Nachrichten getagged: Weser Kurier

Lindenhof-Lichtspiele: Gute Nachrichten aus Wildeshausen

Von , 26. März 2010 20:05

Gute Nachrichten aus dem Umland. In diesem Falle aus Wildeshausen. Dort stand das einzige Kino, die Lindenhof-Lichtspiele, nach der Insolvenz des vorherigen Besitzer Heinz Rigbers vor dem Aus. Jetzt ist das Kino gerettet und die Arbeitsplätze der ehemaligen Mitarbeiter gesichert. Das Kino wird in Zukunft von Thomas Ahrens geführt, der seit einem halben Jahr Herrn Rigbers zunächst als unabhängiger Unternehmensberater zur Seite stand und ab Januar auch die Geschäfte in den Lindenhof-Lichtspielen führte.

Der neue Besitzer hat auch schon viele Pläne, wie er die Lindenhof-Lichtspiele in Zukunft noch attraktiver gestalten möchte und sprüht zumindest in den Artikeln, die im Weser Kurier und in der Kreiszeitung erschienen sind, vor Elan und Tatenkraft.

So will er nicht nur die Zusammenarbeit mit den Schulen intensiveren und ab Herbst am Wochenende ein “Frühstückskino” für die ganze Familie anbieten. Vor allem plant er, in digitale Projektoren zu investieren, damit in Zukunft auch in Wildeshausen 3D-Vorführungen stattfnden können.

Ich drücke Herrn Ahrens und all seinen Mitarbeitern kräftig die Daumen, dass die “neuen” Lindenhof-Lichtspiele ein voller Erfolg werden.

Leider hat sich für das “City-Filmtheater” in Bremen, welches ebenfalls Heinz Rigbers gehörte, scheinbar noch immer keine Lösung gefunden. Ich hoffe sehr, dass die geschichte hier ein ähnliches Happy-End nehmen könnte, wie in Wildeshausen. Vor allem für die ehemaligen Mitarbeiter. Noch ein weiteren Rossmann oder Penny in einem ehemaligen Kino braucht schließlich kein Mensch.

Hier noch die Links zu den Artikel im Weser Kurier und der Kreiszeitung. Dort findet man noch mehr und ausführlichere Informationen.

Presseschau: “City”-Insolvenz & “Kino 46″-Standort

Von , 25. Februar 2010 16:09

In den letzten beiden Tagen wurde in der Presse so einiges Interessantes zum Thema “City” und auch “Kino 46″ geschrieben.

Ich möchte mich an den Spekulationen zur Zeit nicht beteiligen und stelle hier daher mal nur die Links zu den entsprechenden Artikeln rein.

Weser Kurier: Improtheater spielt wieder im City Filmtheater

Bremer Anzeiger: Im City-Filmtheater läuft nichts mehr

taz: Das Waller Wanderkino

Aus für das City-Kino!

Von , 20. Februar 2010 16:06

Als Anfang der Woche in der Online-Ausgabe des “Weser Kuriers” unter der Schlagzeile “Insolventer Kino-Chef Heinz Rigbers vom Winde verweht” ein Artikel über die Insolvenz des Kinobesitzers Heinz Rigbers zu lesen war, habe ich dies absichtlich nicht hier in den Blog hier aufgenommen, da dies für mich nichts direkt mit Kino in Bremen zu tun hatte und von daher eher die Rubrik “Klatsch und Tratsch” bedient hätte. Schließlich war sein Bremer Kino, das “City”, ja erst im letzten August an die “Bremer Filmkunsttheatern” von Manfred Brocki gegangen.

Aber da habe ich den Artikel damals wohl falsch interpretiert. Zwar hat Brocki die Leitung des “City” übernommen, das Kino selber gehört aber immer noch Rigbers, der auch die Miete zahlt. Und durch dessen Insolvenz musste das “City” nun die Pforten schließen.

Der Artikel in der Print-Ausgabe ist hier einen Tick ausführlicher, als sein Online-Pendant:

“Der Betrieb des City wurde seit August 2009 von den Bremer Filmkunsttheatern geführt. Rigbers ist noch Mieter der Räume in der Birkenstraße. Sein Vertrag soll im April auslaufen.”

Man kann jetzt also wild drauflos spekulieren, wie es wohl mit dem “City” weitergeht…

Nicht spekulieren muss man, was mit Rigbers passiert ist, der am Dienstag vom “Weser Kurier” noch als “flüchtig” dargestellt wurde (“Derzeit allerdings muten auch die Geschehnisse um den Betreiber der Wildeshauser Lindenhof-Lichtspiele, Heinz Rigbers, ein bisschen wie Kino-Stoff an. Denn Rigbers ist offenbar nicht mehr zu finden, seit er in einem vorläufigen Insolvenzverfahren steckt.”). Mitterweile weiß man wohl, wo er gerade steckt: “Betreiber Heinz Rigbers sei auf der Berlinale, um Kontakte zu pflegen, hieß es am Donnerstag.”

Da wäre ich übrigens auch gerne :(

Interessanter Artikel über die Nordmedia im “Weser Kurier”

Von , 11. Februar 2010 16:59

Schon bereits gestern erschien im Weser Kurier ein höchst informativer, lesenswerter Artikel über die “Filmfördergesellschaft” Nordmedia, die u.a. Fatih Akins “Soul Kitchen” gefördert hatte. Der Artikel von Iris Hetscher gibt einen guten Einblick in die Filmfördermaßnahmen der Nordmedia und zeigt auf, wie mit Hilfe der Filmförderung auch versucht wird, Bremen zu einem für die Filmbranche attraktiven Dreh- und Standort zu machen.

11,5 Millionen Euro hat die Nordmedia, (…) im vergangenen Jahr in die Medienbranche in Bremen und Niedersachsen gepumpt (2008: 10,6 Millionen Euro). Davon floßen vier Millionen in Projekte, die im weitesten Sinne mit Bremen zu tun haben.

(…)

Und der entscheidende  Aspekt für die regionale Film- und TV-Förderung: 35 Millionen Euro seien an den Medien-Standorten Niedersachsen und Bremen ausgegeben worden.

Ob der sogenannte Regionaleffekt allerdings wirklich mit dieser Zahl durchschlägt, ist nicht klar, mussten Schäffer und Jochen Coldewey, Leiter der Abteilung Förderung und Standort, zugeben. Mit dem Geld, dass der Region durch einen Filmdreh zufließt, sollen lokale Mitarbeiter am Set oder lokale Firmen bezahlt werden. Auf die Frage, wie sich die 217.000 Euro, die die Nordmedia für “Soul Kitchen” zugeschossen hat, genau auf die Bremer Szene ausgewirkt hätten, konnte Coldewey eher wolkig als konkret vermelden, dass davon “ein Aufnahmeleiter und ein Sounddesigner” bezahlt wurden und  außerdem noch eine weitere Bremer Firma engagiert wurde. Gedreht wurde an drei Tagen vor allem auf dem Riensberger Friedhof und in einem “Bremer Hochhaus”. Auf jeden Fall sei ein “kulturwirtschaftlicher Effekt” entstanden, so Coldewey, der noch einen zweiten, “kulturellen” Aspekt betonte: “Die Region wird bekannter, man sieht Bremen in Cannes auf einer Leinwand.”

Quelle: Weser Kurier

Naja, Letzteres kann man so und so sehen. Tatsächlich “doubelt” Bremen in “Soul Kitchen” für Hamburg (ausgerechnet!) und nicht einmal ausgewiesene Bremen-Kenner würden ihre Stadt in dem Film nicht erkennen. Andererseits förderte Nordmedia auch “Auf der anderen Seite” und da sieht man ja nun wirklich eine Menge Bremen. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn Bremen noch von mehr Filmproduktionen als Drehort entdeckt würde, denn unsere Stadt hat ja nun wirklich einiges an interessanten und vor allem unverbrauchten Locations zu bieten.

Bei der Gelegenheit habe ich in der IMDb mal geschaut, welche Kinofilme überhaupt in Bremen gedreht wurden. Außer “Meines Vaters Pferde” mit Curd Jürgens, den legendären “Ich bin ein Elefant, Madame” von Peter Zadek und eben “Auf der anderen Seite” habe ich nicht viel bekanntes gefunden (wobei Fassbinders “Die bitteren Tränen der Petra von Kant” immerhin in Bremen spielt und sogar der “Weser Kurier” dort prominent ins Bild gerückt wird).

Schauburg: “Lieblingsfilme am Dienstagvormittag”

Von , 7. Januar 2010 15:24

Eine wirklich nettes Projekt gibt es jeden Dienstagvormittag in der Schauburg. Ich bin da gerade über einen Artikel gestolpert, der im “Weser Kurier” schon am 29.12. online veröffentlicht wurde.

Und zwar handelt es sich um die Filmreihe “Lieblingsfilme am Dienstagvormittag”, die am 26. Januar beginnt. Diese gibt es in ähnlicher Form wohl schon seit zwei Jahren, war mir aber bisher völlig unbekannt. Nun wurde das Projekt noch einmal überarbeitet und – wie gesagt – dafür im Weser Kurier etwas Werbung gemacht.

Worum handelt es sich? Das “Forum Ältere Menschen Bremen” (FÄMB) hat eine Filmreihe “Für jung und alt” ins Leben gerufen, bei der immer Dienstagvormittags Filmklassiker (u.a “Casablanca”, “Der dritte Mann”, “Die Katze auf dem heißen Blechdach”, “Der Pianist”, aber auch ”Garn Torino”) auf der großen Leinwand gezeigt werden. Und nun kommt der Clou: Nicht als “billige” DVD-Projektionen, sondern ganz klassisch in 35mm! Also eine hervorragende Möglichkeit, große Filme noch einmal in adäquater Form dort zu sehen, wo sie hingehören.

Die Anfangszeiten (immer um 11:00 Uhr) sind zwar arbeitnehmerfeindlich, aber das Projekt richtet sich ja auch in erster Linie an Rentner und Schüler bzw. Schulklassen.

(…) Der Preis für die Veranstaltungen in der Schauburg, die bisher „eher mäßig besucht waren“, so Meineke, ist auf drei Euro gesenkt worden. Eine Altersbeschränkung nach oben gibt es nicht mehr. „Wir möchten, dass auch Jüngere teilnehmen und wünschen uns, dass sie mit den Älteren ins Gespräch kommen“.

Das könnten beispielsweise Schulklassen sein, die ausdrücklich an den Dienstagen willkommen sind. Dann würde sich auch der Aufwand für das Kino lohnen: Die Schauburg zeigt die Filme nicht in digitaler Projektion von der DVD, sondern ganz klassisch als 35mm-Kopie. Dafür fallen Kosten bei den Filmverleihern an, diese übernimmt vorerst das Forum. (…)

An dieser Stelle noch ein wichtiger Hinweis für kinobegeisterte Filmfans über 60:

Ein weiteres Angebot für Ältere gibt es nach wie vor in der „Gondel“. Ab dem 5. Januar ist im FÄMB-Büro (c/o Amt für Soziale Dienste, Hans-Böckler-Straße 9, Telefon 0421/361-86 182) ein kostenloser Filmclubausweis für Kinofans ab 60plus erhältlich. Wer diesen sonntags an der Kinokasse der „Gondel“ vorzeigt, zahlt für alle Vorstellungen fünf Euro Eintritt.

Quelle: www.weser-kurier.de

Eine Bremer Erfolgsgeschichte: Die OFDb.de

Von , 16. Dezember 2009 10:08

Man lernt doch immer wieder etwas Neues. So wusste ich bis gestern nicht, dass die auch von mir häufig frequentierte Filmdatenbank OFDb.de ein Bremer Gewächs ist.

Diese Neuigkeit habe ich durch Zufall auf der Homepage des “Weser Kuriers” gefunden. Möglicherweise stand der Artikel auch schon Sonntag in der Print-Ausgabe, aber leider hatte ich da keine Zeit, diese durchzublättern.

(…) Informatik und Filme seien immer schon sein (Sascha Immes) Hobby gewesen und so beschloss der Bremer vor zehn Jahren eine Informationsseite über Medienzensur zu programmieren und zu veröffentlichen.

„Womit ich damals nicht annähernd gerechnet hatte, das war die enorme Resonanz auf mein kleines Projekt. Praktisch vom ersten Tage an entstand eine treue Fangemeinde, die sich für die Mitarbeit an der ‚großen Filmdatenbank‘, wie ich die Anwendung damals betitelt habe, begeistern konnte“, erzählt Imme. Angespornt von dem positiven Feedback stürzte er sich voller Enthusiasmus in die Weiterentwicklung der Filmdatenbank.

Bis 2004 sein ehemaliger Studienkollege und Freund André Kreutzträger den Vorschlag gemacht hat, sich mit der Online Filmdatenbank selbständig zu machen. Sascha Imme war damals Trainee bei einem Versicherungsunternehmen und betrieb die Datenbank als Hobby nebenher. „Nach vielen Gesprächen und langen Nächten stand dann die Entscheidung fest: Gemeinsam mit André wagte ich mit der OFDb den Schritt in die Selbständigkeit“, sagt Sascha Imme. (..)

Quelle: weser-kurier.de

Den ganzen Artikel kann man hier lesen.

Hiermit auch meine herzlichen Glückwünsche an Sascha Imme und André Kreuzträger für 10 Jahre OFDb.de. Es freut mich sehr, dass es bei uns in Bremen noch solche tollen Erfolgsgeschichten gibt.

Und es ist auch beruhigend zu sehen, dass es in unserer schönen Hansestadt tatsächlich noch mehr Filmverrückte gibt, die irgendwelche merkwürdigen Seiten ins Internet stellen ;)

Filmkritik in Deutschland und beim “Weser Kurier” im Speziellen

Von , 14. Dezember 2009 14:34

Wie der geneigte Leser sicherlich schon mitbekommen hat, bin ich nicht immer einverstanden mit der Qualität der Filmkritik in unserem Tagesblättchen “Weser Kurier”. Natürlich gibt es auch rühmliche Ausnahmen, wie die Kritiken von Alexandra Albrecht (die viel versprechende Frau Astrid Labbert scheint es nicht mehr zu geben – zumindest habe ich lange nichts mehr von ihr gelesen).

Auf der Seite der empfehlenswerten Zeitschrift “Cargo” bin ich auf einen Bericht über die Tagung des Verbands der Deutschen Filmkritik gestoßen, bei dem überraschenderweise auch auf den “Weser Kurier” Bezug genommen wird und der so manches erklärt:

“Florian Vollmers, langjähriger Freier für Filmthemen beim Bremer Monopolblatt Weser-Kurier, gab Einblick in die Vorgänge in Regionalzeitungs-Kulturredaktionen. Auf breiter Front werden Stellen gestrichen, Freien die Türen zugeschlagen, redaktionell erstellte Texte durch in den Pauschalen inbegriffenes Agenturmaterial ersetzt.”

Quelle: http://www.cargo-film.de

Den ganzen (sehr lesenswerten) Artikel mit dem Titel “Blick in den Abgrund” findet man HIER.

Kritik zur “Antichrist”-Kritik im “Weser Kurier”

Von , 10. September 2009 16:29

Warum tue ich as nur immer wieder? So langsam müsste ich es doch gelernt haben! Lese nie die Kritiken im “Weser Kurier”, wenn Du den Film noch nicht gesehen hast!!! Aber heute morgen war ich noch etwas schläfrig und da arbeitet das Gehirn etwas langsam. Somit rutschte mein Blick unglücklicherweise auf die heutige “Antichrist“-Kritik von Rainer Mammen.

Ah, Lars von Trier – einer meiner absoluten Lieblingsregisseure. Da ist natürlich der Reflex schnell da, einen Text über Von Triers neusten, in den Medien heiß diskutierten (wobei, die herbei geschriebene “Kontroverse” gibt es eignetlich gar nicht, da der Film überall einstimmig als Meisterwerk hochgejubelt wird) Werk zu lesen. Oh, die Strafe folgte sogleich auf dem Fuße. Gut, einige Plot-Punkte sind bekannt und wurden bereits ad nauseam durch die Presse getrieben, aber zumindest das Ende wurde bisher durchaus diskret behandelt. Und womit beginnt Mammens Kritik? Genau. In bester “Weser Kurier”-Tradition mit einer genauen Beschreibung eben dieses. Das ist genauso, als hätte man damals kurz vor dem Deutschlandstart eine Kritik des Filmes “The Sixth Sense” mit den Worten begonnen: “Am Ende stellt sich also heraus, dass der Protagonist den ganzen Film über tot war” (wobei ich mich erinnere, dass die Kritik “Weser Kurier” damals genau dies tat, indem sie gleich am Anfang einen Plot-Twist versprach, der für Kenner des Filmes “Jacob’s Ladder” keine Überraschung sein dürfte. Aha? Danke!)

Was soll das? Die Kritik ist an sich gut und fundiert geschrieben und kommt vor allem auch ohne diesen heftigen Spoiler aus. Warum stellt man ihn also der Kritik ohne Vorwarnung vorweg? Macht es Herrn Mammen einfach nur diebisch Spaß? Man sollte es fast annehmen, da er am Ende des Textes einen Epilog erwähnt, nur um auch diesen en detail zu beschreiben. Okay, ich möchte Herrn Mammen mal folgendes Motiv unterstellen: Vielleicht wollte er den Zuschauern vorsätzlich vor vollende Tatsachen stellen, damit dieser sich nicht durch eine klassische “Suspensegeschichte” ablenken lässt, sondern seinen Blick voll und ganz auf das Wesentliche, nämlich das psychologische Spannungsfeld zwischen den beiden Protagonisten konzentriert. Aber irgendwie zweifle ich an solch edlen Beweggründen und tippe auf reine Boshaftigkeit.

“City Kino” bekommt neue Leitung

Von , 8. August 2009 22:38

Super. Da hat der “Weser Kurier” seine  Homepage komplett überarbeitet und nun kann man nicht mehr online auf die Artikel zugreifen, die morgens in der Print-Ausgabe standen. Aus veröffentlichungspolitischen Gründen durchaus nachvollziehbar, aber für mich blöd, da ich nicht mehr auf die entsprechenden Artikel verlinken kann, sondern alles aus der Printausgabe abtippen darf. Diese habe ich aber natürlich eh im Hause, da ich das gedruckte Wort den Pixeln am Bildschirm vorziehe.

Nach dieser langen Vorrede, die gar nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun hat, hier die wirklich wichtige Neuigkeit:

City-Kino unter neuer Leitung

Veränderung in der Bremer Kinoszene: Seit dieser Woche wird das Programm des City-Lichtspielhauses in der Birkenstrasse von den Bremer Filmkunsttheatern gestaltet. Diese übernehmen als Untermieter die Disposition des City, das bislang von Heinz Rigbers geführt worden ist. Zu den bremer Filmkunsttheatern gehörten bisher die Schauburg, das Atlantis und die Gondel.

Künftig sollen im Traditionshaus City auch wieder aktuelle Filme gezeigt werden, sagt Manfred Brocki, Betreiber der Lichtspielhäuser: “Das wird wieder ein Erstaufführungskino”. (…) Die Kartenpreise werden nun angehoben und an die anderen Filmkunsttheater angepasst. Das Impro-Theater, das freitags im City zu Gast ist, wird dort auch weiterhin auftreten.

Manfred Brock, der das City früher schon einmal mit Heinz Rigbers geführt hat, freut sich, nun zusätzliche Leinwände zur Verfügung zu haben, um mehr aktuelle Filme zeigen zu können. (…)”

Quelle: Weser Kurier vom 8.8.09

Nach

“Weser Kurier”-Artikel über das Festival in Cannes

Von , 12. Mai 2009 14:22

In der heutigen Ausgabe des Weser Kuriers findet sich ein interessanter Artikel von Dieter Oßwald über das diesjährige Filmfestival in Cannes.

In Cannes erwischt die Krise jetzt auch die Traumfabrikanten
Von Dieter Oßwald

Cannes. “Rosé statt Champagner?”, fragen französische Medien im Vorfeld mit besorgtem Blick auf die kommenden 62. Internationalen Filmfestspiele von Cannes, die morgen mit dem 3D-Trickfilm “Oben” eröffnet werden. Tatsächlich ist die Krise auch am Nabel der Glanz- und Glamour-Welt zu spüren. Zwar sind die 60 Yacht-Plätze am Hafen alle ausgebucht, und auch die Penthouse-Suite im noblen “Maritnez” fand noch einen solventen Mieter, der sich den Luxus von 32 000 Euro pro Nacht im teuersten Hotelzimmer der Welt leistet. Doch die Sparmaßnahmen sind beim weltweit wichtigsten Branchentreffen der Traumfabrikanten, Cineasten und Medienhändler an jeder Ecke spürbar. Sponsor L’Oréal kürzt seine Werbeauftritte, selbst der offizielle Star-Friseur des Festivals reduziert sein Personal von 20 auf 15 Coiffeure.

Die fetten Jahren sind vorbei, heißt es diesmal auch bei den Deutschen: Die seit Jahren steigende Zahl der Journalisten ist erstmals gesunken, die längst legendäre Party von “German Films”, der Vermarktungsagentur des deutschen Kinos, kocht auf Sparflamme: Statt schicker Feier in protziger Villa in den Bergen nur noch ein kleiner Cocktail-Empfang ohne Buffet. Grund zum Feiern gibt es ohnehin kaum: Deutsche Filme sind beim Rennen um die “Goldene Palme” nicht dabei – derweil sich der Gastgeber ganz unbescheiden gleich vierfach in den Wettbewerb einlud.

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