Nachrichten getagged: Cinema Ostertor

Kommentar zur Fusion des Cinema Ostertor mit den Bremer Filmkunsttheatern

Von , 31. März 2013 21:30

cinema1Während meiner fast zweiwöchigen Informationsabstinenz ist einiges passiert. Für viele meiner Leser sicherlich bereits ein alter Hut, möchte ich trotzdem etwas zu der Fusion des Cinema Ostertor mit dem Bremer Filmkunsttheater von Manfred Brocki schreiben. Nicht-Bremer kennen das Cinema Ostertor vielleicht aus dem Roman „Neue Vahr Süd“ von Sven Regener, wo es häufig erwähnt wird, da die WG des Protagonisten Herrn Lehmann, sich direkt über dem Kino befindet.

Ich muss sagen, dass mich diese Meldung sehr traurig gemacht hat. Das Cinema Ostertor war für mich immer weniger Programmkino (was es jetzt wohl werden wird), als vielmehr ein Alternatives Kino. Und zugleich das letzte wirklich unabhängige Kino in Bremen. Alle anderen gehören ja entweder zu Brockis Filmkunsttheater oder sind Teil einer Multiplex-Kette. Und das Kommunalkino City 46 hängt ja (leider) am Tropf der Stadt. Das Cinema Ostertor war in meinen Augen immer eine letzte Bastion der Cineasten vom alten Schlag. Wirft man einen Blick auf das Programm in den letzten Jahren, so unterscheidet es sich doch stark von dem, was andere Kinos zeigten. Das Kommunalkino einmal ausgenommen, aber dieses hat ja auch einen staatlichen Bildungsauftrag.

Beim Cinema Ostertor hatte ich immer das Gefühl, dass man die Ideologie pflegt, man könne mit Kino etwas verändern. Menschen aufrütteln und eine starke Meinung vertreten. Ich erinnere hier nur an das Balkan Film Festival oder die vielen Dokumentationen, die häufig auch von den Filmemachern präsentiert wurden. Allein letztes Jahr waren 25 Filmemacher zu Gast, um ihre Filme vorzustellen und mit dem Publikum zu diskutieren. Leider ist der Zuspruch für derartige Veranstaltungen am Ende wohl am Ende so gering gewesen, dass sich der Aufwand nicht mehr lohnte.

Ich gebe gerne zu, dass mich das ziemlich enttäuscht, sich aber auch mit meinen eigenen Beobachtungen deckt. Es gibt in Bremen keine „Cineasten-Szene“. Also Gruppen, die sich treffen, um gemeinsam ins Kino zu gehen, über Filme zu diskutieren oder gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Die Film als mehr, als bloße Verstreuung und Zeitvertreib ansehen. Das habe ich in anderen Städten schon anders erlebt. Vielleicht sehe ich da auch zu schwarz. Aber wenn ich im Weser Kurier lese, dass Thomas Settje sagt, dass es als Kino mit einer Leinwand zur Zeit unglaublich schwierig ist, allein zu überstehen, und die Zielgruppe für Programmkinos nur klein ist, dann fühle ich mich leider doch bestätigt.

Das alternative, politische Profil ist schon bei der Gründung des Cinema Ostertor angelegt worden. Am 7. November 1969 gründete der, im letzten Jahr im Alter von 81 Jahren verstorbene, Gert Settje das Cinema zusammen mit Lore Bertuleit, Hero Burmeister, Manfred Lohrengel, Robert Franke, Konrad Huchting und Jürgen Behrends. Neben dem Cinema war Settje in den 60er Jahren auch Geschäftsführer der legendären “Lila Eule”. Dort zeigte er zusammen mit Olaf Dinné auch Filme, was quasi die Keimzelle des Cinemas darstellte.1973 gründete Gert Settje mit Reinhold Garske das Bremer Kommunalkino, das bis zu seinem Umzug nach Walle 1993 (ab da “Kino 46″, heute “City 46″) im Cinema beheimatet war. Zuletzt haben seine Kinder, Andrea und Thomas Settje, das Kino als Familienbetrieb weiter geführt.

cinema2Nach der Fusion mit Manfred Brockis Filmkunsttheatern wird Thomas Settje weiterhin das Kino leiten. Die Programmplanung wird allerdings von den Filmkunsttheatern übernommen. Trotzdem soll das Profil des Cinema auch weiterhin erhalten bleiben. Vor dem Hintergrund, dass es für Manfred Brocki, der nun fünf Leinwände in Bremen besitzt, einfacher ist, Verhandlungen mit Filmverleihern zu führen und attraktive Filme zu besseren Konditionen zu bekommen, macht diese Fusion durchaus Sinn. Trotzdem bin ich etwas traurig, denn mit dem Ende des Familienbetriebes stirbt wieder einmal ein Stück Bremer Kinokultur, und die Kinolandschaft wird um eine unabhängige Stimme ärmer.Und für den alten 35mm-Romantiker in mir ist auch die Nachricht, dass

die Fusion nur deshalb zustande kommen konnte, weil das Cinema Ostertor gerade ein digitales Abspielgerät installiert hat und damit der Austausch der Filme zwischen den Häusern erst möglich wurde, etwas betrüblich. Aber damit werde ich in der Zukunft wohl leben müssen. Zelluloid stirbt, Pixel herrschen.

Cinema Ostertor: Mitgründer Gert Settje gestorben

Von , 14. Mai 2012 17:28

Bereits vor einer Woche verstarb im Alter von 81 Jahren Gert Settje, der Mitgründer des Cinema Ostertor.

Gert Settje hat das Cinema am 7. November 1969 zusammen mit Lore Bertuleit, Hero Burmeister, Manfred Lohrengel, Robert Franke, Konrad Huchting und Jürgen Behrends gegründet. Neben dem Cinema war er in den 60er Jahren auch Geschäftsführer der legendären “Lila Eule”. Dort zeigte er zusammen mit Olaf Dinné auch Filme, was quasi die Keimzelle des Cinemas darstellte.

1973  gründete Gert Settje mit Reinhold Garske das Bremer Kommunalkino, das bis zu seinem Umzug nach Walle 1993 (ab da “Kino 46″, heute “City 46″)  im Cinema beheimatet war.

Heute führen seine Kinder Andrea und Thomas Settje, das Kino als Familienbetrieb weiter.

http://www.radiobremen.de/fernsehen/buten_un_binnen/video36896-popup.html

Regisseur Stefano Levi stellt “Out of the Darkness – Der Weg ins Licht” vor

Von , 12. Mai 2012 14:34

Am kommenden Montag, den 14. Mai um 18:45 Uhr, stellt der Regisseur Stefano Levi im Cinema Ostertor seinen Film ”Out of the Darkness – Der Weg ins Licht” vor.

In dieser Dokumentation geht es, vor der gewaltigen Kulisse des Himalayas, um einen nepalesischen Augenarzt, der mit seiner mobilen Krankenstation durch eine der ärmsten, aber auch schönsten Gegenden der Welt fährt. Dort hat sich, auf Grund der intensiven UV-Strahlung in den Höhenlagen des Himalaya, der Graue Star zur Volkskrankheit entwickelt, die durch eine Trübung der Linse zunächst zum Verlust der Sehschärfe und schließlich zum Erblinden führt.

” (…) Die ohne Fördermittel und Fernsehgelder entstandene Dokumentation ins Kino zu bringen, macht dabei durchaus Sinn, da Regisseur Stefano Levi, von Haus aus Fotograf, in seinem unkommentierten Debütfilm fernab eines Reportage-Stils auf dezidiert filmische Elemente einsetzt, immer wieder originelle Kameraeinstellungen und emotional bewegende Bilder findet.

Quelle: film-dienst

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Ab 07. Mai: Balkan Cinema Filmfestival Bremen 2012 im Cinema Ostertor

Von , 30. April 2012 21:14

Am 07. Mai beginnt die dritte Ausgabe des alljährlichen Balkan Cinema Filmfestivals im Cinema Ostertor.

Zur Eröffnung läuft am Montag, den 07. Mai um 18:30 Uhr die deutsch-kanadische Co-Produktion “Whistleblower – In gefährlicher Mission” von Larysa Kondracki. Gespickt mit internationalen Stars wie Rachel Weisz, Vanessa Redgrave, Monica Bellucci erzählt der auf wahren Begebenheiten beruhende Spielfilm von der Polizistin Kathryn, die sich im Auftrag der UN im Nachkriegs-Bosnien aufhält und auf illegalen Frauenhandel von UN-Mitarbeitern stößt. Als sie den Skandal aufdecken will, gerät sie selbst in tödliche Gefahr.

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Weiter geht es am 13. Mai um 18:45 Uhr mit der Dokumentation “Ceija Stojka” über die gleichnamige Malerin, Autorin und Sängerin.

Es folgen:

16. Mai, 18:45, Mein Haus stand in Sulukule, eine Dokumentation über den Istanbuler Stadtteil Sulukule, der als die älteste Romasiedlung Europas gilt.

23.Mai, 18:45,  Cinema Komunisto. Dokumentation über Titos “Hollywood des Ostens”.

30. Mai, 18:45, Revision. Dokumentation über den geheimnisvollen Tod zweier junger Leute an der deutsch-polnischen Grenze.

Am Dienstag, den 15. Mai wird zudem noch ein Programm mit drei Kurzfilmen gezeigt.

Näheres zum Balkan Cinema Filmfestival Bremen 2012, sowie das Rahmenprogramm, findet man hier.

Cinema Ostertor: Regisseur Dirk Lütter stellt “Die Ausbildung” vor

Von , 16. April 2012 13:25

Nächste Woche Donnerstag (26.April, 18:30 Uhr), stellt Regisseur Dirk Lütter im Cinema Ostertor seinen preisgekrönten (u.a. Preis Dialogue en Perspective bei der Berlinale 2011) Spielfilm “Die Ausbildung” vor.

Der zwanzigjährige Jan Westheim (Joseph K. Bundschuh) ist im letzten Jahr seiner Ausbildung. Er möchte übernommen werden – und er möchte alles richtig machen. Aber was ist das Richtige, wenn durch Umstrukturierungen der Druck auf Jan und seine Kollegen wächst, wenn Entlassungen an der Tagesordnung stehen und der Personalchef (Stefan Rudolf) mit Argusaugen über alles wacht? In rasanten Autofahrten und intensivem Konsum sucht Jan einen Ausgleich – und als die gleichaltrige Zeitarbeiterin Jenny (Anke Retzlaff) in seine Firma kommt, entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte. Doch Jennys Aufenthalt ist nur von kurzer Dauer. Und Jan ist gefangen in seiner Unfähigkeit, Entscheidungen zu fällen, in seiner Angst, seinen Arbeitsplatz, seine Liebe, seinen Status zu verlieren…

Angesiedelt in einer mittleren Kleinstadt in einer strukturschwachen Region in Deutschland, erzählt dieser Film von den Schwierigkeiten eines jungen Mannes am Ende seiner Ausbildung in den mittelständischen Betrieb übernommen zu werden. Der Auszubildende Jan ist hin- und hergerissen zwischen seinem Anspruch, sich menschlich anständig zu verhalten und gleichzeitig den Ansprüchen seines Abteilungsleiters an Effizienz und Gewinnmaximierung zu genügen. “Die Ausbildung” stellt die Frage, wie die moderne Arbeitswelt uns als Menschen prägt und verändert, und wie wir in einer Welt der kontinuierlichen Gewinnsteigerung noch fähig sind, Werte wie Solidarität und Anstand zu bewahren.

Quelle: http://www.cinema-ostertor.de/

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Originalfassungen in Bremen: 15.03.12 – 21.03.12

Von , 15. März 2012 16:26

Was für eine öde Woche. Das Cinemaxx zeigt bis auf eine Sneak Preview und zwei türkische Filme, die auch schon länger im Programm sind, gar nichts. Toll auch, dass die Sneak Preview wieder fast parallel zum altbekannten Termin der Sneak Preview in der Schauburg programmiert hat. Das ist wirklich sehr durchsichtig.

Auch in den anderen Kinos ist nichts wirklich interessantes zu entdecken. So ist das Highlight der Woche, mangels Alternative, tatsächlich das britische Drama “Made in Dagenham” (irreführender deutscher Titel: “We Want Sex”) im City 46.

Sen Kimsin? – Wer bist Du? – Cinemaxx, Do., Sa.-Mi. 23:15, Sa. auch 17:10 und Mo. 19:30 – Türkische Komödie um die Erführung eines jungen Mädchens.

Fetih 1453 – Cinemaxx, Do.-Fr. 22:00 – Episches, türkisches Bio-Pic über Fatih Mehmed II, der 1451 den Thron des Osmanischen Reiches besteigt und plant die byzantinische Enklave Konstantinopel (heute Istanbul) einzunehmen.

Kairo 678 – Cinema Ostertor,  So. 18.03. 14:45 – Ägyptisches Drama um drei Frauen, die in Kairo täglich mit sexuellen Übergriffen und Unterdrückung zu kämpfen haben.

La Danse – Das Ballett der Pariser Oper – City 46, Do.,Mo. und Mi. 20:30, So. 18:00 – Dokumentation des berühmten Doku-Filmers Frederick Wiseman über das Ballet der Pariser Oper.

We Want Sex – City 46, Do. und Mo. 18:00, so. 21:00 – Der Originaltitel dieses Ende der 60er englischen Ford-Werk Dagenham spielenden Dramas lautet “Made in Dagenham” und erzählt die wahre Geschichte von 187 Näherinnen, die geschlechtliche Gleichstellung und damit gleiche Löhne wie die Männer fordern.  Mit dem im deutschen Titel implizierten “Beischlaf” hat das Ganze also überhaupt nichts zu tun. Das ist nur eine billige Masche des deutschen Verleihs , um möglichst viele Leute mit einem reißerischen Titel unter falschen Voraussetzungen ins Kino zu locken.

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Sneak Preview – Cinemaxx, Mo. 19.03., 20:00

Sneak Preview – Schauburg, Mo., 19.03., 21:45

Originalfassungen in Bremen: 08.03.12 – 14.03.12

Von , 8. März 2012 16:23

Es liegt keine besonders aufregende Woche vor uns. Das Cinemaxx zeigt mit “Devil Inside” einen billigen Horrorfilm im “Blair Witch”-Look, der selbst von Fans des Genres gnadenlos verrissen wurde. Und dann läuft noch eine US- Action-Komödie, in der immerhin der talentierte Herr Thomas Hardy mitspielt. Im City 46 können sich Freunde des gepflegten spanischen Arthaus-Kinos auf “Dunkelblaufastschwarz” freuen und im Rahmen seiner Queer-Reihe zeigt das City 46 den Spielfilm “Beauty”, der gerade aktuell in den deutschen Kinos anläuft. Ansonsten ist die Woche – wie gesagt – recht unspektakulär.

Devil Inside – Cinemaxx, Fr. und Die. 23:00 und So. 20:30 – Found-Footage Horrorfilm mit einem Exzorismus statt einer Blair Witch Hexe. Startete mit großem Erfolg in den USA, wurde dann aber schnell wieder von der Leinwand gebuht. So langsam kann man diese “Blair Witch“, “Cloverfield“, “[rec]” etc. Klone aber doch auch nicht mehr sehen, oder?

Das gibt Ärger – Cinemaxx, Fr., Die. und Mi. um 18:40, Mo. 20:55 – US-Mainstream-Action-Komödie in der immerhin der großartige Thomas Hardy mitspielt. Er und sein bester Kumpel Chris Pine arbeiten als Top-Spione und verlieben sich beide in Resse Witherspoon. Das gibt Ärger… Regie führt “Drei Engel für Charlie“- und “Terminator IV“-Regisseur McG und als obligatorischer Bösewicht läuft Til Schweiger durchs Bild.

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Sen Kimsin? – Wer bist Du? – Cinemaxx, diverse Anfangszeiten – Türkische Komödie um die Erführung eines jungen Mädchens.

Fetih 1453 – Cinemaxx, Do.-Mi. (ausser Sa.) 20:30 und Do.-Di. 22:00 & CineStar Do.-Sa.  22:50– Episches, türkisches Bio-Pic über Fatih Mehmed II, der 1451 den Thron des Osmanischen Reiches besteigt und plant die byzantinische Enklave Konstantinopel (heute Istanbul) einzunehmen.

My Reincarnation – Wiederkehr – Cinema, So. 11.03.,  12:30 – Drama über einen tibetanischen Mönch, dessen Sohn die Reinkarnation eine berühmten Spirituellen Meisters sein soll, sich aber von der Tradition ab und dem modernen Leben in der westlichen Welt zu wendet.

Kairo 678 – Cinema Ostertor,  Do.-Die. 18:45, ausser So. 18:00; Mi. 22:45 – Ägyptisches Drama um drei Frauen, die in Kairo täglich mit sexuellen Übergriffen und Unterdrückung zu kämpfen haben.

Azul oscuro casi negro – City 46, Mi. 14.3. 20:30 – Der Film dürfte unser seinem deutschen Titel “Dunkelblaufastschwarz” besser geläufig sein. Das Drama um einen 25-Jährigen, der nicht nur auf seinen kranken Vater aufpassen muss, sondern auch von seinem kriminellen Bruder gefragt wird, ob er dessen Freundin schwängern könnte, ist ein kleiner “Kultfilm” unter dem Arthaus-Publikum. In Kooperation mit dem Instituto Cervantes Bremen

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Breath Made Visible – City 46, Do., Sa., Mo.-Mi. immer um 20:00 – Dokumentation über die amerikanische Tanzpionierin Anna Halprin.

Beauty -City 46, Do. und Sa. um 20:30, Fr., So. Mo. um 18:00 – Aktuelles südafrikanisches Drama über einen gutsituierten Familienvater um die 40, der sich in einen 20 -jährigen Jura-Studenten verliebt.

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Sneak Preview – Schauburg, Mo., 12.03., 21:45

Originalfassungen in Bremen: 01.03.12 – 07.03.12

Von , 1. März 2012 15:30

Das Cinemaxx zeigt in dieser Woche den schon etwas bisher nur in der synchronisierten Fassung laufenden, “Dame, König, As, Spion”. Anspruchsvolles Spionage-Kino jenseits von James Bond. Wie ich hörte, sollte man aber über sehr gute englische Sprachkenntnisse verfügen, da in diesem film a) viel geredet und b) noch mehr geflüstert wird. Nichts desto trotz eine klare Empfehlung für Freunde eines etwas anspruchsvolleren Films. ebenfalls hingewiesen soll hier auf eine tolle neue Reihe namens “Zweite Chance” im City 46. Unter dieser nicht ganz selbsterklärenden Überschrift finden sich Filme, die vor kurzem einen Deutschlandstart hatten, aber in Bremen entweder sehr schnell wieder von der Leinwand verschwanden oder es hier noch nicht einmal zu einer Aufführung gebracht haben. Der allseits hochgelobte (und sehr verstörende) “Tyrannosaur” ist einer davon.

Dame, König, As, Spion – Cinemaxx, Do., So., Mo. und Mi. immer um 19:45 – John Le Carrés Spionageroman-Klassiker war schon Ende der 70er Grundlage einer legendären BBC-Mini-Serie mit dem unsterblichen Alec Guiness als George Smiley. Jetzt tritt Gary Oldman in seine Fußstapfen und soll seine Sache dabei nicht schlecht machen. Dankenswerterweise wurde die Kalte-Krieg-Thematik weder aktualisiert, noch romantisiert. Regie führt der Schwede Tomas Alfredson, der mit dem unkonventionellen Vampirfilm “So finster die Nacht” international bekannt wurde.

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Hugo Cabret 3D – Cinemaxx, Sa. 22:45 und Die. 21:15 – Zum ersten Mal dreht Meister-Regisseur Martin Scorsese an einem Kinderfilm. Und dazu auch das erste Mal in 3D. Da passt es dann auch, dass er sich als Thema den Pionier der Tricktechnik ausgesucht hat: Den großen Kinomagier Georges Méliès, der 1902 den legendären SF-Streifen “La voyage dans la lune” drehte. Dieser Méliès wird eine wichtige Rolle im Leben eines Waisenjungen spielen, der 1925 versteckt im Pariser Hauptbahnhof lebt. Ausgezeichnet mit 5 Oscars (alle in technischen Kategorien). Gestern übrigens endlich gesehen und beigeistert gewesen.

Fetih 1453 – Cinemaxx, Do.-Mi. 20:30 und 22:10 – Episches, türkisches Bio-Pic über Fatih Mehmed II, der 1451 den Thron des Osmanischen Reiches besteigt und plant die byzantinische Enklave Konstantinopel (heute Istanbul) einzunehmen.

My Reincarnation – Wiederkehr – Cinema, So. 04.03.,  12:00 – Drama über einen tibetanischen Mönch, dessen Sohn die Reinkarnation eine berühmten Spirituellen Meisters sein soll, sich aber von der Tradition ab und dem modernen Leben in der westlichen Welt zu wendet.

Kairo 678 – Cinema Ostertor,  So. 4.3. um 20:00 – Ägyptisches Drama um drei Frauen, die in Kairo täglich mit sexuellen Übergriffen und Unterdrückung zu kämpfen haben.

Tyrannosaur – City 46, Do./Mo./Mi. um 18:00 und Sa./So. 20:30 – Preisgekröntes, britisches Drama um einen cholerischen und gewalttätiger Trinker, der sich mit einer Frau anfreundet, die an das gute im Menschen glaubt. Die beiden gegensätzlichen Charaktere werden tatsächlich Freunde, aber dann nimmt die Tragödie ihren Lauf.

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V wie Vendetta – City 46, Fr./Sa. 22:30 und Mi. 20:00 – Die Verfilmung von Alan Moores Kult-Comic. Die Maske des Protagonisten und Anarchisten “V” sieht man jetzt vermehrt auf Demonstrationen gegen ACTA und ist damit schon in die Pop-Kultur eingegangen. Auch sonst ist der Film, der die düstere Stimmung des Comics beibehält, sehr empfehlenswert.

Voodoo – Mounted by the Gods – City 46, Fr./Sa. 18:00; So. 20:00 und Mo. 20:30 – Dokumentation des Schweizer Filmemachers Alberto Venzago, der über Jahre den Voodoo-Kult in Westafrika gefilmt hat. In Kooperation mit dem Überssemuseum Bremen und der Vodou-Ausstellung dort.

Sneak Preview – Schauburg, Mo., 05.03., 21:45

Originalfassungen in Bremen: 23.02.12 – 29.02.12

Von , 23. Februar 2012 14:58

Lauter alte Bekannte der aktuellen Woche. D.h. es gibt eigentlich nichts Neues und das Programm ist vor allem für die Leute interessant, die die Filme beim ersten Mal nicht sehen konnten. Ausnahme: “Bullhead” im City 46. Dieser verdient auch Erwähnung, da er einerseits brandneu ist (normalerweise zeigt das Kommunalkino ja eher ältere Spielfilme) und anderseits Oscar-Kandidat 2012! Mein Tipp für diese Woche.

Hugo Cabret 3D - Cinemaxx, Mi., 29.02. um 19:45 – Zum ersten Mal dreht Meister-Regisseur Martin Scorsese an einem Kinderfilm. Und dazu auch das erste Mal in 3D. Da passt es dann auch, dass er sich als Thema den Pionier der Tricktechnik ausgesucht hat: Den großen Kinomagier Georges Méliès, der 1902 den legendären SF-Streifen “La voyage dans la lune” drehte. Dieser Méliès wird eine wichtige Rolle im Leben eines Waisenjungen spielen, der 1925 versteckt im Pariser Hauptbahnhof lebt.

Star Wars 3D: Episode 1 – Cinemaxx, Mo. 27.2. 19:45 – George Lucas hat mal wieder seine Recycling-Maschine angeworfen. Mir reicht’s *gähn*

Fetih 1453 - Cinemaxx, Do.-Mi. 20:30, sowie Fr.-Mo. und Mi. auch um 22:00 & CineStar Do.-Mi. 19:30, sowie Do.-Sa. auch 22:50 und Sa./So. 16:10 – Episches, türkisches Bio-Pic über Fatih Mehmed II, der 1451 den Thron des Osmanischen Reiches besteigt und plant die byzantinische Enklave Konstantinopel (heute Istanbul) einzunehmen.

Berlin Kaplani -Cinemaxx, Do.-Mi. um 23:00 – Läuft und läuft und läuft. Türkische Komödie über einen Boxer und Bodyguard in Berlin.

Rough Aunties – City 46, Do. 23.02. um 20:00 – Dokumentation über die Hilfsorganisation Bobbi Bear im südafrikanischen Durban, deren Mitarbeiterinnen missbrauchte Kinder betreuen und sich dafür einsetzen, dass die Schuldigen vor Gericht kommen.

Charlotte Rampling – The Look – City 46, So./Mo. um 18:00, Di./Mi. 20:30 -Dokumentation über die faszinierende Schauspiel-Ikone Charlotte Rampling. Bekannt aus “Der Nachtportier“, “Angel Heart“, “Swimming Pool” oder “Melancholia“.

Bullhead – City 46, Do., Fr., Die. und Mi. um 18:00, sowie Sa.-Mo. um 20:30 – topaktueller belgischer Film aus 2011 von Michael R. Roskam, der sowohl harter Thriller als auch Sittengemälde ist. Ein flämischer Viehzüchter pumpt seine Tiere (wie auch sich selber) mit illegalen Hormonen auf und gerät mit der belgischen Mafia aneinander. Im Weser Kurier wurde der Film heute sehr positiv unter seinem Originaltitel “Rundskop” besprochen. Leider ohne Hinweis darauf, dass er unter dem internationalen Titel “Bullhead” im City 46 läuft. Nominiert für den Oscar 2012 als bester nicht-englischsprachiger Film!

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Sneak Preview – Schauburg, Mo., 27.02., 21:45

Französische Sneak Preview, Mi., 29.02. um 18:00 Uhr in der Gondel und um 21:00 Uhr im Atlantis

Originalfassungen in Bremen: 16.02.12 – 22.02.12

Von , 16. Februar 2012 12:54

Das Cinéfête-Festival dominiert die aktuelle Woche. Wer also die französische Sprache und den französischen Film liebt, für den ist Bestens gesorgt. Zumal auch die “Ziemlich besten Freunde” eine weitere Runde im O-Ton spendiert bekommen haben. Für die Freunde des anspruchsvollen Mainstreams kommt das neue Werk von Martin Scorsese auf die große Leinwand. Nicht nur im O-Ton, sondern auch in 3D. Mein Tipp der Woche ist allerdings der spanische Gruseler “Das Waisenhaus”, der mir schon von vielen Seiten ans Herz gelegt wurde. Etwas ärgerlich ist es, dass das Cinemaxx seine Sneak Preview nun auf Montag gelegt hat. Wohl, um der sehr erfolgreichen, wöchentlichen Sneak Preview in der Schauburg etwas das Wasser abzugraben.

Hugo Cabret 3D - Cinemaxx, Sa.-Mo. und Mi. jeweils um 19:00 – Zum ersten Mal dreht Meister-Regisseur Martin Scorsese an einem Kinderfilm. Und dazu auch das erste Mal in 3D. Da passt es dann auch, dass er sich als Thema den Pionier der Tricktechnik ausgesucht hat: Den großen Kinomagier Georges Méliès, der 1902 den legendären SF-Streifen “La voyage dans la lune” drehte. Dieser Méliès wird eine wichtige Rolle im Leben eines Waisenjungen spielen, der 1925 versteckt im Pariser Hauptbahnhof lebt.

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Fetih 1453 - Cinemaxx, Do.-Mi. 20:20 und Sa./So. auch 22:00 & CineStar Do.-Mi. 16:40 und 19:30, sowie Do.-Sa. auch 22:50 – Episches, türkisches Bio-Pic über Fatih Mehmed II, der 1451 den Thron des Osmanischen Reiches besteigt und plant die byzantinische Enklave Konstantinopel (heute Istanbul) einzunehmen.

Berlin Kaplani -Cinemaxx, Fr.-Mo, und Mi. um 23:00 – Türkische Komödie über einen Boxer und Bodyguard in Berlin.

Ziemlich beste Freunde – Atlantis, Do.-Mi. immer 19:00, ausser So., da 18:00 – DER Kinohit aus Frankreich. Eine wirklich charmante Komödie über einen querschnittsgelähmten Millionär und seinem schwarzen Pfleger.

My Reincarnation – Wiederkehr – Cinema, So. 19.02.,  12:00 – Drama über einen tibetanischen Mönch, dessen Sohn die Reinkarnation eine berühmten Spirituellen Meisters sein soll, sich aber von der Tradition ab und dem modernen Leben in der westlichen Welt zu wendet.

Oscar et la Dame Rose – City 46, Do. 18:00 und Fr./Sa. um 20:30 – Zweiter Spielfilm des Schriftstellers Eric-Emmanuel Schmitt. Der 10-jährige Oscar ist todkrank und hat nicht mehr lange zu leben. Zusammen mit der Dame in Rosa durchlebt er einen Leben im Schnelldurchlauf.

Le hérisson – City 46, Do. und Sa. um 20:00 – Spielfilm um eine mürrische Concierge und ein 11-jähriges Mädchen mit Selbstmordabsichten, deren Leben sich ändert als ein älterer Japaner in ihr elegantes Pariser Wohnhaus einzieht.

Le premier jour du reste de ta vie – City 46, So.+Die. um 18:00; Mo. um 20:30 – Aus der Perspektive jeweils eines Mitglieds einer fünfköpfigen Familie, wird jeweils ein entscheidender Tag in seinem Leben erzählt.

Micmacs – City 46, So.-Die. um 20:00 – Jean-Pierre Jeunets neuster Spielfilm mit Star-Komiker Dany Boon und seinem Lieblingsschauspieler Dominique Pinon. Seitdem er zufällig eine Kugel in den Kopf bekommen hat, lebt Basil mit einer Gruppe schrulliger Außenseiter auf einem Schrottplatz.

Molière – City 46, So.+Die. 20:30, Mo. 18:00 – Spielfilm um den legendären Komödienautor Molière, der sich 1644 für einige Jahre bei einem reichen Kaufmann einquartiert, was zu amourösen Verwicklungen führt.

Nénette und Boni – City 46, Do. 20:30 und Fr./Sa./Mi. 18:00 – Französischer Film von Claire Denis über einen Pizzabäcker in Marseille, der seine Macho-Allüren ablegen muss, als seine schwangere Schwester bei ihm einzieht.

Rough Aunties – City 46, Mi. 20:00 – Dokumentation über die Hilfsorganisation Bobbi Bear im südafrikanischen Durban, deren Mitarbeiterinnen missbrauchte Kinder betreuen und sich dafür einsetzen, dass die Schuldigen vor Gericht kommen.

Das Waisenhaus – City 46, Mi. 22.02. um 20:30 Uhr – Spanischer Gruselfilm von Juan Antonio Bayona. Dieser Film um eine Frau, die ein altes Waisenhaus wiedereröffnet und deren kleiner Sohn auf einmal einen unheimlichen Spielkameraden  hat, ist nicht nur auf zahlreichen Festivals ausgezeichnet worden, sondern auch einer der Top-Favoriten aller Liebhaber des modernen spanischen Horrorfilms. Empfehlung! In Kooperation mit dem Instituto Cervantes.

(Der Trailer ist auf deutsch, der Film wird aber auf spanisch mit englischen Untertiteln gezeigt)

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Sneak Preview – Cinemaxx, Mo. 20.02. um 20:00

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 20.02. um 21:45

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