Nachrichten getagged: Kinos

Das Filmtagebuch – Folge IV – Amsterdam Spezial

Von , 13. Mai 2010 16:34

Amsterdam ist eine Reise wert. Letztes Wochenende war ich das erste Mal seit über 15 Jahren wieder in der niederländischen Hauptstadt und war trotz Kälte und Regen einmal mehr begeistert vom Flair und der lockeren Atmosphäre dort. Und ich rede hier nicht von den Dope-Schwaden, die, wie momentan die Regenwolken in Bremen, über der Stadt liegen. Auch nicht vom berühmten “Red Light District”. Nein, die ganze Stadt ist – vielleicht aufgrund der Multi-Kulti-Gesellschaft dort, vielleicht weil “der Holländer” eben kein Deutscher ist – einfach liebenswert verrückt und reich an kulturellen Möglichkeiten. Auf meiner Top 10-Liste von Städten, in denen ich gerne leben würde, wenn es Bremen nicht gäbe, liegt sie momentan zusammen mit Berlin an der Spitze (demnächst möchte ich aber mal nach Kopenhagen fahren – mal gucken, ob sich die Reihenfolge dann ändert).

Sollte ich nun jemanden, der bisher noch nicht das Vergnügen hatte in Amsterdam gewesen zu sein, auf den Geschmack gebracht haben und sollte dieser jemand auch noch ein großer Kino-Freund sein, dann hätte ich hier einige Tipps, was man sich auf jeden Fall ansehen sollte.

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Internet-Tipp: “Regina Filmtheater 1957-1983″

Von , 28. Oktober 2009 16:40

Bremer meiner Generation (also die in den späten 60ern/frühen 70ern geborenen) erinnern sich sicherlich noch an das Regina Kino in Utbremen. Das Regina hatte damals die größte Leinwand Bremens und zeigte neben aktuellen Filmen auch noch Klassiker des Breitwandkinos, wie z.B. “Die 10 Gebote” oder “Lawrence von Arabien“. Das Kino schloss 1983 und heute ist dem ehemaligen Kinogebäude ein Penny untergebracht. The times, they are a-changin’.

Ich habe hier im Blog schon einmal meine persönlichen Erinnerungen an das “Regina” niedergeschrieben. Leider habe ich es aber bis heute versäumt, auf eine ganz fantastische Webseite über das Regina hinzuweisen. Dort findet man eine absolut vorbildliche Arbeit, welche man im Bremer Staatsarchiv auch in Buchform einsehen kann. Hier findet man wirklich ALLES, was es über das Regina zu berichten gibt. Anekdoten, technische Details, Bilder und vor allem Listen mit ALLEN Filmvorführungen. Also reichlich Material für tagelanges, nostalgisches Stöbern.

PS: Auf der Seite findet man übrigens auch die damalige Kinoanzeigen für “Das Imperium schlägt zurück“, welche beweist, dass der Film damals tatsächlich erst ab 12 Jahre freigeben war. Was mir einige ja nicht geglaubt haben :)

Erinnerungen an alte Bremer Kinos – Teil 3: Das “Ufa” und “U.T.”

Von , 12. Februar 2009 10:40

Nach einer berufbedingter längeren Pause, hier der dritte Teil meiner Erinnerungen an die untergegangen Bremer Kinos aus den 80ern und 90ern.

Abschließen möchte ich mit den beiden “Schachtelkinos” U.T. und Ufa.

Das Ufa war bis 2000 dort, wo heute die Jugend am Wochenende das Tanzbein und wahrscheinlich noch ganz andere Körperteile schwingt. In den Räumen der Disco “La Viva”. Dem Ufa war nur eine kurze Lebenszeit beschieden.

Die Idee war bestechend. Ein Kinocenter, welches moderner ausgestattet war als das alte U.T., die bequemeren Sitze und die größere Leinwand hatte. Beim letzteren Punkt konnte man allerdings nur lachen. Zwar war die Leinwand im Schnitt größer als die auf Fernsehergröße geschrumpften “Leinwände” des U.T., im Vergleich zu anderen Kinos wie dem “U.T. 1″ oder gar dem “Europa” aber immer noch recht klein. Selbst der kleinste Saal im heutigen Cinemaxx ist da noch besser bestückt. Zweiter dicker Nachteil: Die Sitzreihen. Zwar waren diese so gebaut, dass man locker ein Kopf über dem Vordermann saß, aber dadurch, dass die Leinwand kurz über dem Boden angebracht wurde, war dieser Vorteil aber wieder dahin, weil alle Besucher nach unten, und damit dem Vordermann wieder in den Nacken, schauen mussten.

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Erinnerungen an alte Bremer Kinos – Teil 2: Das “Europa”

Von , 28. Januar 2009 16:41

1999 musste das damals schönste Kino Bremens dran glauben. Das wunderbare Europa mit seinem ausladenden Balkon und großem Saal.

Der Balkon war allerdings auch ein Problem. Wer in der ersten Reihe saß, der hatte einen wunderbaren Blick auf die Leinwand. In der zweiten Reihe wurde es schon kritischer. Die dritte Reihe war schon nicht mehr zu empfehlen und in der letzten Reihe half nur eins: Wenn man was vom Film sehen wollte, musste man den Sessel hochklappen und sich dann auf der nun senkrechten Sitzfläche oben auf die Kante setzen. Da es keine Platzkarten gab, gab es vor jeder Vorstellung natürlich immer ein ganz furchtbares Gerangel und Gekämpfe um die Plätze in der ersten Reihe.
Ferner empfahl es sich auch, nicht direkt unter der Balustrade zu sitzen, da das Publikum oben gerne seine Getränke dort abstellte oder Schabernack mit diversen Knabbereien trieb.

Trotzdem denke ich noch heute, wenn ich an dem Rossmann in der Bahnhofsstr. vorbeigehe, wehmütig an den großen, irgendwie feierlichen Kinosaal.

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Erinnerungen an alte Bremer Kinos – Teil 1: “Regina”, “Söge”, “Stern”

Von , 27. Januar 2009 18:02

Vor einigen Tagen veröffentlichte Spiegel-Online in seiner manchmal sehr lesenswerten Reihe “Eines Tages” unter dem Titel: “Gefangen im Lichtspiel-Labyrinth” einen Artikel von Robert Bernnat. Darin ging es um den furchtbaren “Schachtelkino”-Wahnnsinn Ende der 70er bis Mitte der 80er Jahre. Der Artikel ist gefällig geschrieben, wobei mir die Arroganz gegenüber dem damaligen (im Gegensatz zu heute sehr viel bunteren) Filmprogramm sauer aufstößt. Diese permanente “Na, damals hatten die Menschen halt keinen Geschmack “-Haltung kann ich als glühender Verehrer europäischer Exploitation-Filme aus eben dieser Zeit, und skeptischer Beobachter der heutigen Hollywood-Bockbuster-Eintönigkeit, so absolut gar nicht nachvollziehen.

Was der Artikel aber in mir bewegt hat, war ein melancholisches Stechen in der Brust. Mit einer Träne im Auge erinnerte ich mich an die damals schon arg reduzierte, aber doch im Gegensatz zu heute, weitaus vielfältigere Bremer Kinolandschaft meiner Kindheit. Namen wie: “Regina”, “Europa”, “Stern”, “Söge” oder “U.T.” schossen mir zusammen mit wohligen Erinnerungen an zahllose Kinobesuche durch den Kopf.  Ich will den versunkenen Lichtpalästen noch einmal die letzte Ehre erweisen und die, die mir noch in lebhafter Erinnerung sind, hier vorstellen.

Beginnen möchte ich mit dem “Regina”, dem “Söge” und dem “Stern”. Die Tage folgen dann noch das “Europa”, das “U.T.”, der “Ufa-Palast” und das “Filmstudio”.

Wem noch andere “untergegangene” Kinos einfallen, oder wer noch eine nette Geschichte zu den genannten auf Lager hat, bitte bei mir melden oder einfach unter dem Artikel einen Kommentar hinterlassen. Ich würde mich freuen. Möglicherweise hat auch noch jemand Fotos?!?

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