Nachrichten getagged: Kommunales Kino

Kurzfilmfestival “Filmsalat 9″ in Verden – die Preisträger

Von , 15. September 2010 16:44

Am Wochenende fand – wie an anderer Stelle angekündigt – der neunte “Filmsalat” in Verden statt. Leider war, wie man in der Tagespresse liest, die Anzahl der Zuschauer recht übersichtlich. Was sicherlich daran liegt, dass das Genre “Kurzfilme” (insbesondere aus Deutschland) bei der Masse nicht besonders populär ist und sich eher in größeren Städten wie Berlin, Hamburg oder München – die es sich auch leisten können internationale Produktionen zu zeigen – genug Filminteressierte finden, die die Kinosessel bei solch ein Festival füllen können. Aber auch die großen Kurzfilmfestivals haben eher das Flair eines großen Klassentreffens von im Kurzfilmbereich tätigen Filmern. “Normales” Publikum erscheint auch hier kaum. Trotzdem, oder vielmehr gerade darum, sollte man die Macher des “Filmsalats” für ihr Engagement und Enthusiasmus bewundern und hoffen, dass noch viele “Salate” folgen werden.

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Kurzfilmfestival “Filmsalat 9″ in Verden

Von , 19. August 2010 10:36

Vom 10. – 12. September findet in unserer (na ja, mehr oder weniger) Nachbarstadt Verden die neunte Ausgabe des Kurzfilmfestivals “Filmsalat” statt.

Gezeigt werden 32 Kurzfilme, die quer durch alle Genres gehen. Von der Animation, über den kurzen Spielfilm bis hin zur Dokumentation.

Aus den gezeigten Beiträgen wird von einer dreiköpfigen Jury ein bester Film ausgewählt. Dieser erhält dann eine Siegerprämie von € 1.000,-.

Ferner werden auch Förderpreise und ein Publikumspreis vergeben.

Organisiert wird das Kurzfilmfestival vom kommunalen Kino Verden und findet im “Cine City” (Zollstraße 1, 27283 Verden) statt.

Als Eröffnungsfilm wird ein besonderes Highlight gezeigt. Die Dokumentation “Faust II reloaded – Den lieb ich, der Unmögliches begehrt!” des bekannten Bremer Filmemachers und ehemaligen “Buten&Binnen”-Moderators Eike Besuden (“Verrückt nach Paris“).

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Auszeichnung für die “Schauburg”

Von , 30. November 2009 14:04

Im Rahmen des 30. Europäischen Filmfestivals Göttingen wurden von der “nordmedia” (Die Mediengesellschaft Bremen und Niedersachsen) am Sonntag die Preise für die besten Kommunal- und Programmkinos vergeben. Dabei räumte vor allem die Schauburg ab, welche als eines der drei besten Programmkinos in Bremen/Niedersachsen prämiert wurde. Aber auch die anderen Bremer Programmkinos können sich über Auszeichnungen freuen.

Ausgezeichnetes Kino: 41 gewerbliche und nicht-gewerbliche Filmtheater und Spielstellen aus Niedersachsen und Bremen sind heute in Göttingen von der nordmedia mit dem Jahresfilmprogrammpreis 2008 ausgezeichnet worden. Die mit insgesamt 46.500 Euro dotierten Preise wurden für die Gestaltung hervorragender Jahresfilmprogramme und besonderer Filmreihen vergeben.

Drei Lichtspielhäuser wurden mit einem 3.000 Euro dotierten Spitzenpreis prämiert: das SCALA Programmkino in Lüneburg, das Casablanca Programmkino in Oldenburg sowie die Schauburg in Bremen. Schauspieler Maxim Mehmet (FLEISCH IST MEIN GEMÜSE, MÄNNERHERZEN, 66/67 – FAIRPLAY WAR GESTERN, LIEBE MAUER) und Thomas Schäffer, Geschäftsführer der nordmedia, überreichten die Urkunden im Rahmen des 30. Europäischen Filmfestivals Göttingen (20.11. – 29.11.2009) an die Kinobetreiber.

„Kinoprogrammarbeit steht immer im Spannungsfeld von Kommerz und Kultur, von Blockbuster und Arthouse“, erklärte Thomas Schäffer anlässlich der Preisverleihung. „Mit den Jahresfilmprogramm-preisen zeichnen wir besonders die Kinos aus, die in Niedersachsen und Bremen einen Schwerpunkt in der Filmkunst setzen und mit ihrem leidenschaftlichen Filmtheaterengagement einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Vielfalt in den Bundesländern leisten.“

In Niedersachsen werden die Jahresfilmprogrammpreise seit 1992 vergeben, seit Gründung der nordmedia im Jahre 2001 sind auch die Kinos in Bremen und Bremerhaven mit dabei. Bei der Auswahl der Preisträger wird der Einsatz von deutschen und europäischen Filmen, Sondervorstellungen, Filmkunst- und Kinderfilmen bewertet, unter Berücksichtigung der Zuschauerzahlen, der Lage des Kinos und ihrer Konkurrenzsituation. Ziel der Auszeichnung ist die Erhaltung und Förderung der Kinokultur in Niedersachsen und Bremen.

Quelle: nordmedia.de

Weitere Preisträger aus Bremen und dem Bremer Umland:

Jahresfilmprogrammpreis für die Gestaltung eines hervorragenden Jahresfilmprogramms in der Kategorie nichtgewerbliche Filmtheater, je 500 Euro

- Kommunales Kino Achim, Achim
- Kino 46 Kommunalkino Bremen, Bremen
- Kommunales Kino Bremerhaven, Bremerhaven

Jahresfilmprogrammpreis für die Gestaltung einzelner hervorragender Filmsonderprogramme und Programmreihen in der Kategorie gewerbliche Filmtheater, je 1.000 Euro

- Cinema im Ostertor, Bremen
- City Filmtheater, Bremen
- Casablanca Programmkino, Oldenburg
- Hansa Kino, Syke
- Metropol-Theater, Rinteln

Jahresfilmprogrammpreis für die Gestaltung eines hervorragenden Jahresfilmprogramms in der Kategorie gewerbliche Filmtheater, je 2.000 Euro

- Atlantis Filmtheater, Bremen
- Cinema im Ostertor, Bremen

14. Aktionstag der Kommunalen Kinos im Kino 46

Von , 5. November 2008 17:45

Am 26.Oktober fand bundesweit der 14. Aktionstag der Kommunalen Kinos statt. Dieses Jahr unter dem Motto: Erlebnisort Kino.

Im Kino46 wurde eine interessante Mischung aus Kurzfilmen zum Thema, Lesungen zum Thema “der Ort Kino” und einer experimentelle Installation geboten.

Begonnen wurde der Abend mit drei historischen Kurzfilmen. Zunächst “Those Awful Hats” von D.W. Griffith. Ein humoristisches Kurzfilmchen von 1909 zum Thema: Bitte versperren sie ihrem Vordermann im Kino nicht die Sicht. Dem folgte “Uncle Josh at the Moving Picture Show”. Ein Fundstück von 1902 , welches für die Edison Company produziert wurde und in dem ein Simpel vom Lande das Leinwandgeschehen für real hält. Highlight des Abends war der Stummfilm “Movie Night”  mit dem heute zu Unrecht fast vergessenen Charley Chase. Dieser 2-Akter besticht durch ein ausgeklügeltes Timing, subtilen Witz und eine höchst gelungene Kameraführung. Allein für diese brillante und auch heute noch modern wirkende Komödie hat sich der Eintritt schon gelohnt. Wie immer sehr passend am Piano begleitet wurden die Stummfilme von Herrn Ezzat Nashashibi.

Nach diesem ersten Filmblock wurden von Herrn Peter Lüchinger (Schauspieler bei der Bremer Shakespeare Company) literarische Texte zum Thema “Kino” gelesen. Leider wurden Titel und Autoren der Texte nicht immer deutlich genannt. Hier wäre es von Vorteil gewesen, wenn es einen Handzettel mit dem Programm und den Titeln der Filme/Texte gegeben hätte. Quasi zum Nacharbeiten im trauten Heim. Der Vortrag von Herrn war sehr ausdrucksvoll mit angenehmer Stimme. Ab und zu hat er sich mal ordentlich verhaspelt, aber das passierte nur gelegentlich im 1. und 2. Block. Die Texte selber waren mir bisher (außer Kafka) unbekannt und hier und da war die Verbindung zum Kino als Erlebnisort nicht direkt ersichtlich. Hier wäre es schön gewesen, wenn man die Chance gehabt hätte, die Texte noch einmal nachzulesen.

Der 2. Block begann mit der “Clay-mation” “Rattenskat”, welche ich meine, schon als Trailer für das Filmfest in Oldenburg gesehen zu haben. Nett, aber etwas zu sehr gewollt. Es folgte “Die auf die Nüsse gehen”, eine hübsche, in wunderschönen schwarz-weiß gedrehte Satire auf den allabendlichen Wahnsinn vor der Kinokasse und im Kinosaal. Wirklich nett gemacht, sehr spaßig, aber dann am Ende mit eine unpassenden und verkrampften Pointe abgeschlossen, die den guten Gesamteindruck leider arg trübt.  Abschluss dieses Blockes bildete dann der englische 2-Minüter “Two Minutes Warning”, welcher quasi eine Mischung aus “Die auf die Nüsse gehen” und “Those Awful Hats” darstellte. 2 kurzweilige Minuten, bei denen die Pointe dann weitaus besser sitzt, als beim Film zuvor.

Nach einem weiteren Vortrag von Herrn Lüchinger begann der dritte und letzte Filmblock mit “Der Hahn ist tot”. Ein simpler, aber hoch effektiver Kurzfilm über einen Menschen, der das Kinopublikum auffordert mit ihm zusammen den titelgebenden Kanon zu singen. Im Kino 46 ging das Publikum auch prima mit und die Stimmung war (trotz der recht wenigen Menschen im Publikum) regelrecht am brodeln. Klasse! Dem folgte mit “Rod Gröth”, ein kleiner Dämpfer. Hier wird ein Pseudofilm plötzlich durch “Diebe” im Vorführraum unterbrochen, was zu Filmstörungen und “falsche” Bilder führt. Als Idee, den Vorgang der Projektion so fühlbar zu machen, ganz nett, aber viel zu lang geraten und mit der “Off-Rahmenhandlung” der “Diebe” auch ein wenig albern. Zum Abschluss der Filmblöcke gab es noch den Film “Fight for Cinema”, eine Mischung aus Standbildern und durch Animation verfremdete Filmszenen, welche mit Warnungen über die schädlichen Einflüsse des Kino auf den Menschen unterlegt wurde. Nett, aber nicht mehr.

Es wurde dann noch eine längere Geschichte vorgelesen, die sehr stimmungsvoll rüber kam und das Publikum sichtlich gefangen nahm (leider kenne ich den Titel der Geschichte nicht. Es ging um einen Drehbuchautor und einem “Dr. Kinova”. Falls jemand den Titel/Autoren kennt, bitte im Kommentar posten).

Nun wurde der Kinosaal mit Rauch gefüllt (leider saßen wir direkt vor der Nebelmaschine, was den Genuss etwas schmälerte) und die Installation “Line describing a cone” gezeigt. Hierbei wanderte eine Lichtstrahl im Uhrzeigersinn über die Leinwand, wodurch im Rauch erst ein schmaler Strahl entstand, welcher sich in den folgenden 30 Minuten zu einem Kegel vervollständigte. Im Vorwege gab es eine, wie immer sehr kompetente, Einleitung von Frau Prof. Dr. Inge Marszolek, welche allerdings recht leise war, so dass ich leider nicht alles verstehen konnte. Die Idee dahinter war, zu zeigen, was Film ist, wenn es wirklich “nur” Film ist – sprich projiziertes Licht. Hier wurde das Publikum dann zur Interaktion aufgerufen, um das Licht herumzugehen und es aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten/zu erfahren. Das Publikum war mit merklicher Freude am Ausprobieren dabei. Eine Begeisterung die ansteckend und ebenso greifbar wie der Lichtkegel war. Als dann wieder das Licht anging, der Rauch verflogen waren, stand das Publikum fast gesammelt vor der Leinwand und es fiel allen Beteiligten sichtlich schwer, den sehr schönen, erfüllenden Abend nun für beendet zu erklären. Wie lange die Letzten dann noch im Erlebnisort Kino verweilten, kann ich leider nicht sagen, da wir nun schnell die Beine in die Hand nehmen mussten, um die letzte Straßenbahn gen Heimat zu erwischen.

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