Das Bloggen der Anderen (11-03-19)

Von , 11. März 2019 17:48

– Es gibt ein neues Filmfestival. Und zwar in Jena. Es nennt sich „Paradies-Filmfestival“ , fand letzten Oktober statt und laut david von Whoknows presents haben „die beiden Veranstalter für das Programm ihre jeweiligen Vorlieben zusammengelegt, um ein Festival zusammen zu machen: italienisches Genre-Kino und vergessene DEFA-Filme“. Klingt wild – nach davids sehr ausführlichem Bericht (den man fast so lange liest wie so ein Festival dauert) ist man aber überzeugt und kann Jena durchaus mal für dieses Jahr ins Auge fassen.

– Auf Revolver hat der Autor Franz einige Gedanken zum Kino, Monoperspektiven im Film und akademische Klassengesellschaften gemacht.

– Rüdiger Suchsland rechnet auf out takes mit dem neuen Populismus in der deutschen Filmdebatte ab. Dabei geht es um Filmförderung und dem scheinheiligen „Argument der Publikumszufriedenheit“.  Und noch nachgetragen: Auf artechock.de hat Rüdiger Suchsland letzte Woche einen Nachruf auf Stanley Donen verfasst, der mir durch die Lappen gegangen war, da Artechock keinen RSS-Feed nutzt.

– Erinnerungen Teil 1: Ich stamme aus einer Familie von Western-Liebhabern. Mein Opa, mein Vater, meine beiden Onkel väterlicherseits – die Kochs hatten immer ein Herz für den Western. Und das war auch etwas, was uns immer verband. Mein Onkel mochte mal liebsten Western mit James Stewart (und mein anderer Onkel hatte sogar leichte Ähnlichkeit mit Jimmy). So war „Winchester 73“ ein in unserer Familie wohlbekannter Film, den ich immer mit diesen leider mittlerweile alle bereits verstorbenen Menschen verbinde. Dirk Ottelübbert hat „Winchster 73“ ausführlich für Die Nacht der lebenden Texte besprochen.

– Erinnerungen Teil 2: Ich erinnere mich tatsächlich noch daran, dass ich Richard Brooks „Die gefürchteten Vier“ zusammen mit meinem Vater sah und er mich darauf aufmerksam machte, dass in Western die Verfolgten immer total erschöpft und am Ende aussehen, die Verfolger aber immer ausgeruht und frisch, obwohl sie doch dieselbe Strecke zurücklegen und die Verfolger auch schneller reiten. „Die vier Gefurchten“ haben wir aber trotzdem beide sehr gemocht. Schön, dass auch funxton ihm 10/10 Punkten gibt.

– Gar nicht gut fand ich übrigens „Nackt unter Leder“ und freue mich, dass Sebastian von Nischenkino in seiner Besprechung so gut ausdrückt, was auch ich an dem Film alles falsch finde.

– Zombie-Time bei Schlombies Filmbesprechungen: Von „Night of the Living Dead“ über „Zombie“ zu „Zombi 2“ – mit einer kleinen Exkursion zu „Die Rückkehr der Zombies“. Hier sind wir uns im Großen und Ganzen mal einig.

– André Malberg hat auf Eskalierende Träume einen sehr schön Text über Joe D’Amatos für die richtigen Gründe sträflich unterschätzten (oder für die falschen Gründe überschätzten – wie man das sehen möchte) „Buio Omega“ geschrieben. Sehr empfehlenswert.

– Artjom Tom Klester, auch genannt Eule, hat sich auf Schritte Richtung Film (ehemals Das Tagebuch der Eule) mit František Vláčil wundervollen „Marketa Lazarová“ auseinandergesetzt.

– Noch nie was von gehört, scheint aber laut Oliver Nöding auf Remember It For Later durchaus einen Blick wert zu sein: die RomCom-Parodie „They Came Together“ von David Wain.

– Eigentlich sind mir die beiden Texte viel zu kurz, um sie hier zu verlinken, aber wenn Safrow schreibt: „Die Bilder von Pawlikowskis Cold War verfolgen mich noch immer. Der Film ist wahrscheinlich mein Film des Kinojahres 2018“, dann mache ich eine Ausnahme.

– Heiko Hartman hat auf Allesglotzer dem erfolgreichsten Anime aller Zeiten, Makoto Shinkais „Your Name.“ ,auch einige kritische Worte anzumerken.

Eine Antwort für “Das Bloggen der Anderen (11-03-19)”

  1. Moin Marco,

    mal wieder ein herzliches Dankeschön für die Erwähnung einer Rezension in meinem Blog.

    Gruß aus Hamburg,
    Volker

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