Nachrichten getagged: Ezzat Nashashibi

Samstag, 04.02.: Stummfilmklassiker “Asphalt” mit Live-Musik

Von , 4. Februar 2012 00:15

Eines der schönsten Erlebnisse, die man im Kino haben kann ist die Verbindung aus gutem Film und Live-Musik. Naturgemäß bietet sich dafür immer ein Stummfilm an. Am Samstag, den 04.02. um 20:30 Uhr ist es im City 46 wieder soweit. Statt des Haus- und Hofmusikers Ezzat Nashashibi begleiten diesmal Hans- Christoph Hartmann (Saxophone, Melodika, Perc.) und Krischa Weber (Cello) einen Klassiker des deutschen Stummfilm: Den großartigen “Asphalt” von Joe May. “Asphalt” ist kurz vor dem Durchbruch des Tonfilms entstanden und vergleicht man dieses Werk mit den frühen Tonfilmen, kann man sehr gut verstehen, warum es immer heißt, der Ton hätte den Film um Jahre zurückgeworfen. “Asphalt” wirkt mit seinen rasanten Kamerafahrten und der hoch atmosphärischen Bildgestaltung weitaus moderner, als es Filme taten, die 10-15 Jahre später entstanden sind. Und noch heute macht “Asphalt” einen modernen und frischen Eindruck. Da ist es wirklich eine Schande, dass der Film in seinem Heimatland bisher nicht auf DVD erhältlich ist. Allerdings gibt es eine vorzügliche DVD aus England, wo er in der Reihe “Masters of Cinema” von Eureka veröffentlicht wurde. aber seine wahre Pracht entfaltet ein Film sowieso erst auf der großen Leinwand.

Regie bei “Asphalt” führt einer der damals bedeutendsten deutschen Regisseure: Joe May. Dessen berühmtesten Filme dürften die Originals von “Das indische Grabmal” und der “Tiger von Eschnapur” sein, die Fritz Lang Ende der 50er neu verfilmte. Die Hauptrolle spielt Gustav Fröhlich (frisch aus “Metropolis” und in kleinen Nebenrollen sind ein sehr junger Hans Albers und Paul Hörbiger zu entdecken. Die Femme Fatal spielt die tolle Betty Amann.

Februar gibt es auch noch einen zweiten Stummfilm mit Live-Musik (diesmal wieder mit Ezzat Nashashibi am Klavier, der von Joachim Friedrich am Saxofon begleitet wird). Walther Ruttmann wegweisendes Großstadt-Porträt “Berlin. Die Sinfonie der Großstadt“. 24.02. um 20:30 Uhr.

Morgen im City 46: Stummfilmabend mit Live-Musik zu Ehren von Georges Méliès

Von , 9. Dezember 2011 19:30

Morgen, Samstag, den 10.12. findet um 20:30 Uhr im City 46 ein Stummfilmabend mit einer live Musikbegleitung durch Ezzat Nashashibi statt.

Der Abend ist dem großen Kino-Pionier Georges Méliès gewidmet, der gestern 150 Jahre geworden wäre. Méliès gilt als Erfinder des narrativen Films und dem, was man heute Special Effects nennt. Als die Menschen 1896 seine ersten Filme gesehen haben, muss das für die ein gewaltiger Schock gewesen sein. Gegen diese damals völlig neuen und für das damalige Publikum unbegreifliche Effekte, kommen heutzutage Sachen wie 3D und CGI nicht im Geringsten gegen an. Mann muss sich das mal vorstellen: Das Medium Film selber war gerade mal 5 Jahre alt und diente dazu den Alltag festzuhalten, da schickte Méliès  seine Protagonisten plötzlich zum Mond oder ließ sie auf geheimnisvolle Weise auf der Leinwand auftauchen und wieder verschwinden. Bis 1912 drehte Méliès mehr als 500 Filme.

Die Musik für die Filme stammt von Ezzat Nashashibi, der sie auch live begleiten wird. Dabei wird er jedem der Filme einen ganz eigenen Stempel aufdrücken. Es wird also nicht nur filmhistorisch, sondern auch musikalisch ein sehr interessanter Abend werde.

Da ärgere ich mich richtig, dass ich morgen Abend leider schon anderweitig verplant bin. Das hätte ich sehr gerne miterlebt.

Hier mal ein kleiner Appetithappen:

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Cinéfête-Festival 2011: 17.02.-23.02.11

Von , 17. Februar 2011 15:30

Es ist wieder soweit, das Cinéfête-Festival zieht wieder durch die Lande und macht zwischen heute und nächsten Mittwoch auch wieder in Bremen Station.

Die Cinéfête ist ein französisches Filmfestival, welches sich an Kinder und Jugendliche wendet. Das Festival tourt durch über 100 deutschen Städten. Schüler und Schülerinnen aller Jahrgangsstufen können dann je eine Woche lang französische Filme im Original mit Untertiteln sehen.

In Bremen sind die Filme des Cinéfête-Festivals in den Bremer Filmkunsttheatern Schauburg, dem Atlantis und der Gondel zu sehen. Zudem gibt es am Donnerstag nächster Woche noch eine Sonderveranstaltung des Kino 46 in den Räumen des Institut français.

Das komplette Programm mit allen allen Zeiten und Veranstaltungsorten findet man hier.

Ein Highlight ist dabei sicherlich die Wiederaufführung des Meilensteins “Außer Atem“. Dem Spielfilmdebüt von Jean-Luc Godard nach einer Geschichte von Francois Truffaut. Der Film, der nicht nur Jean-Paul Belmondo zum Star machte, sondern auch den Startschuss zu einer der wichtigsten Bewegungen des Kinos gab: Der Nouvelle Vague.

Am Donnerstag, den 24.02. gibt es dann noch einen Epilog zur diesjährigen Cinéfête. Dann kann man im Institut français um 19:00 Uhr zwei experimentelle, kurze Stummfilme zu einer Live-Musikbegleitung von Ezzat Nashashibi (Piano) sehen. Gezeigt werden die wegweisenden Werke “Paris qui dort” (1925) von René Clair und “A propos de Nice” (1930) von Jean Vigo. Vorweg gibt es noch eine Einführung von Karl-Heinz Schmid vom Kino 46. Und das Beste: Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei!

Lubitsch-Klassiker als Stummfilm mit Live-Musik

Von , 17. November 2010 15:34

Am kommenden Samstag, den 20.11. um 20:30 Uhr, gibt es nach einiger Zeit endlich wieder einen mit Live-Musik begleiteten Stummfilm im Kino 46.

Gezeigt wird Ernst Lubitschs “Anna Boleyn” von 1920. Wer Lubitsch nur mit dem berühmten “Lubitsch-Touch” und damit mit seinen Komödien in Verbindung bringt, der wird enttäuscht sein. “Anna Boleyn” ist mitnichten ein komischer Film, sondern eine Prestige-Großproduktion der UfA. Damals hatte Lubitsch sich zwar schon einen Ruf als Komödien-Regisseur erarbeitet, noch bedeutender für die Ufa war er allerdings als verlässlicher Regiesseur ihrer Mammut-Produktionen, wie z.B. “Das Weib des Pharao“. Und als eben solcher wurde er dann auch von Hollywood verpflichtet – weniger als Komödien-Spezialist.

Für die musikalische Begleitung sorgt einmal mehr Ezzat Nashashibi.

Nachbetrachtung: Der Stummfilmabend am 25.6. im Kino 46

Von , 28. Juni 2010 20:07

Eigentlich sollte der folgende Text Teil eines neuen “Filmtagebuch”-Eintrags werden. Zusammen mit einer Review des Films “Shopping Girls”. Aber jetzt ist er so lang geworden, dass ich a) keine Zeit mehr für die “Shopping Girls” habe und b) er es eigentlich wert ist, einen eigenständigen Artikel zu bilden.

Am vergangenen Freitag gab es einen Stummfilmabend im Kino 46. Das Kino war leider nicht voll. Aber das war klar, bei diesen Temperaturen und vor dem Hintergrund, dass gleichzeitig bei der WM Chile gegen Spanien spielte. Trotzdem war die Veranstaltung recht ordentlich besucht, wobei ein Großteil der Zuschauer sicherlich Verwandte und Freunde der vortragenden Musiker waren.

Zunächst gab der Organisator des Abends, Ezzat Nashashibi, eine, wie ich finde, zu kurz geratene Einführung. Was ich schmerzlich vermisste waren Hintergrundinformationen zu dem Unikurs, dessen Abschluss der Abend war (etwas, was ich nur wusste, weil ich mich vorher im Netz informiert hatte), was genau Ziel des Kurses war, eine etwas ausführlichere Vorstellung der Vortragenden und ihrer Rolle, wie es zu der Idee zu dem Event kam. Da die jungen Studenten selber auch etwas mundfaul waren, erfuhr man auch hier nichts weiter über sie selber, ihre musikalischen Wurzeln und weshalb sie überhaupt an diesem Abend auftraten. Auch wäre es sehr schön gewesen, wenn man zumindest erfahren hätte, wieso sie gerade diese Filme vertont haben. War das vorgegeben oder eine persönliche Auswahl? Besonders frustrierend war dies bei dem vorzüglichen Gitarrenduo, welches “The Tramp” begleitete. Hier kam lediglich der lapidare Hinweis, dass die beiden nicht zum Kurs gehörten und durch Zufall dabei waren. Auch hier wäre etwas mehr Information sehr nett gewesen.

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Tipp: Stummfilmabend am Freitag – Live begleitet durch Bremer Musikstudenten

Von , 22. Juni 2010 14:46

Hier eine Veranstaltungsankündigung, die mir sehr am Herzen liegt. Als bekennender Stummfilm-Liebhaber und Freund ungewöhnlicher Experimente, habe ich mir den kommenden Freitag, 25.6., schon fett rot im Kalender markiert.

Dann nämlich, um 20:30 Uhr, werden im Kino 46 kürzere Stummfilme der unterschiedlichsten Color (von Avantgarde bis Slapstick) gezeigt und von Studenten (männlich & weiblich) der Universität Bremen live begleitet und musikalisch interpretiert.

Studentinnen und Studenten der Uni Bremen begleiten kurze Stummfilmklassiker wie Slapstickfilme von und mit Charlie Chaplin, Karl Valentin und Charlie Chase sowie erste moderne Spielfilme, die David W. Griffith um 1910 gedreht hat. Abstrakte Studien von Hans Richter, Walter Ruttmann und Fernand Léger aus den 1920er Jahren runden das vielfältige Programm ab. Die hier präsentierte Zusammenstellung bildet den Abschluss eines Semesterkurses, in dem die Studenten den Einfluss von Musik auf die Rezeption von Bildern erproben sollten. Wie lassen sich Räume, Affekte, Orte, Bewegungen und Charaktere musikalisch darstellen, karikieren oder kommentieren? Wie lässt sich eine von der Filmhandlung unabhängige Ebene erschaffen?

In Kooperation mit der Universität Bremen/Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik.

Quelle: kino46.de

Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf diese Veranstaltung und hoffe, dass sie gut besucht sein wird. Die Leitung des Abends hat Ezzat Nashashibi.

Frohe Ostern… und so weiter.

Von , 2. April 2010 18:25

Für die nächsten 9 Tage melde ich mich ab. Ostern zieht es mich wieder in die Ferne und deshalb wird es in der nächsten Woche weder die wöchentliche Übersicht mit Originalfassungen in Bremen, noch das frisch eingeführte Filmtagebuch geben. Aber ab dem 12. April bin ich wieder im Lande und dann heißt es wieder Film ab.

Allen die sich bis dahin langweilen, möchte ich in der Zwischenzeit zwei Artikel aus dem Weser-Kurier empfehlen.

Zunächst einmal einen Artikel über den “Haus und Hofpianisten” des Kinos 46: Ezzat Nashashibi. Dieser war mir in der Print-Ausgabe entgangen. Kann aber auch sein, dass er auch nur in der Stadtteil-Ausgabe für Schwachhausen erschien. Was natürlich schade wäre, da a) die Hauptwirkungsstätte, das Kino 46, (noch) im Bremer Westen beheimatet ist und b) so ein Artikel, meiner Meinung nach, in die Hauptausgabe gehört – wenn ich auch bemängeln muss, dass hier Stummfilm mal wieder (!) mit Slapstick gleichgesetzt wird. Wie dem auch sei, hier der Link zum Artikel.

Der zweite Artikel, den ich hier wärmstens empfehlen möchte, hat ausnahmsweise einmal nichts mit Kino, aber sehr viel mit Bremen zu tun. LEIDER kann ich hierzu keinen Link verknüpfen, denn dieser wirklich lesens- und nachdenkenswerte Artikel ist im Online-Angebot des Weser Kuriers nicht zu finden. Was nicht nur sehr schade ist, sondern auch der Intention des Artikels widerspricht. Gestern schrieb der von mir sehr geschätzte Axel Brüggemann einen, mal wieder, sehr schönen und intelligenten Artikel, diesmal mit dem Titel: “Ist das noch mein Bremen?”. Ein toller Artikel, der mir leider absolut aus dem Herzen spricht. Leider, weil ich Bremen liebe, aber die Kritikpunkte, die Axel Brügggemann anführt, nur beipflichten kann. Dieser Artikel ist als Diskussionsbeitrag gedacht, weshalb ich nicht verstehe, warum er nicht auch im Internet einsehbar ist. Aber das passt zu der, ich sage mal vorsichtig suboptimalen, Website des Weser Kuriers. Von daher würde ich jedem, der nicht im Besitz des gestrigen Weser Kuriers ist, raten sich irgendwo – vom Nachbarn, Eltern oder wem auch immer, noch ein Exemplar zu besorgen. Der Artikel steht auf im “Bremen”-Teil auf Seite 11.

Ich wünsche allen meinen Leser ein frohes und hoffentlich sonniges Osterfest!


14. Aktionstag der Kommunalen Kinos im Kino 46

Von , 5. November 2008 17:45

Am 26.Oktober fand bundesweit der 14. Aktionstag der Kommunalen Kinos statt. Dieses Jahr unter dem Motto: Erlebnisort Kino.

Im Kino46 wurde eine interessante Mischung aus Kurzfilmen zum Thema, Lesungen zum Thema “der Ort Kino” und einer experimentelle Installation geboten.

Begonnen wurde der Abend mit drei historischen Kurzfilmen. Zunächst “Those Awful Hats” von D.W. Griffith. Ein humoristisches Kurzfilmchen von 1909 zum Thema: Bitte versperren sie ihrem Vordermann im Kino nicht die Sicht. Dem folgte “Uncle Josh at the Moving Picture Show”. Ein Fundstück von 1902 , welches für die Edison Company produziert wurde und in dem ein Simpel vom Lande das Leinwandgeschehen für real hält. Highlight des Abends war der Stummfilm “Movie Night”  mit dem heute zu Unrecht fast vergessenen Charley Chase. Dieser 2-Akter besticht durch ein ausgeklügeltes Timing, subtilen Witz und eine höchst gelungene Kameraführung. Allein für diese brillante und auch heute noch modern wirkende Komödie hat sich der Eintritt schon gelohnt. Wie immer sehr passend am Piano begleitet wurden die Stummfilme von Herrn Ezzat Nashashibi.

Nach diesem ersten Filmblock wurden von Herrn Peter Lüchinger (Schauspieler bei der Bremer Shakespeare Company) literarische Texte zum Thema “Kino” gelesen. Leider wurden Titel und Autoren der Texte nicht immer deutlich genannt. Hier wäre es von Vorteil gewesen, wenn es einen Handzettel mit dem Programm und den Titeln der Filme/Texte gegeben hätte. Quasi zum Nacharbeiten im trauten Heim. Der Vortrag von Herrn war sehr ausdrucksvoll mit angenehmer Stimme. Ab und zu hat er sich mal ordentlich verhaspelt, aber das passierte nur gelegentlich im 1. und 2. Block. Die Texte selber waren mir bisher (außer Kafka) unbekannt und hier und da war die Verbindung zum Kino als Erlebnisort nicht direkt ersichtlich. Hier wäre es schön gewesen, wenn man die Chance gehabt hätte, die Texte noch einmal nachzulesen.

Der 2. Block begann mit der “Clay-mation” “Rattenskat”, welche ich meine, schon als Trailer für das Filmfest in Oldenburg gesehen zu haben. Nett, aber etwas zu sehr gewollt. Es folgte “Die auf die Nüsse gehen”, eine hübsche, in wunderschönen schwarz-weiß gedrehte Satire auf den allabendlichen Wahnsinn vor der Kinokasse und im Kinosaal. Wirklich nett gemacht, sehr spaßig, aber dann am Ende mit eine unpassenden und verkrampften Pointe abgeschlossen, die den guten Gesamteindruck leider arg trübt.  Abschluss dieses Blockes bildete dann der englische 2-Minüter “Two Minutes Warning”, welcher quasi eine Mischung aus “Die auf die Nüsse gehen” und “Those Awful Hats” darstellte. 2 kurzweilige Minuten, bei denen die Pointe dann weitaus besser sitzt, als beim Film zuvor.

Nach einem weiteren Vortrag von Herrn Lüchinger begann der dritte und letzte Filmblock mit “Der Hahn ist tot”. Ein simpler, aber hoch effektiver Kurzfilm über einen Menschen, der das Kinopublikum auffordert mit ihm zusammen den titelgebenden Kanon zu singen. Im Kino 46 ging das Publikum auch prima mit und die Stimmung war (trotz der recht wenigen Menschen im Publikum) regelrecht am brodeln. Klasse! Dem folgte mit “Rod Gröth”, ein kleiner Dämpfer. Hier wird ein Pseudofilm plötzlich durch “Diebe” im Vorführraum unterbrochen, was zu Filmstörungen und “falsche” Bilder führt. Als Idee, den Vorgang der Projektion so fühlbar zu machen, ganz nett, aber viel zu lang geraten und mit der “Off-Rahmenhandlung” der “Diebe” auch ein wenig albern. Zum Abschluss der Filmblöcke gab es noch den Film “Fight for Cinema”, eine Mischung aus Standbildern und durch Animation verfremdete Filmszenen, welche mit Warnungen über die schädlichen Einflüsse des Kino auf den Menschen unterlegt wurde. Nett, aber nicht mehr.

Es wurde dann noch eine längere Geschichte vorgelesen, die sehr stimmungsvoll rüber kam und das Publikum sichtlich gefangen nahm (leider kenne ich den Titel der Geschichte nicht. Es ging um einen Drehbuchautor und einem “Dr. Kinova”. Falls jemand den Titel/Autoren kennt, bitte im Kommentar posten).

Nun wurde der Kinosaal mit Rauch gefüllt (leider saßen wir direkt vor der Nebelmaschine, was den Genuss etwas schmälerte) und die Installation “Line describing a cone” gezeigt. Hierbei wanderte eine Lichtstrahl im Uhrzeigersinn über die Leinwand, wodurch im Rauch erst ein schmaler Strahl entstand, welcher sich in den folgenden 30 Minuten zu einem Kegel vervollständigte. Im Vorwege gab es eine, wie immer sehr kompetente, Einleitung von Frau Prof. Dr. Inge Marszolek, welche allerdings recht leise war, so dass ich leider nicht alles verstehen konnte. Die Idee dahinter war, zu zeigen, was Film ist, wenn es wirklich “nur” Film ist – sprich projiziertes Licht. Hier wurde das Publikum dann zur Interaktion aufgerufen, um das Licht herumzugehen und es aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten/zu erfahren. Das Publikum war mit merklicher Freude am Ausprobieren dabei. Eine Begeisterung die ansteckend und ebenso greifbar wie der Lichtkegel war. Als dann wieder das Licht anging, der Rauch verflogen waren, stand das Publikum fast gesammelt vor der Leinwand und es fiel allen Beteiligten sichtlich schwer, den sehr schönen, erfüllenden Abend nun für beendet zu erklären. Wie lange die Letzten dann noch im Erlebnisort Kino verweilten, kann ich leider nicht sagen, da wir nun schnell die Beine in die Hand nehmen mussten, um die letzte Straßenbahn gen Heimat zu erwischen.

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