Nachrichten getagged: Internationales Filmfest Oldenburg

“Picco” heute im Cinema Ostertor mit Regisseur und Hauptdarsteller

Von , 4. Februar 2011 16:18

Heute um 18:45 Uhr stellen Regisseur Philip Koch und Hauptdarsteller Frederick Lau im Cinema Ostertor ihren Film “Picco” vor, der letztes Jahr auch auf dem Internationalen Filmfest in Oldenburg lief und dort den “German Independence Award – Bester Deutscher Film” gewann.

In “Picco” geht es um einigen Jugendlichen, der im Jugendgefängnis von seinen Mitinsassen gemobt und auf das Grausamste misshandelt wird – mit tödlichen Konsequenzen.

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Kurioses Detail am Rande: Schauspieler Frederick Lau spielte vor Kurzem erst die Hauptrolle in “Neue Vahr Süd” und sein Charakter Frank Lehmann, ebenso wie dessen “Schöpfer” Sven Regener, wohnte direkt über dem Cinema Ostertor.

Bilder vom 17. Internationalen Filmfest Oldenburg

Von , 23. September 2010 10:14

Wie versprochen, hier zum Abschluss noch einige Bilder, die ich während des 17. Internationalen Filmfests Oldenburg geschossen habe.

Unbekannter Moderator, Alexandre Rockwell und Peter Dinklage ("Pete Smalls Is Dead")

Peter Dinklage ("Pete Smalls Is Dead")

Regisseur Alexandre Rockwell und seine Co-Produzentin Jen Li ("Pete Smalls Is Dead")

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Filmtagebuch: 17. Internationales Filmfest Oldenburg – Teil 2

Von , 22. September 2010 16:44

Und weiter geht’s mit dem zweiten und abschliessenden Teil meines Berichtes vom 17. Internationalen Filmfest Oldenburg.

Sonntag, 19.9.10

Am Vormittag

Netterweise hatte das Hotel Sprenz humane Zeiten für das Frühstück und nahm es auch mit dem Zimmer räumen nicht ganz so streng. Darum konnte ich erst einmal in Ruhe ausschlafen und mich ganz in Ruhe am leckeren Frühstücksbuffet laben. Und beim Check-Out gab es – so etwas habe ich bisher auch noch nicht erlebt – noch ein kleines Lunch-Paket, welches mir dann im Laufe des Tages gute Dienste erwies.

Mein einziges Problem war, dass ich irgendwie die Zeit bis zum Beginn des ersten Filmes überbrücken musste. Und so entschloss ich mich, bei kaltem und grauen Wetter ein wenig Oldenburg zu erkunden, welches an diesem Sonntagmorgen wie ausgestorben vor mir lag.

Obwohl ich einige Ecken entdeckte, die ich bisher noch nicht kannte, wurde mir aber schnell langweilig. So trieb es mich Richtung Sporthafen, wo ich noch ein sehr obskures Erlebnis in einem Antiquariat hatte. Dies würde aber jetzt zu weit führen und darum kürze ich meine Erzählung jetzt mal ab und komme wieder zurück zum Wesentlichen.

Ich schlenderte zur Kulturetage, da ich in der Pressezentrale des Filmfestes mal nachschauen wollte, ob es irgendwelche Neuigkeiten oder Veranstaltungshinweise für die “filmlose” Zeit gab. Bei der Gelegenheit warf ich auch einen Blick in die VIP-Lounge. Die Idee hätte ich mal schon vorher haben sollen! In der Lounge hatte man einen Beamer aufgebaut und als ich rein kam, lief dort gerade “Carmen, Baby” vom Ehrengast Radley Metzger. Dieser Film gehörte ja nicht zur Retrospektive. “Carmen, Baby” habe ich vor vielen Jahren schon mal gesehen, darum war es jetzt nicht ganz so schlimm (wenn auch ärgerlich), dass ich die erste Hälfte bereits verpasst hatte. So konnte ich aber zumindest noch die zweite Hälfte genießen und in mir den Entschluss reifen lassen, mir Metzgers Werk jetzt endlich mal auf DVD zu besorgen.

Nach dem Film guckte Radley Metzger auch noch persönlich vorbei und plauderte etwas aus dem Nähkästchen.

Dann wurde noch ein “Making-Of” seines Filmes “Score” gezeigt, an dessen Anschluss Radley Metzger noch eine DVD aus der Tasche zauberte, die ein – wie er ankündigte – sehr gelungenes Interview mit ihm enthielt.  Auf seine Frage, ob jemand Interesse hätte dies zu sehen, antworteten die Anwesenden natürlich unisono mit “Ja!!!”.

Ich hätte das auch gerne noch geschaut, aber mittlerweile war es 14:35 geworden und es drängte die Zeit. Um 15:00 startete nämlich “The House of Branching Love” am Exerzierplatz und da wollte ich pünktlich sein, um noch einen guten Platz zu bekommen. So verließ ich eher widerwillig die Lounge (in der ich mich sehr wohl gefühlt habe und noch Stunden hätte aufhalten können) und lief zum Pferdemarkt rüber.

“The House of Branching Love”

Und das lohnte sich auch. Die finnische Komödie “The House of Branching Love” war mein persönliches Highlight des Festivals. Weiter lesen 'Filmtagebuch: 17. Internationales Filmfest Oldenburg – Teil 2'»

Filmtagebuch: 17. Internationales Filmfest Oldenburg – Teil 1

Von , 21. September 2010 19:56

Wie angekündigt folgt nun hier mein ganz persönlicher Bericht vom 17. Internationalen Filmfest Oldenburg.

Ursprünglich wollte ich nur “kurz” etwas schreiben, aber nun ist mir bereits mein erster Festivaltag letzten Samstag so lang geworden, dass ich den Artikel in zwei Teile trenne.

Hier also nun der erste Teil meines Berichtes.

Samstag, 18.9.10

Anreise

Da ich beruflich in der Woche sehr eingespannt war, konnte ich erst am Samstag zum Internationalen Filmfest in Oldenburg anreisen. Dabei begann der Tag mit einer kleinen Fehlentscheidung. Anstatt schon am späten Vormittag nach Oldenburg zu fahren und den Film in der 15:00 Uhr Vorstellung mitzunehmen, entschied ich mich dafür, die ganze Sache ruhig angehen zu lassen und erst am Nachmittag anzureisen. Schade, denn so verpasste ich den Gewinner des Publikumspreises: “The Happy Poet“. Nun ja, das konnte ich zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht wissen und die Synopsis im Programmheft hatte mich jetzt auch nicht gelockt. So kann’s kommen.

Also kam ich erst um 16:00 Uhr in Oldenburg an, lief schnell zum Pressebüro, welches unweit des Bahnhofes in der Kulturetage zu finden war und holte meinen Presseausweis ab. Zudem nutzte ich die Zeit, um mir schon mal die Tickets für die nächsten zwei Tage zu sichern. Das hatte zwar einerseits den Vorteil, dass man sich danach nicht mehr um Tickets kümmern musste (was gut war, da die drei Vorstellungen dieses Tages dann auch ausverkauft waren), andererseits musste ich mich schon gleich festlegen, was ich sehen möchte. Ich entschied mich für folgendes Programm: “Unter die die Stadt“, “Pete Smalls Is Dead“, “Mr. Nice“, “House Of Branching Love” und “Monsters“. Ursprünglich hatte ich noch einen anderen Plan und wollte kurz nach Mitternacht noch den grandiosen “Erwachsenenfilm” “The Opening of Misty Beethoven” anschauen, aber das war zeitlich sehr kritisch und ich hätte im besten Falle 10 Minuten gehabt, um von der Exerzierhalle am Pferdemarkt zur Kulturetage am Bahnhof zu kommen. Den Stress wollte ich mir nicht antun und so flog Frau Beethoven aus meiner Planung raus.

Dann ging’s auf direktem Wege ins Hotel. Es war mir kurzfristig gelungen, noch ein (bezahlbares) Zimmer zu ergattern. Mein Domizil für die Nacht war das Hotel Sprenz, welches ideal am Pferdemarkt gelegen ist. Also in Spuckweite zur Exerzierhalle und dem Casablanca, wo auch die von mir ausgewählten Filme liefen. Das Zimmer war spartanisch und klein, aber sauber und absolut ausreichend für eine Übernachtung. Die Dame an der Rezeption war auch sehr freundlich und so konnte ich mich mit bester Laune ins Festival stürzen.

Unter dir die Stadt

Der erste Film auf meiner Liste war Christoph Hochhäuslers “Unter dir die Stadt”, auf den ich mich schon sehr gefreut hatte. Weiter lesen 'Filmtagebuch: 17. Internationales Filmfest Oldenburg – Teil 1'»

17. Internationales Filmfest Oldenburg – Die Preisträger

Von , 20. September 2010 16:17

Die Preisträger des 17. Internationalen Filmfests Oldenburg stehen fest.

Und wie immer, habe ich es mal wieder geschafft, bei meiner Filmauswahl keinen einzigen der zukünftigen Preisträger zu berücksichtigen.

Somit kann ich auch nicht beurteilen, um die Preisvergaben nun berechtig waren oder nicht. Ich gehe aber mal davon aus… ;)

Gewinner des „German Independence Award – Bester Deutscher Film“ ist der Film „Picco“ von Philip Koch. Basierend auf wahren Begebenheiten wirft der Film einen unbarmherzig realistischen Blick auf den Alltag jugendlicher Insassen im deutschen Strafvollzug. In der Jurybegründung heißt es:

„‚Picco‘ ist das Portrait einer wahrhaftigen Hölle auf Erden in Form eines Jugendgefängnisses. Machtkämpfe und der moralische Treibsand, in dem der junge Held zu versinken droht, werden mit erschütterndem Realismus dargestellt, der den Zuschauer fast in die Flucht treibt. Und doch ist der Film ebenso fesselnd wie universal. Die Barbarei und die moralische Tragödie, die in ‚Picco‘ beschrieben werden, können auf das Leben Jugendlicher in jedem Land übertragen werden. Man muss nicht selbst im Gefängnis gewesen sein, um aus erster Hand die Ängste und den Selbstbetrug des jungen Protagonisten zu verstehen. Auf der rein formalen Ebene ist der Film erzählerisch eng geknüpft, meisterhaft gefilmt und geschnitten, so dass wir emotional in seinen Wänden gefangen sind, während wir gleichzeitig in genügender Distanz verbleiben, um fragend zu leiden und eine Interpretation dessen, was wir gemeinsam mit den Figuren durchleben, zu versuchen. Der Film ist klar und herzzerreißend in jeder Sprache.“

"Picco" von Philip Koch

Der Publikumspreis ging an „The Happy Poet“ von Regisseur Paul Gordon.

"The Happy Poet" von Paul Gordon

„Salvation Insurance“ von Jeremy Bradley und Reuben Sack wurde als bester Kurzfilm ausgezeichnet.

Und auch dies sollte nicht unerwähnt bleiben:  Obwohl es in diesem Jahr insgesamt zwölf Filmvorführungen weniger gab und die Säle kleiner ausfielen, war die Auslastung mit mehr als 14.500 Zuschauern größer als im vergangenen Jahr.

Mein eigener, ganz persönlicher Festivalbericht folgt in Kürze. Ebenso wie Bilder, die ich bei diesem Event geschossen habe.

Das 17. Internationale Filmfest Oldenburg startet – Kooperation mit MUBI (ehemals “The Auteurs”)

Von , 15. September 2010 21:14

Heute geht es los: Das 17. Internationale Filmfestival Oldenburg. Ich selber werde mich beruflich bedingt erst am Samstag auf die Socken machen. Das Hotel in Oldenburg ist aber schon gebucht und in der nächsten Woche gibt es hier dann einen ausführlichen Bericht. :)

Bis dahin wollte ich auf eine Neuerung beim IFF Oldenburg hinweisen. Erstmals ist das Internationale Filmfest Oldenburg Partner der MUBI. Die MUBI ist ein Video-on-demand Portal, welches im Mai diesen Jahres aus dem “The Auteurs”-Projekt hervorgegangen ist. Deren Idee war/ist es anspruchsvolles und filmgeschichtlich relevantes Kino aus aller Welt weltweit verfügbar zu machen. Ferner gibt es auch einen Blog, ein Diskussionsforum und, und, und. Also an sich eine feine Sache.

Bisher haben sich weltweit rund 300.000 Filmliebhaber auf dieser Plattform angemeldet. Angefangen hat The Auteurs/MUBI 2008 mit 300 Filmen, heute sind es über 1.100 – einige wenige können dabei auch kostenlos angesehen werden.

In diesem Jahr nun können Interessierte ausgewählte Filme des Festival-Programms zu Hause via Online-Stream sehen. Gezeigt werden u.a. die nominierten Filme für den German Independence Award. Das Angebot ist kostenfrei und pro Film auf 300 Besucher außerhalb Deutschlands limitiert. Ja, richtig gelesen. Wer eine deutsche IP-Adresse hat, ist leider draußen – was ich ziemlich blöd finde :(   Und wer eine ausländische IP-Adresse hat, muss aber auch schnell sein, da wie gesagt, nur die ersten 300 User die Filme kostenlos sehen können.

Aber es gibt trotzdem einen guten Grund sich bei MUBI anzumelden. Denn in Deutschland selber werden die Kurzfilme des diesjährigen Festivalprogramms für das Online-Streaming bereit gestellt, allerdings sollte man auch hier schnell sein, denn die virtuellen Kinoplätze sind ebenfalls begrenzt.

Unter folgendem Link können die Filme nach Anmeldung auf MUBI angesehen werden:

mubi.com/festivals/oldenburg

Filmfest Oldenburg: Eröffnungsfilm + Nominierte bekanntgegeben

Von , 29. August 2010 21:22

Der Eröffnungsfilm des 17. Internationalen Filmfests Oldenburg steht nun fest.

Es ist Christoph Hochhäuslers “Unter dir die Stadt“, welcher bereits vor einigen Monaten eine große Aufmerksamkeit in den Medien fand, als er der einzige deutsche Vertreter auf dem Filmfestival in Cannes war.

Die Hauptrolle spielt Nicolette Krebitz, die bei der Eröffnung persönlich anwesend sein wird. Diese findet am Mittwoch, 15. September, um 19.30 Uhr im Fliegerhorst (wo immer das sein mag?) des 17. Internationale Filmfests Oldenburg statt.

“Unter dir die Stadt”-Regisseurs Christoph Hochhäusler wurde mit dem Film “Falsche Bekenner” bekannt und wird gemeinhin der sogenannten “Berliner Schule” zugeordnet. An dieser Stelle sei auch auf seinen sehr lesenswerten Blog hingewiesen: http://parallelfilm.blogspot.com/

"Unter dir die Stadt"

Des weiteren wurden nun auch die drei Nominierten für den “German Independence Award” bekanntgegeben.
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Int. Filmfest Oldenburg: Neue Filme! Weitere Gäste! Keine Zukunft?

Von , 17. August 2010 14:52

Auf der gestrigen Presse-Konferenz wurden ein paar mehr Filme genannt, die auf dem 17. Internationalen Filmfest Oldenburg gezeigt werden. Ferner wurden die Namen einiger weiterer Gaststars genannt- und eine finstere Zukunft gezeichnet.

Zunächst zu den Filmen.

“The House of Branching Love” -  Eine finnische Komödie von Akis, mittlerweile etwas weniger bekannten (das war aber auch mal anders herum), Bruder Mika Kaurismäki über die Scheidung eines Familientherapeuten und einer erfolgreichen Business-Trainerin.

“A woman”- Eine italienisch-amerikanische Co-Produktion von Giada Colagrande. In diesem Drama spielt Willem Defoe (übrigens der Ehemann der Regisseurin) einen erfolgreichen Schriftsteller, der mit seiner jungen Geliebten ins seine Heimat, nach Süditalien, zieht. Dort beginnt die junge Frau eine verhängnisvolle Obsession für die verstorbene erste Ehefrau des Schriftstellers zu entwickeln.

“Oil City Confidential” – der neue Film, des einstmals richtungweisenden Videoclip-Regisseurs Julian Temple, ist eine Dokumentation über die 70er Jahre Rock-Gruppe Dr. Feelgood.

Pound of Flesh” – Thriller/Drama von Tamar Simon Hoffs. Frau Hoffs zählt nicht nur bereits 75 Lenze, sondern ist auch die Mutter von Susanne Hoffs, der Leadsängerin der erfolgreichen 80er-Girl-Group “The Bangles”. Als Regisseurin ist sie bisher noch nicht so häufig in Erscheinung getreten. Zuletzt 2003 mit dem Drama “Red Roses and Petrol” bei dem, wie im aktuellen Film auch, Malcom McDowell die Hauptrolle spielte.

„Takedown“ – aka “Transparency”. Ein kanadischer Action-Thriller mit Lou Diamond Phillips, Estella Warren und Deborah Kara Unger in den Hauptrollen.

„Room in Rome“ – Das neue Werk des spanischen Regisseurs Julio Medem, der mit den Filmen “Die Liebenden des Polarkreises” und “Lucía und der Sex” bekannt geworden ist.

„Cane Toads – The Conquest“ – ein australischer Dokumentationsfilm über die Schäden, die die Wanderungen der Riesenkröten in Australiens Landschaft hinterlassen.

„Mr. Nice“ – Britisches Bio-Pic über Großbritanniens berühmt-berüchtigtsten Drogen-Schmuggler: Howards Marks.

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Internationales Filmfest Oldenburg: Radley Metzger kommt!

Von , 8. August 2010 00:17

Gestern Abend flatterte mir eine Pressemitteilung des Internationalen Filmfest Oldenburg in den Posteingang (dafür recht herzlichen Dank), die mein Herz augenblicklich höher schlagen ließ. Darin wurde angekündigt, dass eine Schwerpunkt des diesjährigen Filmfestivals auf dem Werk des amerikanischen Regisseurs Radley Metzgers liegen und dieser auf das ganze Festival über anwesend sein wird. Radley Metzger! Einer der Heroen meiner frühen “Filmausbildung” und des erotischen Films in den 60er und 70er Jahren. Der Schöpfer solcher erotischer Jahrhundertwerke wie “The Lickerish Quartett” und “Camille 2000“.

Radley Metzger begann seine Karriere in den späten 50er und frühen 60er Jahren, indem er europäische Arthouse-Produktionen von Bergmann oder Rossellini für den amerikanischen Markt aufbereitete, kürzte und den “sensationellen ” (sprich sexuellen) Inhalt in den Vordergrund schob. Diese “europäische” Ausbildung merkt man dann auch in seinen ersten eigenen Spielfilmen, welche er dann auch konsequenterweise in Europa drehte, an. Wie z.B. “Carmen Baby” mit der großartigen Uta Levka oder den schon erwähnten “The Lickerish Quartett” mit Frank Wolff.

The Lickerish Quartet (1970)

The Lickerish Quartet (1970)

1973 drehte er mit Christiane Krüger und Siegfried Rauch in den Hauptrollen den empfehlenswerten “Evita Peron”-Schlüsselfilm “Little Mother“, bevor er ein Jahr später mit “Score” die Grenzen des erotischen Films schon leicht verschob.

Danach folgten 1974-78 einige Filme, welche dann ganz eindeutig im pornographischen Bereich angesiedelt waren. Aber auch hier leistete Metzger (unter dem Pseudonym Henry Paris) Außerordentliches. Er drehte keine platten Pornos, nein, seine Filme waren hochwertige und sehr stylische Spielfilme mit pornographischem Inhalt. Vor allem “The Opening of Misty Beethoven“, aber auch “The Private Afternoons of Pamela Mann” und “Barbara Broadcast” sind Klassiker und absolute (ähem) Höhepunkte des Genres, welche man sich so heute gar nicht mehr vorstellen kann. Großes Kino, dort wo man es normalerweise nicht (mehr) erwartet.

Camille 2000 (1969)

Camille 2000 (1969)

In den “Paris”-Jahren drehte er nur einen Film unter eigenem Namen: “The Image” (aka “The Punishment of Anne”). Eine ernsthafte und hocherotische Auseinandersetzung mit dem Thema sexuelle Abhängigkeit und Sadomasochismus. Nach dieser Phase trat Metzger dann eigentlich nur noch mit dem Gruselkrimi-Remake “The Cat and the Canary” (prominent besetzt mit Edward Fox und Honor Blackmann), sowie 1984 mit “The Princess and the Call-Girl” (den ich allerdings nicht kenne) in Erscheinung. Seitdem hat sich Radley Metzger aus dem Filmgeschäft zurückgezogen.

Radley Metzger

Radley Metzger

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Internationales Filmfest Oldenburg: Die ersten Filme stehen fest

Von , 3. August 2010 16:24

Die ersten Filme für das Filmfest Oldenburg sind bekanntgegeben worden:

Gleich zwei spanische Filme feiern in Oldenburg ihre Deutschlandpremiere: Regisseur Agustí Vila spinnt in THE MOSQUITO NET (u.a. mit Emma Suárez und Geraldine Chaplin) ein komplexes Familienportrait, das in Karlovy Vary gerade als bester Film ausgezeichnet wurde. Unter die Haut geht Eduard Cortes` ergreifender Film INGRID, der seiner mysteriösen Titelheldin in eine verworrene Welt zwischen Traum und Wirklichkeit folgt. Nicht nur unter die Haut, sondern unter die Knochen geht RED WHITE & BLUE: Nach dem weltweiten Erfolg seines ersten Filmes THE LIVING AND THE DEAD wird Simon Rumley seinen neuesten, nicht minder verstörenden Film in Oldenburg vorstellen. Provokativ, experimentell und schamlos ist auch Harmony Korines neuester Kinostreich TRASH HUMPERS, der vier Soziopathen in die Abgründe der amerikanischen White Trash Seele folgt. Bekannt wurde er durch sein Drehbuch zu Larry Clarks KIDS, sein Regiedebüt GUMMO machte ihn zum Kultstar des Independent-Kinos. Und auch der wohl meistdiskutierte und bejubelte Independentfilm dieser Kinosaison wird in Oldenburg zu sehen sein: Gareth Edwards Sci-Fi Streifen MONSTERS sorgte beim texanischen South by Southwest Film Festival (SXSW) für Furore und feiert nun einen weltweiten Siegeszug des originellen low-budget Kinos.

Quelle: http://www.filmfest-oldenburg.de

“Monsters” könnte nettes SF-Genre-Kino sein. Die bisherigen Kritiken sind zumindest recht vielversprechend. “Red, White & Blue” könnte auch ganz interessant werden. Die Abgründe der amerikanischen “White Trash Seele”, die  “Trash Humpers” freizulegen verspricht, machen mich gerade nicht so an. Was aber daran liegt, dass dies sowieso nicht mein bevorzugtes Spielfeld ist.  Auf “Ingrid” und “The Mosquito Net” bin ich da schon eher neugierig.

Aber letztendlich wird sich meine persönliche Programmauswahl eh wieder danach richten müssen, was gerade an den beiden Tagen, an denen ich in Oldenburg sein kann, laufen wird.

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