„35 Millimeter“-Magazin: Ausgabe 27 erhältlich

Von , 15. Juli 2018 22:17

Wenn sich jemand fragt, weshalb man hier derzeit nichts Neues liest: Ich bin eigentlich gar nicht da, sondern noch bis Ende des Monats im Urlaub. Da ich aber gerade Zugriff auf WLAN und gleichzeitig auch etwas Zeit habe, wollte ich schnell auf die neue „35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin“ hinweisen. Hier habe ich diesmal nur wenig zu beigetragen, nämlich gerade mal eine Seite zum Titelthema „Filmbösewichte“. Diese habe ich dann dem großartigen und leider unter tragischen Umständen viel, viel zu früh gestorbenen Laird Cregar gewidmet.

Da ich wie gesagt gerade im Urlaub verweile, habe ich das neue Heft schon fast durch. Und ich muss sagen: Der meines Erachtens nach schon sehr hohe Standard der letzten Ausgaben wurde mal wieder gehalten – und vielleicht sogar noch einmal ein kleines Stückchen höher gelegt.

Was erwartet einen noch so (den Text übernehme ich jetzt mal mehr oder weniger wortwörtlich von der 35-Millimeter-Homepage)? Martin Abraham stellt in DÄMONEN, SCHURKEN UND VAMPS das Böse im Hindi-Film vor. Christoph Seelinger setzt sich in DIE MACHT DES BLUTES, DIE SINNLOSIGKEIT DER EXISTENZ mit der Figur des „Coffin Joe“ im Horror-Klassiker AT MIDNIGHT I WILL TAKE YOUR SOUL (1964) auseinander. Matthias Pfeiffer befasst sich in BÖSE DOKTOREN DES WEIMARER FILMS mit Dr. Caligari und Dr. Mabuse. Lars Johansen und Clemens Williges widmen sich drei Hollywoodgrößen, die auf böse Rollen festgelegt waren – Bela Lugosi dauerhaft, Basil Rathbone und Myrna Loy zeitweilig. Alexander Schultz analysiert in MÄNNER IM KREIS Randolph Scotts Beziehung zu den Bösewichtern in Budd Boettichers Ranown-Zyklus. Matthias Merkelbach beleuchtet in DÄMONIN AUS LIEBE die Entwicklungsgeschichte der Femme fatale im Film Noir.

Jenseits des Titelthemas beschäftigt sich Christian Genzel anlässlich der deutschen Blu-ray-Veröffentlichungen von G.W. Pabsts WESTFRONT 1918 (1930) und KAMERADSCHAFT (1931), ausführlich mit diesen beiden zentralen Werken des frühen deutschen Tonfilms. Jörg Mathieu stellt die neue FRITZ LANG-Box der Murnau-Stiftung vor.

Björn Küster gibt in seinem Artikel DER SANDALENFILM Einblick in das vernachlässigte Genre Peplum. In der Kolumne OPERATION: EUROPLOITAION – TODESGRÜSSE VOM MITTELMEER bringt Christoph Seelinger DRACULA IN ISTANBUL (1953) ans Tageslicht. Martin Abraham unternimmt mit seiner Rubrik einen Ausflug ins CINEMA MALAYSIA, stellt den Superstar P. Ramlee vor. Und in seiner Kolumne NORDISCHE SCHÄTZE präsentiert Martin Abraham die dänische Komödie VI ER ALLESAMMEN TOSSEDE (1959).

In seinem Artikel EYES WIDE APART AND EYES WIDE OPEN würdigt Prof. Dr. Tonio Klein die Ausnahmekünstlerin Ida Lupino. Oliver Nöding beleuchtet in seiner Kolumne IM ZWIELICHT: FILM NOIR OHNE FILTER Joseph H. Lewis‘ wegweisenden Reißer GEFÄHRLICHE LEIDENSCHAFT (1950). Robert Zion wendet sich im zweiten Teil seiner Kolumne AUF DEM PFAD DER VERLORENEN mit RITT ZUM OX-BOW (1943) den Anfängen des Noir Westerns zu.

In der Rubrik ON SET ist Clemens Williges’ Einführungsvortrag zur Aufführung von Harold Lloyds AUSGERECHNET WOLKENKRATZER! (1923) im Hallenbad – Kultur am Schachtweg im Rahmen der Movimentos Festwochen in Wolfsburg nachzulesen. In der neuen Kolumne MEILENSTEINE DES FRÜHEN KINOS widmet sich Clemens Williges zwei vergessenen Meisterwerken von Lois Weber: THE DUMB GIRL OF PORTICI (1916) und SHOES (1916). Abschließend gibt Williges in seiner Kolumne DER VERGESSENE FILM mit THE HORROR OF PARTY BEACH (1964) bereits einen Ausblick auf die Titelstory #28: SOMMER – SONNE – SUMPF.

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