Originalfassungen in Bremen: 26.03.-01.04.09

Von , 26. März 2009 16:56

Geht es noch trauriger als letzte Woche? Ja, es geht. Lauter Filme die schon in der letzten – und teilweise auch schon vorletzten – Woche liefen und keine O-Fassung zur halbwegs normalen Zeiten im Cinemaxx. Ich hoffe sehr auf Besserung.

Blow Up – Kino 46, Do-Mi. (ausser Montag), 20:30 (So. 18:00) – das Highlight der aktuellen Woche. Der großartige Kult-Film von Michelangelo Antonioni.

Der rosarote Panther 2 – Mo., 30.3., 22:45 – Und nochmal. Der schlappe Panther wird nun in der dritten Woche durch den Kinosaal gejagt.

Drei Affen – nicht sehen – nichts hören – nichts sagen – Cinema Ostertor, Sa. 28.3.. 14:15 und So. 29.3., 15:45 – in der zweiten Woche: das preisgekröntes (Preis für die beste Regie in Cannes) türkisch/griechisch/bulgarisches Familendrama.

Issiz adam – Einsam – Cinemaxx, Do.-Mi. 22:45 – ebenfalls in der dritten Woche dabei: Ein türkisches Drama mit sehr guten Kritiken.

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 30.3., 21:45

Streik(t)raum – Atlantis, So. 29.23. 20:00 – französische Doku über die große Studenten-Demonstration in Paris 2006. Läuft im Rahmen des Festivals „ueber Macht„.

Watchmen – Cinemaxx, Fr. 27.3., 22:05 – Auch wie in der Vorwoche schon dabei: Die Verfilmung des Kult-Comics von Alan Moore durch Zack Snyder (300, Dawn of the Dead).

Nachbetrachtung: Eröffnung des Festivals „Filmland Polen“

Von , 24. März 2009 11:23

Am Freitag startete, wie angekündigt, das Filmfestival „Filmland Polen“ im Kino 46. Wie jedes Jahr wurde es auch diesmal wieder von dem Ehepaar Slmoka eröffnet. Und wie immer war es ein Genuss, den Beiden zuzuhören.

Diesmal ließen sie sich auch ausgiebig Zeit, um einige Besonderheiten des diesjährigen Festivals zu erläutern und noch einmal ausführlich darauf einzugehen, warum keine Gäste den Weg nach Bremen finden. Dies hatte Herr Slmoka ja hier im Forum schon einmal dargelegt. So traurig es ist, so ist es doch auch verständlich. Den Gästen muss schon etwas geboten werden, damit sie den weiten Weg nach Deutschland auf sich nehmen. Und da kann Hamburg doch gegenüber unserer kleine Heimatstadt doch deutlich punkten. Die Schlachte ist halt nicht die Reeperbahn, um es mal bewusst überspitzt auszudrücken. Ferner liegen die Termine in Bremen immer in der Woche, was eine Anfahrt der Gäste ebenfalls erschwert, den die meisten müssen ja in der Woche noch irgendwo drehen oder haben anderweitige Verpflichtungen.

Zudem sind die echten Stars mittlerweile nicht mehr auf Promo-Touren nach Deutschland angewiesen, um sich bekannt zu machen. Sie müssen also nicht mehr die Ochsentour durch die kleinen Kommunalkinos auf sich nehmen, sondern konzentrieren sich auf die großen Ereignisse, wie z.b. die Berlinale. Dies führt leider auch dazu, dass manch ein Gast plötzlich „Halsschmerzen“ bekommt und, obwohl das Ticket für Ihn schon gekauft ist, eine halbe Stunde vor Abflug doch noch absagt. Ähnlich war es diesmal mit Jerzy Skolimowski. Der sollte in Bremen präsentiert werden, damit auch Bremen mal in den Genuss eines prominenten Gastes kommt… und dann sagte er kurzfristig ab. Gut, ich möchte auch nicht wissen, was der als ausgesprochen exzentrisch verschriene Regisseur angesichts des knapp zu einem 1/5 gefüllten Kinos gesagt hätte.

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Originalfassungen in Bremen: 20.03.-25.03.09

Von , 20. März 2009 10:04

Wie gehabt, gibt es für die Freunde unverfälschten Filmgenusses in der Originalfassung nicht so viel Grund zur Freude. Zwei Filme haben wir bereits letzte Woche sehen können und viel mehr tut sich nicht. Wobei mit „Watchmen“ am Montag im Cinemaxx endlich mal wieder ein Kracher läuft.

Ansonsten sei auf das Kino 46 hingewiesen, wo heute das Festival „Filmland Polen“ mit einem Thriller von Jerzy Skolimowski eröffnet wird und das in der nächsten Woche (Do. und Fr., deshalb hier noch nicht aufgeführt) mit Antonionis „Blow Up“ noch einen absoluten Kult-Klassiker zeigt.

Der rosarote Panther 2 – Cinemaxx, Fr. 20.3., 23:00 und Sa. 21.3., 17:15 – wie in der letzten Woche: Fortsetzung des eh schon schwachen Remakes eines absoluten Kult-Klassikers. Mit Steve Martin in Peter Sellers‘ Paraderolle als Inspektor Clouseau.

Drei Affen – nicht sehen – nichts hören – nichts sagen – Cinema Ostertor, Do-Mi, unterschiedliche Zeiten – preisgekröntes (Preis für die beste Regie in Cannes) türkisch/griechisch/bulgarisches Familendrama.

Französische Sneak Preview – Atlantis, Mi., 25.3., 21:00

Issiz adam – Einsam – Cinemaxx, Do.-Mi. 22:20 – türkisches Drama mit sehr guten Kritiken.

Vier Nächte mit Anna – Kino 46, Fr. 20.3., 19:00 – Polnischer Thriller von Jerzy Skolimowski. Eröffnungsfilm des Festivals „Filmland Polen“. Siehe auch hier und hier.

Watchmen – Cinemaxx, Mo. 23.3., 20:30 – Verfilmung des Kult-Comics von Alan Moore durch Zack Snyder (300, Dawn of the Dead).

Festival „Filmland Polen“ – das Programm

Von , 18. März 2009 13:39

Das Programm für das diesjährige Festival „Filmland Polen“ (welches auch in diesem Jahr wieder im Kino 46 zu sehen sein wird) steht nun endlich fest und wurde auf der Homepage des Festivals veröffentlicht.

Allerdings bin ich nach dem ersten Blick doch ziemlich enttäuscht. Statt aktuelle polnische Filme aus dem letzten Jahr zu zeigen, hat das Programm eher einen retrospektiven Charakter, wobei mir manche Entscheidungen schleierhaft sind. Warum z.B. „Sumurun“ von Ernst Lubitsch und „Die Fälschung“ von Volker Schlöndorff gezeigt werden, erschließt sich mir nicht wirklich. Erster ist eine rein deutsche Produktion und letzterer eine deutsch-französische Co-Produktion, die in Palästina spielt. Das im ersten Film Pola Negri eine der Hauptrollen und im Schlöndorff Film Jerzy Skolimowski eine Nebenrolle spielt, halte ich auch für ein an den Haaren herbeigezogenen Grund, denn ein weiteren Bezug zum „Filmland Polen“ gibt es bei beiden Filmen nicht. Das ist irgendwie so, als ob man im Rahmen eines polnischen Filmfestivals „Catch Me If You Can“ oder „Die Tauchglocke und der Schmetterling“ zeigt, nur weil bei denen der große Janusz Kaminski die Kamera geführt hat. Bis auf den Eröffnungsfilm werden auch keine weiteren aktuellen Produktionen präsentiert. (Anmerkung 24.03.: Bei der Veröffnungsveranstaltung im Kino 46 nahm die Veranstalterin, Frau Slomka, noch einmal Bezug auf das Programm und das – sehr ansprechende – Konzept dahinter wurde klar. Zudem steht jetzt auch das komplette Programm auf der Homepage des Festivals zur Ansicht bereit und ich habe HIER auch noch einmal ausführlich etwas darüber geschrieben.)

Auf dem zweiten Blick entdeckt man aber dann doch einige hochinteressante Perlen, wie den Stummfilm „Die Bestie“ von 1917 (ebenfall mit der Negri) oder zwei Dokumentarfilme von Maria Zmarz-Koczanowicz.

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Originalfassungen in Bremen: 12.03.-18.03.09

Von , 12. März 2009 16:56

Wie schon in der Vorwoche ist das Programm, was Originalfassungen angeht, in der aktuellen Woche eher enttäuschend. Das Cinemaxx zeigt zwei belanglose Komödien (von der eine bereits vor zwei Wochen in der Originalfassung lief!) zu zum Teil sehr unglücklichen Zeiten und die anderen Kinos zeigen entweder wieder gar nichts oder deutlich weniger als sonst im Original. Schade.

Das Familiengeheimnis – Kino 46, Di. 17.3., 20:30 – japanisches Krimi-/Ehedrama. Eintritt frei!!!!

Der rosarote Panther 2 – Cinemaxx, Sa. 14.3., 12:40 – Fortsetzung des eh schon schwachen Remakes eines absoluten Kult-Klassikers. Mit Steve Martin in Peter Sellers‘ Paraderolle als Inspektor Clouseau.

Er steht einfach nicht auf Dich – Cinemaxx, So. 15.3, 23:00 und Mo. 16.3., 19:50 – US-Mainstream-Komödie mit prominenter Besetzung. Lief aber schon vor zwei Wochen in der Originalfassung.

Issiz adam – Einsam – Cinemaxx, Do.-Mi. 17:30, 20:15 und 23:00 – türkisches Drama mit sehr guten Kritiken.

Manda Balla (Send a bullet) – Atlantis, Di. 17.3., 18:30 und Mi. 18.3., 11:15 – Dokumentarfilm über Korruption und Gewalt in Brasilien. Siehe auch hier.

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 16.3., 21:45

Filmfestival „ueber Macht“ in Bremen

Von , 12. März 2009 10:39

Auf Initiative der „Aktion Mensch“ entstand das Internetprojekt „Gesellschafter.de„, welches sich eine lebendige Diskussion über die Frage „In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?“ zum Ziel gesetzt hat. „Gesellschafter.de“ hat nun ein Filmfestival mit dem Namen „ueber Macht“ organisiert, welches noch bis zum Herbst kreuz und quer durch Deutschland tourt und 13 Dokumentar- filme zeigt, welche um das Themengebiet „Kontrolle, Regeln, Selbstbestimmung“ kreisen.

Vom 13. März bis 07. April ist das Festival im Atlantis in der Böttcherstrasse zu Gast.
Das Festival beginnt morgen um 18:30 Uhr mit dem Film „Ihr Name ist Sabine“ von der berühmten französischen Schauspielerin Sandrine Bonnaire, die hier ihre autistische Schwester Sabine portraitiert.

Weitere Highlights sind „Manda Balla – Send a Bullet“ vom Ex-Errol-Morris-Mitarbeiter Jason Kohn über Korruption und Gewalt in Brasilien, „Gesetzgeber“ von Frederick Wiseman über den Prozess der Erarbeitung und Verabschiedung neuer Gesetze in den USA und „Citizen Havel„, ein intimes Portrait des kürzlich verstorbenen Pavel Koutecký über den Schriftsteller und ersten Staatspräsidenten der Tschechischen Republik, Václav Havel, den er in den 10 Jahren seiner Amtszeit mit der Kamera begleiten dufte. Auf Wunsch Havels durfte der Film erst lange nach Ende seiner Amtszeit fertig gestellt werden.

Das komplette Programm findet man HIER.

Tipp: „Cargo – Film/Medien/Kultur“-Magazin

Von , 11. März 2009 16:14

In der Bahnhofsbuchhandlung bin ich zufällig über das neue Magazin „Cargo“ gestolpert, welches ich hier nachdrücklich empfehlen möchte.

„Cargo“ sieht nicht nur über den Tellerrand und erhält neben der Filmsektion auch Artikel über „benachbarte“ Künste wie Video-Installationen/Fotografie (Nadim Vardag; Bill Viola), Theater und TV, sondern hat auch einen ganz ausgezeichneten Internet-Auftritt, der alle Möglichkeiten des Mediums voll ausnutzt (Blog, weiterführende Links, Kurz-Essays, Videos usw.).

Zwar stimme der Meinung der Autoren in ihren sehr gut und anspruchsvoll geschriebenen Artikeln nicht immer zu, aber es ist sehr stimulierend, einen fundierten und gehaltvollen Artikel zu lesen, der eine Gegenposition zur eigenen Meinung einnimmt. Besser als oberflächliches Mitgejubel/-gebuhe. Aktuelle Filmbesprechungen gibt es im Heft übrigens kaum. Dafür Berichte über die Berlinale, eine langes Gespräch mit Thomas Harlan, Kolumnen, Buchbesprechungen und, und, und…

Wem der Preis von (gerechtfertigten, da SEHR viel Text und so gut wie keine Werbung) Euro 8,90 zu teuer ist, dem sei die Internet-Seite des Heftes ans Herz gelegt, durch die man sich wirklich stundenlang klicken kann.  Alles sehr gelungen und eine klare Kauf- und Surfempfehlung.

Bestätigt: „Kino 46“ zieht bald in der Schwankhalle

Von , 11. März 2009 10:34

Nun ist es also offiziell: Das Kino 46 zieht tatsächlich, wie befürchtet, in die Schwankhalle.

Heute berichtete der Weser Kurier:

Die Bremer Kultur profitiert vom Konjunkturprogramm der Bundesregierung. Wie Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) gestern in der Kulturdeputation sagte, soll der „Alte Saal“ der Schwankhalle für einen Einzug des Kino 46 hergerichtet werden.

Obwohl ich die Entscheidung vom ökonomischen Standpunkt aus nachvollziehen kann (es sollen Synergie-Effekte zwischen bestehenden kulturellen Einrichtungen genutzt werden und eine Art „Kulturzentrum“ geschaffen werden), bin ich doch schwer enttäuscht. Ursprünglich sollte das Kino 46 aus Walle wegziehen, um u.a. auch einen attraktiveren Standort in Nähe Zentrum zu finden. Davon ist jetzt gar nichts mehr übrig geblieben. Die Schwankhalle ist ebenso weit vom Zentrum entfernt, wie es die Waller Heerstr. 46 ist. Zudem ist die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln unter aller Kanone. In walle hatte man immerhin zwei Straßenbahnlinien (die 2 und die 10), die einen schnell Richtung Zentrum bringen konnten. Von der Schwankhalle (Haltestelle Geisenaustr.) fährt aber nur die 4 und zwischen 14:49 und 18:29 auch noch die 5. Na, super. Mit einer etwas besseren Verkehrsanbindung könnte ich ja versuchen mit dem neuen Standort zu leben. So ist es aber eine deutliche Verschlechterung. Vielleicht wäre der Schmerz nicht so groß, wenn nicht zuvor deutlich attraktivere – wenn auch letztendlich nicht realisierbare – Standorte (Stadtbibliothek, Weserburg..) zu Debatte gestanden hätten.

Originalfassungen in Bremen: 09.03.-11.03.09

Von , 9. März 2009 17:59

Leider bin ich zur Zeit beruflich so eingespannt, dass ich letzte Woche weder dazu gekommen bin etwas zu schreiben, noch das aktuelle O-Ton-Kinoprogramm in Bremen einzustellen.

Dieses war aber auch mehr als mau. Das Cinemaxx zeigt zwar gleich drei türkische Filme im Original mit deutschen Untertiteln, aber mit „Underworld 3“ lediglich einen für die breitere Öffentlichkeit interessanten Streifen. Dabei bietet das aktuelle (synchronisierte) Kinoprogramm mit „Der Vorleser“ und den „Watchmen“ zwei Produktionen, die sicherlich zugkräftiger als der dritte Aufguß der Vampire-gegen-Werwölfe-Sage wären.

Hier das Programm für die nächsten drei Tage:

Ayakta Kal – Cinemaxx, Mo.-Mi. , 15:30 Uhr – türkisches Drama mit einer unglaublich miesen imdb-Bewertung.

Recep Ivedik 2 – Cinemaxx, Mo.-Mi., 23:00 – die Fortsetzung der türkischen Erfolgskomödie.

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 9.3., 21:45

Underworld: Aufstand der Lykaner – Cinemaxx, Mo. 9.3., 21:00 Uhr – der dritte Teil der „Underworld“-Saga um den Kampf Vampire gegen Werwölfe liefert die Vorgeschichte zum 1. Teil.

Vali – Der Gouverneur – Cinemaxx, Mo.-Mi. 18:00 und 20:45 Uhr – türkisches Action-Drama.

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