Das Bloggen der Anderen (01-06-15)

Von , 1. Juni 2015 19:02

bartonfink_type2– Es ist doch immer wieder schön, mal zu schauen, wie die bekannten Plätze, die einem durch diverse Filme so vertraut geworden sind, eigentlich in der Realität aussehen. Bzw. was aus ihnen im Laufe der Jahrzehnte geworden ist. Andrea David von filmtourismus.de hat sich ganz diesem Thema verschrieben und stellt auf ihrer Seite diesmal die wundervolle Stadt Prag vor. Und nimmt uns auf eine Tour durch die Barrandov Studios mit.

– Auf Mauritia Meyer vom Blog Schattenlichter war auf Reisen und hat viele Fotos mitgebracht, wie die Drehorte der beiden Klassiker „Il Demonio“ von Brunello Rondi und Lucio Fulcis „Don’t Torture A Duckling“ heute aussehen.

– Das Filmfestival von Cannes ist vorbei. Eine Bilanz von Frédéric Jaeger auf critic.de.

– Auf Nischenkino bespricht Bluntwolf den späten Giallo „Body Puzzle“ von Lamerto Bava. Den habe ich vor 20 Jahren mal gesehen und weiß bis heute nicht, ob die Fassung komplett war oder nicht. Ein guter Grund sich dem Film mal wieder zu widmen.

– Vor noch mehr Jahren – schätzungsweise 30 – sah ich im TV einmal den Film „Im Visier des Falken“ alias „Figures on a Landscape“, der mich damals tief beeindruckte. Lange habe ich gebraucht herauszufinden, welchen Film ich da damals gesehen habe. Dank Patrick Holzapfels schönem Artikel auf Jugend ohne Film, der neben diesen noch einen weiteren Lieblingsfilm (Der Prozess“ von Orson Welles) vorstellt, habe ich gerade entdeckt, dass er vor zwei Jahren auf DVD erschienen und für kleines Geld zu haben ist.

Einen zeitlosen Klassiker seziert gabelingeber auf Hauptsache (Stumm)Film. John Hustons „Der Schatz der Sierra Madre“ von John Houston mit Humphrey Bogart und nach einem Roman von B.Traven.

– Houstons Zeitgenosse Howard Hawks war mir allerdings immer etwas näher am Herzen und für zahlreiche meiner Lieblingsfilme (El Dorado!!!) verantwortlich. Ihm widmet Andreas Köhnemann auf B-Roll ein umfangreiches Porträt. Lucas Barwenczik erklärt in einem langen und interessanten Artikel, warum das Kino keine Angst vor sozialen Medien haben darf.

– Filmkritiker Rüdiger Suchsland hat die Seiten gewechselt und einen Film gedreht. Der Dokumentarfilm „Von Caligari bis Hitler“ läuft in diversen Kinos und Suchsland berichtet auf Negativ von seinen Erlebnissen auf der Kinotour.

– Vor ein paar Jahren sah ich in der Cinematheque in Paris die Kostüme zu Jaques Demys „Eselshaut“, den ich seitdem gerne sehen wollte. Aber leider ist der Film in Deutschland nicht auf DVD erschienen und die französische hatte keine Untertitel. Also heißt es weiter warten und zwischendurch Hoffmans Text über den Film auf Drei Cineasten lesen.

– Sano Cestnik stellt auf Eskalierende Träume wortgewaltig einen neuen deutschen (okay, eigentlich ja mehr italienischen, wenn man’s genau nimmt) Lieblingsfilm vor: „Condottieri“, den Luis Trenker 1937 in Szene setzte.

– Apropos deutscher Lieblingsfilm: Udo Rotenberg stellt auf Grün ist die Heide Roland Klicks damals schmählich vernachlässigten, heute rehabilitierten „Deadlock“ vor.

– Und auf L’amore in città schreibt er über den Guerilla-Kriegsfilm „La colomba non deve volare“ von Sergio Garrone, der trotz deutscher Co-Produktion und Horst Buchholz in der Hauptrolle es bis heute nicht nach Deutschland geschafft hat.

– Oliver Nöding zeigt sich auf Remember It For Later von Linklaters „Boyhood“ angetan und nimmt sich die komplette „Freitag, der 13.“-Reihe vor. Stellvertretend hier mal der Link zu einem der besten teile, nämlich die Nummer 4.

– Wo wir bei den 80ern sind. Auf Cereality gibt es eine kleine Cannon-Retro mit „Masters of the Universe“ und „Invasion vom Mars“.

– Und Lukas Foerster hält auf Dirty Laundry ein flammendes Plädoyer für John Badhams „Drop Zone“.

– Kommen wir noch einmal auf Lieblingsfilme zurück. Bei mir steht Andrzej Zulawskis „Possession“ ganz, ganz weit oben auf der Beliebheitsskala. Oliver Armknecht von film-rezensionen.de gibt ihm nur 7,5/10 Punkten. Da hätte ich mehr vergeben. Ferner wird der Anti-Kriegs-Anime „Barfuß durch Hiroshima“ empfohlen.

– Ebenfalls eine Empfehlung spricht Rochus Wolff auf seinem Kinderfilmblog für den in Palästina spielenden „Giraffada“ aus.

– Nicht unbedingt von einem Kinderfilm kann man bei „Camp Evil“ sprechen, auch wenn die Protagonisten im vorpubertären Alter sind. Sascha Nolte nennt ihn auf Die seltsamen Filmen des Herrn Nolteeinen der besten Slasher der letzten Jahre.

Begeistert sind auch YP und PD von Film im Dialog. Allerdings von „A Girl Walks Home At Night“.

– Stu von den Drei Muscheln wurde von Sono Sions neustem Werk „Tokyo Tribes“ ziemlich durcheinander gerüttelt. „Am Ende bleiben Ungläubigkeit, hochgezogene Mundwinkel, Verwirrung, Freude und vor allem die Wahrheit, dass Gewalt keine Lösung ist. Musik aber schon.“

– Christian Genzel schreibt auf Wilsons Dachboden über Ulrich Seidls „Paradies: Liebe“.

Kozure Okami berichtet, dass der legendäre SFX-Guru Rick Baker die Nase von Hollywood voll hat und dem modernen CGI-Zirkus den Rücken kehrt – um sein eigenes Ding zu machen.

Kino Vorschau Sommer 2015, Teil 2 – beim Kinogänger.

Eine Antwort für “Das Bloggen der Anderen (01-06-15)”

  1. Vor noch mehr Jahren – schätzungsweise 30 – sah ich im TV einmal den Film „Im Visier des Falken“ alias „Figures on a Landscape“, der mich damals tief beeindruckte. Lange habe ich gebraucht herauszufinden, welchen Film ich da damals gesehen habe.

    Ach, Du auch? Ich hab den auch vor geschätzt 30 bis 35 Jahren in TV gesehen. Wer weiß, vielleicht dieselbe Ausstrahlung wie bei Dir. Ich hatte auch zwischendurch den Titel vergessen, aber ich wusste immer, dass Robert Shaw die Hauptrolle spielt, deshalb habe ich den Titel schon in meiner Internet-Frühzeit vor mehr als 15 Jahren wieder herausgefunden.

    ESELSHAUT lief schon mehrfach auf arte, zuletzt gleich dreimal letztes Weihnachten und kurz danach. Da kommt er bestimmt wieder mal. Es gibt ihn aber auch in England auf DVD.

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