Nachrichten getagged: Stummfilm

Netzfundstücke V

Von , 6. Juli 2010 15:59

Passend zu den endlich sommerlichen Temperaturen:

Zwei leichte Happen für zwischendurch :)

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Noch etwas Gruseliges. Eine sehr hübsche Stummfilm-Hommage von Phil Mucci.

Und zum Abschluss noch einmal ganz großes Kino. Und das meine ich absolut nicht ironisch!

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Nachbetrachtung: Der Stummfilmabend am 25.6. im Kino 46

Von , 28. Juni 2010 20:07

Eigentlich sollte der folgende Text Teil eines neuen “Filmtagebuch”-Eintrags werden. Zusammen mit einer Review des Films “Shopping Girls”. Aber jetzt ist er so lang geworden, dass ich a) keine Zeit mehr für die “Shopping Girls” habe und b) er es eigentlich wert ist, einen eigenständigen Artikel zu bilden.

Am vergangenen Freitag gab es einen Stummfilmabend im Kino 46. Das Kino war leider nicht voll. Aber das war klar, bei diesen Temperaturen und vor dem Hintergrund, dass gleichzeitig bei der WM Chile gegen Spanien spielte. Trotzdem war die Veranstaltung recht ordentlich besucht, wobei ein Großteil der Zuschauer sicherlich Verwandte und Freunde der vortragenden Musiker waren.

Zunächst gab der Organisator des Abends, Ezzat Nashashibi, eine, wie ich finde, zu kurz geratene Einführung. Was ich schmerzlich vermisste waren Hintergrundinformationen zu dem Unikurs, dessen Abschluss der Abend war (etwas, was ich nur wusste, weil ich mich vorher im Netz informiert hatte), was genau Ziel des Kurses war, eine etwas ausführlichere Vorstellung der Vortragenden und ihrer Rolle, wie es zu der Idee zu dem Event kam. Da die jungen Studenten selber auch etwas mundfaul waren, erfuhr man auch hier nichts weiter über sie selber, ihre musikalischen Wurzeln und weshalb sie überhaupt an diesem Abend auftraten. Auch wäre es sehr schön gewesen, wenn man zumindest erfahren hätte, wieso sie gerade diese Filme vertont haben. War das vorgegeben oder eine persönliche Auswahl? Besonders frustrierend war dies bei dem vorzüglichen Gitarrenduo, welches “The Tramp” begleitete. Hier kam lediglich der lapidare Hinweis, dass die beiden nicht zum Kurs gehörten und durch Zufall dabei waren. Auch hier wäre etwas mehr Information sehr nett gewesen.

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Tipp: Stummfilmabend am Freitag – Live begleitet durch Bremer Musikstudenten

Von , 22. Juni 2010 14:46

Hier eine Veranstaltungsankündigung, die mir sehr am Herzen liegt. Als bekennender Stummfilm-Liebhaber und Freund ungewöhnlicher Experimente, habe ich mir den kommenden Freitag, 25.6., schon fett rot im Kalender markiert.

Dann nämlich, um 20:30 Uhr, werden im Kino 46 kürzere Stummfilme der unterschiedlichsten Color (von Avantgarde bis Slapstick) gezeigt und von Studenten (männlich & weiblich) der Universität Bremen live begleitet und musikalisch interpretiert.

Studentinnen und Studenten der Uni Bremen begleiten kurze Stummfilmklassiker wie Slapstickfilme von und mit Charlie Chaplin, Karl Valentin und Charlie Chase sowie erste moderne Spielfilme, die David W. Griffith um 1910 gedreht hat. Abstrakte Studien von Hans Richter, Walter Ruttmann und Fernand Léger aus den 1920er Jahren runden das vielfältige Programm ab. Die hier präsentierte Zusammenstellung bildet den Abschluss eines Semesterkurses, in dem die Studenten den Einfluss von Musik auf die Rezeption von Bildern erproben sollten. Wie lassen sich Räume, Affekte, Orte, Bewegungen und Charaktere musikalisch darstellen, karikieren oder kommentieren? Wie lässt sich eine von der Filmhandlung unabhängige Ebene erschaffen?

In Kooperation mit der Universität Bremen/Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik.

Quelle: kino46.de

Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf diese Veranstaltung und hoffe, dass sie gut besucht sein wird. Die Leitung des Abends hat Ezzat Nashashibi.

Netzfundstücke IV

Von , 21. Mai 2010 20:26

Kurz vor dem langen Pfingstwochenende habe ich auf YouTube noch zwei sehr klassische Filme entdeckt, deren Remakes (wenn man das bei Literaturverfilmungen so nennen möchte) weltberühmt sind und noch heute einen großen Einfluss auf den Film haben. Ja, die beide nicht wegzudenkende Bestandteile unserer Pop-Kultur sind. Dies sind zum einen der legendäre “Frankenstein” von James Whale mit Boris Karloff und zum anderen der wunderbare “Zauberer von Oz” von Victor Fleming mit Judy Garland.

Dass es vor der Whale-Fassung bereits eine andere Frankenstein-Verfilmung durch die Edison-Company gab, dürfte zumindest Genre-Freunden wissen. Dass es aber auch bereits vor 1939 einen (bzw. sogar mehrere) “Zauberer von Oz”-Verfilmungen gab, ist vielleicht weniger Menschen bekannt (wobei ich glaube auf der letzten Blu-Ray/DVD-Super-Ultimate-Edition war die 1910er mit drauf und es gibt u.a. noch eine Slapstick-Fassung von/mit Larry Semon bei der Oliver Hardy mitspielt (von 1925), die in Deutschland sogar auf DVD erschienen ist).

Beide “Originale” entstanden im selben Jahr, nämlich 1910. Zumindest der “Frankenstein” galt auch lange als verschollen und es waren bis in die 70er Jahre nur noch Standfotos bekannt. Wobei es das von Charles Ogle gespielte Monster aufgrund dessen zu einschlägiger, ja mythischer Berühmtheit gebracht hat.

Mir war bisher nicht bewusst, was für eine fantastische Fundgrube für absolute Raritäten YouTube ist. Lustige Clips, ja. Interessante Interviews, Ausschnitte aus alten TV-Serien, Musikvideos, der ein oder andere schon vergessene Live-Auftritt und wichtige Fußball-Tore.. auch das. Aber wenn man tiefer gräbt findet man so etwas wie ein “Gedächnis der Filmgeschichte”. Ich war in der Tat sehr überrascht so einige cineastische Schätze zu finden.

Wie eben den Ur-”Frankenstein“:

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und den “Zauberer von Oz

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In diesem Sinne, FROHE PFINGSTEN!

Frohe Ostern… und so weiter.

Von , 2. April 2010 18:25

Für die nächsten 9 Tage melde ich mich ab. Ostern zieht es mich wieder in die Ferne und deshalb wird es in der nächsten Woche weder die wöchentliche Übersicht mit Originalfassungen in Bremen, noch das frisch eingeführte Filmtagebuch geben. Aber ab dem 12. April bin ich wieder im Lande und dann heißt es wieder Film ab.

Allen die sich bis dahin langweilen, möchte ich in der Zwischenzeit zwei Artikel aus dem Weser-Kurier empfehlen.

Zunächst einmal einen Artikel über den “Haus und Hofpianisten” des Kinos 46: Ezzat Nashashibi. Dieser war mir in der Print-Ausgabe entgangen. Kann aber auch sein, dass er auch nur in der Stadtteil-Ausgabe für Schwachhausen erschien. Was natürlich schade wäre, da a) die Hauptwirkungsstätte, das Kino 46, (noch) im Bremer Westen beheimatet ist und b) so ein Artikel, meiner Meinung nach, in die Hauptausgabe gehört – wenn ich auch bemängeln muss, dass hier Stummfilm mal wieder (!) mit Slapstick gleichgesetzt wird. Wie dem auch sei, hier der Link zum Artikel.

Der zweite Artikel, den ich hier wärmstens empfehlen möchte, hat ausnahmsweise einmal nichts mit Kino, aber sehr viel mit Bremen zu tun. LEIDER kann ich hierzu keinen Link verknüpfen, denn dieser wirklich lesens- und nachdenkenswerte Artikel ist im Online-Angebot des Weser Kuriers nicht zu finden. Was nicht nur sehr schade ist, sondern auch der Intention des Artikels widerspricht. Gestern schrieb der von mir sehr geschätzte Axel Brüggemann einen, mal wieder, sehr schönen und intelligenten Artikel, diesmal mit dem Titel: “Ist das noch mein Bremen?”. Ein toller Artikel, der mir leider absolut aus dem Herzen spricht. Leider, weil ich Bremen liebe, aber die Kritikpunkte, die Axel Brügggemann anführt, nur beipflichten kann. Dieser Artikel ist als Diskussionsbeitrag gedacht, weshalb ich nicht verstehe, warum er nicht auch im Internet einsehbar ist. Aber das passt zu der, ich sage mal vorsichtig suboptimalen, Website des Weser Kuriers. Von daher würde ich jedem, der nicht im Besitz des gestrigen Weser Kuriers ist, raten sich irgendwo – vom Nachbarn, Eltern oder wem auch immer, noch ein Exemplar zu besorgen. Der Artikel steht auf im “Bremen”-Teil auf Seite 11.

Ich wünsche allen meinen Leser ein frohes und hoffentlich sonniges Osterfest!


Tipp: Fritz Langs “Der müde Tod” in der Stephanie-Kirche

Von , 27. Februar 2010 14:05

Morgen, am Sonntag, den 28.02. um 19:30 wird Fritz Langs Stummfilm-Klassiker “Der müde Tod” von 1921 in der Kulturkirche St. Stephanie gezeigt.

Der Film wird an der Orgel begleitet durch Tim Günther.

Der Film ist ein Muss für alle Stummfilm- und Filmliebhaber. Bisher ist er in Deutschland noch nicht auf DVD erschienen und die letzte TV-Ausstrahlung dürfte auch an die 30 Jahre her sein. Wer den Film bisher also sehen wollte, musste auf die alte us-amerikanische DVD von Image (unter dem Titel “Destiny”) von 2000 ausweichen. Aber Stummfilme sollte man ja sowieso am Besten auf der großen Leinwand mit Live-Musikbegleitung sehen, oder? ;) Und das Ambiente bei dieser Vorführung ist ja nun wirklich mehr als passend. Ich freue mich schon!

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Internet-Tipp: lost-films.eu

Von , 4. Februar 2010 15:23

Wer sich ein wenig mit der Filmgeschichte auskennt, der weiß, dass aus den ersten 35 Jahren des Mediums nur ein Bruchteil der Filme überlebt haben. Ca. 80 % aller Filme zwischen 1895 und 1930 gelten heute als “verloren”. Und einige existieren nur noch in zum Teil stark gekürzten Rumpffassungen. Das prominenteste Beispiel hierfür ist “Metropolis”, der 80 Jahre lang auch nur in einer gekürzten Fassung gezeigt werden konnte und bei dem vor Kurzem durch einen Zufall zusätzliches Filmmaterial in Argentinien entdeckt wurde.

Doch leider ist das eine Ausnahme. Die meisten Filme bleiben verschollen. Sei es, weil sich mittlerweile die frühen Filmrollen auf Nitratbasis zersetzt haben oder weil sie einst vernichtet wurden, um Platz in den Filmlagern der Studios zu schaffen. Die große Hoffnung der Filmhistoriker und Filmliebhaber liegt darin, dass vielleicht in irgendwelchen finsteren Archiven oder Privatsammlungen noch einige Schätze vor sich hin stauben.

Hier setzt ein neues Projekt an, welches von der Deutschen Kinemathek in Berlin ins Leben gerufen wurde. Unter lost-films.eu wurde eine Online-Plattform ins Leben gerufen, die für jeden zugänglich ist und auf der jeder selber ein wenig Detektiv spielen kann.

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Netzfundstücke III

Von , 17. November 2009 15:57

Ganz nett gemacht: Wie sähe es aus, wenn Matrix ein Stummfilm gewesen wäre?

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Veranstaltungshinweis: “Panzerkreuzer Potemkin” live begleitet vom Landesjugendorchester Bremen

Von , 17. September 2009 16:20

potemkinAm Freitag, den 2. Oktober findet in der Glocke das alljährliche Stummfilm-Konzert des Landesjugendorchesters Bremen in Zusammenarbeit mit dem Kino 46 statt.

Letztes Jahr gab es Buster Keatons “Steamboat Bill Jr.” zu sehen und diesem Jahr wird der legendäre sowjetische Propaganda-Klassiker “Panzerkreuzer Potemkin” von 1925 gezeigt.

Dieser cineastische Meilenstein von Sergei Eisenstein ist einer der einflussreichsten Filme überhaupt und wird im großen Saal der Glocke vorgeführt und dabei live vom Landesjugendorchster begleitet.

Gespielt wird die Originalmusik von Edmund Meisel.

Die Preise für ein normales Ticket bewegen sich zwischen 17,90 und 29,15 Euro. Mitglieder des Kino 46 erhalten einen Rabatt.

Was ich etwas schade finde ist, dass auch dieses Jahr wieder “nur” ein alter Bekannter und nicht einmal ein etwas der Masse unbekannteres Werk gezeigt wird. Aber scheinbar befürchtet man wohl, mit einem weniger geläufigen Titel kein Publikum anlocken zu können.

Internet-Tipp: “Europa Film Treasures”

Von , 23. Januar 2009 14:41

Die Seite gibt es zwar schon seit einem halben Jahr, aber ich bin eben erst im “Stummfilm-Forum” (Danke an den User “Keystonecop” für den Hinweis) drüber gestolpert.

Europa Film Treasures” ist ein Zusammenschluss der wichtigsten europäischen Kinematheken und Filmarchive. Durch diese Kooperation wird das in Europa noch erhaltene Filmerbe der Welt katalogisiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ferner werden ausgewählte Filme (bisher 76 Stück) dem breiten Publikum als kostenloser Livestream zur Verfügung gestellt.

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