Hola, die Waldfee! Zum Fest der Liebe bin ich noch über ein ganz besonderes Präsent gestolpert.
Ich war, seitdem ich im Januar 1982 “Das Imperium schlägt zurück” im Kino gesehen habe, jahrelang riesengroßer Star-Wars-Fan. So mit Spielzeugfiguren und allem Drumherum. Trotzdem habe ich von einem “Star Wars Holiday Special“, welches am 17.November 1978 im us-amerikanischen Fernsehen gelaufen ist, bis heute nichts gehört. Weder Gerüchte, noch sonst irgendetwas. Dieser erste offizielle “Star Wars”-Spin-Off wurde einfach totgeschwiegen, obwohl alle Darsteller der ersten Trilogie mitgemischt haben und das “Special” immerhin die Geburtstunde des beliebten Charakters “Boba Fett” markierte.
Wie kann das sein? Ganz einfach: Es war so grottenschlecht, dass alle Beteiligten peinlich berührt dieses Special unter den Teppich gekehrt haben und nichts mehr davon wissen wollten.
Jetzt ist diese ungeheure Peinlichkeit wieder aufgetaucht. Das Internet ist halt gnadenlos und vergisst nichts. Der Internet-Filmkritiker “That Guy With Glasses” hat sich dieses fast schon surreal-psychedelischen Albtraums angenommen. Man muss es einfach sehen, um es glauben zu können.
In diesem Sinne: Viel Spaß und frohe Weihnachten mit dem “Star Wars Holiday Special” von 1978.
Man lernt doch immer wieder etwas Neues. So wusste ich bis gestern nicht, dass die auch von mir häufig frequentierte Filmdatenbank OFDb.de ein Bremer Gewächs ist.
Diese Neuigkeit habe ich durch Zufall auf der Homepage des “Weser Kuriers” gefunden. Möglicherweise stand der Artikel auch schon Sonntag in der Print-Ausgabe, aber leider hatte ich da keine Zeit, diese durchzublättern.
(…) Informatik und Filme seien immer schon sein (Sascha Immes) Hobby gewesen und so beschloss der Bremer vor zehn Jahren eine Informationsseite über Medienzensur zu programmieren und zu veröffentlichen.
„Womit ich damals nicht annähernd gerechnet hatte, das war die enorme Resonanz auf mein kleines Projekt. Praktisch vom ersten Tage an entstand eine treue Fangemeinde, die sich für die Mitarbeit an der ‚großen Filmdatenbank‘, wie ich die Anwendung damals betitelt habe, begeistern konnte“, erzählt Imme. Angespornt von dem positiven Feedback stürzte er sich voller Enthusiasmus in die Weiterentwicklung der Filmdatenbank.
Bis 2004 sein ehemaliger Studienkollege und Freund André Kreutzträger den Vorschlag gemacht hat, sich mit der Online Filmdatenbank selbständig zu machen. Sascha Imme war damals Trainee bei einem Versicherungsunternehmen und betrieb die Datenbank als Hobby nebenher. „Nach vielen Gesprächen und langen Nächten stand dann die Entscheidung fest: Gemeinsam mit André wagte ich mit der OFDb den Schritt in die Selbständigkeit“, sagt Sascha Imme. (..)
Hiermit auch meine herzlichen Glückwünsche an Sascha Imme und André Kreuzträger für 10 Jahre OFDb.de. Es freut mich sehr, dass es bei uns in Bremen noch solche tollen Erfolgsgeschichten gibt.
Und es ist auch beruhigend zu sehen, dass es in unserer schönen Hansestadt tatsächlich noch mehr Filmverrückte gibt, die irgendwelche merkwürdigen Seiten ins Internet stellen
Die an anderer Stelle schon einmal empfohlene Webseite kino-zeit.de hat sich einen ganz pfiffigen und innovativen Service einfallen lassen.
Und zwar findet man seit kurzem neben den Trailern und Filmkritiken ein “Wecker”-Symbol. Klick man auf dieses, kann man sich von der kino-zeit.de eine Email zuschicken lassen, wann und wo der Film in der Nähe anläuft. Die Idee finde ich sehr gut und bin nur verwundert, dass vorher da noch niemand drauf gekommen ist.
Ihr persönlicher Filmwecker lässt sich ganz einfach stellen. Bei jeder Filmkritik, Trailer oder Galerie finden Sie ein kleines Weckersymbol oben bzw. den Satz “Filmwecker stellen” im Fuß. Darauf klicken, Ihre Email-Adresse und Postleitzahl eingeben, absenden und fertig.
Sobald wir dann eine Vorstellung des gewünschten Films in Ihrer Nähe in unseren Kinoprogrammdaten finden, schicken wir Ihnen eine Email mit dem Kinoprogramm. Und da kino-zeit.de alle Kinos in Deutschland aufführt, können Sie jetzt sicher sein, dass Sie keinen interessanten und spannenden Film mehr verpassen.
Bremer meiner Generation (also die in den späten 60ern/frühen 70ern geborenen) erinnern sich sicherlich noch an das Regina Kino in Utbremen. Das Regina hatte damals die größte Leinwand Bremens und zeigte neben aktuellen Filmen auch noch Klassiker des Breitwandkinos, wie z.B. “Die 10 Gebote” oder “Lawrence von Arabien“. Das Kino schloss 1983 und heute ist dem ehemaligen Kinogebäude ein Penny untergebracht. The times, they are a-changin’.
Ich habe hier im Blog schon einmal meine persönlichen Erinnerungen an das “Regina” niedergeschrieben. Leider habe ich es aber bis heute versäumt, auf eine ganz fantastische Webseite über das Regina hinzuweisen. Dort findet man eine absolut vorbildliche Arbeit, welche man im Bremer Staatsarchiv auch in Buchform einsehen kann. Hier findet man wirklich ALLES, was es über das Regina zu berichten gibt. Anekdoten, technische Details, Bilder und vor allem Listen mit ALLEN Filmvorführungen. Also reichlich Material für tagelanges, nostalgisches Stöbern.
PS: Auf der Seite findet man übrigens auch die damalige Kinoanzeigen für “Das Imperium schlägt zurück“, welche beweist, dass der Film damals tatsächlich erst ab 12 Jahre freigeben war. Was mir einige ja nicht geglaubt haben
Auf achive.org kann man eine Liste mit alten US-Serials aus den 30er, 40er und 50er Jahren finden, die alle mittlerweile “Public Domain” sind (die Urheberrechte sind also abgelaufen) und die man sich dort als Stream anschauen oder als Datei auf den Rechner laden kann.
Ebenfalls höchst amüsant sind die “..in One Minute, One Take”-Filmchen, die berühmte Filme in eben einer Minute und einem Take nachspielen.
Hier “Kill Bill Vol. 1 & 2″:
Die Jungs haben auch noch ein exzellente Version von “28 Days later…“, eine ganz ordentliche Version von “Forrest Gump” und eine, meiner Meinung nach, etwas misslungene von “Star Wars” gemacht.
Aufgeschnappt habe ich die Links auf der sehr empfehlenswerten Homepage der “Filmkunst Cinethek” aus Berlin, welche beinah täglich allerlei interessante Links aus aller Welt postet und zum stundenlangen Herumstöbern im Archiv einlädt.
Homepage eines waschechten Sohnes der Stadt. Christian Keßler (mittlerweile im Ruhrpott beheimatet) dürfte vielen Filmfreunden – vor allem denen des eher obskuren Films - durch seine Artikel in der “Splatting Image” oder seinen Büchern “Das wilde Auge” (Italo-Horror & Giallo) und “Willkommen in der Hölle” (Italo-Western) wohl bekannt sein. Auf seiner Homepage kann man stundenlang stöbern und höchst interessante Artikel zu vielfältigen Themen auch weit jenseits des Exploitationkinos finden.
Interessantes Online-Magazin zum Thema Arthouse-Kino. News, sowie Rezensionen neuer Kinofilme, DVDs/BluRays und Filmbücher.
kino-zeit.de ist eine Plattform des Arthouse-Kinos und hat sich zum Ziel gesetzt, mehr Aufmerksamkeit auf die Filme zu lenken, die sonst in der Masse der Kino-Neustarts unterzugehen drohen – engagiertes, unbequemes, nachdenklich machendes, aber auch unterhaltsames Kino, das eine Alternative zu den Einheitsproduktionen aus Hollywood bietet. Naturgemäß liegt ein besonderer Fokus von kino-zeit.de auf Produktionen aus Deutschland und Europa.
Wieder einmal möchte ich auf eine fantastische Internetseite hinweisen.
Diesmal auf UbuWeb.
Auf UbuWeb findet man Avantgarde- und Experimentalfilme, -literatur und -musik, Poesie und “outlaw arts” in all seinen Formen. Als Texte in .pdf, Musik in MP3 oder Videos als Livestream oder .avi.
Eine wahrlich fantastische Möglichkeit, um sich (nicht nur) mit Film als Kunst jenseits der Konventionen zu beschäftigen. Wer offen für neue Seherfahrungen ist, der sollte hier auf jeden Fall einmal vorbeischauen.