Nachrichten getagged: Schwankhalle

Am Freitag: WEIRD XPERIENCE ist zurück und hat etwas GROSSES mit dabei

Von , 10. Mai 2017 21:41

Zusammen mit meinem Kollegen Stefan organisiere ich seit 2011 die Filmreihe WEIRD XPERIENCE. Nachdem wir am Anfang des Jahres einige Schwierigkeiten mit unserem Veranstaltungsort hatten, geht es nun endlich weiter und wir werden einmalig in der Schwankhalle zu Gast sein. Hier der Text dazu, den ich auch auf unserem Weird-Xperience-Blog gepostet habe.

Darauf haben wir alle sehr lange gewartet: WEIRD XPERIENCE ist zurück. Weiter geht es am 12. Mai um 21:30 Uhr. Dann sind wir erstmals in der Schwankhalle zu Gast. Hintergrund ist das Projekt A.r.G.da.Na.ni (Aus rechtlichen Gründen darf Name nicht genannt werden) des Bremer Künstlers Jan van Hasselt, welches am 18. und 19.5. in der Schwankhalle läuft. Ein Ton-Bild-Vortrag über „eine Art Dino mit Stacheln auf dem Rücken, der eine Kulisse aus Miniaturhäusern zertrampelt und einen Schrei ausstößt, der klingt, als wäre ein Grammophon kaputt. Er darf nicht gezeigt werden, und sein Name nicht genannt. Denn die japanische Produktionsfirma Toho achtet peinlich genau auf den Schutz der Trademark. Was fasziniert so an Argdanani? Wer ist er? Und was will er eigentlich hier? Antworten sucht der Filmemacher Jan van Hasselt auf der Bühne und im Video-Interview mit Experten wie Jörg Buttgereit, Sebastian Krehl, Dietrich Kuhlbrodt, Jürgen Palmtag und Christoph Spehr.“ Im Vorfeld hatte uns Jan gefragt, ob wir von WEIRD XPERIENCE nicht einen Film mit diesem ominösen Dino zeigen könnten. Und dieser Bitte sind wir nur zu gerne nachgekommen. Und wir haben sogar dafür gesorgt, dass wir den Namen des Untieres nennen dürfen!

Laut einer alten Legende aus Okinawa, soll wenn ein schwarzer Berg in den Bergen hoch über die Wolken hinaus ragt, ein Monster auftauchen und versuchen, die Welt zu zerstören. Als diese Prophezeiung eintrifft ist es zum allgemeinen Erstaunen Godzilla, der dort als Weltenzerstörer agiert. Erst zertrümmert Godzilla einige Häuser, dann bringt er fast seinen alten Kumpel, den Igel-ähnlichen Anguirus, um. Doch schnell ist das Geheimnis gelüftet. Dieser Godzilla ist gar nicht der echte Godzilla, sondern ein riesiger Roboter namens „King Kong“ (zumindest in der deutschen Fassung), der von Außerirdischen hergestellt wurde, um ihnen zu helfen, die Erde zu unterjochen. Da hat die Menschheit Glück, dass bald schon der echte Godzilla auftaucht und sich schließlich zusammen mit Okinawas Schutz-Gottheit King Caesar dem stählernen Unhold stellt…

Der Ruf der in den 70er Jahren unter der Regie von Jun Fukuda entstanden Godzilla-Streifen mag nicht der beste sein. Tatsächlich sind sie sehr viel bunter, kindischer und lustiger als jene Filme aus den 50er und 60er, für die noch Godzilla-Schöpfer Ishirô Honda verantwortlich war. Wer darüber hinwegsehen kann und sich ein junges Gemüt bewahrt hat, wird aber besonders mit „King Kong gegen Godzilla“ seine Freude haben. Insbesondere, da hier auf nervige Kinderdarsteller verzichtet wurde und mit Mech-Godzilla einer der coolsten Gegner Godzillas seinen ersten Auftritt hat. GoMecha-Godzilla hört in der deutschen Fassung – wie vor ihm schon der Roboter Jet Jaguar – auf den Namen „King Kong“. Ob man in Deutschland – wo der Film am 20. Dezember 1974 anlief – darauf spekulierte, dass er von dem damals erwarteten Erfolg des amerikanischen „King Kong“-Remakes, partizipieren könne oder einfach eine Kontinuität zum Vorgänger herstellen sollte (die 60er Filme waren ja in Deutschland durch einen imaginären „Frankenstein“ im Titel miteinander verbunden) sei dahingestellt.

Trailer für A.r.G.da.Na.ni

Bestätigt: „Kino 46“ zieht bald in der Schwankhalle

Von , 11. März 2009 10:34

Nun ist es also offiziell: Das Kino 46 zieht tatsächlich, wie befürchtet, in die Schwankhalle.

Heute berichtete der Weser Kurier:

Die Bremer Kultur profitiert vom Konjunkturprogramm der Bundesregierung. Wie Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) gestern in der Kulturdeputation sagte, soll der „Alte Saal“ der Schwankhalle für einen Einzug des Kino 46 hergerichtet werden.

Obwohl ich die Entscheidung vom ökonomischen Standpunkt aus nachvollziehen kann (es sollen Synergie-Effekte zwischen bestehenden kulturellen Einrichtungen genutzt werden und eine Art „Kulturzentrum“ geschaffen werden), bin ich doch schwer enttäuscht. Ursprünglich sollte das Kino 46 aus Walle wegziehen, um u.a. auch einen attraktiveren Standort in Nähe Zentrum zu finden. Davon ist jetzt gar nichts mehr übrig geblieben. Die Schwankhalle ist ebenso weit vom Zentrum entfernt, wie es die Waller Heerstr. 46 ist. Zudem ist die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln unter aller Kanone. In walle hatte man immerhin zwei Straßenbahnlinien (die 2 und die 10), die einen schnell Richtung Zentrum bringen konnten. Von der Schwankhalle (Haltestelle Geisenaustr.) fährt aber nur die 4 und zwischen 14:49 und 18:29 auch noch die 5. Na, super. Mit einer etwas besseren Verkehrsanbindung könnte ich ja versuchen mit dem neuen Standort zu leben. So ist es aber eine deutliche Verschlechterung. Vielleicht wäre der Schmerz nicht so groß, wenn nicht zuvor deutlich attraktivere – wenn auch letztendlich nicht realisierbare – Standorte (Stadtbibliothek, Weserburg..) zu Debatte gestanden hätten.

Das „Kino 46“ zieht in die Schwankhalle?

Von , 28. November 2008 10:15

Seit dem Frühjahr hat man ja vergeblich auf eine Meldung gehofft hat, wie es jetzt eigentlich mit dem Kommunalkino Kino 46 weitergehen soll. Zur Erinnerung, das Kino soll und will seinen abgestammten Platz in der Waller Heerstr. 46 verlassen. Nachdem erst angedacht wurde, das Kino im Museum Weserburg – gegenüber der Schlachte – anzusiedeln, war zuletzt das alte Polizeihaus mit der Zentralbibliothek am Wall im Gespräch. Dort gab es aber wohl Schwierigkeiten mit dem neuen Eigentümer des Gebäudes).

Heute nun findet sich im Kulturteil des „Weser Kuriers“ eine kurze Nebenbemerkung, welche einen neuen Stand andeutet. In einem längeren Bericht über die Arbeit der Staatsrätin Carmen Emigholz kann man folgenden kurzen Abschnitt lesen:

Wir gehen derzeit verschiedene Konzepte durch, zum Beispiel auch bei der Shakespeare-Company und der Schwankhalle.“ Was letztere betrifft, will Emigholz noch in diesem Winter eine „komplette Überarbeitung des Konzeptes“ vorstellen und die Schwankhalle als ein Kunstzentrum etablieren, in dem auch das Kino 46 seinen Platz haben soll.

Aha! Also in die Neustadt geht es wohl. Wer die Schwankhalle nicht kennt, sie befindet sich vom Leibnizplatz aus gesehen auf mittlerer Höhe des Buntentorsteinwegs.

Vom ursprünglichen Konzept das Kino mehr ins Stadtzentrum zu bringen ist damit nicht viel übriggeblieben. Ich würde sogar behaupten, dass der neue Standpunkt von der Anbindung her keinerlei Vorteile gegenüber dem alten in Walle gibt. Sicherlich ist es lobenswert, die Kulturaktivitäten an einem Punkt zu bündeln und dadurch entstehende Synergieeffekte nutzen zu können, aber dies im Buntentorsteinweg, relativ weit weg vom sonstigen kulturellen Leben, zu tun, finde ich persönlich sehr enttäuschend. Die Weserburg (schließt sich allerdings durch bauliche Hindernisse aus) gegenüber der vielbesuchten Schlachte oder das alte Polizeihaus direkt neben der Domsheide und unweit des Goethetheaters und der Kunsthalle sind da doch ein ganz anderes Kaliber. Ich gebe zu, wenn es tatsächlich dazu kommt, dass das Kino 46 weit weg vom Zentrum in die hintere Neustadt zieht, bin ich schwer enttäuscht. Aber noch besteht ja Hoffnung – immerhin wird der Umzug nun schon seit fast zwei Jahren geplant und bisher ist noch nichts konkretes dabei herausgekommen.

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