In der letzten Woche schrieb ich hier eine Rezension des Kurzfilmes “Betty B. and the The’s”.
Mittlerweile hatte ich auch die Gelegenheit mit Felix Stienz, dem Regisseur des Films, ein Online-Interview zu führen.
Natürlich hat mich hier insbesondere die Verbindung nach Bremen, die Dreharbeiten hier und der Kontakt mit der Bremischen Kurzfilmszene interessiert.
Ich möchte mich vorab herzlich bei Felix Stienz bedanken, dass er sich die Zeit genommen hat, meine Fragen so ausführlich und interessant zu beantworten.
Ebenfalls möchte ich mich bei Marcus Forchner (Produktion) bedanken, über den der erste Kontakt lief.
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Filmforum Bremen: Vielen Dank Felix, dass Du Dir etwas Zeit für das Interview genommen hast. Ich fange gleich mal mit der berühmten Frage nach der Henne und dem Ei an: Was war erst da? Die Geschichte oder die Idee einen Film im Kaurismäki-Stil zu drehen?*
Felix Stienz: Zuerst gab es DIE Hauptdarsteller! Mit Bomber (Tobi B.) haben wir schon mehrere Kurzfilme gedreht. Er ist ist ein guter Freund und gehört einfach vor die Kamera. Dabei ist er nicht einmal Schauspieler. Für ihn selbst ist die Schauspielerei auch eher ein Jux, der ihm aber sehr viel Spaß bringt.
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Am 4.Dezember des letzten Jahres stand ich mal wieder im legendären “Meisenfrei” Blues Club. Angekündigt war eine mir bis dahin völlig unbekannte Band namens “Hiss“. Der Blues Club war gerammelt voll, überall liefen Leute mit T-Shirt herum, auf denen entweder “Polkakönigin” (weiblich) oder “Zeugen des Verfalls” (männlich) stand. Scheinbar hat die Band eine treue Fan-Gemeinschaft in Bremen. Und schon nach den ersten paar Liedern war auch ich restlos begeistert von dieser wilden Mischung aus Polka, Rock und Chanson, die die Band mit viel Humor und einer gespielten Attitüde aus Arroganz und Gelangweiltheit vor trug. “Geil!” brüllte ich meiner Begleitung ins Ohr, “Ich fühle mich gerade wie in einem Film von Aki Kaurismäki!”.
Acht Monate später.
Als ich gerade im Internet von einer Seite zur anderen surfe, stoße ich zufällig auf einen Artikel auf “Eskalierende Träume” in dem es eigentlich um Thomas Arslans Film “Im Schatten” geht. Der Autor Sano erlaubt sich in seinem Artikel aber auch einen kleinen Exkurs zum Stand des deutschen Films und bespricht enthusiastisch einige Kurzfilme, die er beim “Fish X” Amateurfilm Festival in Rostock gesehen hat. Dabei erregt die Nennung eines Kurzfilmes namens “Betty B. and the The’s” meine Aufmerksamkeit. Wird dieser doch mit dem Werk des von mir vergötterten Aki Kaurismäki verglichen. Dankenswerterweise führt von diesem Artikel ein Link zu einem kurzen 1-minütigen Filmausschnitt aus eben diesem Werk. Die ersten Bilder verblüffen mich zutiefst. Sehe ich doch etwas, was ich nur allzu gut kenne, da es gleich bei mir gleich um die Ecke zu finden ist: Den Bremer Hafen. Um präzise zu sein, den Blick von der “Feuerwache” auf den alten Holzhafen. Na, nu? Sollte “Betty B.” eine waschechte Bremerin sein? Meine Neugierde war also jetzt geweckt. Zumal der kurze Teaser Appetit auf mehr machte.
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