Nachrichten getagged: Nordische Filmtage

“Ein Mann von Welt” in der Schauburg mit Regisseur Hans Petter Moland

Von , 26. November 2010 14:05

Am Donnerstag, den 9. Dezember, um 21:00 Uhr hat in der Schauburg der Film “Ein Mann von Welt” Premiere. Der Regisseur des Filmes,  Hans Petter Moland, wird dabei persönlich anwesend sein.

“Ein Mann von Welt” habe ich bereits vor einigen Wochen auf den Nordischen Filmtagen in Lübeck sehen können und den Film auch in meinem Filmtagebuch besprochen.

Ich zitiere mich einmal der Einfachheit halber selber:

Ein  Mann von Welt“ (En ganske snill mann) ist schwer zu kategorisieren. Er spielt mit Elementen der Komödie,  erzählt aber im Grunde eine ernstafte Geschichte. Wobei die gelungensten Komödien ja eh verkappte Tragödien sind. Es gelingt dem Film aber durch das stoische Spiel seiner Darsteller eine heitere Atmosphäre zu schaffen, was vom Publikum durch eine gute und ausgelassene Stimmung quittiert wurde. In „Ein ‚Mann von Welt“ geht es um einen frisch aus dem Gefängnis entlassenen Kleinkriminellen, der einst im Affekt einen Nebenbuhler erstach. Nun will er ein ehrliches Leben führen. Dies wird ihm aber dadurch erschwert, dass seine ehemalige Gang  von ihm verlang, Rache an dem zu nehmen, der ihn einst verraten hat.

Der Film lebt von den skurrilen Situationen, mit denen seine simple Hauptfigur konfrontiert wird und denen er sich ungerührt stellt. Ein echter „crowd-pleaser, der auch vom Publikum dankbar angenommen wurde. Macht viel Spaß und tut nicht weh.

Hans Metter Moland stand auch damals vor und nach dem Film für Fragen zur Verfügung, und von daher kann ich sagen, dass er ein sehr sympathischer und humorvoller Plauderer ist.

Zur Premiere werden in der Schauburg auch norwegische Spezialitäten wie Aquavit, Käse und Lakritzfische gereicht.

Filmtagebuch: “Filmforum Bremen” unterwegs – 52. Nordische Filmtage in Lübeck, Tag 3+4

Von , 12. November 2010 21:49

Mein dritter Tag bei den 52. Nordischen Filmtagen begann recht spät. Nachdem ich bereits ein arbeitsreiche Woche und den wenigen Schlaf der letzten beiden Nächte in den Knochen hatte, legte ich erst einmal eine Kinopause ein. Diese nutzte ich dann, um bei mittlerweile bestem Wetter mit meiner Frau noch ein wenig durch Lübeck zu streifen und einen halbwegs “echten” Urlaubstag zu genießen. Allerdings nur bis zum späten Nachmittag. Da zog es mich dann auch schon wieder mit Macht in den dunklen Kinosaal zurück.

Als ersten Film des Tages hatte ich mir den finnischen Film „Lappland-Odyssee“ ausgesucht. Obwohl ich wieder einmal eine dreiviertel Stunde vor Filmbeginn da war, konnte ich mich nur ans Ende einer bereits recht langen Schlange von Wartenden einreihen. Trotzdem war ich guter Hoffnung, denn vor mir sah ich relativ wenige Besucher mit dem beinahe schon obligatorischen blauen Bändchen um den Hals, von dem ein Festivalausweis baumelte. Und ich sollte recht behalten. Diesmal gab es keine Probleme ins Kino zu kommen.

Vorweg gab es aber noch den Kurzfilm „Mein Vater aus Pappe“, der leider nicht in der IMDb eingetragen ist. Schade, denn der Film ist wirklich gut. Hier muss sich der neue Freund der Mutter gegen den Vater ihres 8-jährigen Sohnes durchsetzen. Dumm nur, dass dieser nicht aus Fleisch und Blut ist, sondern ein mannshoher Supermann-Pappaufsteller. Natürlich wird alles gut, aber der Weg zum Happy End ist sehr humorvoll und voller Herzenswärme.

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Filmtagebuch: “Filmforum Bremen” unterwegs – 52. Nordische Filmtage in Lübeck, Tag 2

Von , 11. November 2010 19:54

Und weiter geht’s mit meinem Bericht über die 52. Nordischen Filmtage in Lübeck.

Mein zweiter Tag begann mit einer kleinen Enttäuschung. Eigentlich wollten meine Frau und ich an diesem Morgen gemeinsam in die Vormittagsvorstellung gehen. Nun, wer geht schon an einem Freitagmorgen um11:00 Uhr ins Kino, dachte ich mir und kümmerte mich deshalb nicht im Vorfeld um eine Karte für sie. Ein böser Fehler, denn die Antwort auf diese Frage lautete: viele. Die Vorstellung war bereits ausverkauft und so musste ich meine besser Hälfte allein in der Kälte stehen lassen.

Für mich selber war es auch nicht einfach in die Vorstellung zu kommen, denn die Dame vor mir bekam die letzte Akkreditierten-Karte und so stand auch ich ohne Ticket da. Nach einem kurzen Enttäuschungsausbruch, machte ich der sehr freundlichen jungen Dame am Eingang klar, dass ich den Film unbedingt sehen wollte (sonst wäre auch mein eh schon fragiler „Guck-Plan“ hoffnungslos in sich zusammengebrochen) und dafür auch auf der Treppe Platz nehmen würde. Sie sah mich erstaunt an, ließ mich dann aber mit einem Schulterzucken in den Kinosaal schlüpfen.

Dort machte ich es mir erst einmal auf den Treppenstufen bequem. Insgeheim spekulierte ich auf die reservierten Jury-Plätze. Denn auch wenige Minuten vor Vorstellungsbeginn, war niemand von der Jury zu sehen. Ein älterer Herr, der neben den „Jury“-Plätzen Platz genommen hatte, meinte er hätte bisher um diese Zeit noch nie jemanden von der Jury im Kino gesehen und die Plätze blieben immer leer. Die Wartezeit nutzte ich, um hier und da ein wenig mit dem netten Service-Personal zu plaudern. Kurz bevor die Lichter ausgingen, konnte doch noch einen leeren Platz für mich gefunden werden. Zwar ganz außen an der Wand und es ragte leicht ein Scheinwerfer ins Bild, aber immerhin war es bequemer als auf der Treppe. Die Jury erschien übrigens nicht mehr.

Vor dem Hauptfilm wurde zunächst der Kurzfilm „The New Tenants“ gezeigt. Dieser in einem New Yorker Apartment spielende Kurzfilm basiert auf einem Drehbuch von Anders Thomas Jensen und hat 2010 den Oscar für den besten Kurzfilm gewonnen. Warum ist mir nicht ganz klar. Die Story ist zwar lustig und makaber (die beiden neuen Mieter erhalten nacheinander Besuch von einigen merkwürdigen Gestalten, die dann auf unterschiedlichste Weise ihr Leben aushauchen), aber nichts Besonderes und er verläuft irgendwie ins Nichts.

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Filmtagebuch: “Filmforum Bremen” unterwegs – 52. Nordische Filmtage in Lübeck, Tag 1

Von , 10. November 2010 21:32

Mit wenigen Tagen Verspätung, hier mein kleiner Bericht über die 52. Nordischen Filmtage in Lübeck.

Diese fanden zwischen dem 03. und 07. November statt. Da ich vorher beruflich eingespannt war, konnte ich erst am Donnerstagabend, also den 04.11.,  zusammen mit meiner Frau anreisen und geriet dabei gleich ein wenig in Stress.

Mein Zug erreichte Lübeck um 18:00 Uhr, das Pressebüro, wo ich meinen Akkrediertungsausweis abholen wollte, schloss aber schon um 19:00 Uhr. Da ich das erste Mal in Lübeck war und keine Ahnung von den Wegstrecken hatte, geschweige denn, wie man das Pressebüro am Besten erreicht, war ich schon etwas skeptisch, ob ich auch alles pünktlich schaffen werde. Aber um 18:20 Uhr stand ich im strömenden Regen vor der Adresse, wo laut eines Lageplans, den ich mir aus dem Internet gezogen hatte, das Pressebüro beheimatet sein sollte. Blöderweise hatte in dieser Lounge-Bar keiner eine Ahnung davon, was ich wollte. Nein, das Pressebüro ist hier nicht und es weiß auch keiner, wo das sein soll. Letztes Jahr, ja, da war hier was. Aber dieses Jahr? Schulterzucken. Also lief ich unverrichteter Dinge durch den Regen zur “Stadthalle” (wie das CineSpace Multiplex hier heißt), dem Hauptveranstaltungsort der Filmtage.

Das CineStar-Kino "Stadthalle" in Lübeck

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Filmauswahl für die Nordischen Filmtage in Lübeck steht fest

Von , 9. Oktober 2010 15:30

Die Liste mit den 140 Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilme aus Skandinavien, dem Baltikum und aus Norddeutschland, die beim  52. Nordischen Filmtage vom 3. bis 7. November gezeigt werden, ist veröffentlicht worden.

Als Eröffnungsfilm wurde die Musik-Komödie “Sound of Noise” der schwedischen Regisseure Ola Simonssen und Johannes Stärne Nilsson angekündigt.

Die beiden Filme, auf die ich mich ganz besonders freue, sind einmal Christoffer Boes neues Werk “Alting bliver godt igen” (Alles wird gut) und Per Fys “Kvinden der drømte om en mand” (Die Frau, die von einem Mann träumt).

Christoffer Boe hat mit seinen Filmen “Reconstruction“, “Allegro” und “Offscreen” bisher eine ausgesprochen beachtenswerte Serie von ganz wunderbareren, geheimnisvoll-verstörenden  Filme hingelegt, die ich jedem Filmfreund mit einem Sinn für filmische Herausforderungen auf das Innigste ans Herz legen möchte. Sein neuer Film ist ein Paranoia-Thriller mit Jens Albinus.

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Per Fy wurde mit der Trilogie “Bænken” (dt. Die Bank), “Arven” (dt. Das Erbe) und “Drabet” (dt. Totschlag – Im Teufelskreis der Gewalt), sowie der TV-Mini-Serie “Forestillinger” bekannt.  Sein aktuelle Film wird als erotisches Seelendrama beschrieben. Eine erfolgreiche Modefotografin verliert sich in ihrer Obsession für einen Fremden.

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Als Gast wird bei den Nordischen Filmtagen unter anderem der schwedische Kult-Star Christina “They Called Her One-Eye” Lindberg erwartet.

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Nordische Filmtage Lübeck – Retrospektive zum Thema Liebe und Sex

Von , 23. August 2010 15:35

Nicht nur in Oldenburg gibt es tolle Filmfestivals, sondern – etwas weiter weg – auch in der schönen Hansestadt Lübeck.

Dort finden vom 3. – 7. November die Nordischen Filmtage statt. Diese heißen nicht nur so, weil sie oben im Norden durchgeführt werden, sondern vor allem, weil hier ausschließlich Filme aus den nördlichen Breitengraden gezeigt werden. Sprich Skandinavien, Norddeutschland und den Baltischen Staaten.

Die Nordischen Filmtage finden bereits das 52. Mal statt und sind das bedeutendste Filmfestival das nordischen Films außerhalb Skandinaviens. Gezeigt werden auch diesmal wieder rund 130 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme.

Und eine Retrospektive. Diese kreist diesmal um das beliebte Thema Sex. Konkreter: Der freizügige Darstellung von Liebe und Sexualität im skandinavischen Kino der 50er bis 70er Jahre. Dieser Zeit war das skandinavische Kino ja immer mal wieder für einen Skandal gut. Man denke nur einmal an das riesige Bohei, welches um Ingmar Bergmans Meisterstück “Das Schweigen“. Und lange Zeit galten skandinavische Filme ja auch als Synonym für besonders “weit” gehende Sexfilme.

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