Category: Allgemein

Das Bloggen der Anderen (05-11-18)

Von , 5. November 2018 17:25

– Auf critic.de führt Frédéric Jaeger sein Gespräch mit Paolo Moretti fort. Diesmal geht es vor allem um die Quinzaine des réalisateurs in Cannes. Jonas Nestroy berichtet derweil von der DOK Leipzig 2018.

– Auf der DOK Leipzig 2018 war auch die Filmlöwin zu Gast und zeigt sich überaus begeistert. Zudem schreibt sie über das Pornfilmfestival Berlin und stellt einige dort gezeigte Filme vor.

– Patrick Holzapfel und Rainer Kienböck von Jugend ohne Film waren auf der Viennale und haben dort u.a. den neuen Film von Claire Denis, „High Life“ und den sehr spannend klingenden „Diamantino“ von Gabriel Abrantes und Daniel Schmidt gesehen.

– Der legendäre Eckhart Schmidt hat anlässlich seines 80sten Geburtstages einen kleinen, persönlichen Text auf Eskalierende Träume veröffentlicht.

– Ein anderer Filmemacher, Christoph Hochhäusler, hat auf seinem Blog Parallel Film einige Kurzreviews niedergeschrieben. U.a. zu Miikes „Audition“ oder Gerald Kargls „Angst“ (wobei ich jetzt erstmal gehört habe, dass die Kamera dort von Zbigniew Rybczyński , dessen experimentellen „Tango“ ich großartig finde, stammt. Jetzt muss der mal her!

– Lukas Foerster hat auf Dirty Laundry im Rahmen des Siegfied-Kracauer-Stipendiums einen Text über die cinephile Faszination für Liste verfasst. Und sich ausführlich mit der Kritik zum neuen Remake „A Star Is Born“ auseinandergesetzt und teilweise revidiert.

– Sehr ausführlich hat sich Christian Genzel auf Wilsons Dachboden mit dem 2018er „Halloween“ auseinandergesetzt.

– Wie immer sehr interessant schreibt Manfred Polak auf Whoknows presents über einen Dokumentarfilm von Alain Kaminker und Raymond Vogel, den beide 1958 in der Bretagne drehten.

– Ich habe ihn noch nicht gesehen, obwohl ich schon seit Jahren darauf hin fiebere. Aber so ist das wohl: Sind die Dinge erst einmal verfügbar, verschwindet der unmittelbare Drang. Oliver Armknecht hat auf film-rezensionen.de aber schon drüber geschrieben: Orson Welles „The Other Side of the Wind“.

– Christian reviewt auf Schlombies Filmbesprechungen den ebenso großartigen, wie ungewöhnlichen Animee „Belladonna“ und ist begeistert. Auch Margheritis „Sieben Jungfrauen für den Teufel“ gefiel ihm überraschend gut.

– Bleiben wir bei den italienischen Klassikern: Nie genug kann man über Mario Bavas Meisterwerk „Die Stunde, wenn Dracula kommt“ schreiben. Darum sei hier auch noch die Besprechung von Allesglotzer verlinkt.

Blu-ray-Rezension: „Antiviral“

Von , 31. Oktober 2018 13:10

In einer sehr nahen Zukunft. Stars sind die neuen Götter und um ihnen nahe zu sein, lassen sich ihre Fans in Spezialkliniken für teures Geld deren Krankheiten spritzen. Wenn man den Herpes der Vergötterten hat, hat man einen Teil von ihr. Syd March (Caleb Landry Jones) arbeitet in einer solchen Klinik. Aber er arbeitet nebenbei auf eigene Rechnung. Er schmuggelt die Viren aus der Klinik, indem er sie sich selbst injiziert. Dann verkauft sie an einen zwielichtigen Schwarzhändler (Joe Pingue). Als er dies auch mit dem Virus der beliebten Hannah Geist (Sarah Gadon) tut, erlebt er eine böse Überraschung…

Es ist schon mutig, was Brandon Cronenberg da gemacht hat. Der Sohn eines ebenso berühmten, wie insbesondere für sein Frühwerk bei zahlreichen Fans ausgesprochen beliebten Kultregisseurs begibt sich für sein Spielfilmdebüt auf exakt jenes Feld, welches Papa David einst bestellt hat. Kalkül, weil man mit dem Namen Cronenberg möglichst viele Fans anziehen oder zumindest höchst neugierig machen möchte? Oder ist es eher ein klarer Fall von „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ und Cronenberg Jr. treiben nun einmal dieselben Themen um, wie seinen Vater? Vermutlich eher letzteres, den Brandon Cronenberg führte nicht nur Regie, sondern schrieb auch das Drehbuch zu „Antiviral“. Ein merkwürdiger, aber durchaus faszinierender Film, wie ihn auch Cronenberg Sr. in jungen Jahren hätte drehen können. Damit soll es aber nun genug sein, ob der Vergleich der beiden Cronenbergs. Denn Brandon C. hat hier ein eigenständiges Werk geschaffen, welches zwar stilistisch an das Frühwerk des Vaters erinnert, dieses aber noch einmal um ein paar Grad herunter kühlt.

Im Grund ist „Antiviral“ ein tiefschwarze Satire. So schwarz, dass sie komplett humorlos erscheint. Aber natürlich ist der auf die Spitze (und darüber hinaus) getriebene Starkult völlig grotesk und würde in den Händen z.B. eines Quentin Dupieux zu einem Stück absurd-surrealer Komödie werden. Cronenberg wählt aber einen anderen, grimmigeren Ansatz. Der von ihm geschaffenen, sterilen Welt ist jegliche Leichtigkeit, jeder Anflug von Spaß ausgetrieben. Die Fans der (für was eigentlich?) vergötterten Stars zeigen keine echten Gefühle, sondern eine übertriebene Sucht nach dem Kick der totalen Hingabe an ein Traumgeschöpf. Nicht nur, dass sie sich die Krankheiten der Stars spritzen lassen, um ihnen irgendwie nahe zu sein, sie verschlingen sie förmlich in Form von künstlich aus dem Muskelgewebe der Traumgötter hergestellten, gräulichen Fleischlappen. Cronenberg zeigt eine Welt in der die Menschen komplett leer sind. Die Fans als dumme Schafe, die alles dafür tun, damit ihre Stars das eigenen nutzlose Leben irgendwie aufwerten. Die Stars selber, die lediglich Produkte sind. So sehr, dass sie Teile von sich verkaufen lassen. Ihre Krankheiten, ihr Fleisch, ihre Persönlichkeit, welche virtuell den Bedürfnissen der Fans angepasst und jederzeit verfügbar ist. Und dazwischen diejenigen, die das ganze Elend skrupellos zu ihrer eigenen Bereicherung ausschlachten und an nichts anderem als Gewinnmaximierung interessiert sind. Keine der drei Gruppen ist irgendwie sympathisch oder bietet sich zum Mitfühlen an. So ähnelt Cronenbergs Film dann auch mehr eine klinischen Versuchsanordnung und weniger dem SF-Thriller als der er verkauft wird.

Dazu passt dann auch hervorragend die Besetzung der Hauptrolle mit Caleb Landry Jones. Jones hat nicht nur von Natur her ein seltsames, fiebrig-„krankes“ Aussehen, sondern auch eine unangenehme, unterschwellig aggressive, selbstfixierte Aura. So war er bereits die Idealbesetzung für den fiesen Armitage-Sohn im großen Überraschungserfolg „Get Out“, wie auch in „Twin Peaks: The Return“ wo man ihn als drogensüchtigen Freund von Amanda Seyfried sah. Einem Typen der nichts auf die Reihe bekommt, seine Mitmenschen ohne Rücksicht ausnutzt und sie sehenden Auges mit ins Elend zieht. Ein Mensch, dem man liebend gerne den Hals umdrehen würde. Oder „you love to hate“. Sein Syd March passt da in diese Reihe. Skrupellos, immer an der Grenze zur Selbstzerstörung, fast geisterhaft. Zur Identifikation lädt Syd sicherlich nicht ein. Aber er ist der perfekte Führer durch eine eiskalte Welt, der jegliche menschliche Wärme abhanden gekommen ist. Ein Welt, die Liebe und Mitgefühl in einen sinnentleerten Fanatismus pervertiert hat. Jones trägt den Film auf seinen schmalen, ausgemergelten Schultern und spielt locker gegen eine Größe wie Malcom McDowell an, der hier offensichtlich nur wenige Drehtage zur Verfügung stand und professionell, aber auch etwas egal agiert.

Man merkt „Antiviral“ jederzeit an, dass nicht viel Budget zur Verfügung steht. So wirkt er manchmal wie ein ambitionierter Hochschulabschlussfilm. Doch Cronenberg weiß mit dieser Limitation gut umzugehen. Die Welt, die er mit seinen weißen, klinischen Flächen erschafft, wirkt einerseits futuristisch, andererseits in seinem aseptischen Apple-Look auch sehr vertraut. In dieser Welt können auch die kleinen, schmutzigen Make-Up-Effekte für den allgegenwärtigen Ausschlag, dem ausgehusteten -fast schwarzen Blut und die krank-fleckige Haut einen größeren Effekt erzielen. „Antiviral“ mag weit weniger eklig sein, als man bei seiner Prämisse erwarten würde – aber das ständige Blut-Husten, die Großaufnahme, die fast schon dokumentarischen Einstiche der Spritzen, die Close-Ups auf die kranken-fiebrigen Gesichter verfehlen ihre Wirkung nicht. Ebenso wie das schwarz-zynische Ende und die unterkühlt-unangenehme Atmosphäre. Nein, ein mitreißender Film ist „Antiviral“ nicht. Aber ein faszinierender mit Widerhaken. Einer über den man noch lange nachdenkt, und der nicht so einfach aus dem Kopf verschwinden will, wie man das gern hätte. Fast wie ein Virus.

Die Bluray des mir zuvor unbekannten Labels Busch Media weist eine gute Bildqualität auf. Der Ton ist sehr klar. Effekte gibt es keine, sind aber auch vom Film her so nicht vorgesehen. Schade ist es, dass es keine Untertitel gibt, da man in der englischen Tonspur manchmal Probleme hat Caleb Landry Jones, aufgrund dessen Tendenz seine Sätze zu vernuscheln, zu versehen. Auch ist dem „Tech-Talk“ im Original nicht immer einfach zu folgen. Bonus gibt es außer Trailern aus dem Busch Media Programm leider nicht.

Das Bloggen der Anderen (29-10-18)

Von , 29. Oktober 2018 16:37

– Mit „ein wenig“ Verspätung berichtet Silvia Szymanski auf Hard Sensations von ihrem Besuch 2017 auf dem Il Cinema Ritrovato in Bologna. Aber so etwas wird ja nicht alt und lesenswert sind Silvias Gedanken eh immer.

– Rainer Kienböck wundert sich auf Jugend ohne Film darüber, dass der etablierte Fassbinder-Kanon einen in die Irre führt. Eine sehr schöne Aufforderung Rainer Werner Fassbinder noch einmal ganz neu und unvoreingenommen für sich zu entdecken.

– Von Fassbinder zu Schlingensief ist es nicht so weit (Fassbinders „Satansbraten“ z.B. ist wirklich ein Proto-Schlingensief). Paul Poet hat dem an allen Ecken und Enden schmerzhaft fehlenden Schlingensief zum 58. Geburtstag auf kino-zeit.de ein sehr persönliches Requiem gewidmet.

– In La Roche-sur-Yon gibt es ein Kino. Und dieses richtet alljährlich ein angesehenes Filmfestival aus. Ein Vorbild für alle Kinomacher! Frédéric Jaeger hat auf critic.de ein höchst inspirierendes Interview mit Kino- und Festivalleiter Paolo Moretti geführt. Und Olga Baruk schreibt über einen der schönsten Filme, die ich in letzter Zeit im Kino gesehen habe: „In den Gängen“.

– Zeit für Entdeckungen: Sano Cestnik stellt auf Eskalierende Träume sehr ausführlich den Essayfilm „Unsichtbare Tage oder Die Legende von den weißen Krokodilen“ vor, den Eva Hiller 1999 realisierte.

Der Kinogänger empfiehlt den Anime „Night Is Short, Walk On Girl”, der ihn in seiner unkonventionellen und phantasievollen Art sehr angenehm überrascht hat.

– Lukas Foerster widmet sich auf Dirty Laundry der Figur der Zosh aus Otto Premingers „Der Mann mit dem goldenen Arm“.

– Den deutschen Slasher „Flashback“ habe ich als überraschend gut in Erinnerung. Fuxton hat mir jetzt in seiner Review bestätigt, dass ich das scheinbar ganz gut behalten habe. Noch nie gesehen und übel beleumundet: Hammers Fanal: „To The Devil A Daughter“. Hier mal eine überaus positive Besprechung.

– Wer wissen möchte über welchen Film Oliver Nöding schreibt: „Was um Himmels Willen hatten sich die Verantwortlichen dabei nur gedacht? Hatten sie überhaupt gedacht? Kam ihnen im Verlauf der Produktion wirklich nie in den Sinn, dass die Mär, die sie da auf die Leinwand zu bringen gedachten, haarsträubend idiotisch und dazu noch heftigst geschmacksunsicher war?“ sollte schnell auf seinen Blog Remember It For Later hüpfen.

– Pünktlich zum HalloweenFest macht sich Filmlichtung Gedanken über Monster aus dem Weltall und ihre Filmgeschichte.

Schattenlichter kehrt kurz aus der Blogruhepause zurück, um ihr fassungsloses Erstaunen über „Mandy“ mitzuteilen.

– Den habe ich sogar schon im Kino auf 35mm gesehen: Schlombies Filmbesprechungen über den Film mit einem der schönsten Titel überhaupt: „Nackt unter Affen“. Ja, so fühle ich mich auch manchmal.

Das Bloggen der Anderen (22-10-18)

Von , 22. Oktober 2018 16:57

– Zerbrechliche Männlichkeitsbilder auf Eskalierende Träume. André Malberg hat sich zum einen Ulli Lommels Erotik-Drama „Der zweite Frühling“ vorgenommen, den dieser 1975 mit Curd Jürgens in der Hauptrolle inszeniert hat. Und dann Enzo G. Castellaris Italo-Western „Töte sie alle und kehr allein zurück“.

– Ja, es ist eine elende Klick-Strecke, aber immerhin eine Interessante: Katrin Doerksen hat auf kino-zeit.deSitges 2018 – 13 Perlen des Genrekinos“ zusammengestellt. Da gibt es nämlich – abgesehen von den Filmen, die eh demnächst hier erscheinen – auch Neues von Quentin Dupieux! Lucia Wiedergrün wiederum wirft einen hochinteressanten Blick zurück auf die „Wirtschaftswunder“-Filme „Wir Wunderkinder“ und „Wir Kellerkinder“.

Sennhausers Filmblog widmet sich Ethan Hawkes „Blaze“, welches aus dem Leben des Country-Singer/ Songwriter Blaze Foley erzählt, der 1989 erschossen wurde.

– Vor Kurzem noch auf dem Internationalen Filmfest in Oldenburg, bald beim Internationalen Filmfest Braunschweig: Der Transgender-Ballett-Film “Girl“ von Lukas Dhont. Sarah Schild von Daumenkino hat der Film sehr gut gefallen.

– Rainer Kienböck schreibt auf Jugend ohne Film über „Waldheims Walzer“ von Ruth Beckermann. Obwohl er von einem „aufrüttelnden, bedeutsamen und mächtigen Film“ schreibt, ist er doch etwas enttäuscht.

Filmlichter macht sich ein paar Gedanken zum spannenden Thema „Kinder und Horrorfilme“, welches hier allerdings nur locker angerissen wird.

– Volker Schönenberger empfiehlt zu Halloween auf Die Nacht der lebenden Texte den Klassiker „Die Rache des Toten“ von Michael Curtiz und mit Boris Karloff.

– Den hätte ich auch gerne auf der großen Leinwand gesehen: Ken Russells „The Lair of the White Worm“, über den Oliver Nöding auf Remember It for Later schreibt.

– Ein wenig Angst habe ich ja vor Robert Schwentkes „Der Hauptmann“, aber nach funxtons begeisterter Besprechung werde ich wohl bald mal einen Blick riskieren. Sollte er mir zu sehr an die Nieren gehen, kann ich mich ja mit Claudio Fragassos „After Death“ abkühlen, den funxton ebenfalls bespricht.

Das Bloggen der Anderen (08-10-18)

Von , 8. Oktober 2018 18:11

– Für viele meiner filmbegeisterten On- und/oder Offline-Bekannten war das wohl einer der Höhepunkte des Jahres. Das 5. Terza-Visione-Festival des italienischen Genrefilms in Frankfurt (zu dem ich es auch wieder nicht geschafft habe). Was ich da alles verpasst habe kann ich jetzt aber im zweiten Teil von Davids großem und ausführlichem Bericht auf Whoknows presents nachlesen.

– Eine ebenfalls ausführliche Zusammenfassung seines Besuchs auf dem Hamburger Filmfest hat Schwanenmeister von Negative Space verfasst. Außerdem hat er seine ganz eigenen Preise verliehen.

– Bert Rebhandl stellt auf cargo jene 26 Filme kurz vor, die er auf dem Toronto International Film Festival 2018 gesehen hat.

– Anlässlich einer Filmreihe im Berliner Arsenal, hat Robert Wagner auf critic.de einen genaueren Blick auf Abel Ferraras „Kino der Sünder“ geworfen.

– Interessanterweise habe ich Jóhann Jóhannsson gar nicht als Filmkomponist, sondern als Erschaffer des wundervollen „Orphée“ kennengelernt. Dass er auch für Filme Musik komponierte habe ich erst viel später erfahren. Und gerade als ich mich in sein Werk vertiefen wollte, kam die Nachricht seines plötzlichen Todes. Joachim Kurz gedenkt auf kino-zeit.de noch einmal diesem großen Ton-Künstler, der vor einem Jahr verstarb.

– Sir Donnerbold hat auf seinem Blog SDB-Film den Schauspieler Oliver Masucci über „Werk ohne Autor“ befragt.

– Sowohl Oliver Armknecht von film-rezensionen.de, als auch Björn Schneider von Filme Welt schwärmen in den höchsten Tönen von den deutschen Spielfilm „In My Room“. Da freue ich mich doch umso mehr auf das Filmfest in Braunschweig, wo ich den Film hoffentlich zu sehen bekomme.

– Apropos film-rezenionen.de. Da bin ich doch beruhigt, dass ich nicht der Einzige war, dem „The Boat“ nicht so viel gab. Lara von Dehn erging es ganz ähnlich.

– Die Filmlöwin macht sich drei sehr kritische Gedanken zu „ A Star Is Born“ und dessen sehr männlichen Weltbild.

– Schön mal wieder etwas auf the-gaffer.de zu lesen, wo Jenny Jecke eine sehr fundierte und schön bebilderte Abhandlung über Marcel L’Herbiers „Le Bonheur“ mit Charles Boyer geschrieben. Toll!

– Oliver Nöding führt auf Remember It For Later seine John-Ford-Retro mit einem von dessen bekanntesten Filmen weiter: “Früchte des Zorns”.

– Remember Burt Reynolds: Totalschaden schreibt auf Splattertrash über „Ein ausgekochtes Schlitzohr“.

– Sebastian ist auf Nischenkino von dem italienischen Drama „Appassionata“ mit einer jungen Ornella Muti sehr angetan. Und stellt mit „Die Schlange im Schatten des Adlers“ einen Film vor, der mir früher sehr viel Freude bereitet und mein Interesse für klassische Kung-Fu-Filme erweckt hat.

„Die sieben Pranken des Satans“ – Graf Yorga kehrt zurück heißt es bei Die Nacht der lebenden Texte. Volker Schönenberger schreibt über den Vampir-B-Film, der auch gerade als UK-BR-Box bei mir Einzug gehalten hat. Darum lese ich seine Review auch erst später.

Reise-Tipp: “Deliria Italiano” – 9. öffentliches Forentreffen in Köln

Von , 7. Oktober 2018 11:06

Ein kurzer Hinweis in halb eigener Sache. Das Medium „Internet-Forum“ ist ja leider seit Facebook ein Relikt der „guten, alten Internetzeit“. Zudem besitzt es in der Regel ein eher weniger schmeichelhaften Ruf. Als Sammelplatz von Trollen, Provokateuren, Streitsuchern, Narzissten und ähnlichem Volk, dem man im „real life“ nicht unbedingt begegnen möchte. Guckt einfach mal in die Kommentarspalten von „Spiegel Online“, dann wisst ihr, was ich meine.

Es gibt aber auch Ausnahmen. Seit 2010 bin ich bei Deliria-Italiano.de aktiv und noch heute verwundert darüber, wie friedlich, konstruktiv, ja familiär es dort zugeht. Das liegt höchstwahrscheinlich daran, dass die sehr engagierten Macher des Forums (nennen wir sie mal „Onkel Joe“, „buxtebrawler“, „Santini“ und „Jogiwan“) seit 2008 jedes Jahr ein Forentreffen organisieren, welches nicht nur jedes Jahr in einer anderen Stadt weilt und wunderbare Filme auf 35mm zeigt – sondern, welches auch als Zusammenkunft Gleichgesinnter funktioniert. Die allesamt weite Wege auf sich nehmen, um dabei zu sein und die Leute aus dem Forum wiederzusehen. Um zu klönen, gemeinsam die jeweilige Stadt zu erkunden und einfach gemeinsam Spaß zu haben. Und wenn man den Gegenüber kennt, mal mit ihm gesprochen und ein Bierchen gezwitschert hat – dann fällt man auch im anonymen Netz nicht so einfach über ihn her, wenn einen mal was stört oder man meint, etwas besser zu wissen. Ich glaube, daher kommt die entspannte Stimmung bei Deliria-Italiano.de. Mal davon abgesehen, dass das alles liebe nette Menschen mit Ecken und Kanten sind, auf die ich mich jedes Jahr aufs Neue freue.

Lange Rede, kurzer Sinn: Nach Hamburg, Frankfurt, Bremen, Magdeburg, Nürnberg, Düsseldorf, Wien und München, findet das diesjährige öffentliche (ja, dass heißt, es kann JEDER völlig zwanglos vorbeikommen) Forentreffen in KÖLN im Filmclub 813 statt. Und zwar schon am nächsten Freitag und Samstag (12. und 13. Oktober). Los geht es am Freitag um 20:15 mit zwei spanisch-italienischen Co-Produktionen: „Invasion der Zombies“ (Klassiker von Jorge Grau) und „Zeig mir wie man’s macht“ (mit Laura Gemser). Am Samstag geht es um 14:30 weiter mit eine Italo-Western in dem Clint Eastwood, Lee van Cleef und Gian Maria Volonté die Hauptrollen spielen – und der Kinski guckt auch vorbei. Zum Abschluss folgt dann auf Blitz der „Thunder“ – ein Actionfilm mit Mark „The Riffs“ Gregory zu dem ich zusammen mit meinem Weird-Xperience-Kollegen Stefan die Einleitung halten werde. Wie generell alle Filme ein fachkundiges Intro erhalten.

Wer also in der Nähe sein sollte – wir freuen uns auf Dich!

PS: Von Bremen nach Köln gibt es eine direkte Zugverbindung.

Das Bloggen der Anderen (01-10-18)

Von , 1. Oktober 2018 17:28

– Im Rahmen seines Siegfried-Kracauer-Stipendiums, hat Lukas Foerster auf seinem Blog Dirty Laundry zwei schöne Texte über die Dunkelheit und die Unsichtbarkeit im Kino geschrieben.

– Michael Sennhauser von Sennhausers Filmblog ist auf dem Zürich Filmfestival unterwegs und hat dort Hannes Baumgartners sehr interessant klingenden Film „Der Läufer“ gesehen.

– Die Filmlöwin hat Lars von Triers neuen Film „The House That Jack Built“ angesehen und sich dazu drei ausführliche Gedanken gemacht.

– Ich denke mal Maël Mubalegh von Jugend ohne Film und Steven Spielberg werden keine großen Freunde mehr. In seinem Artikel erklärt er warum dies so ist.

– Der aktuelle Elmar-Wepper-Film mit dem wunderbaren Titel „Grüner wird’s nicht, sagte der Gärtner und flog davon“ hat André Malberg recht gut gefallen. Weshalb erklärt er auf Eskalierende Träume.

– Bei meinem letzten Warschau-Besuch konnte ich „Cold War“ leider nicht sehen, da der polnische Film selbstverständlich nicht untertitelt lief. Klar. Meine Frau sah ihn sich an und war sehr zufrieden. Darum freue ich mich schon sehr drauf, wenn ich den Film endlich in einer verständlichen Form ansehen kann. Bis dahin kann ich ja Oliver Armknechts Review auf film-rezensionen.de lesen.

– Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich „Jackson County Jail“ das erste Mal gesehen habe. Wir hatten gerade einen Videorekorder angeschafft und der Film war einer der ersten, die ich vom Fernsehen (ich glaube, er lief in einem Dritten Programm, aber garantiert nicht unter dem Titel „Vergewaltigt hinter Gittern“) aufnahm. Was ich da zu sehen bekam, enttäuschte mich einerseits (ich hatte natürlich mehr Action und Gewalt erwartet), verstörte mich mit seiner nüchternen Betrachtung aber auch so weit, dass ich ihn heute – 30 Jahre später – noch gut vor Augen habe. Robert Zion hat dem Film nun auf seinem Blog einen sehr lesenswerten Artikel gewidmet.

– Oliver Reed ist immer einen (oder gleich mehrere) Blick wert. Darin stimme ich mit der Autorin des Blogs Schattenlichter vollkommen überein. Von „Leise weht der Hauch des Todes“ habe ich bisher nur gelesen, nach der Lektüre dieses Artikels steht er aber ganz oben mit auf der Wunschliste.

– Als ich „Dr. Mordrid“ vor vielen, vielen Jahren aus der Videothek mitgenommen habe, hieß der noch „Rexosaurus“ und der deutsche Verleih wollte diese billige „Dr. Strange“-Geschichte an die „Jurassic Park“-Welle hängen. Ich fand das damals alles ziemlich merkwürdig, aber aus Verbundenheit zu Hauptdarsteller Jefferey Combs auch nicht so schlecht. Jetzt ist er in einem üppigen Mediabook erscheinen, welches Andreas Eckenfels für Die Nacht der lebenden Texte besprochen hat.

– Totalschaden beschäftigt sich auf Splattertrash mit Mario Bavas wunderbaren Episodenfilm „Die drei Gesichter der Furcht“.

– Vor „Ein Mann sieht rot“ drehte Michael Winner einen anderen Rache-Film mit Charles Bronson, nämlich den Western „Chato’s Land“ wo Bronson ein Apachen-Halbblut spielt. Sebastian bespricht den Film auf Nischenkino.

– Okay, von „Dead End Drive-In“ habe ich immer nur den Titel gelesen und nie verstanden, wie man diesen höchst öden Film gut finden kann. Zumindest, bis ich eben dank Sascha der den Film auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte besprochen hat, herausgefunden habe, dass ich den im Kopf immer mit dem amerikanischen „Drive In Massacre“ verwechselt habe. Na, dann will ich jetzt aber den echten „ Dead End Drive-In“ so schnell wie möglich sehen.

Das Bloggen der Anderen (24-09-18)

Von , 24. September 2018 18:59

– An dieser Stelle erst einmal ein dickes DANKE SCHÖN an die kino-zeit.de-Redaktion, die meine kleine Seite kürzlich zum „Darling der Woche“ gekürt und sogar mit der wunderbaren „Perlentaucher“-Seite verglichen hat. Da wurde ich erst rot und dann doch mächtig stolz. Und das war dann auch wieder ein toller Ansporn immer weiter zu machen, auch wenn sich die Lust daran manchmal in Grenzen hält. Eigentlich hätte ich mich auch bei kino-zeit.de-Chef Joachim Kurz gleich persönlich bedanken können, denn jener war beim 25. Internationalen Filmfest in Oldenburg zugegen, wo ich ihn ein paar Mal sah. Aber aus angeborener Schüchternheit habe ich es dann doch gelassen, zumal er immer vor mir aus dem Kinosaal verschwunden war. Aber auf kino-zeit.de hat er einen schönen Bericht über Oldenburg veröffentlicht und sein Kommen auch im nächsten Jahr angekündigt.  Ferner schreibt er in einem lesenswerten zweiten Artikel anlässlich des Films „Utøya 22. Juli“ über Filme, denen der Vorwurf gemacht, dass sie die wahren Ereignisse, auf denen sie beruhen, exploitativ verwenden.

– Auf critic.de führt Frédéric Jaeger ein Interview mit einem Grenzenüberschreiter: Bruno Dumont.

– Sehr kontrovers wird ja auch Oscar Roehler diskutiert. Gabi Rudolph hat auf the out-takes über die Anfang des Jahres ausgestrahlte „Durch die Nacht mit…“-Folge geschrieben, in der er auf Lars Eidinger trifft.

– Andrey Arnold hat auf Jugend ohne Film einen sehr schönen Artikel über die unterschiedlichen Bildformate im Kino und welchen Eindruck sie auf den Betrachter machen verfasst.

– Für Robert Zion ist Jack Hill der bedeutendste Autorenfilmer des Exploitationkinos. Am 15. Sept. 2018 hat er auf dem Randfilmfest/Kassel einen Vortrag über „Jack Hill – Kino des Empowerment“ gehalten, dessen Langfassung er jetzt auf seinem Blog veröffentlicht hat.

– Ich bin sehr großer Chilly-Gonzales-Fan und sein Konzert letztes Jahr in der Bremer Glocke wird auf ewig ein Highlight in meiner Konzertgänger-Karriere bleiben. Jetzt gibt es eine Kino-Doku über ihn mit dem passenden Titel „Shut Up and Play the Piano“. Oliver Armknecht von film-rezensionen.de hat ihn gesehen. Außerdem habe ich jetzt durch Oliver festgestellt, dass die alte „Puppetmaster“-Serie noch lange nicht tot ist, sondern gerade mit „The Littlest Reich“ fortgesetzt wurde.

– Giallo-Time auf Die Nacht der lebenden Texte. Ansgar Skulme schreibt über den recht selten gesehenen „Das Geheimnis der blutigen Lilie“ mit der göttlichen Edwige Fenech.

– In Oldenburg lief gerade Paul Schraders neuer Film „First Reformed“, den ich leider nicht selber sehen konnte, von dem ich aber viel Gutes dort gehört habe. Zeit also, sich mal wieder intensiv mit Schrader auseinander zu setzen. Da kommt Oliver Nödings Artikel über Schraders Regie-Debüt „Blue Collar“ auf Remember It For Later gerade richtig.

„Kriegsjahre in der Eifel“, ein Dokumentarfilm von Dietrich Schubert von 1989 kannte ich bisher nicht. Durch André Malbergs Besprechung auf Eskalierende Träume bin ich aber neugierig geworden.

– Es wird endlich Zeit, dass „Abwärts“ von Carl Schenkel endlich mal auf einer vernünftigen Bluray erscheint. Die Review auf Schlombies Filmbesprechungen macht das noch einmal schmerzhaft klar.

– Wer kennt Sie nicht? Die berüchtigte Fliegende Guillotine? Heiko Hartmann hat sich auf Allesglotzer eingehende mit dem gleichnamigen Film und seiner Fortsetzung beschäftigt.

– Bleiben wir zum Abschluss in Asien. Flo Lieb von symparanekronemoi schreibt über den japanischen Thriller „The Third Murder“, der ihm gut gefallen hat.

Das Bloggen der Anderen (27-08-18)

Von , 27. August 2018 17:32

– Vor kurzem feierte Artur Brauner seinen 100. Geburtstag. Mitte der 60er produzierte er den deutsch-jugoslawischen Film „Zeugin aus der Hölle“, indem es um die Verbrechen während des Holocaust und deren mangelnde Aufarbeitung. Manfred Polak hat auf Whoknows presents eine Menge Interessantes über den Film zu sagen.

– Ausnahmsweise mal ein englischsprachiger Text, der auf dem deutschen Filmblog Eskalierende Träume veröffentlicht wurde. Roger Watkins kennt man vor allem durch sein Werk „Last House on Dead End Street“. In den 70er drehte er unter Pseudonym allerdings auch einige „Erwachsenenfilme“. Einer davon war „Her Name Was Lisa“ von 1979, den André Malberg (der den Blog scheinbar mittlerweile allein bestreitet) sehr ausführlich und informativ bespricht.

– Maria Wiesner stellt auf kino-zeit.de die legendäre Kostümdesignerin Edith Head vor und geht auf ihre Bedeutung in der Filmgeschichte und insbesondere für Alfred Hitchcock ein. Und Rajko Burchardt nimmt den Begriff „guilty pleasure“ auseinander.

– Jan Hendrik Mueller stellt auf Jugend ohne Filme die wegweisende Zeitschrift „Filmkritik“ (1957-1984) vor und analysiert deren Herangehensweise an die Filmkritik an sich.

– Gestern verstarb der große amerikanische Bühnen- (und Drehbuch-)Autor Neil Simon. Christian Keßler hat ihm auf Urlaub im Schrank einen schönen Nachruf gewidmet. Außerdem hat Christian sich sehr intensiv mit dem Werk Paul Verhoevens auseinandergesetzt und stellt mit „Stadt in Angst“ (Bad Day at Black Rock) einen seiner 100 Lieblingsfilme vor.

– Unbedingt empfehlenswert findet Oliver Nöding auf Remember It For Later den eher unbekannteren Film „The Spook Who Sat By The Door“, den ein Ivan Dixon 1973 in Szene setzte. Auch „Adieu Bulle“ mit Lino Ventura und Patrick Dewaere sollte man gesehen haben.

Filmlichtung hat mal so zusammengetragen, was es in der Welt der Filme so alles Neues gibt.

Funxton schwärmt von Fritz Langs wunderbaren „Scarlet Street“.

– Oliver Armknecht hat auf film-rezensionen.de ein Interview mit Deutschlands „Mumblecore“-Aushängeschild Axel Ranisch geführt und stellt auch Klaus Lemkes neues Werk „Bad Girls Avenue“ (jetzt in der ZDF-Mediathek zu sehen) vor, das ihm allerdings nicht so recht gemundet hat.

– Aha, Detlev Buck hat auch wieder einen neuen Film gemacht. „Asphaltgorillas“ heißt er vielversprechend. Julian Dax von Kinogucker lässt allerdings kaum ein gutes Haar dran.

– Christian Genzel hat sich für Wilsons Dachboden die beiden – wie er es nennt – „Frankenstein-Film“ „Der rosarote Panther wird gejagt“ und „Der Fluch des rosaroten Panthers“ angeschaut, die beide nach dem Tod des Hauptdarstellers Peter Sellers entstanden und mal mehr „Gejagdt) und mal weniger (Fluch) aus alten Szenen, Outakes und nicht verwendeten Material mit Sellers bestehen.

– Lukas Foerster hat auf seinem Blog Dirty Laundry zwei weitere Teile der Textreihe „Konfetti“ veröffentlicht, die im Rahmen des Siegfried-Kracauer-Stipendiums entsteht. Teil 13 handelt von „Running on Empty“, dem ihm liebsten Sidney-Lumet-Film und dem ihm liebsten River-Phoenix-Film. In Teil 14 geht es um die herzergreifende Schlussszene aus „Der letzte Schnee des Frühlings“.

25. Internationales Filmfest Oldenburg: Bruce-Robinson–Retrospektive

Von , 22. August 2018 17:53

Ich finde es ja immer wieder spannend, wem das Internationale Filmfestival Oldenburg seine jährlich Retrospektive widmet. Vorherzusagen ist dies nie, oftmals habe ich die Künstler vorher nie so recht auf dem Schirm gehabt (Philippe Mora kannte ich z.B. in erster Linie als Regisseur vom Heuler *hihihihi* „The Howling 2“), aber ich habe hier immer wieder wunderschöne Entdeckungen gehabt. Neben erwähnten Mora waren das beispielsweise Ted Kotcheff oder George Armitage.

Auch 2018 gibt es wieder eine interessante Retrospektive und auch hier wäre ich nie darauf gekommen, wem sie gewidmet wird. Es ist der britische Autor und Regisseur Bruce Robinson‚ das „vernachlässigtes Genie des britischen Films“, wie in der Pressemitteilung zu lesen ist.

Robinson begann seine Karriere 1968 als Schauspieler in der Rolle des Benvenio in Zeffirelli’s „Romeo und Julia„. Darauf folgten Rollen in Ken Russells „The Music Lovers“, Truffauts „The Story of Adele H.“ und Carlo Lizzanis „Kleinhoff Hotel“.

In den 70ern begann er selber zu schreiben. Für seine Drehbuch zu „The Killing Fields“ erhielt er eine Oscarnominierung. Diese ermöglichte es Robinson bei der düsteren, quasi-autobiographischen Komödie „Whitnail and I“ Regie zu führen.

Robinsons zweiter Film, die Farce „How to Get Ahead in Advertising“ aus dem Jahre 1989, war durch das tiefe Misstrauen gegen das Establishment – allem voran Margaret Thatcher – geprägt.

Danach ging Robinson nach Hollywood und drehte den Thriller „Jennifer 8“ (1992) mit Uma Thurman und Andy Garcia . Hier war er auch wieder als Autor tätig. Hochzufrieden mit dem Ergebnis musste er dann mit ansehen, wie Paramount begann den Film nach mehreren Testscreenings zu verstümmeln. Robinson zog sich aus dem Filmgeschäft zurück und begann Romane zu schreiben.

Sechs Jahre später kehrte er als Drehbuchautor von Neil Jordans „In Dreams“ zurück und wurde erneut von den radikalen Änderungen desillusioniert, die vom Regisseur und den Produzenten vorgenommen wurden. Nur sein Freund Johnny Depp, konnte ihn 2011 aus seinem Film-Ruhestand holen, um Hunter S. Thompsons „The Rum Diaries“ zu adaptieren und noch einmal auf dem Regiestuhl Platz zu nehmen. Hier hatte Robinson endlich wieder volle Kontrolle und Sicherheit-

Bruce Robinson wird während des gesamten Festivals in Oldenburg zu Gast sein und acht seiner Filme im Rahmen der ihm gewidmeten Retrospektive vorstellen. Die Retrospektive wird folgende Filme beinhalten: „Romeo and Juliet“ (1968), „The Story of Adele H“ (1975), „Kleinhoff Hotel“ (1977), „The Killing Fields“ (1984), „Withnail and I“ (1987), „How To Get Ahead in Advertising“ (1989), „Jennifer 8“ (1992) und „The Rum Diary“ (2011).

Panorama Theme by Themocracy