Nachrichten getagged: Dokumentarfilm

Bremerhaven: Kino im Hafen 2010

Von Arkadin, 25. Juli 2010 11:38

Neuigkeiten aus unserer Schwesterstadt. Auch in diesem Jahr findet wieder das “Kino im Hafen”  statt.

Nun bereits zum 15. Mal kann man im Schaufenster Fischereihafen umsonst und draußen Filme mit einem maritimen Bezug. Gezeigt werden die Filme auf einer 180qm großen Leinwand, die an 20 Containern befestigt wird. In den letzten Jahren nahmen jeweils um die 9.000 Besucher an diesem Open-Air-Kino-Spektakel teil.

Beide Vorstellungen beginnen mit Einbruch der Dunkelheit gegen 22 Uhr. Ab 21 Uhr läuft das Vorprogramm.

Am Freitag, den 6. August wird die Oscar-gekrönte Tierdokumentation “Die Reise der Pinguine” gezeigt. Dabei wird vor dem Hauptfilm eine Live-Schaltung in die Antarktis gemacht, bei der die Zuschauer den Wissenschaftlern vor Ort in der Neumeyerstation III direkt Fragen stellen können.

Am nächsten Tag, dem 7. August, wird die Kinofassung des legendären ZDF-Vierteilers “Der Seewolf” von 1971 mit Raimund Harmstorf in der Titelrolle zu sehen sein. Diese Fassung läuft 93 Minuten, im Gegensatz zum Vierteiler, der damals ganze 362 Minuten zu Buche schlug. Ich habe die Kinofassung nie gesehen, vermute aber, dass hier die ganze Hintergrundgeschichten und Rückblenden um das “Frisco Kid”, den Kürzungen zum Opfer fielen. Regie führte übrigens u.a. der große Wolfgang Staudte (Rosen für den Staatsanwalt, Der Untertan, Die Mörder sind unter uns).

BDA-Filmforum: “Neue Welten schaffen”

Von Arkadin, 10. März 2010 14:12

Diese Veranstaltung beginnt schon wenigen Stunden, nämlich um 17:30 in der “Gondel”.

Ich hoffe für Leute, die sich für Film UND Architektur interessieren kommt die Ankündigung hier jetzt nicht schon zu spät.

Der BDA (Bund deutscher Architekten) Bremen veranstaltet heute von 17:30 bis 21:00 in der “Gondel” das “BDN-Filmforum“.

Die Veranstaltung läuft unter dem Titel: “Neue Welten Schaffen – Architektur in den Tropen – Das universelle Phänomen der globalen Architektur in Ländern der Dritten Welt.

Der erste Teil porträtiert umfassend den Altmeister der brasilianischen Moderne, den über hundertjährigen Oscar Niemeyer mit all seinen kühnen Gedanken und Bauwerken.

Im zweiten Teil wird eine sozialkritische und interkulturelle Dokumentation über ein interessantes UNESCO-Projekt von Àlvaro Siza auf den Kapverdischen Inseln gezeigt.

Gastkurator: Helmut Weihsmann (Wien). Organisator: Architekt Ulrich Tilgner, Bremen.

Eintritt: 10,-€, erm. 8,-€-, Tickets an der Abendkasse erhältlich.

Mehr Infos über die Veranstaltung habe ich leider nicht gefunden. Vor allem finde ich es schade, dass man nicht weiß, wie die Filme heißen, die gezeigt werden. Somit kann ich auch nicht sagen, ob diese auch für Leute, die sich mehr für Dokumentarfilme als für Architektur begeistern können, ebenfalls interessant sind. Für Architektur-Fans dürfte das aber durchaus was sein.

“Die große Stille und der laute Markt” – Studie über den Film “Die große Stille”

Von Arkadin, 26. Februar 2010 13:54

Gefunden über kino-zeit.de

Auf der Homepage der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen kann man sich als PDF eine Studie über den Dokumentarfilm “Die große Stille” von Philip Gröning herunterladen, die im Auftrag der Filmstiftung NRW von Susanne Grüneklee erstellt wurde.

Die große Stille” ist nicht nur vom Inhalt her ein hochinteressanter Film. Eine dreistündige Dokumentation um das Leben in einem Kloster. Durch das Schweigegelübde der Mönche gibt es keine Dialoge; es gibt auch keine Musikuntermahlung, außer der Gesänge der Mönche; es durfte nicht mit großem Team und künstlicher Beleuchtung gedreht werden… und trotzdem findet der Film weltweit seine Zuschauer.

Allein in Deutschland sahen ihn 200.000 Menschen im Kino, weltweit wurde der Film in 27 Länder verkauft, u. a. in die USA, Mexiko, Südkorea und Neuseeland. Er lief auf den Festivals in Venedig, Toronto und Sundance, wo er mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet wurde. Außerdem gewann er den Europäischen Dokumentarfilmpreis, den Deutschen Kamerapreis und den Bayerischen Filmpreis.

Quelle: kino-zeit.de

Ich selbst konnte das Phänomen in Polen beobachten, wo er in einem Warschauer Kino fast ein Jahr lang zu sehen war.

In ihrer Studie beschreibt Susanne Güneklee die Entstehungsgeschichte des Filmes von der Idee bis zur Umsetzung; von den zahlreichen Schwierigkeiten, die den Film immer bis kurz vor den Abbruch trieben; den eisernen Willen des Filmemachers Philip Gröning, an seinem Film festzuhalten und keine Kompromisse einzugehen; und sie untersucht, wie der Film trotz aller Widrigkeiten und völlig entgegen der scheinbaren “Marktgesetze”, zu so einem großen internationalen Erfolg werden konnte.

Lesenswert!

“Plastic Planet” in der Schauburg mit Regisseur Werner Boote

Von Arkadin, 20. Februar 2010 15:36

Folgende Info kam über forumbremen.de rein:

Werner Boote, der Regisseur des Dokumentarfilms “Plastic Planet”, ist im Rahmen seiner Kinotour am 23. Februar in der Schauburg zu Gast.

Kurzbeschreibung des Films:
Wir sind Kinder des Plastikzeitalters: vom Babyschnuller bis zur Trockenhaube, von der Quietscheente bis hin zum Auto. Plastik ist überall: In den Weltmeeren findet man inzwischen sechsmal mehr Plastik als Plankton und selbst in unserem Blut ist Plastik nachweisbar! Die Menge an Kunststoffen, die wir seit Beginn des Plastikzeitalters produziert haben, reicht aus, um unseren gesamten Erdball sechs Mal in Plastikfolie einzupacken.

Plastic Planet
Kinostart: 25. Februar 2010
In Bremen: Dienstag, 23. Februar um 19 Uhr, Schauburg
Regie und Drehbuch: Werner Boote
Produzenten: Thomas Bogner, Daniel Zuta
Ausführende Produzenten: Tom Gläser, Ilann Girard
Kamera: Thomas Kirschner
Schnitt: Ilana Goldschmidt, Cordula Werner, Tom Pohanka
Musik: The Orb

Der Film ist in der aktuellen Filmdienst sehr positiv besprochen worden und ist Thema im nächsten “Kulturjournal” bei Radio Bremen TV bzw. NDR Fernsehen (Mo. 22.02., um 22:30 Uhr).

Dokumentarfilm “Stolperstein” in der Zentralbibliothek

Von Arkadin, 9. Februar 2010 16:52

Am morgigen Mittwoch, den 10.2., wird um 19:00 Uhr im Wall-Saal der Zentralbibliothek der Dokumentarfilm “Stolpersteine” von Dörte Frank gezeigt. Anlass ist die Verlegung des 400. Stolperstein in Bremen.

Der Film ist sowohl Künstlerporträt als auch Roadmovie: ein Dokumentarfilm über den persönlichen Kern des größten, dezentralen Denkmals der Welt. Im Zentrum steht Gunter Demnig. Er begleitet den rastlosen Künstler auf seinen Touren durch Deutschland und Europa und führt uns zu Menschen, bei denen diese Steine auf einen ganz unterschiedlichen Nerv treffen. Über 15.000 “Stolpersteine” hat der Demnig mittlerweile vor den Wohnhäusern einst deportierter Nazi-Opfer verlegt. Mit einer einfachen, emotionalen Geste bringt er ihre Namen zurück in unseren Alltag. Der Film entstand im Auftrag von ARTE, NDR, WDR und ORF.

Quelle: Kulturlabskaus

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Stadtbibliothek, der Landeszentrale für politische Bildung und dem Verein “Erinnern für die Zukunft”. Im Anschluss gibt es noch ein Gespräch, dass von Dr. Barbara Johr (Landeszentrale für politische Bildung) moderiert wird. Der Eintritt beträgt 5 Euro (ermäßigt 3 Euro).

Ich gehe davon aus, dass die vollständige 70 Minuten Version des Filmes gezeigt wird und nicht der 45minütige Zusammenschnitt, welcher im Fernsehen lief.

Doku über “L’Enfer” von Henri-Georges Clouzot

Von Arkadin, 7. Juli 2009 08:49

Henri-Georges Clouzot hat mit “Die Teuflischen” einen der einflussreichsten Thriller und mit “Lohn der Angst” einen der spannendsten und großartigsten Filme aller Zeiten geschaffen.

1964 wollte er mit Romy Schneider in der Hauptrolle “L’Enfer” drehen. Ein Herzinfarkt brachte ihn zwar nicht um, stoppte aber das Projekt. Obwohl das Drehbuch genau 30 Jahre später von Claude Chabrol verfilmt wurde, bleibt der Ur-”L’Enfer” einer der legendärsten unvollendeten Filme, vergleichbar mit Marilyn Monroes letztem Film “Something’s Got to Give“, Orson Welles’ “The Other Side of the Wind” oder Terry Gilliams “The Man Who Killed Don Quixote“.

Bisher existierten nur einige Fotos, doch die Dokumentarfilmer Serge Bromberg und Ruxandra Medrea ist es jetzt gelungen unbekanntes Filmmaterial zu bergen. Dieses haben Sie zur Grundlage einer Dokumentation über diesen legendären Film gemacht: “L’enfer de Henri-Georges Clouzot“.

Die Doku hatte nun auf dem Münchener Filmfest Premiere und es bleibt zu hoffen, dass Sie auch regulär in den Bremer Programmkinos (oder alternativ auf Arte) zu sehen sein wird.

„(…) “L’enfer” ist eines jener sagenumwobenen Projekte, aus denen nie ein Film wurde, von denen aber Gerüchte und Bilder kursierten, welche die Imagination befeuerten – eines zeigte die junge Romy Schneider in einem strahlend weißen Brautkleid vor nachtblauem Hintergrund mit einer Zellophanfolie um den Kopf. Der Film wurde nie fertiggestellt, weil sein Regisseur Henri-Georges Clouzot während der Dreharbeiten 1964 einen Herzinfarkt erlitt, den er zwar überlebte, dem aber sein Projekt zum Opfer fiel. Nachdem Bromberg gehört hatte, dass die Aufnahmen noch existieren, besuchte er die Witwe des 1977 gestorbenen Regisseurs, die er bekniete, den Schatz bergen zu dürfen. Sie aber wies ihn ab – bis sie ihn mit dem Fahrstuhl nach unten bringen wollte und die beiden zwischen dem zweiten und dem dritten Stock steckenblieben . . . Der seidene Faden, an dem solche Projekte hängen, bestand in diesem Fall aus einem Stahlseil.

 Quelle: FAZ

Filmfestival “ueber Macht” in Bremen

Von Arkadin, 12. März 2009 10:39

Auf Initiative der “Aktion Mensch” entstand das Internetprojekt “Gesellschafter.de“, welches sich eine lebendige Diskussion über die Frage “In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?” zum Ziel gesetzt hat. “Gesellschafter.de” hat nun ein Filmfestival mit dem Namen “ueber Macht” organisiert, welches noch bis zum Herbst kreuz und quer durch Deutschland tourt und 13 Dokumentar- filme zeigt, welche um das Themengebiet “Kontrolle, Regeln, Selbstbestimmung” kreisen.

Vom 13. März bis 07. April ist das Festival im Atlantis in der Böttcherstrasse zu Gast.
Das Festival beginnt morgen um 18:30 Uhr mit dem Film “Ihr Name ist Sabine” von der berühmten französischen Schauspielerin Sandrine Bonnaire, die hier ihre autistische Schwester Sabine portraitiert.

Weitere Highlights sind “Manda Balla – Send a Bullet” vom Ex-Errol-Morris-Mitarbeiter Jason Kohn über Korruption und Gewalt in Brasilien, “Gesetzgeber” von Frederick Wiseman über den Prozess der Erarbeitung und Verabschiedung neuer Gesetze in den USA und “Citizen Havel“, ein intimes Portrait des kürzlich verstorbenen Pavel Koutecký über den Schriftsteller und ersten Staatspräsidenten der Tschechischen Republik, Václav Havel, den er in den 10 Jahren seiner Amtszeit mit der Kamera begleiten dufte. Auf Wunsch Havels durfte der Film erst lange nach Ende seiner Amtszeit fertig gestellt werden.

Das komplette Programm findet man HIER.

Absolut Medien: “Harun Farocki”-Box im Juni 2009

Von Arkadin, 8. Januar 2009 12:02

Absolut Medien bringt im Juni 2009 eine 5-DVD-Box mit 20 Filmen des Dokumentar- und Essayfilmers Harun Farocki heraus.

Farockis Filme lassen sehen und geben zu denken. Sie sind Analyse, Dokumentation, Essay. Sie zeigen, dass all die Produkte, die uns umgeben, nicht plötzlich auf die Erde fallen, sondern produziert werden: Produziert werden Waren, produziert wird Schönheit, produziert werden Einkaufs-Malls, produziert wird Überwachung, produziert wird der Krieg, produziert wird Öffentlichkeit, produziert wird aber auch der Film selbst. Und Farockis Kunst ist eine Kunst, die es sich nicht ausreden lässt, dass in dieser Organisation von Produktionen das haust, was man »Gesellschaft« nennt: ein kollektiver Apparat von Interessen, Wünschen und Bildern.
 
Vorläufiger Editionsplan:
DVD I
1 Worte des Vorsitzenden, 1967, 1 1/2 Min.
2 Nicht löschbares Feuer, 1969, 22 Min.
3 Ein Bild, 1983, 26 Min.
4 Straub / Huillet / Kafka 1983, 26 Min.
5 Wie man sieht, 1986, 72 Min.
6 Schlagwort, Schlagbilder, 1986, 13 Min.
DVD II
7 Die Schulung, 1987, 44 Min.
8 Georg K. Glaser, Schriftsteller und Schmied, 1988, 45 Min.
9 Bilder der Welt und Inschrift des Krieges, 1988, 73 Min.
DVD III
10 How to live / Leben BRD 1990, 78 Min.
11 Arbeiter verlassen die Fabrik, 1995, 36 Min.
12 Der Auftritt, 1996, 39 Min.
13 Der Ausdruck der Hände, 1997, 30 Min.
DVD IV
14 Stilleben, 1997, 56 Min.
15 Worte und Spiele, 1998 , 68 Min.
16 Gefängnisbilder, 2000, 60 Min.
DVD V
17 Schöpfer der Einkaufswelten 2001, 72 Min.
18 Erkennen und Verfolgen, 2003, 58 Min. [= War at Distance, 52 Min.]
19 Nicht ohne Risiko, 2004, 50 Min.
20 Aufstellung, 2005, 16 Min.

Quelle: Absolut Medien

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