Nachrichten getagged: Stummfilm

City 46: Slapstick-Abend mit Livemusik-Begleitung

Von , 21. Juni 2017 15:51

Am Samstag, den 24.6. um 20:30 Uhr lädt das Kommunalkino City 46 zum wiederholtem Male zu einem Slapstick-Abend ein. dieser wird wie immer vom „Hausmusiker“ Ezzat Nashashibi musikalisch begleitet.

Es laufen vier Kurzfilme, die es in sich haben. Der geniale Buster Keaton erlebt als Schmetterlingsjäger in „Das Bleichgesicht“ von 1922 ein Abenteuer bei den Indianern.

Weniger bekannt als Buster Keaton ist heutzutage leider Charlie Chase. Um zu sehen, was für ein komisches Genie er war – und wie modern er heute noch wirkt -, sollte man sich (den in diesem Rahmen schon öfter gezeigten) „Mighty like a Moose“ (1926) nicht entgehen lassen.

Anita Garvin und Marion Byron war das – mir zumindest bekannte – einzige weibliche Comedy-Team. Auch ihre Filme sind heute leider fast vergessen. Zeit diese grandiosen Damen wiederzuentdecken. Die Gelegenheit ergibt sich bei „A Pair of Tights“ von 1929.

DAS Comedy-Team schlechthin sind die unvergleichlichen Laurel & Hardy. Auch wenn mir Buster Keaton vom Kopf her am Nächsten steht, mein Herz gehört doch diesen zwei großartigen Charakterköpfen. Ein Beispiel für ihre hohe Kunst ist „Wrong Again“ von 1927.

Interview mit Jens Dehn – Autor von „Victor Sjöström – Film can be art“

Von , 15. Dezember 2016 14:55

Seit einiger Zeit bin ich stellvertrender Chefredakteur beim „35 Millimeter – Retro-Filmmagazin“. Nun erscheint in den nächsten Tagen der erste Band einer Buchreihe, die vom „35 Millimeter“-Verlag herausgegeben wird. Das erste Buch heißt „Film can be art“ und widmet sich dem schwedischen Regisseur Victor Sjöström, der einer der bedeutensten Stummfilmregisseure war und beispielsweise Ingmar Bergman (der ihm 1957 in die Hauptrolle in seinem Meisterwerk „Wilde Erdbeeren“ anvertraute) stark beeinflusste. Grund genug, um mit dem Autoren des Buches, Jens Dehn, ein Pläuschen zu halten.

Ingmar Bergman und Victor Sjöström

Filmforum Bremen: In „Film can be art“ behandelst Du mit Victor Sjöström einen der ersten bedeutenden, innovativen Regisseure der Stummfilmzeit. Wie kam es zu dem Buch?

Jens Dehn: Sjöström war immer einer meiner Favoriten aus der Frühzeit des Films. Leider sind viele seiner Filme außerhalb Schwedens ein wenig in Vergessenheit geraten, da sie weder im Kino noch im Fernsehen gezeigt werden und auch auf DVD kaum erhältlich sind. Ich hatte schon seit längerem den Gedanken, über Sjöström zu schreiben, nicht zuletzt, da es bislang kein anderes deutschsprachiges Buch gibt, das sich mit ihm und seinen Filmen beschäftigt. Ich war mir aber bewusst, dass es in Deutschland keinen Verlag gibt, der ein Buch über einen schwedischen Stummfilmregisseur herausbringen würde. Der deutsche Markt für Filmfachbücher ist ja generell sehr überschaubar. Und die Zeit vor dem Tonfilm wird nur ganz selten behandelt. Sjöström ist so gesehen die Nische einer Nische.

Dann habe ich die Zeitschrift 35 Millimeter kennen gelernt und fand damals schon, dass dies das passende Zuhause für ein Sjöström-Buch sein könnte. Wenn nicht hier, wo dann? Bei 35 Millimeter passt das Umfeld: Wenn es so etwas wie eine Zielgruppe gibt, dann wird sie durch das 35 Millimeter-Magazin direkt erreicht. Das hat es für mich reizvoll gemacht – zwischen den Lesern der Zeitschrift und denen, die sich für den Stummfilm interessieren, gibt es eine Schnittmenge. Daher fühlte ich mich unter dem Label 35 Millimeter bestens aufgehoben. Als Jörg Mathieu, der Herausgeber von 35 Millimeter, 2015 dann ankündigte, auch eine Buchreihe starten zu wollen, habe ich ihn kontaktiert und gefragt, ob er sich Sjöström in dieser Reihe vorstellen kann. Glücklicherweise ist er ebenfalls ein großer Stummfilmfreund und Sjöström zählt auch zu seinen Lieblingen. Dadurch kamen wir eigentlich sehr schnell zusammen und vereinbarten, dass Sjöström der erste Band der neuen Reihe werden soll.

Das Buch ist die erste deutschsprachige Monografie über Sjöström. Es hat mich sehr überrascht, dass es vorher noch keine Arbeit zu ihm gegeben hat.

Mich ehrlich gesagt auch. Natürlich gibt es deutschsprachige Literatur, in der Sjöström vorkommt: Gösta Werner hat in „Geschichte des schwedischen Films“ ihm und Mauritz Stiller ein gemeinsames Kapitel gewidmet, Ulrich Gregor und Enno Patalas haben Sjöström in ihrer „Geschichte des Films“ auf eineinhalb Seiten erwähnt. Es sind eben immer nur einzelne Abschnitte, die schnelle Vorstellungen beinhalten, aber genauso schnell zum nächsten Thema weiterziehen. In der englischsprachigen Literatur ist das übrigens auch nicht viel anders. Dass „Film can be art“ nun die erst Sjöström-Monografie im deutschsprachigen Raum sein würde, hat dann aber natürlich auch den Aufbau des Buchs beeinflusst.

Inwiefern?

Der erste Gedanke war eigentlich, filmanalytisch vorzugehen. Zu zeigen, wie Sjöström seinen Stil entwickelt hat, welches seine Vorbilder und Einflüsse waren bzw. ob es solche Einflüsse überhaupt gab. Eine Analyse von Sjöströms Filmen hätte sich ja am Material abgearbeitet, wäre also zumeist eng an den Filmen selbst geblieben. Dann habe ich mit Jörg darüber gesprochen, dass es bislang noch nichts gibt, was einen Gesamtüberblick anbietet und Sjöström etwas ausführlicher vorstellt. Wir waren uns schnell einig, dass wir diese Lücke mit dem Buch füllen sollten.

Eine Monografie bedeutet aber, von den Filmen selbst etwas wegzugehen, umfassender zu werden, äußere Einflüsse mit einzubeziehen, Produktionsbedingungen, aber auch biografische Bezüge aufzugreifen. Es gibt einige Querverbindungen zu Sjöströms eigenem Leben, die sich in seinen Filmen wieder finden, das alles wird nun viel stärker thematisiert. Zudem hatte ich schon den Anspruch, eine gewisse Vollständigkeit zu geben. Also auch jene Filme einzubeziehen, die als verloren gelten – was bei Sjöström auf einen Großteil seiner frühen Filme zutrifft. Natürlich ist es nicht möglich, Filme eingehend zu analysieren, die es nicht mehr gibt und die man nicht mehr sehen kann, aber anhand der Inhalte lassen sich zumindest thematische Übereinstimmungen und Vorlieben ableiten. Ich habe anfangs aber unterschätzt, wie zeitaufwendig es sein würde, diese Inhalte zusammenzutragen.

Wie bist Du da vorgegangen? Viele Filme sind ja verschollen und Du hast Du ja kein Material, das Du sichten kannst.

Ich konnte mich in diesen Fällen fast ausschließlich nur auf schwedische Primärquellen beziehen, also zeitgenössische Zeitungsberichte, Werbematerialien und ähnliches. Das schwedische Filminstitut hat mit seiner Enzyklopädie Svenska filmografi vieles zusammengetragen und vereint, auf das ich da zurückgreifen konnte. Aber ich musste das meiste erst einmal aus dem Schwedischen übersetzen und oft natürlich gegenprüfen, denn es kommt vor, dass sich Quellen und Kritiken in den Inhaltsbeschreibungen auch mal widersprechen und voneinander abweichen.

Und wie bist Du mit dem Ergebnis zufrieden – deckt „Film can be art“ am Ende den „ganzen Sjöström“ ab?

Das möchte ich schon sagen, ja. Biografische Abschnitte beziehen Sjöströms persönlichen Hintergrund mit ein, zudem behandelt ein Kapitel die damaligen Produktionsbedingungen und die Geschichte von Svenska Bio, die Mitte der 1910er Jahre die größte Produktionsgesellschaft Europas war neben Pathé Frères in Frankreich. Aber im Zentrum stehen doch immer die Filme selbst: Es gibt analytische Kapitel zu seinen schwedischen Filmen, ein Kapitel über seine Zeit in Amerika und auch eines, das sich mit Sjöström als Schauspieler beschäftigt. Schließlich war das für ihn mindestens ebenso wichtig und abgesehen von seinem Fuhrmann des Todes ist ja auch Wilde Erdbeeren von Ingmar Bergman der Film, für den Sjöström heute am bekanntesten ist. Weil seine darstellerische Leistung darin so beeindruckt. Zudem gibt es eine große kommentierte Filmografie, die alle Filme einschließt, die er inszeniert hat.

Sjöströms bekanntester Film ist Der Fuhrmann des Todes. Mir ist aufgefallen, dass Du ihm – gemessen an seiner Bedeutung – aber nicht außerordentlich viel Platz einräumst.

Es ist ja oft so, dass Regisseure am Ende auf einen oder zwei Filme reduziert werden: Wenn wir von Murnau reden, ist es meistens Nosferatu, bei Eisenstein Potemkin. Griffith wird auf Birth of a Nation und Intolerance reduziert, obwohl er insgesamt über 500 Filme gemacht hat. Bei Pabst sind vor allem die Sachen mit Louise Brooks bekannt, bei Abel Gance Napoleon und bei Sjöström ist es eben Der Fuhrmann des Todes. Davon abgesehen hat er aber ein gutes Dutzend weiterer Filme gemacht, in denen es vieles zu entdecken gibt, die aber in Deutschland mittlerweile niemand mehr kennt. Da wollte ich mit meiner Gewichtung schon ein wenig gegensteuern.

Das Bemerkenswerte ist ja, dass dem schwedischen Stummfilm immer attestiert wird, er habe als erster die Natur nicht mehr nur als bloße Kulisse, sondern als integralen Bestandteil der Handlung genutzt. Das hat sich in der Filmgeschichtsschreibung, von Toeplitz bis in die heutige Zeit, fast schon schlagwortartig etabliert. Und Sjöström war dabei die wesentliche, treibende Kraft. Aber gerade die beiden Filme, mit denen er diesen naturalistischen Stil entwickelt hat, Terje Vigen und Berg-Ejvind und sein Weib, sind aus sämtlichen Kanons und dem filmischen Bewusstsein beinahe komplett verschwunden. Stattdessen wird Sjöström mit dem Fuhrmann des Todes assoziiert, der im Grunde ein Schritt zurück war, relativ statisch gefilmt und ausschließlich im Atelier entstanden. Natürlich beeindruckt der Film nach wie vor aufgrund seiner Erzählweise und der Tricktechnik, die für das Jahr 1921 wirklich erstaunlich ist. Aber insgesamt finde ich es schon paradox, dass Sjöström meistens nur auf diesen Film reduziert wird.

„Film can be art“ wird über den Internet-Shop von 35 Millimeter zu kaufen sein, allerdings nicht über den normalen Buchhandel. Wie kam es zu dieser Entscheidung?

Jörg und ich lagen bei der Einschätzung des Projektes von Beginn an sehr nah beieinander. Uns war beiden klar, dass wir mit diesem Buch keine Verkaufsrekorde brechen werden. Dafür ist das Thema zu speziell. Wir haben uns daher bewusst für eine kleine Auflage von 250 Exemplaren entschieden. Das hält Jörgs verlegerische Risiken in Grenzen, verleiht dem Ganzen auf der anderen Seite aber auch etwas Exklusives. Dass das Buch über den regulären Buchhandel nicht zu erwerben ist, ist auf der einen Seite natürlich schade, aber wir denken, dass es heutzutage kein wirklicher Nachteil mehr ist, ein Buch lediglich online zu vertreiben.

Wer darf sich mit dem Buch als potenzieller Leser angesprochen fühlen?

Letztlich jeder, der sich für die Filme Sjöströms oder den frühen Film allgemein begeistert. Es ist daher gleichermaßen für Filmliebhaber interessant wie zum Beispiel auch für Studenten der Filmwissenschaft. Wobei ich diesen wissenschaftlichen Stil nicht mag, bei dem die Autoren mit Fremdwörtern und Fachbegriffen um sich werfen, nur um elitär zu wirken. Das hat mich schon als Student immer abgestoßen, daher war mir wichtig, leicht verständlich zu schreiben.

Es ist nun zwar schon ein paar Jahre her, dass ich selbst Filmwissenschaft studiert habe, aber schon zu meiner Zeit war es auffällig, dass das Interesse für Filmgeschichte immer stärker nachließ. Vor allem was die Zeit vor den 1930ern angeht, war bei vielen kaum mehr so etwas wie Wissensdurst vorhanden. Die Folge ist dann, dass auch aktuelle Filme nicht mehr richtig bewertet, eingeordnet und schon gar nicht in einen Kontext gesetzt werden können. Wenn es uns – 35 Millimeter und mir – also gelingt, die Liebhaber glücklich zu machen und obendrein noch den ein oder anderen Neuling zu Sjöström zu bekehren, würde mich das schon sehr glücklich machen.

Vielen Dank für deine Zeit Jens.

Das Buch „VICTOR SJÖSTRÖM – Film can be art“ kann hier bezogen werden: http://35mm-retrofilmmagazin.de/produkt/35-millimeter-buchreihe-1-victor-sjoestroem/

DVD-Rezension: „Der Student von Prag“

Von , 13. Dezember 2016 16:57

student-von-prag_Prag, um 1820: Balduin (Paul Wegener) ist der „beste Fechter und wildeste Student“ der Stadt. Sein exzessiver Lebensstil hat ihn allerdings in den Bankrott getrieben. So nimmt er das Angebot des geheimnisvollen Scapinelli (John Gottowt) an, diesem für hunderttausend Goldgulden sein Spiegelbild zu verkaufen. Mit dem Geld versucht er dann, die Komtesse Margit Schwarzenberg (Grete Berger) zu erobern. Die in ihn verliebte Lyduschka (Lyda Salmonova) lässt er dafür links liegen. Etwas, was sich bald rächen soll…

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Der Student von Prag“ gehört zu jenen Stummfilmen, die ich wohl am Häufigsten gesehen habe. Dies in unterschiedlichen Fassungen und an den unterschiedlichsten Orten. Zuletzt bei der TV-Ausstrahlung der restaurierten Fassung 2014 auf Arte. Eben jene findet sich auch auf der vorbildlichen Doppel-DVD, die vom Filmmuseum München herausgebracht wurde. Wenn man dem sehr informativen Booklet Glauben schenken kann, sorgte eben diese Fassung auch für viel Streit hinter den Kulissen. So ging Wilfried Kugel, der als Rechteinhaber des Hanns-Heinz-Ewers-Nachlasses offensichtlich maßgeblich an der Restaurierung beteiligt war, im Zorn, da er mit der musikalischen Orchestrierung durch Bernd Thewes, sowie mit der langsameren Laufgeschwindigkeit nicht einverstanden war. Das Ende vom Lied war dann, dass Wilfried Kugel die Aufführung der Arte-Restauration untersagte. Auf der Doppel-DVD finden sich aber nun zwei Versionen des Filmes. Die für Arte hergestellte Fassung mit einem Orchesterscore und einer verlangsamten Laufgeschwindigkeit, sowie die scheinbar von Kugel bevorzugte, etwa schneller Fassung mit einem Piano-Score. Die Musik selber wurde 1913 von Josef Weiss für den Film komponiert. Es handelt sich hierbei also um eine zeitgenössische Originalmusik. Neben diesen beiden Versionen, kann man sich noch die US-amerikanische, nur 41 Minuten dauernde Fassung ansehen, welche bis vor Kurzem noch die einzige auf DVD Verfügbare war.

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Rätselhaft bleibt, wer letztendlich „Der Student von Prag“ inszeniert hat. Während die DVD den Autoren Hanns Heinz Ewers als alleinigen Regisseur aufführt, hatte ich den Film immer seinem Hauptdarsteller Wegener – der später den berühmten „Der Golem, wie er in die Welt kam“ drehen sollte zugeordnet. In manchen Quellen taucht auch der dänische Regisseur Stellan Rye auf. In der IMDb wird er neben Wegener als Co-Regisseur geführt. Wie dem auch sei, „Der Student von Prag“ war ein Meilenstein der Filmgeschichte. Trotz seiner sehr frühen Entstehungszeit.1913 war das Kino ja gerade mal 18 Jahre alt und technisch revolutionäre Filme wie „Die Geburt einer Nation“, der ja als Beginn des modernen Kinos gilt, waren auch noch zwei Jahre entfernt. Natürlich hat „Der Student von Prag“ noch viel Theaterhaftes, vor allem bei den Sets, die sehr eindeutig als Bühnen erkennbar sind. Doch es wurden auch schon viele Außenaufnahmen an Originalschauplätzen im alten Prag verwendet. Auch die Kameratricks sind noch heute höchst beeindruckend. Die Aufnahmen in denen Balduin mit seinem bösen Ich konfrontiert wird, müssen dem Publikum damals ähnlich den Atem haben stocken lassen, wie die revolutionären CGI-Effekten in „Terminator 2“ oder „Jurassic Park“ den Zuschauern Anfang der 90er Jahre.

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Hauptdarsteller Paul Wegener war bei den Dreharbeiten bereits 39 Jahre, was man ihm auch ohne weiteres ansieht. Daher ist er nicht gerade die Idealbesetzung für den jungen Studenten, aber darüber lässt sich leicht hinweg sehen. Nimmt man als Maßstab, dass das Schauspiel der Akteure 1913 noch sehr theatralisch war, nimmt sich Wegener sogar recht zurück. Vor allem, wenn man ihn mit seinem Gegenspieler, den von dem Österreicher John Gottowt gespielten Scapinelli, vergleicht. Gottowt legt seinen Scapinelli allerdings recht übertrieben an und wirkt wie ein fleischgewordener Springteufel, was aber wiederum durchaus zu seiner Rolle passt. Hanns Heinz Ewers Drehbuch ist ganz der schwarzen Romantik verschrieben, in der Nachfolge eines E.T.A. Hoffmann, den der damals enorm erfolgreiche Autor fanatischer Romane (wie „Der Zauberlehrling“ und „Alraune“) auch als Vorbild bezeichnete. Damit kommt ihm auch die Ehre zuteil mit seiner Faust-ischen Geschichte einer der ersten deutschen Horrorfilme, ja Horrorfilme generell, zu sein. Zwar wirkt „Der Student von Prag“ aus heutiger Sicht hier und dort etwas holprig, aber zieht man den Umstand in Betracht, dass sich hier unerfahrene Filmemacher (egal, ob nun Ewers, Wegener oder Rye hauptsächlich Regie führten – alle drei hatten vor 1913 noch keinen Film gedreht) an einem noch sehr jungen Medium versuchten, dann ist das Ergebnis schlichtweg enorm.

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„Der Student von Prag“ ist ein Meilenstein der Filmgeschichte und liegt nun erstmals in seiner vollständigsten und schönsten Form auf DVD vor. Hanns Heinz Ewers Geschichte des Studenten Balduin bedient sich frei bei Elementen aus der „Faust“-Geschichte, ebenso wie bei Edgar Allen Poe und E.T.A. Hoffmann. Das der Film teilweise noch etwas unfertig und unfokussiert wirkt (wie eine für die Handlung nicht wichtige, sehr in die Länge gezogene Fuchsjagd)  liegt daran, dass hier noch mit dem jungen Film experimentiert wurde und die Filmemacher noch über keine keine große Erfahrung mit dem Medium hatten. Die Trickeffekte sind aber auch heute noch überzeugend.

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Die Edition Filmmuseum hat mit der Veröffentlichung von „Der Student von Prag“ mal wieder eine tolle Arbeit hingelegt, die vollkommen Zurecht mit dem Willy-Haas-Preis für bedeutende internationale Publikationen zum deutschsprachigen Film bzw. zum Film in Deutschland prämiert wurde. Wie oben bereits beschrieben, liegt der Film auf zwei Scheiben in drei verschiedenen Versionen vor, die sich in Musik, Vorführgeschwindigkeit (und im Falle der US-Version auch in Länge) unterscheiden. Ferner wurde als Bonus noch der Kurzfilm „Die ideale Gattin“ (16 Minuten) beigelegt, bei dem wiederum Hanns Heinz Ewers zusammen mit einem gewissen Marc Henry Regie führt und ein junger Ernst Lubitsch eine kleine Nebenrolle spielt. Ansonsten spielen in dieser kurzen burlesken Komödie noch Grete Berger und Lyda Salmonova mit, die ja beide auch beim „Student von Prag“ dabei sind. Das informative Booklet enthält u.a Texte von Ewers über das Kino und eine Erklärung zu den unterschiedlichen Versionen. Im CD-Rom-Teil (ja, so etwas gibt es noch) findet man das Originalskript, das Programmheft, Werbematerial und noch einiges mehr.

Stummfilm mit Live-Musik: Laurel & Hardy und Buster Keaton am Samstag

Von , 27. März 2015 15:29

Big BusinessMorgen, Samstag, den 28.3., gibt es um 20:30 Uhr auf der großen Leinwand des Kommunalkinos City 46 wieder Stummfilm mit Live-Musikbegleitung. Gezeigt wird zunächst der brillante Kurzfilm „Big Business“ der Herren Laurel & Hardy, die als Weihnachtsbaum-Verkäufer in Kalifornien unterwegs sind und sich mit dem cholerischen James Finlayson anlegen. Danach darf im Hauptfilm der große Buster Keaton ran. In „Sherlock Jr.“ träumt er als Filmvorführer davon, ein großer Detektiv zu sein und studiert eifrig eine entsprechende Anleitung. Als er unschuldig eines Diebstahls bezichtigt und vom Vater seiner Angebeteten des Hauses verwiesen wird, scheint sich eine Gelegenheit zu ergeben, sich in diesem Beruf zu beweisen.sherlockjr

Zur Musikbegleitung schreibt Ezzat Nashashibi, Haus- und Hofmusiker des City 46: „In beiden Fällen begleite ich eher deskriptiv, bei Big Business noch mehr als bei Sherlock Junior. Allerdings lege ich die musikalischen Bögen im Keaton-Film größer an, d.h. ich wechsele die Musik langsamer, da das Innenleben des Helden zum Teil diese Zeit braucht. Bei Laurel und Hardy hingegen stehen die unmittelbaren (schnellen) Aktionen im Vordergrund.“

Stummfilm mit Live-Musik: „Die Frau, nach der man sich sehnt“ am Samstag

Von , 25. Februar 2015 21:50

frau_dietrichAm Samstag, den 28.2. um 20:30 Uhr, gibt es wieder einen Stummfilm mit Live-Musikbegleitung auf der großen Leinwand des Kommunalkinos City 46. Gezeigt wird „Die Frau, nach der man sich sehnt“ den Kurt Bernhardt 1929 mit einer sehr jungen Marlene Dietrich in der (stummen) Hauptrolle inszenierte. Die Dietrich gibt hier erstmals und noch vor ihrem großen Durchbruch mit „Der blaue Engel“ die Femme fatale.

Henri Leblanc, Erbe eines bankrotten Fabrikantenclans, soll die Tochter eines reichen Industriellen heiraten und so das eigene Werk sanieren. Der Coup scheint perfekt, doch auf der Hochzeitsreise begegnet Leblanc der mysteriösen Stascha (Marlene Dietrich). Durch das gemeinsame Wissen um ein Verbrechen ist Stascha an Dr. Karoff gebunden, doch Leblanc verfällt ihr dennoch, verlässt seine Frau und will mit Stascha fliehen. Karoff versucht, sie durch Drohungen daran zu hindern. Als Leblanc die Polizei einschaltet, eskaliert der Kampf um Stascha.

Die_Frau__nach_der_man_sich_sehntBegeleitet wird der Film, wie immer, von Ezzat Nashashibi, der in seinem Newsletter über seine Musik zum Film schreibt: „Ich habe vor, die Musik an bestimmten Stellen eng am Film zu halten. Neben dem Innenleben und den unterschiedlichen Beweggründen für die Handlungen der Figuren bieten auch die verschiedenen Spielorte des Films dafür reichlich Anregung. Damit die Geschichte emotional erlebbar wird, müssen außerdem einige dramaturgisch wichtige Aktionen und Details (z.B. zaghaftes Klopfen an die Tür nach innerem Kampf) eine akustische Entsprechung finden. (Ein bloßes Beschränken auf eine verhängnisvolle Grundstimmung würde den Spannungsbögen der Geschichte nicht gerecht.)“

22. – 28. August: „Charlie Chaplin Festival 2013“ mit dem Landesjugendorchester Bremen

Von , 8. August 2013 21:41

Der August ist der große Charlie-Chaplin-Monat im Kommunalkino City 46. Okay, ich hätte ja Buster Keaton bevorzugt, aber man kann ja nicht alles haben 😉

30365731dbVom 22. bis 28. August findet das große „Charlie-Chaplin-Festival“ statt, welches seinen Höhepunkt am Freitag, den 23. August feiern wird. Dann nämlich gibt es um 17:00 und 21:00 Uhr gleich zwei Vorstellungen von Chaplins letzten reinen Stummfilm „City Lights“ mit musikalischer Begleitung durch das Landesjugendorchester Bremen. Das Konzert mit Film wird im BLG Forum am Speicher XI in der Überseestadt stattfinden.

Das Landesjugendorchester Bremen hat seit 1997 unter der Leitung von Stefan Geiger bereits zehn Filme in mehr als 40 Vorstellungen eingespielt und dabei immer wieder für Begeisterungstürme gesorgt.

Achaplin2m Samstag, den 24. August wird der Bremer Pianist und Improvisationsmusiker Ezzat Nashashibi vier frühe Komödien von Chaplin live begleiten. Gezeigt werden: Shanghaied, Police, der wunderbare Easy Street und der ganz großartige One A.M. Der Spaß beginnt um 20:30 Uhr im City 46.

Ferner laufen im City 46 noch Chaplins Klassiker „Moderne Zeiten“ (indem er mit Tönen experimentierte und das erste Mal für eine umwerfende Gesangsszene auf der Leinwand „spricht“) und der legendäre „Große Diktator“, sein erster Tonfilm.

Also werden, bis auf „Goldrausch“, Chaplins populärste Filme auf diesem Festival gezeigt. Das ist für den Chaplin-Neuling natürlich ganz toll. Ich selber hätte aber auch gerne „Monsieur Verdoux“ gesehen – meinen persönlichen Chaplin-Favoriten.

Interessanter taz-Artikel über Ezzat Nashashibi

Von , 19. Juli 2013 14:03

Auf taz.de findet man einen schönen Artikel über den „Haus- und Hofmusiker“ des Bremer Kommunalkinos City 46: Ezzat Nashashibi.

Ezzat Nashashibi begleitet nun schon seit vielen Jahren regelmäßig Stummfilme im City 46. Letztes Jahr hatte er die spannende und gut besuchte Reihe „Stummfilm +2“ ins Leben gerufen, in der er immer zusammen mit einem Gastmusiker die Musik zu einem ausgewählten Stummfilm konzeptionierte und aufführte.

Auch dieses Jahr hat er bereits einige Stummfilme zum Klingen gebracht und wird demnächt auch beim großen Charlie-Chaplin-Festival eine wichtige Rolle spielen.

Wer etwas mehr über Ezzat Nashashibi und seine Art Musik zu gestalten erfahren möchte, dem sei also der taz-Artikel von Wilfried Hippen ans Herz gelegt.

29.06.: Buster Keatons „Seven Chances“ mit Live-Musikbegleitung im City 46

Von , 27. Juni 2013 22:51

sevenchancesIch habe es in letzter Zeit leider immer mal wieder versäumt, auf die Stummfilm-Vorstellung mit Live-Musik im City 46 hinzuweisen. Da nun am Samstag das (vor)letzte Stummfilm-Event (es folgt im August noch ein Charlie-Chaplin-Festival mit dem Landesjugendorchester Bremen) vor der Sommerpause ansteht, will ich es nicht versäumen, dafür ein wenig die Werbetrommel zu rühren.

Die cinephile Welt teilt sich ja in zwei Gruppen auf. Die, für die Charlie Chaplin der größte Stummfilm-Komiker ist, und die, die Buster Keaton dafür halten. Ich bekenne mich ohne Umschweife zur letzteren. Ja, ich würde sogar soweit gehen zu behaupten, er ist einer der genialsten Filmemacher überhaupt. Ein Meister der Humors und Wegbereiter der modernen Action-Comedy. Ach was, des Actionfilmes überhaupt! Wer mir nicht glaubt, soll sich einmal sein Meisterwerk „The General“ angucken oder Jackie Chan fragen.

Am Samstag, den 29.6. um 20:30 Uhr zeigt das City 46 seinen Spielfilm „Seven Chances“ und vorab eine aus Fragmenten restaurierte Fassung seines verschollenen Kurzfilms „Day Dreams“. Begleitet wird der Film wie immer von Ezzat Nashashibi. Er schreibt zu seiner Begleitmusik:

„Trotz des hohen Slapstick-Anteils (den ich gerne mit Geräuschen stütze ) hat der Film durchaus auch leise, tragische Momente. Diese gilt es nicht zuzulärmen. (Das schreibe ich, weil ich gerade einen Stummfilm gehört / gesehen habe, der offensichtlich mit dem Klang eines mechanischen Klaviers unterlegt wurde. Irgendwann habe ich den Ton ausgeschaltet…).“

In „Seven Chances“, der in Deutschland auch unter dem Titel „Buster Keaton – Der Mann mit den 1000 Bräuten“ lief, spielt Buster Keaton den schüchternen Jimmie, der mit seinem Geschäftspartner Billy vor dem Bankrott steht. Da erfährt Jimmie, dass er von seinem verstorbenen Großvater sieben Millionen Dollar erben wird – falls er bis spätestens 7 Uhr abends verheiratet ist. Da seine Angebetete Mary ihn abweist, gibt sein Partner Billy eine Suchanzeige in der Zeitung auf.

Berühmt ist der Film vor allem für die rasante Action-Szene, in der Buster Keaton als Jimmie vor einer ganzen Armee heiratswilliger Frauen fliehen muss.

Das Phantastival kommt! Vom 22.-25. November im City 46

Von , 30. Oktober 2012 21:27

Phantastische Neuigkeiten! Bremen hat dieses Jahr sein eigenes phantastisches Filmfestival!

Und da ich die große Freude habe, an der Konzeption und Durchführung aktiv mitzuarbeiten, ist es mir natürlich ein ganz besonderes Vergnügen, hier brandheiße Infos darüber zu posten.

Am Donnerstag, den 22. November, um 18:00 Uhr, geht es los mit „Masks“ (Deutschland, 2011, R: Andreas Marschall). Ein Giallo aus deutschen Landen? Aus dem letzten Jahr? Geht das? Und ob das geht! Andreas Marschall macht in seinem zweiten Langfilm die Balletschule aus „Suspiria“ kurzerhand zur Schauspielschule und der Spaß kann beginnen. Unterstützt von einer gelungenen Kameraarbeit, einem flotten Soundtrack und seiner attraktiven Hauptdarstellerin Susen Ermich wird dem Genre des italienischen Thrillers eine würdige Hommage erwiesen.

A Night of Nightmares“ (USA 2012, R: Buddy Giovinazzo, OF) erleben am Donnerstag, um 20:30 Uhr, ein Magazinherausgeber und seine Entdeckung Ginger, als sie ein Videointerview in einem Haus in den Bergen machen. Regisseur Giovinazzo („Combat Shock„) spielt dabei kräftig mit den Erwartungen der Zuschauer.

In der H.P. Lovecraft-Verfilmung »The Whisperer in Darkness« (USA 2011, R: Sean Branney, OF) werden am Freitag, um 18:00 Uhr die legendären Universal-Horrorfilme der 30er Jahre wieder zum Leben erweckt. Im Grenzbereich von Horror und Science Fiction, untersucht Professor Albert Wilmarth Legenden von seltsamen Kreaturen in den abgelegenen Bergen von Vermont.

Die Crew von „Zombies from Outer Space“ (D 2011, R: Martin Faltermeier, 95 Min.) wird am Freitag, den 23.11. um 20:30 zu Gast sein. In ihrem bajuwarischen Horror-Heimatfilm verbreiten grausige Funde toter Frauen Angst und Schrecken bei den bayrischen Dörflern. Nachdem ein Außerirdischer in einem Kornkreis gefunden wurde, beginnt der Aufstieg der Untoten, um die Menschheit zu vernichten.

„Weird Xperience“ ist am Freitag zur gewohnten Zeit um 22:30 Uhr mit dem bizarr-absurden Japan-Schocker »Vampire Girl vs Frankenstein Girl« vertreten und am Samstag erzählen, ebenfalls um 22:30 Uhr, 10 Kurzfilme »Dark Tales«.

Ein weiteres Highlight ist am Samstag, um 16:00 Uhr, der Vortrag des Medienwissenschaftler Florian Krautkrämer von der HBK Braunschweig, über die Theorie und Geschichte des Zombiefilms.

Goodbye Lenin!“-Star Daniel Brühl spielt am Samstag, um 18:00 Uhr, in dem spanischen retrofuturistischen Indie-Sci-Fi-Film »Eva« (Sp 2011, R: Kike Maíllo, OmengU) den Kybernetiker Alex, der im Jahr 2041 ein künstliches Geschöpf erschaffen will. Ein Experiment, das langsam, aber sicher, völlig außer Kontrolle gerät.

Stummfilm mit Live-Musik wird am Samstag, um 20:30 Uhr, präsentiert, wenn Ezzat Nashashibi und sein Gast Marc Pira den sowjetischen SF-Klassiker „Aelita – Der Flug zum Mars“ von 1924 (Regie: Jakow Protasanow) neu vertonen. Nach dem Roman von Alexej Tolstoj fliegen drei sowjetische Bürger zum Mars, stürzen dort das totalitäre Regime und gründen auf dem fernen Planeten eine neue Sowjetrepublik. Dabei verliebt sich der Ingenieur Losj in die Königstochter Aelita.

Drei japanische Filmen werden zum Abschluss des Phantastivals am Sonntag gezeigt: Um 18:30 Uhr „Symbol“ (Jap 2009, R: Hitoshi Matsumoto, OmU) ist eine bizarre Komödie, in der ein Mann in einem schneeweißen Raum aufwacht und in dem kleine Engelpenise eine große Rolle spielen.

Für die Animee-Fans gibt es um 20:30 Uhr das Double-Feature „Planzet“ (Jap 2010, R: Jun Awazu, OmengU), über die erste Marsstation im Jahr 2030, sowie der klassische Animationsfilm „The Asylum Session“ (Jap 2009, R: Takuto Aoki, OmengU).

Zum krönenden Abschluss können wir am Sonntag, um 18:15 Uhr, in einer Sondervorstellung als Deutschland-Premiere den brandneuen, direkt von der Viennale importierten, britische Neo-Giallo „Berberian Sound Studio“ von Peter Strickland zeigen. Darüber freuen wir uns natürlich ganz besonders. Im Jahre 1976 ist Gilderoy ein begnadeter und gefragter Tontechniker für Filmproduktionen. Er wird engagiert, wenn Regisseure für ihre Filme den perfekten Sound und die passenden Geräusche haben wollen. Deshalb bekommt er auch den Auftrag, für den italienischen Horror-Film-Meister Santini seinen neusten Film zu vertonen. Eine Aufgabe, die ihn an den Rand seines Verstandes bringt.

„Stummfilm+2“ startet mit einem expressionistischen Gruselklassiker in die nächste Runde

Von , 24. September 2012 21:04

Endlich ist die Sommerpause bei „Stummfilm +2“ vorbei. Am kommenden Samstag, den 29. September, geht es im City 46 zur gewohnten Zeit um 20.30 Uhr wieder los.

Gezeigt wird der Gruselklassiker „Das Wachsfigurenkabinett“ (1924) von Paul Leni und Leo Birinski.

Ezzat Nashashibis Duopartnerin ist diesmal Marthe Perl an der Viola da Gamba. Eine Viola da Gamba ist ein historisches Streichinstrument, das – ähnlich wie z.B. ein Cello – beim Spielen mit dem Hals nach oben zwischen den Beinen gehalten wird. Anders als ein Cello hat sie aber sechs bis sieben Saiten und verschiebbare Bünde.

Marthe Perl studierte Gambe an der Hochschule für Künste Bremen in der Abteilung für Alte Musik  und nahm an diversen Meisterkursen teil. Ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit sind Kammermusik und historische Aufführungspraxis. Darüber hinaus hat sie sich auch mit Flamencomusik beschäftigt. Ferner spielte sie auf diversen CD-Aufnahmen und Konzerten, u.a. mit der „Deutsche Kammerphilharmonie Bremen“, mit.

Obwohl „Das Wachsfigurenkabinett“ ein absoluter Klassiker sowohl des fantastischen als auch des expressionistischen Films ist, und trotz seiner Bekanntheit unter Stummfilmfans, ist er in Deutschland bisher nicht auf DVD erhältlich. Wer dieses Kleinod des Deutschen Gruselfilms hier sehen möchte, muss sich also am Samstag ins Kino begeben.

Das Lexikon des Internationalen Films schreibt:

In der Rahmenhandlung erfindet ein junger Poet romantische Geschichten zu den Jahrmarktsfiguren von Harun al Raschid, Iwan dem Schrecklichen und Jack the Ripper. Die Wachsnachbildungen werden in fantastischen Episoden lebendig, deren Spektrum von der düster-expressionistischen Schauerballade bis zur burlesken Farce reicht. Ein deutscher Stummfilmklassiker unter der Regie des Malers und Filmarchitekten Paul Leni, dessen spielerische Verbindung von komischen und unheimlichen Effekten stilbildend für das amerikanische Horror-Comedy-Genre wirkt.

Auch die weiteren Termine für „Stummfilm + 2“ stehen bereits fest. Also schnell im Kalender notieren:

27.10. „Madame Dubarry“ mit Tanja Ofterdinger und Annette John (Blockflöten)

24.11. „Aelita“ mit Marc Pira  (Live Elektronik)

15.12. „Der Kameramann“ von Buster Keaton mit Martin Kruzig (Schlzg.)

26. 1. 13  „Hamlet“ mit Johanne Braun, Berlin (Oboe)

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