Category: Allgemein

Das Bloggen der Anderen (20-03-17)

Von , 20. März 2017 19:27

bartonfink_type2– Da in der vergangenen Woche nicht allzu viel in der „Blogosphäre“ los war, möchte ich die freien Platz gleich mal nutzen, um mal wieder auf den schönen Blog Witte’s Wöchentliche Tipps hinzuweisen. Einmal, weil mir diese bunte Sammelsurium trotz (oder gerade wegen) einiger unterschiedlicher Ansichten sehr gefällt und dann, weil ich selber weiß, wie anstrengend es ist, eine wöchentliche Rubrik zu unterhalten.

Ein ähnliches Konzept, aber nicht ganz so regelmäßig, verfolgt auch Michael Scheck auf Hauptsache (Stumm)Film. Er bespricht einen Hauptfilm (diesmal „Der Tote lebt“ mit Robert Tylor und Lana Turner) und dann noch etwas kürzer aktuellere Filme.

– Normalerweise ist Nerdtalk ein reiner Podcast und fällt hier deshalb in der Regel raus. Diesmal hat Phil aber etwas schönes getextet und zwar sein Geständnis: „Ich bin ein Abspannsitzenbleiber“.

– Drei Jahre und insgesamt 150 Folgen lang hat Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de in einem großen „Special“ Animationsfilme vorgestellt. Nun ist er am Ende angekommen – was ich schade finde – und hat zum krönenden Abschluss noch einmal einen sehr tollen Tipp: Mamoru Oshiis „Angel’s Egg“, der ihn sehr. Sehr begeistert hat. Ein würdiger Abschluss der Reihe.

– Das Studio Ghibli hat seinen ersten Film in Kooperation mit einer europäischen Produktionsfirma fertiggestellt. Das Ergebnis, Die rote Schildkröte“ , nennt Matthias Holm auf Die Nacht der lebenden Texteeine wunderschöne Erfahrung“.

Ideologie in Filmen und ihre ganz unterschiedliche Deutung – darüber schreibt Lucas Barwenczik auf B-Roll am Beispiel von „Sie leben“ und „Fight Club“. Falk Straub macht sich über das sogenannte „white washing“ in Hollywoodfilmen (hier Scarlett Johansson spielt in „Ghost in the Shell“ eine in der Vorlage asiatische Figur) und die berechtigte/unberechtigte Kritik daran so seine Gedanken. Und Patrick Holzapfel schreibt über das Essen von Blumen im Film. Genau.

– Apropos „Ghost in the Shell“. Wer seine Erinnerungen an den Original-Film auffrischen möchte, der kann dies bei Schlombies Filmbesprechungen tun. Ferner ist Christian auch noch dabei, die Edgar-Wallace-Reihe abzuarbeiten und ist diesmal bei „Die Bande des Schreckens“ gelandet.

– Rainer Kienböck stellt auf Jugend ohne Film den presigekrönten, dreistündigen Dokumentarfilm „Hoop Dreams“ von 1994 vor.

– Ein anderer Dokumentarfilm, „I am not your negro“ von Raoul Peck, wird auf filmgazette von Wolfgang Nerlin ausdrücklich empfohlen.

Short Cuts Totale beschäftigt sich weiterhin mit Ingmar Bergmanns Frühwerk und geht sehr detailliert auf den 1948 entstanden „Hafenstadt“ ein.

– Udo Rotenberg untersucht die Wurzeln der „Commedia sexy all’italiana“ und schreibt auf L’amore in città über „Ich lass‘ mich nicht verführen“ den Dino Risi 1957 nach einem Drehbuch von Pasquale Festa Campanile, der später für das Genre noch sehr wichtig werden sollte.

– Seitdem sich Oliver Nöding von Facebook zurückgezogen hat und nicht mehr regelmäßig seine neusten Besprechungen auf Remember It for Later postet, ist er doch tatsächlich etwas aus meinem Blickfeld geraten. Und ich vermisse auch etwa meinen „täglichen Nöding“. Gut, dass seine Beiträge dann einmal die Woche in meinem Newsfeed-Reader auftauchen. Sonst hätte ich wahrscheinlich seine Texte über Roger Cormans „Bloody Mama“ und Michael Apteds „The Squeeze“ (gerade auf die „Muss-ich-gucken“-Liste gewandert) verpasst.

– Über Denis Villeneuves „The Arrival“ habe ich bisher nur immer zwei Meinungen gelesen: Großartig oder Murks. Funxton sortiert sich mit seiner Besprechung mehr oder weniger in der Mitte ein.

– „Tanz der Teufel“ ist wieder da und Sebastian von Nischenkino hat ihn sich im Kino angesehen. Ich sehe zwar vieles (auch nachdem ich ihn tatsächlich vor zwei Wochen noch einmal im Kino gesehen habe) zwar etwas anders als Sebastian (insbesondere „Man muss jedoch sagen, dass das Drehbuch keinen Pfifferling wert ist, denn der Film ist an manchen Stellen so behämmert dass man nur den Kopf schütteln kann“ möchte ich widersprechen), aber bei Fazit: „Raimi hat damals gezeigt, wie kreativ, unterhaltsam und gleichzeitig angsteinflößend ein low-budget Horrorfilm sein kann“ bin ich wieder ganz bei ihm.

News: 5. Favourites Film Festival vom 24.-28. Mai im Cinema Ostertor

Von , 16. März 2017 06:30

Das ist ja eine Überraschung. Nachdem das Favourites Film Festival nun schon vier Mal sehr erfolgreich im Kommunalkino City 46 lief, ziehen die beiden Festivalleiterinnen Anna Jurzik und Paula Syniawa für die fünften Ausgabe des beliebten Festivals um. Und zwar in das nicht minder sympathische Cinema Ostertor.

Die Beiden begründen ihre Entscheidung so: „Wir wollen nicht nur bewegende, internationale Festivalfilme nach Bremen bringen, es war von Anfang an eines unserer wichtigsten Ziele, einen einladenden Ort des Austauschs und der Kommunikation für Besucher mit unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen zu schaffen, die sich sonst vielleicht gar nicht treffen würden. Der Umzug ins Cinema im Ostertor entspricht unserem Wunsch, ein lebendiges Festivalzentrum zu schaffen“.

Dass das City 46 ihrer Meinung nach kein „einladender Ort des Austauschs und der Kommunikation“ ist, stimmt mich recht traurig. Ich habe dies zu meiner aktiven Zeit dort immer anders empfunden, war aber leider auch seit einem Jahr nicht mehr dort, da sich Kinobesuch und Familie nicht immer gut unter einen Hut bringen lassen. Zudem bin ich Ende letzten Jahres schweren Herzens und aus rein finanziellen Gründen (vorläufig) aus dem Förderverein ausgetreten und daher nicht mehr „nah dran“. Der Kommentar der beiden Festivalleiterinnen erfüllt mich aber gerade mit großer Sorge.

Aber genug davon, wenden wir uns wieder dem Favourites Film Festival zu, welches dann vom 24. bis zum 28. Mai 2017 im Cinema Ostertor stattfindet.

Intern: Blogroll aufgeräumt

Von , 15. März 2017 20:19

Lange habe ich es vor mir hergeschoben, denn ebenso lange war es mir ein Dorn im Auge.

Nach bestimmt drei Jahren (aus dem Bauch heraus geschätzt) habe ich endlich mal meine Blogroll, also die Liste mit Links zu anderen Internetseiten dort rechts, aufgeräumt.

Erst einmal habe ich alles gelöscht, was tot war. Und war dabei selber sehr überrascht, wie viele meiner alten Favoriten mittlerweile nicht mehr existieren oder nur noch ein digitales Geisterleben führen.  Da erfüllt es mich schon mit etwas Stolz, dass ich diesen Blog im Alleingang seit nunmehr 9 Jahren am Leben halte. In guten, wie in schlechten Zeiten.

Falls sich jemand vermisst und denkt: „Hey, warum bin ich da plötzlich verschwunden? Mein Blog lebt doch noch!“ oder „Wieso stehe ich da nicht, wenn mein Blog doch immer beim Bloggen der Andren verlinkt wird?!?“ oder „Ich hätte da einen super Tipp für Dich!“ – dann mir bitte gerne eine Nachricht zukommen lassen.

News: Nach 41 Jahren wird Orson Welles‘ letzter Film „The Other Side of the Wind“ von Netflix fertiggestellt

Von , 15. März 2017 11:30

Vor einigen Jahren sah ich den wunderbaren Dokumentarfilm „Orson Welles: The One Man Band“, welcher sich mit dem  Leben und Werk von Orson Welles befasste. Dieses wunderbare Kleinod befand sich auf der deutschen DVD von Welles‘ brillantem „F wie Fälschung“. Zu sehen gab es unter anderem Ausschnitte aus Welles‘ vielen unvollendeten Werken. Darunter waren auch viele Szenen aus seinem letzten Film „The Other Side of the Wind“, den er zwar abgedreht, aber niemals fertiggestellt hatte. Und – Junge, Junge – das war etwas. Die außergewöhnlichen Bilder versprachen ein visionäres Meisterwerk. Aber, ob das Versprechen eingelöst worden wäre – das konnte niemand sagen. Denn die Filmrolle lagerten irgendwo. Darauf wartend, dass sich jemand ihrer annimmt.

In der Zwischenzeit gab es immer mal wieder Gerüchte, dass der Film des 1985 verstorbenen Welles doch noch fertig gestellt wird. Einmal wollte Welles Freund Peter Bogdanovic (der bei „The Other Side of the Wind“ neben der anderen Regielegende John Huston die Hauptrolle spielt) sich des Werkes annehmen. Vor zwei Jahren gab es eine Crowd-Funding-Aktion, bei der $400,000 für die Fertigstellung des Filmes zusammenkamen. Und nun endlich tut sich etwas. Spiegel Online berichtete, dass der Streaming-Dienst Netflix die weltweiten Rechte an dem Film gekauft hat und das unvollendete Werk nun fertigstellen wird. Die 1083 Filmrollen mit Material seien schon in Los Angeles eingetroffen. Wer nun befürchtet, der Film würde nur zum Streaming zur Verfügung gestellt werden, für den gibt es eine wundervolle Nachricht: Scheinbar plant Netflix auch Kinovorführungen. Das wäre für mich ein Traum, der wahr wird. Ich bin sehr freudig gespannt.

Geschrieben wurde „The Other Side of the Wind“ von Welles und der kroatischen Schauspielerin Oja Kodar, die er 161 bei den Dreharbeiten von „Der Prozess“ traf und die bis an sein Lebensende eine Liebesbeziehung verband. Oja Kodar spielt auch eine der Hauptrollen in „The Other Side of the Wind“ und ist auch in Welles‘ Film „F für Fälschung“ eine der Hauptfiguren. Gedreht wurde unter widrigen Umständen zwischen 1970 und 1976. An der Kamera stand Gary Graver, der unter dem Pseudonym Robert McCallum unzählige Klassiker des amerikanischen Pornofilms drehte.

„The Other Side of the Wind“ ist – laut Wikipedia – “a satire of both the passing of Classic Hollywood and the avant-garde filmmakers of the New Hollywood of the 1970s. The film was shot in an unconventional mockumentary style in both color and black-and-white, and it incorporated a film-within-a-film that spoofed the work of Michelangelo Antonioni.” Er handelt von dem altem Regisseur Jake Hannaford, der einen Tag nach seinem 70sten Geburtstag stirbt. Der Film erzählt von der rauschenden Geburtstagsparty in der Nacht vor seinem Tod und von dem gewagten Film-im-Film „The Other Side of the Wind“, welcher Hannafords Comeback werden sollte.

Das Netflix-Projekt wird vom  Produzenten Frank Marshall geleitet, der damals auch an dem Film mitgearbeitet hatte. Das Material muss noch fertig geschnitten werden, es fehlt die komplette Filmmusik sowie die gesamte Postproduktion. Marshall und sein Team wollen sich dabei an persönlichen Notizen von Welles orientieren. Wann „The Other Side of the Wind“ endlich fertiggestellt wird ist noch offen. Eine Deadline gibt es nicht. Laut Netflix-Manager Ted Sarandos darf sich das Team so viel Zeit nehmen wie nötig. Auch eine gute Nachricht.

Das Bloggen der Anderen (13-03-17)

Von , 13. März 2017 17:42

bartonfink_type2– Nachdem die letzte Woche leider krankheitsbedingt ausfallen musste, widme ich mich in dieser Woche umso lieber meinen Bloggerkollegen. Zum Auftakt Claudia Siefen, die auf Jugend ohne Film einen sehr schönen Aufsatz über das Yakuza-Kino geschrieben hat.

– Sascha Schmidt weist auf Okaeri auf die ersten Highlights der diesjährigen Nippon Connection hin.

– Was es demnächst Neues aus Hollywood gibt, das weiß Der Kinogänger.

– Sven Safarow berichtet auf Safarow schreibt über zwei Interviews, die er kürzlich führen durfte. Darunter das legendäre in „Revolver“ veröffentlichte „Cinephile“-Gespräch.

– Ein sehr schönes Interview hat auch Werner Herzog gegeben. Sascha Brittner verlinkt darauf auf PewPewPew.

– Anna Wollner hat Barry Jenkins – dessen „Moonlight“ ja den Oscar gewonnen hat – ein Interview für B-Roll geführt. Eine gute Gelegenheit für Lucas Barwenczik, noch einmal Jenkins bisherige Karriere unter die Lupe zu nehmen.

– Flo Lieb von symparanekronemoi, kann „Moonlight“ nicht allzu viel abgewinnen. Im wird „das Besondere“ an dem Film nicht klar.

– Michael Sennhauser schreibt auf Sennhausers Filmblog über den Filmkritiker im Wandel der Zeit und seinen eigenen Weg ins Netz.

– Christian Genzel lässt das Thema Sylvia Kristal nicht los. Diesmal hat er auf Wilsons Dachboden den Film „Erste Klasse“ von Salvatore Samperi wiederentdeckt.

– Was für ein Zufall. Gestern hatte ich erst die DVD von „The Night Child“ in der Hand, habe mich dann aber kurzfristig für „The Brood“ als Abendunterhaltung entschieden. Ein paar Minuten später veröffentlicht Mauritia Mayer auf Schattenlichter einen Text über „Night Child“. Dann ist der bei mir wohl heute oder morgen dran.

– Das Genre des Eurospy habe ich bisher sträflich vernachlässigt. Totalschaden aber von Splattertrash widmet sich dem Thema aber regelmäßig. Jetzt gerade hat er einiges lesenswertes über den recht unbekannten „Mike Murphy 077 gegen Ypotron“ geschrieben.

– Bianca von Duoscope ist begeistert von dem südkoreanischen Zombie-Film „Train to Busan“. Für sie zeigt der Film den Siegeszug des Humanismus.

– Udo Rotenberg beschäftigt sich auf Grün ist die Heide weiter mit Fredy Quinn. Diesmal steht dessen Film „Freddy unter fremden Sternen“ im Mittelpunkt.

– Auch Christian von Schlombies Filmbesprechungen setzt eine Reihe fort. Noch immer ist er Mitten in seiner persönlichen Edgar-Wallace-Retrospektive und hat nun neben dem großartigen „Die toten Augen von London“ auch den unbekannteren „Der Fälscher von London“ – den ich sehr mag – am Wickel.

– Oben auf meiner „Muss-ich-noch-gucken“-Liste steht George Pals letztes Werk: „Der mysteriöse Dr. Lao“ mit Tony Randal in der Titelrolle. Funxton schreibt: „(Der Film) kreuzt auf ebenso kluge wie amüsante Weise Facetten der Disney-Real (bzw. Mix-)Filme mit typischen Westernmotiven und ausladender Fantasy zu einem übergebührlich engagierten, philanthropischen Kinostück“.

– Auch noch nie wirklich gesehen (von Ausschnitten mal abgesehen): Gerry Andersons legendäre Puppen-TV-Serie „Thunderbirds“. Oliver Armknecht von film-rezensionen.de vergibt 8 von 10 Punkten. Dann muss ich da wohl mal schnell ran.

– Guilty Pleasure 1: Ich mag ja den alten Jean-Claude van Damme-Film „Cyborg“. Neulich konnte ich die liebgewonnen Erinnerungen auffrischen und der Film funktionierte bei mir noch immer als gelungene Unterhaltung mit ordentlichem Wumms. Volker Schöneberger von Die Nacht der lebenden Texte sieht das leider nicht so.

– Guilty Pleasure 2: Okay, die Erinnerung die ich noch als schön gemütliche Filmnachmittage auf RTL habe, konnte ich bisher noch nicht auffrischen. Damals mochte ich die herrlich blöden „Quatermain“-Filme aber sehr gerne. Sascha von Nischenkino geht es heute noch ähnlich.

– Durch Zufall bin ich über eine tolle Reihe bei critic.de gestolpert (in meinem Newsfeed-Reader wird diese nämlich nicht angezeigt). Mehrere von mir sehr gerne gelesene Autoren schreiben dort über das Werk der amerikanischen B-Film-Regisseurin Stephanie Rothman. Diese Woche nun war Oliver Nöding dran, der „The Velvet Vampire“ vorstellt. Kurze Anmerkung meinerseits: Die dort geposteten Screenshots erinnern mich stark an Anna Billers „The Love Witch“, weshalb ich mir demnächst mal den „samtenen Vampir“ zu Gemüte führen werde. Liegt hier schon bereit.

– Auf Olivers eigenem Blog Remember It for Later hat er diesmal etwas über Robert Englunds fast schon vollkommen vergessenem Regie-Debüt “976-Evil” (ich erinnere mich noch gut an die VHS) geschrieben und war sehr von „Swiss Army Man“ angetan.

„35 Millimeter“-Magazin: Ausgabe 19 erhältlich

Von , 1. März 2017 06:37

Das neue „35 Millimeter – Retro-Filmmagazin“ ist da! Diesmal ist von mir selber aufgrund einer anderen Aufgabe, die ich für „35 Millimeter“ übernommen habe (Details folgen irgendwann im März), kein großer Artikel dabei. Lediglich eine DVD-Rezi für den „Student von Prag“ und ein Interview zur ersten Buchveröffentlichung habe ich beigesteuert. Aber meine lieben Kollegen legten sich auch diesmal wieder kräftig ins Zeug und so ist wieder ein bunter Strauss schöner Artikel zusammengekommen. Ich persönlich freue mich dabei sehr über den wundervollen (und recht voluminösen) Beitrag „Die Rache des Kameramannes“ von unserem neuen Gastautor Christoph.

TITELSTORY: DER SKANDALFILM

TITELSTORY – DAS MÄDCHEN ROSEMARIE – Ein Deutsches Sittenbild der Adenauer-Ära
TITELSTORY – LOLITA – „How could they ever make a movie of ‚Lolita’?“
TITELSTORY – DAS SCHWEIGEN – Film, Kunst und die Gretchenfrage
TITELSTORY – KIRCHE VS. KUNST – Baby Doll und die Macht der Geistlichen
TITELSTORY – IM WESTEN NICHTS NEUES – Krieg um die Zensur
TITELSTORY – SKANDAL IM HOLLYWOOD-BEZIRK – Wie der Hays-Code Amerikas Anstand retten sollte
TITELSTORY – Anders als die Anderen – Frühes schwules Kino
TITELSTORY – LUIS BUNUEL – Teil 1: Das skandalöse Potential seiner frühen surrealistischen Filme

RUBRIK: ON SET – 90 JAHRE METROPOLIS – Das Jubiläum eines Misserfolgs, das ein Erfolg werden sollte

DIE RACHE DES KAMERAMANNS – Władysław Starewicz und das geheime Liebesleben der Insekten

DER FREMDE BLICK – Michelangelo Antonioni und seine Filme – Teil 2: Chronik einer Liebe

KOLUMNE: QUOD ERAT MONSTER! – WAR OF THE COLOSSAL BEAST

DAS WERK EINES MEISTERS IST ZU ENTDECKEN – Friedrich Wilhelm Murnau – Teil 5: Murnaus Vermächtnis

RUBRIK: ORIGINAL & REMAKE – Die Zehn Gebote

FREUD, FEMME FATALE UND FEMINISMUS – Teil 1 – Die Frau im Werk Otto Premingers

35-MILLIMETER-BUCHREIHE #1 – Victor Sjöström – Film can be art

KOLUMNE: CINEMAZZURRO – DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN

Heft #19 kann man HIER für € 4,00 zzgl. Versand beziehen.

Das Bloggen der Anderen (27-02-17)

Von , 27. Februar 2017 20:27

bartonfink_type2– Zwei Themen klammere ich diesmal ganz bewusste aus: Die Berlinale (darüber war in den letzten zwei Ausgaben genug zu lesen) und die Oscars (die Ergebnisse stehen fest und die vielen Vorhersagen/Tipps sind dadurch eh obsolet). Dafür hier kurz der Hinweis, dass man drüben bei film-rezensionen.de die Gewinner der beliebten Razzies für die schlechtesten Leistungen und die Ergebnisse der spanischen Goyas nachlesen kann.

– Na, okay. Einmal muss ich die Oscars zumindest erwähnen. Denn auf B-Roll gibt es eine Rubrik mit dem Namen „Road to the Oscars“ und dort finden sich interessante Artikel von Sonja Hartl über Denis Villeneuve, Joachim Kurz über „Mein Leben als Zucchini“ und ein Interview mit dem Regisseur des für sechs Oscars (von denen er leider keinen gewann) nominierten „Lion“, Garth Davis.

– Sascha Schmidt weist auf Okaeri darauf hin, dass das Tokyo National Film Center 64 animierte Kurzfilme aus der Zeit von 1917 bis in die frühen 1940er-Jahre in einem neuen Filmarchiv online gestellt hat.

„Under the Shadows“, einer der besten Filme, die ich letztes Jahr gesehen habe, ist scheinbar gerade auf Netflix zu sehen (im Kino wäre mir ja lieber, aber gut). Andrew Woo schreibt auf Nischenkino drüber.

– Drei Jahre ist der Blog Duoscope nun online und Bianca und Marco ziehen Bilanz. Von mir an dieser Stelle: Herzlichen Glückwunsch und weiter so!

– In diesem Zusammenhang freue ich mich über ein Lebenszeichen von Mauritia Mayer, die nach langer Zeit mal wieder ihren Blog Schattenlichter mit Leben und in diesem Falle einer Besprechung von David Cronenbergs „Die Brut“ füllt.

– Beschämt gebe ich zu, zuvor noch nichts über Jean-Pierre Melvilles „Deux Hommes dans Manhatten“ gehört zu haben. Geschweige denn darüber, dass er dort selber die Hauptrolle spielte. Davids Text über den Film auf Whoknows presents ist wieder gespickt mit Informationen, spannenden Details und interessanten Gedankengängen, dass man den Film auf der Stelle sehen möchte. Hier und jetzt!

– Patrick Holzapfel widmet sich auf Jugend ohne Film Gedanken und Impressionen, die ihm bei „Bad Girl“ von Frank Borzage kamen.

– Werner Sudendorf schreibt auf new filmkritik über den Film „Die Frühreifen“, der zur „Halbstarken“-Welle des BRD-Kinos gehörte und erstaunlich alltäglich daherkommt.

„Heimatlos“ gehört laut Udo Rotenberg auf Grün ist die Heide zu den „vielen Moral-Filmen in der Tradition von „Die Halbstarken“ (1956) – die Welt, vor der sie warnen wollten, wirkte auf der Leinwand faszinierender als das fiktive Ideal.“

– Sebastian befasst sich auf Magazin des Glücks mit drei Werken des Filmemachers Eckhart Schmidt, für den ich ebenfalls viel Sympathie hege. „Die Story“ und „Loft“ kenne ich schon aus der großen Eckhart-Schmidt-Box, „Das Gold der Liebe“ habe ich neulich *hust* „gefunden“.

– Ein wichtiger Hinweis von Andreas und Christoph auf Eskalierende Träume: Terza Visione – 4. Festival des italienischen Genrefilms findet vom 27.07. – 30.07.2017 in Frankfurt statt. Ich plane mein Kommen – besonders nachdem raus ist, dass das Festival mit „Danger: Diabolik“ beginnt. Sven Safarow schreibt über den Dokumentarfilm „Dostoevsky’s Travels“ der Auftakt zu einer Russland-Trilogie des polnischen Regisseurs Pawel Pawlikowski (der später den wundervollen Oscar-prämierten „Ida“ drehte) für die BBC war.

– Nun zu etwas trivialem. Den vierten „Emmanuelle“-Film von 1984 habe ich zwar bis heute nicht gesehen, der hübsch illustrierte Bericht in der damaligen Cinema und vor allem das Filmplakat hat mich aber auf dem Höhepunkt der Pubertät ziemlich raschelig gemacht. Christian Genzel schreibt nun auf Wilsons Dachboden nicht nur über diesen Film, sondern auch noch über Teil 6, für den angeblich sogar der von mir über alles geschätzte Jean Rollin das Drehbuch verfasste.

– Harald Mühlbeyer war mal wieder bei der Grindhouse-Nacht im Mannheimer Cinema Quadrat und berichtet auf Screenshot über die beiden japanischen Filme „Panik im Tokyo-Express“ und den unglaublichen „Roboter der Sterne“.

– Ich habe ja noch immer keinen von Charles Bronsons „Death Wish“-Filmen gesehen. Wird aber noch nachgeholt, da mein Interesse für 80er-Jahre-Action und die alten Cannon-Werke langsam wieder erwacht. Ist der vierte „Death Wish“-Teil, „Das Weiße im Auge“, den totalschaden auf Splattertrash bespricht, ein guter Angfang wäre?

– Christian schaut sich auf Schlombies Filmbesprechungen durch alle Hammer-Dracula-Filme und ist jetzt beim Letzten, der wundervoll unterhaltsamen Shaw-Brothers-/Hammer-Crossover „Die sieben goldenen Vampire“ angekommen.

Das Bloggen der Anderen (20-02-17)

Von , 20. Februar 2017 20:16

bartonfink_type2– Natürlich geht es mit der Berlinale los. DAS Thema in dieser Woche in den Blogs. Da freue ich mich doch, dass der Spuk seit Samstag wieder vorbei ist. Die meisten Blogger haben auch schon ihr Fazit gezogen. So wie schwanenmeister auf Negative Space  und Martin Gobbin auf Negative. Rainer Kienböck berichtet auf Jugend ohne Film u.a. über Sally Porters „The Party“ mit dem er ein großes Problem hatte. Demgegenüber ist Michael Sennhauser von Sennhausers Filmblog sehr viel begeisterter von „The Party“. Für mich sehr viel spannender klingt allerdings sein Text über „Tiere“ von Greg Zglinsk. Bei Daumenkino hat Philipp Baumgartner den Berlinale-Gewinner „Of Body and Soul“ gesehen, Philipp Deny Michael Glawoggers letzten Film „Untitled“.  Auf critic.de schreiben Studierenden des Seminars „Schreiben über Film – Berlinale 2017“ (Stiftung Universität Hildesheim) und Nino Klingler macht sich Gedanken über die auf der Berlinale gezeigten Kurzfilme. Kilian Kleinbauer ist für Cereality dabei und mag insbesondere Sabus neuen Film „Mr. Long“.

– Neben der Berlinale gab es ja noch die „Woche der Kritik“ in Berlin. Nino Klingler antwortet auf critic.de auf einen Spiegel Online-Artikel anlässlich dieser Veranstaltung, welcher ihm nach seinen Worten eine „Nähe zu faschistischem Denken“ unterstellt. Viktor Sommerfeld von Jugend ohne Film moniert, dass im Anschluss von „Aroused by Gymnopedies“ nicht die wichtigen Fragen gestellt wurden.

– Ekkehard Knörer hat nach rund 600 Texten mal eine neue Erfahrung gemacht: Die taz will sein Gespräch mit Josef Hader nicht drucken. Das Argument: Es sei zu rezensiv. Dann hat er es eben bei cargo online gestellt.

– Lucas Barwenczik fragt sich auf B-Roll: „Kann das Kino noch provozieren?“.

– Crew United hat gerade einen Aufruf zu „Faires Filmproduzieren“ veröffentlicht. Was meint faires Filmproduzieren? Was muss in der Branche passieren? Was kann jeder einzelne tun? Welche Rolle spielen die Gewerkschaften? Out takes sprach mit Oliver Zenglein, Co-Founder und Managing Partner von Crew United.

– Marco Mewes hat sich auf Duoscope sehr intensiv mit dem Filmklassiker „King Kong“ auseinandergesetzt und dabei viele spannende Dinge zu Tage gefördert. Der empfehlenswerte Artikel erscheint in zwei Teilen. Der erst (bereits sehr lange) findet sich hier.

– Rochus Wolff empfiehlt auf Kinderfilmblog von ganzem Herzen den schweizer-französischen Animationsfilm „Mein Leben als Zucchini“, dem er ganz fest die Daumen für den Oscar drückt.

– Sebastian von dem Magazin des Glücks hat Dominik Grafs „Offene Wunde deutscher Film“ gesehen und ist weniger begeistert. Er wirft dem Film „inhaltliche Beliebigkeit und erzählerische Verwirrung“ vor. Des weiteren beschäftigt er sich mit der Figur der Mutter bei Hitchcock.

– Wo wir gerade beim deutschen Film sind. Björn Schneider ist auf Filme Welt sehr angetan von dem deutschen Action-Thriller „Volt“, der in einer nahen Zukunft spielt und das Flüchtlingsthema genre-technisch verarbeitet.

– Hoffman setzt sich auf Drei Cineasten sehr kritisch mit, „Sibylle“, dem Abschlussfilm von Michael Krummenacher an der HFF in München, auseinander, der seiner Meinung nach zu einer „reinen Zitatensammlung“ verkommt.

– Wie man es richtig macht, wusste Carl Schenkel Anfang der 80er Jahre, als er die beiden wundervoll kraftvollen Thriller „Kalt wie Eis“ und „Abwärts“ inszenierte. Auch Nicolai Bühnemann von Filmgazette ist rückblickend schwer begeistert. Zu Recht!

– Von Deutschland nach Italien. Udo Rotenberg auf L’amore in città über die Comic-Verfilmung „Isabella – Mit blanker Brust und spitzem Degen“ vom späteren Komöduien-Spezialisten Bruno Corbucci.

– Auf Nischenkino herrscht Giallo-Time! Zunächst geht es um Sergio Martins getarnte Poe-Verfilmung “Your Vice Is a Locked Room and Only I Have the Key” mit der göttlichen Edwige. Und dann um den schmierigen Sleaze-Giallo (okay, das ist doppelt gemoppelt) „La Sorella di Ursula“ aka „Die Todesbucht“.

– Christian ist auch Schlombies Filmbesprechungen schwer begeistert von George Pals SF-Klassiker „Die Zeitmaschine“. Da hat er gleich noch eine deutsche TV-Produktion von 1984 mit dem Titel „Die Rückkehr der Zeitmaschine“ ausgegraben, die ihn allerdings nicht so überzeugen konnte, in meinen Ohren aber recht interessant klingt.

– Simon Kyprianou hat für Die Nacht der lebenden Texte Paul Schraders „Dog Eat Dog“ gesehen und meint, „es ist zwar kein wirklich guter Film, aber dafür eine interessante, unterhaltsame und sicher erlebenswerte ästhetische Entgleisung“. Das reicht mir, um den Film sehen zu wollen.

– Auf Der Kinogänger gibt es die „KINOVORSCHAU WINTER/FRÜHLING 2017 (Teil 2)“ (das sind dann März und April).

Das Bloggen der Anderen (13-02-17)

Von , 13. Februar 2017 22:53

bartonfink_type2Lange hat es gedauert, bis ich mich heute endlich an Das Bloggen der Anderen machen konnte. Das Netbook hatte den Geist aufgegeben. Bis der Ersatz da und eingerichtet war, ist so mancher Tag ins Land gegangen. Jetzt erfolgt die Premiere: Der erste Text, den ich in das neue Gerät hacke. Und der würde deutlich kürzer ausfallen, wenn nicht gerade Berlinale wäre und sich die Kollegen dort in Scharen tummeln würden. Trotzdem beginne ich nicht mit der Berlinale, sondern dem Text, der mich in dieser Woche am meisten begeistert hat.

– Manfred Polak hat für Whoknows presents über eine der schillerndsten (und dabei noch immer unbekannten) Figuren des österreichischen Film recherchiert. Frits Fronz hat zwischen 1967 und 1972 fünf Sexfilme inszeniert und nebenbei ein solch unglaubliches Leben geführt, dass Manfreds Artikel ganz ohne den Regisseur Frits Fronz auskommt.

Martin Gobbin führt für Negativ ein Festivaltagebuch. schwanenmeister ist für Negative Space dabei. Rainer Kienböck hat für Jugend ohne Film beim Forum Expanded vorbeigeschaut. Auch das Daumenkino hat seine Autoren nach Berlin geschickt. Kilian Kleinbauer berichtet für Cereality über den Eröffnungsfilm „Django“ (leider nicht DER Django, sondern „nur“ sein Namensgeber). Aus der Schweiz ist Thomas Sennhauser von Sennhausers Filmblog zu Gast, der u.a. ebenfalls den Eröffnungsfilm sah. Michael Kienzl hat für critic.de die restaurierte Fassbinder-Serie „Acht Stunden sind kein Tag“ gesehen und treibt sich in dem marokkanischen Filmemachern gewidmeten Berlinale-Forum herum. Sebastian von Nischenkino ist auch dabei und hat auf der Berlinale die digitale Restaurierung eines Klassikers geschaut: Den oft als einer der besten koreanischen Filme gefeierten „Obaltan“.

– Neben der Berlinale gibt es in diesen Tagen noch einige ergänzende oder Gegen-Aktivitäten. So berichtet Viktor Sommerfeld für Jugend ohne Film von der „Woche der Kritik“ und auf out takes führt Peter Hartig ein – wie ich finde – sehr erhellendes Interview mit Paul Andexel und Mark Wachholz, die die sogenannte Genrenale als Antwort auf die – in ihren Augen- Genrefeindlichkeit der Berlinale und der deutschen Institutionen ins Leben gerufen haben.

– Auf B-Roll findet sich ein ziemlich toller Artikel von Joachim Kurz über den Stop-Motion-Puppen-Animationsfilm mit vielen Videobeispielen. Andreas Köhnemann ärgert sich über Trailer, die völlig falsche Erwartungen an den Film wecken. Und Patrick Holzapfel hat einen langen und interessanten Artikel über den Status des rumänischen Kinos verfasst.

– Morgen Luft war in „The Salesman“ von Asghar Farhadi und hat sich auf Cinematographic Tides darüber viele kluge Gedanken gemacht und Hintergründe recherchiert.

– Filmkritiker Rüdiger Suchsland hat seinen Dokumentarfilm „Von Caligari bis Hitler“ mit „Hitlers Hollywood“ fortgesetzt. Ronny Dombrowski von cinetastic hat den Film gesehen und fand ihn sehr interessant. Für mich auch ein Pflichtprogramm, wobei ich den ersten Teil noch nachholen muss.

– Bianca Mewes von Duoscope hat sich „Jackie“ angesehen und ist begeistert. Wobei sie den Film weniger als klassisches Bio-Pic, sondern vielmehr als faszinierendes Psychogramm einstuft, wie sie ausführlich darlegt.

– cutrin von filmosophie ist überwältigt von Paul Verhoevens „Elle“ und findet es skandalös, dass der Film bei den Oscar-Nominierungen übergangen wurde.

– Nach langer Zeit gibt es mal wieder ein Lebenszeichen von Die seltsamen Filme des Herrn Nolte. Sascha ist sehr positiv von Stefano Sollimas Mafia-Thriller „Suburra“ überrascht worden und stellt fest, dass der Sohn mühelos in die großen Fußstapfen seines legendären Vaters tritt.

– Shah Rukh Khan gibt in seinem neuen Film „Raees“ den harten Gangster. Und das macht er sehr gut, wie überhaupt der ganze Film sehr zu empfehlen ist, wie Michael Schleeh von Schneeland findet.

– Dass Herbert Reinecker keine unproblematische Vergangenheit im dritten Reich hatte, war mir bekannt.Weniger, dass einer der „Derrick“- und „Der Alte“-Stammregisseure ebenfalls stark in die Propagandamaschine eingespannt war. 1944 drehten beide den Hitlerjugend-Propagandafilm „Junge Adler“, in dem Hansjörg Felmy die Hauptrolle spielte und der blutjunge Hardy Krüger eine Nebenrolle. Udo Rotenberg hat sich auf Grün ist die Heide seine Gedanken zum Film gemacht.

– Werner Sudendorf schreibt auf new filmkritik über G.W. Pabst eher unbekannten und nicht besonders wertgeschätzten Film „Das Bekenntnis der Ina Kahr“.

– Christian gesteht auf Schlombies Filmbesprechungen, dass er erstmals Argentos „Vier Fliegen auf grauem Samt“ sah und nicht wusste, dass da Bud Spencer mitspielt. Am Ende war er dann aber schwer begeistert.

– Und totalschaden von Splattertrash widmet sich eines meiner Lieblings-Bavas „Der Teuflische“. Leider ist er nicht ganz so hingerissen von diesem surrealistischen Meisterwerk wie ich.

Das Bloggen der Anderen (06-02-17)

Von , 6. Februar 2017 22:41

bartonfink_type2– Die Berlinale wirft ihren langen Schatten voraus. Auf critic.de stellt Philipp Schwarz die Filme der Perspektive Deutsches Kino vor. Und die critic.de-Autoren haben sich auch schon mal im Forum, Panorama und der Perspektive Deutsches Kino umgesehen, welche Filme man sich nicht entgehen lassen sollte.  Ferner gibt es ein Interview mit Philip Scheffner über seinen experimentellen Dokumentarfilm „Havarie“, der ebenfalls auf der Berlinale zu sehen ist.

– Es gibt Dinge, die mir gestandenem Mann wirklich die Tränen in die Augen treiben. Z.B., dass ich aus familiären Gründen nicht am 3. Mondo Bizarr Weekender in Düsseldorf teilnehmen konnte, so dem viele meiner guten Deliria-Italiano- und Weird-Xperience-Freunde und Blogger-Kollegen aufgebrochen waren. Abgesehen von den Filmen, hätte ich den haufen auf gerne wiedergesehen und neue Leute kennengelernt. Na ja, so bleibt mir erst einmal nur, Oliver Nödings Besprechungen der dort gezeigten Filme auf Remember It For Later zu lesen. Sachen wie „Kara Murat: Seine Rache ist der Tod“ oder „X3000 – Fantome gegen Gangster“. Hach. Na, nächstes Jahr gucke ich mal, dass ich dabei bin. Die Kinder werden ja auch größer.

– Udo Rotenberg beschäftigt sich auf seinem tollen Blog L’amore in città diesmal mit dem Film „China ist nahe“, den Marco Bellocchio 1967 inszenierte und der auf die Liste der „100 Film italiani di salvare“ (100 zu bewahrende italienische Filme) geschafft hat.

– Nicolai Bühnemann schwärmt auf Filmgazette von Roger Fritz Regiedebüt „Mädchen, Mädchen“, welchem er ohne mit der Wimper zu zucken 10 von 10 Punkten gibt. Da führt dann wohl kein Weg an dem Kauf der Scheibe vorbei.

– Ein ganz anderes Regie-Debüt ist der von dem Sam-Peckinpah-Experten Mike Siegel als Amateur-Spass-Projekt entstandene und später mit Crowdfunding-Mittel zu Ende gebrachte und aufpolierte „Pendechos!“, den Sebastian von Nischenkino sehr amüsant findet.

– Alex Klotz hat mit 17 Jahren den TV-Zweiteiler „Ein Unding der Liebe“ bei seiner urspünglichen Ausstrahlung im ZDF gesehen, und er hat sich ihm deutlich eingebrannt. Warum führt er reich bebildert auf Hard Sensations aus.

– Der Filmemacher Christoph Hochhäusler hat auf seinem Blog Parallel Film viele interessante Dinge über Max Ophüls und dessen Film „Madame de…“ zu sagen.

– Lucas Barwenczik schreibt auf B-Roll über die Rolle der Musik im Film und wie sie richtig oder falsch eingesetzt wird. Und Alexander Matzkeit bricht eine Lanze für die sogenannten „Journeyman“. Regisseure, denen es gelingt, riesige Produktionen trotz höchstem Zeitdruck, einer enormen logistischen Herausforderung und Chaos hinter den Kulissen zusammenzuhalten, ohne dabei selber einen großen künstlerischen Anspruch zu hegen.

– Patrick Holzapfel macht sich auf Jugend ohne Film Gedanken darüber, dass Filme immer mehr auf reines Freizeitvergnügen reduziert werden und es darüber hinaus keine gesellschaftliche Bedeutung mehr besitzten.

Wer hat den Erotikfilm „Laura“ gedreht? War es der italienische Produzent Ovidio G. Assonitis oder „die echte“ Emmanuelle Arsan? Oder deren Ehemann, der Diplomat Louis-Jacques Rollet-Andriane, der angeblich auch der wahre Auor der „Emmanuelle“-Bücher ist? Dieser und anderen Fragen spürt Christian Genzel auf seinem Blog Wilsons Dachboden nach.

– Über den radikalen philippinischen Punk-Filmer Khvan habe ich hier schon häufiger geschrieben und Artikel über ihn verlinkt. Michael Schleeh hat sein neustes Werk „Alipato – The Brief Life of an Ember“ gesehen und diesem auf Schneeland einen längeren Eintrag gewidmet.

– Der Zombie-Film „The Girl with All the Gifts“ hat ihm Netz einige positve Wellen geschlagen. Auch Volker Schöneberger von Die Nacht der lebenden Texte ist diesem frischen Blicks eines mittlerweile doch sehr ausgelutschten Themas sehr angetan.

– Ich kann mich noch gut daran erinnern, als die ganzen „Planet der Affen“-Filme im Fernsehen (ZDF?) liefen. Besonders gut hatte mit der eher humorvolle und schwer unterhaltsame dritte Teil „Flucht vom Planet der Affen“ gefallen. Christian gibt das auf Schlombies Filmbesprechungen sehr gut wieder. Auch seinen Worten zum vierten Teil „Eroberung vom Planet der Affen“ kann ich mich aus der Erinnerung her anschließen.

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