflege des Blogs nachkomme. Daher gibt es diesmal den „O-Ton in Bremen“-Bericht mit zwei Tagen Verspätung. Sorry, aber ich kann da leider zur Zeit auch keine Besserung geloben…

Auf der Suche nach dem Gedächtnis – Cinema, So., 11.10., 16:00 – Noch einmal wird fleißig gesucht.

Der Herr der Ringe – Die Gefährten – Cinemaxx, Mi., 14.10., 19:30 – Auf der großen Leinwand gibt es ein Wiedersehen mit Frodo und seinen Freunden. Und das im O-Ton.

Der Texaner – Kino 46, Sa., 10.10., 20:30 – epischer Spätwestern von und mit Clint Eastwood.

Die Entführung der Pelham 1-2-3 – Cinemaxx, Fr., 9.10., 20:00 – Tony Scotts Remake eines bekannten Thrillers aus den 70er Jahren. Statt Walter Matthau und den großartigen, viel zu früh verstorbenen, Robert Shaw gibt’s im Update jetzt Denzel Washington und John Travolta.

Die nackte Wahrheit – Cinemaxx, Mo., 12.10., 20:00 – anspruchslose US-Komödie mit Gerald Butler und Katherine Heigl.

Die Strände der Agnés – Schauburg, Fr., 9.10., 17:00 – Agnés Vardas autobigraphischer Film geht in eine weitere Woche.

Erbarmungslos – Kino 46, Sa., 10.10., 18:00 – Oscarprämierter, finsterer „Anti-Western“ von und mit Clint Eastwood und einem fantastischen Gene Hackmann.

Gigante – Schauburg, Fr.-Mi., 17:15 & 21:00 – bei der diesjährigen Berlinale mehrfach ausgezeichnetes (u.a. mit dem Silbernen Bären) Drama aus Südamerika.

In der Hölle ist der Teufel los – Kino 46, So., 11.10., 20:30 – genial-anarchische Komödie mit surrealen Elementen von 1941. Der Film wirkt noch heute unglaublich modern und wie eine Blaupause für selbstreflektive Komödien, wie „Die Nackte Kanone“ u.ä.

Oben (3D) – Cinemaxx, Fr.-Mi, 17:15 – der neue, mit viel Lob überschüttete, Film des immer zuverlässigen Animationsstudios Pixar.

Sneak Preview – Schauburg, Mo., 12.10., 21:45

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