Das Bloggen der Anderen (03-06-13)

Von , 3. Juni 2013 22:13

bartonfink_type2– Und ein letztes Mal Cannes. Einen Rückblick auf die Festivalwoche von Frédéric Jaeger gibt es auf critic.de

– Der zuvor in Cannes von den Kritikern so arg gescholte „Only God Forgives“ findet mittlerweile einige Fürsprecher, wie z.B. Splatting-Image-Autor Sebastian Selig auf Hard Sensations, Ronny Dombrowski auf cinetastic.de oder Patrick Holzapfel auf Jugend ohne Film.

– Auf Japankino gibt es zunächst ein kleines Fazit des Japanischen Filmfests in Hamburg, auf das ich früher auch immer gerne gegangen bin. Und dann folgen noch einige wertvolle Tipps für das nächste Großereignis in Sachen japanischer Film: Die Nippon Connection in Frankfurt. Welche Filme sollte man sich dort nicht entgehen lassen?

– Wie schon oft erwähnt, mag ich das Konzept des Filmgesprächs sehr gerne und bin daher sehr dankbar, dass es auf Hard Sensations so wunderbar gepflegt wird. Zunächst einmal stellen Silvia Szymanski und Maria Wildeisen in ihrer Reihe “Forced Entry – Vergewaltigung im Film” einen Heuler vor dem Herrn vor, der zu Recht absoluten Kult-Status genießt und aufgeschlossenen Filmfreunden als einer der besten und wahnwitzigsten „schlechten“ Filme ans Herz gewachsen sein dürfte: Jorge Graus „Mad Foxes“, produziert von Erwin C. Dietrich. Ganz besonders charmant finde ich die Idee von Oliver Nöding, sich zusammen mit seiner Ehefrau Leena May Peters den berüchtigten Rape&Revenge-Streifen „Ich spuck auf Dein Grab“ (der ebenfalls hervorragend in die „Forced Entry“-Reihe passen würde) anzuschauen, und danach darüber einen sehr langen Dialog zu führen, der den Film aus zwei ganz unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Unbedingt lesenswert. 

– Wieder einmal einen schönen Film gibt es auf hypnosemaschinen zu entdecken, wo die unbekannte Henry-James-Verfilmung „La redevance du fantôme“ (basierend auf „The Ghostly Rental“ ) von 1965 ausgebuddelt wurde.

– Da ich wieder in die Organisation des Phantastivals eingebunden bin, sind für mich die Neuigkeiten auf Frau Flinkwert sieht alles, welche Filme für das Fantasy Filmfest bereits bestätigt wurden, natürlich von besonderem Interesse, denn wir wollen diesmal möglichst keine Doubletten haben. Eben dort findet man auch eine Review mit Bremen-Bezug. Frau Flinkwert bespricht den Film „Fünf Jahre Leben“, der auf dem Fall des, von den Boulevardmedien gerne und ungerechtfertigter Weise „Bremer Taliban“ genannten, Murat Kurnaz beruht.

– Vorletzten Sonntag haben Stefan und ich, im Rahmen unserer Weird Xperience-Reihe im City 46, noch „The Human Centipede“ gezeigt. Auf screen/read kann man jetzt Neuigkeiten zum lange angekündigten, und aufgrund von Zwistigkeiten zwischen Laser und Sixx verschobenen, dritten Teil nachlesen.

– Krypton McKracken ärgert sich auf Videoraiders.net über die Auswüchse des Crowdfunding-Phänomens, welches seiner Meinung nach zu oft von den falschen Leuten in Anspruch genommen wird.

The Hooded Justice stellt den mir bisher gänzlich unbekannten, malaysischen Filmemacher Tsai Ming-liang vor. Das klingt alles sehr interessant. Werde ich mal im Auge behalten.

– Passend zu meinem letzten Review, gibt es auf Remember it for later die Besprechung des „Maniac“-Originals und des aktuellen Remakes.

– Über einen frühen Film mit Gérard Depardieu schreibt Manfred Polak auf Whoknowspresents. „Den Mörder trifft man am Buffet“ von Bertrand Blier. Peinlicherweise habe ich bisher immer Bertrand Blier für identisch mit Bernard Blier (spielt auch mit) gehalten.Jetzt weiß ich es besser. Bertrand ist der Sohn von Bernard.

– Einer meiner absoluten Lieblingsfilme ist Clouzots „Lohn der Angst“. L’Amore in città hat sich jetzt das Remake von William Friedkin vorgenommen: „Sorcerer“, der damals ziemlich Schiffbruch erlitt, weil jeder aufgrund des Titels einen zweiten „Exorzisten“ erwartet hatte. Habe ich bisher auch nicht gesehen, aber aufgrund der Besprechung werde ich das demnächst einmal nachholen.

– Unheimlicher Zufall. Am 29.Mai verstarb die französische Schauspielerin Françoise Blanchard, die den meisten sicherlich aus Jean Rollins „Living Dead Girl“ bekannt ist. Genau einen Tag vorher besprach totalschaden auf Splattertrash den Eurocine-Trash-Film „Oase der gefangenen Frauen“, in dem sie die Hauptrolle spielte.

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