Das Bloggen der Anderen (20-03-17)

Von , 20. März 2017 19:27

bartonfink_type2– Da in der vergangenen Woche nicht allzu viel in der „Blogosphäre“ los war, möchte ich die freien Platz gleich mal nutzen, um mal wieder auf den schönen Blog Witte’s Wöchentliche Tipps hinzuweisen. Einmal, weil mir diese bunte Sammelsurium trotz (oder gerade wegen) einiger unterschiedlicher Ansichten sehr gefällt und dann, weil ich selber weiß, wie anstrengend es ist, eine wöchentliche Rubrik zu unterhalten.

Ein ähnliches Konzept, aber nicht ganz so regelmäßig, verfolgt auch Michael Scheck auf Hauptsache (Stumm)Film. Er bespricht einen Hauptfilm (diesmal „Der Tote lebt“ mit Robert Tylor und Lana Turner) und dann noch etwas kürzer aktuellere Filme.

– Normalerweise ist Nerdtalk ein reiner Podcast und fällt hier deshalb in der Regel raus. Diesmal hat Phil aber etwas schönes getextet und zwar sein Geständnis: „Ich bin ein Abspannsitzenbleiber“.

– Drei Jahre und insgesamt 150 Folgen lang hat Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de in einem großen „Special“ Animationsfilme vorgestellt. Nun ist er am Ende angekommen – was ich schade finde – und hat zum krönenden Abschluss noch einmal einen sehr tollen Tipp: Mamoru Oshiis „Angel’s Egg“, der ihn sehr. Sehr begeistert hat. Ein würdiger Abschluss der Reihe.

– Das Studio Ghibli hat seinen ersten Film in Kooperation mit einer europäischen Produktionsfirma fertiggestellt. Das Ergebnis, Die rote Schildkröte“ , nennt Matthias Holm auf Die Nacht der lebenden Texteeine wunderschöne Erfahrung“.

Ideologie in Filmen und ihre ganz unterschiedliche Deutung – darüber schreibt Lucas Barwenczik auf B-Roll am Beispiel von „Sie leben“ und „Fight Club“. Falk Straub macht sich über das sogenannte „white washing“ in Hollywoodfilmen (hier Scarlett Johansson spielt in „Ghost in the Shell“ eine in der Vorlage asiatische Figur) und die berechtigte/unberechtigte Kritik daran so seine Gedanken. Und Patrick Holzapfel schreibt über das Essen von Blumen im Film. Genau.

– Apropos „Ghost in the Shell“. Wer seine Erinnerungen an den Original-Film auffrischen möchte, der kann dies bei Schlombies Filmbesprechungen tun. Ferner ist Christian auch noch dabei, die Edgar-Wallace-Reihe abzuarbeiten und ist diesmal bei „Die Bande des Schreckens“ gelandet.

– Rainer Kienböck stellt auf Jugend ohne Film den presigekrönten, dreistündigen Dokumentarfilm „Hoop Dreams“ von 1994 vor.

– Ein anderer Dokumentarfilm, „I am not your negro“ von Raoul Peck, wird auf filmgazette von Wolfgang Nerlin ausdrücklich empfohlen.

Short Cuts Totale beschäftigt sich weiterhin mit Ingmar Bergmanns Frühwerk und geht sehr detailliert auf den 1948 entstanden „Hafenstadt“ ein.

– Udo Rotenberg untersucht die Wurzeln der „Commedia sexy all’italiana“ und schreibt auf L’amore in città über „Ich lass‘ mich nicht verführen“ den Dino Risi 1957 nach einem Drehbuch von Pasquale Festa Campanile, der später für das Genre noch sehr wichtig werden sollte.

– Seitdem sich Oliver Nöding von Facebook zurückgezogen hat und nicht mehr regelmäßig seine neusten Besprechungen auf Remember It for Later postet, ist er doch tatsächlich etwas aus meinem Blickfeld geraten. Und ich vermisse auch etwa meinen „täglichen Nöding“. Gut, dass seine Beiträge dann einmal die Woche in meinem Newsfeed-Reader auftauchen. Sonst hätte ich wahrscheinlich seine Texte über Roger Cormans „Bloody Mama“ und Michael Apteds „The Squeeze“ (gerade auf die „Muss-ich-gucken“-Liste gewandert) verpasst.

– Über Denis Villeneuves „The Arrival“ habe ich bisher nur immer zwei Meinungen gelesen: Großartig oder Murks. Funxton sortiert sich mit seiner Besprechung mehr oder weniger in der Mitte ein.

– „Tanz der Teufel“ ist wieder da und Sebastian von Nischenkino hat ihn sich im Kino angesehen. Ich sehe zwar vieles (auch nachdem ich ihn tatsächlich vor zwei Wochen noch einmal im Kino gesehen habe) zwar etwas anders als Sebastian (insbesondere „Man muss jedoch sagen, dass das Drehbuch keinen Pfifferling wert ist, denn der Film ist an manchen Stellen so behämmert dass man nur den Kopf schütteln kann“ möchte ich widersprechen), aber bei Fazit: „Raimi hat damals gezeigt, wie kreativ, unterhaltsam und gleichzeitig angsteinflößend ein low-budget Horrorfilm sein kann“ bin ich wieder ganz bei ihm.

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