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Corona-Krise: Wie kann ich meinem Kino helfen?

Von , 29. März 2020 15:02

Es ist eine sehr schlechte Zeit für Kinos. Seit fast zwei Wochen haben alle Kinos in Deutschland die Projektoren abschalten müssen. Und wie lange die Leinwände dunkel bleiben, kann kein Mensch vorhersehen. Sicher ist, dass die Politik erst am 20. April darüber beraten wird, ob die bisherigen Maßnahmen gelockert werden – und damit Kinos eventuell unter Auflagen wieder öffnen können – oder die Ausgehbeschränkungen und Kino-Schließungen noch darüber hinaus Fortbestand haben. Wenn es ganz schlecht läuft, wird die momentane Situation noch bis zum Frühherbst anhalten. Was ohne Hilfen für so manches Kino das Todesurteil bedeuten dürfte. Schon jetzt hört man – nicht nur von Kinos, sondern auch anderen Kulturbetrieben – dass die Reserven vielleicht noch bis Ende April halten. Danach wird es ernst. Sehr ernst. Wenn es richtig übel wird (und machen wir uns nichts vor, danach sieht es derzeit leider aus), sieht die Kulturlandschaft nach der Coronakrise dramatisch trister aus, als noch vor ein paar Wochen.

Wie kann man den Kinos helfen? Die bekannteste Aktion, die derzeit die Runde macht, findet man unter dem Hashtag #hilfdeinemkino. Dahinter steckt Weischer.Cinema. Ein „Familien- und inhabergeführtes Unternehmen aus Hamburg“, welches „(seit 60 Jahren) mit klassischer Werbung auf der Kinoleinwand, Below-the-Line-Maßnahmen und dem relevanten Dialog mit den Zielgruppen im Kino“ sein Geld verdient. Wie funktioniert das? Man sucht sein Kino aus, klickt auf „Play“ und schaut online Werbespots. Damit generiert Weischer.Cinema Einnahmen von seinen Werbekunden, welche er teilweise an die Kinos weitergibt.

In einer geschlossenen Facebook-Gruppe für Kinomacher tauchten Zahlen auf. Wenn ein Werbespot 1000x geklickt wurde, zahlt der Werbende 25 Euro an Weischer, die dann 12,50 an das ausgesuchte Kino weitergeben. D.h. es ist nicht damit getan, dass ihr einen Spot einmal guckt, sondern es muss schon 1000x geguckt werden. Das kriegt man hin, wenn man die Spots den ganzen tag nebenbei laufen lässt, aber der Effekt ist doch eher winzig und man sollte sich nicht der Illusion hingeben, man könnte im Alleingang sein Kino retten. Das ist nur ein winziger Tropfen auf den heißen Stein und es fragt sich, ob hier Aufwand und Nutzen in einem guten Verhältnis stehen. Grundsätzlich ist ja jede Aktion, die hilft, willkommen und daher möchte ich die Aktion hier gar nicht verteufeln. Muss jeder selber wissen, ob er da mitmacht oder nicht. Wenn man über #hilfdeinemkino geht, sollte man meiner Meinung nach aber besser den ebenfalls vorhandenen „Spenden“-Button drücken. Das dann per PayPal gespendete Geld wird (abzüglich der von PayPal erhobenen Gebühr von 2,45% und 35 Cent pro Transaktion) laut Weischer direkt an das ausgewählte Kino weitergeleitet.

Die meisten Kinos selber präferieren es allerdings, wenn man jetzt in der Zeit der Krise online Gutscheine kauft. So kommen auch in der vorstellungslosen Zeit Einnahmen ganz direkt beim Kino an, mit denen die Fixkosten vielleicht teilweise bezahlt werden können.

Das Cinema Ostertor schreibt:

„Wie generell alle kulturellen Einrichtungen, sind auch wir sehr stark von der aktuellen Situation betroffen. Mit dem Kauf eines Online-Gutscheins kannst Du uns direkt unterstützen. Dieser lässt sich natürlich ganz regulär bei uns einlösen, sobald wir wieder öffnen dürfen.

Für jede Form der Unterstützung (auch für die vielen, lieben Nachrichten, die uns erreicht haben) möchten wir uns ganz herzlich bedanken!“

Kinogutscheine gibt es hier: https://cinema-ostertor.de/online-kinogutscheine

Die Bremer Filmkunsttheater zu denen die Schauburg, die Gondel und das Atlantis gehören teilen auf ihrer Homepage mit:

„Wer uns unterstützen möchte, kann das mit Gutscheinkäufen tun. Der online-Kauf ist über unsere webseite jederzeit möglich. In der BarTabacist der Gutscheinkauf sogar noch vor Ort möglich. Unsere BarTabac hat weiterhin geöffnet. Hier gibt es neben Kinogutscheinen auch Tageszeitungen, Zeitschriften, Coffee-to-go, Getränke in Flaschen zum Mitnehmen, Postwertzeichen (Citypost), Tabakwaren und -utensilien sowie die Möglichkeit an Lotto und Toto teilzunehmen.

Als unabhängigem Kulturunternehmen trifft uns die vorübergehende Schließung unserer Kinos sowohl emotional als auch wirtschaftlich hart. Wir hoffen, dass diese Krise schnell überstanden ist und wir bald wieder öffnen können. Im Kino hat man mehr vom Film. Kinos sind Orte, die unseren Alltag verschönern und den Blick auf die Welt verändern. Sie bringen uns zum Lachen, zum Staunen oder rühren uns zu Tränen.“

Kinogutscheine gibt es hier: http://www.bremerfilmkunsttheater.de/site/kinogutschein.html

Beim City46 gibt es leider nicht die Möglichkeit online Gutscheine zu erwerben.

Anmerkung: Mir ist natürlich klar, dass nicht nur Kinos, sondern generell alle Kulturbetriebe, Künstler, Buchläden, Kneipen, kleine Veranstalter und Selbständige von der Krise betroffen sind. Da das hier ein Filmblog aus Bremen ist, habe ich mich aber erst einmal auf die unabhängige Bremer Kinos konzentriert. Wenn ihr Ideen habt, wie man den anderen Gruppen effektiv helfen kann, schreibt es gerne in die Kommentare.

Anmerkung 2: Ferner möchte ich darauf hinweisen, dass natürlich nicht nur Bremer Kinos sich über den Kauf von Online-Gutscheinen freuen. Beispielhaft sei hier das befreundete Capitol aus Herford erwähnt, die ebenfalls unter dem Motto „Alles wird Gutschein“ um Unterstützer werben.

Cinema Ostertor: Interkulturelle Filmgespräche mit der Bremer Filmemacherin Annette Wagner

Von , 10. Dezember 2019 22:59

Ich habe es in letzter Zeit leider sehr häufig versäumt, auf interessante Filmveranstaltungen in Bremen hinzuweisen. Auf den letzten Metern des Jahres, versuche ich dies noch einmal gut zu machen.

Noch den ganzen restlichen Dezember über zeigt die Bremer Filmemacherin Annette Wagner jeden Sonntag um 13:30 Uhr unter dem Titel INTERKULTURELLE FILMGESPRÄCHE im Cinema Ostertor drei ihrer ARD-Dokumentationen. Diese Filmportraits stehen unter dem Motto „Wie wollen wir zusammenleben?“ und im Anschluss ist das Publikum eingeladen, mit der Filmemacherin über die Filme zu sprechen.

Die Filme im Einzelnen:

So, 15.12.2019

Vom Prügler zum Prediger. Der ungerade Weg des Streetworkers Erich Esch (30 min)

Obdachlos zu werden, das kann jedem passieren. Sozialarbeiter Erich Esch war selbst einmal ‚ganz unten’. Er saß sogar wegen Totschlag im Gefängnis. Heute hilft er anderen Menschen im Hamburger Schanzenviertel, ihr Leben wieder auf die Reihe zu kriegen.

 

 

So, 22.12.2019

Die Einladung: Chanukka feiern mit Alon, Friederike und Naima (45 min)

Der jüdische Musiker Alon lädt die Muslima Naima und die Christin Friederike ein, mit ihm gemeinsam Chanukka zu feiern. Durch die strengen Speisevorschriften seiner Religion ist das kein einfacher Plan. Doch ein orthodoxer Rabbiner, ein türkischer Lebensmittelhändler und Alons Großmutter tragen zum Gelingen des interreligiösen Festes mit koscherem Essen bei.

So, 29.12.2019

Sophie findet ihren Weg. Leben mit Down-Syndrom (30 min)

Teilhabe bedeutet für die Produktion dieses Filmes: Sophie (20) durfte selbst an diesem Dokumentarfilm über ihren Alltag als Berufsschülerin, Freizeitschauspielerin, Jugendhausbesucherin mitdrehen. Der Film enthält auch Aufnahmen aus Annette Wagner erstem Porträt von Sophie von 2006: Da war sie 10 Jahre alt und erste inklusive Grundschülerin Stuttgarts.

Zu dem letzten Film findet man auch hier ein spannendes Interview mit Annette Wagner: https://www.evangelisch.de/inhalte/120516/21-03-2015/ich-drehe-und-du-drehst-das-ist-geil

6. Favourites Film Festival im Cinema Ostertor

Von , 20. Mai 2018 21:43

Vom 23. bis zum 27. Mai 2018 findet nun zum nunmehr sechsten Mal das Favourites Film Festival auch in Bremen statt. Wie im Vorjahr ist das Festival wieder im Cinema im Ostertor beheimatet. Denn die Festivalmacherinnen Anna Jurzik und Paula Syniawa sehen das Cinema als ganz besonders dazu geeignet ein, um aus dem Kino ein lebendiges Festivalzentrum als Ort des Austauschs für Besucher zu machen.

Die Idee hinter dem Favorites Film Festival ist es, Filme aus aller Welt zu zeigen, die bereits auf anderen Festivals einen Publikumspreis gewonnen haben. Die Festivalmacherinnen suchen dabei aus rund 500 Publikumspreisgewinnern eine kleine Auswahl an Spiel- und Dokumentarfilmen, bei denen sie eine besondere „erzählerische Kraft und ästhetische Qualität“ sehen. Außerdem wird in einer Kurzfilmnacht auch wieder publikumspreisgekrönte Kurzfilme präsentiert und das Publikum kann daraus dann seinen Liebling wählen.

Die Filme des diesjährigen Programms erzählen laut der Macherinnen „von zumeist jungen Menschen, die ihren Platz in der Welt suchen und dabei mit ihrem Lebensumfeld kollidieren. In ihrem unbeholfenen Vortasten, in ihren wagemutigen Schritten in ein selbstbestimmtes Leben, in ihren verletzlichen Zukunftsträumen und in ihrer ebenso intuitiven wie radikalen Abwehr festgefahrener Denk- und Verhaltensmuster, spiegeln sich große Fragen nach dem Morgen“. Das Festival besteht also vor allen Dingen aus Coming-Of-Age-Geschichten und Filmen über gesellschaftliche Probleme. Genre-Filme sucht man hier vergeblich. Dass vier der sieben ausgewählten Langfilme von Frauen inszeniert wurden und weitere zwei Filme von gemischten Regie-Duos, kommentiert die Festivalsleitung wie folgt: „Wir haben uns bei der Programmauswahl keine Quote gesetzt und auch nicht explizit nach Filmen von Regisseurinnen gesucht. Jeder Film hat uns auf seine Weise überzeugt und emotional berührt – sowohl ästhetisch, als auch dramaturgisch und thematisch. Wir sind sehr froh über die Stimmigkeit der diesjährigen Auswahl, in der die einzelnen Filme aufeinander Bezug zu nehmen scheinen, sich ergänzen und gegenseitig bereichern“.

In Strimolov / Falling, dem Debütfilm der ukrainischen Regisseurin Marina Stepanska verlieben sich ein Musiker, der gerade aus der Entzugsklinik entlassen wurde, und eine Studentin ineinander. Beide befinden sich an einem wichtigen Wendepunkt in ihrem Leben und zeichnen mit ihrer Liebesgeschichte gleichzeitig ein Zeitbild der heutigen Ukraine.

Auch in Home der flämischen Regisseurin Fien Troch kehrt der Protagonist Kevin nach einer Zeit im Jugendgefängnis ins normale Leben zurück. Selten hat ein Film die Spannungen zwischen Eltern und ihren heranwachsenden Kindern so atmosphärisch genau wie intensiv erlebbar gemacht.

Im niederländischen Film Layla M. sucht eine Abiturientin einen Weg, mit den Alltagsdiskriminierungen umzugehen, die sie als Muslima mit marokkanischen Wurzeln erfährt, und radikalisiert sich zunehmend. Sie heiratet heimlich den Islamisten Abdel, verlässt mit ihm das Land und gerät in kürzester Zeit in Situationen, aus denen es so schnell kein Zurück gibt.

Wallay nimmt seine Zuschauer ebenfalls mit auf eine Reise auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Als erzieherische Maßnahme wird der 13-jährige Ady, der in Frankreich aufgewachsen ist, von seinem Vater in dessen Heimatland Burkina Faso geschickt, wo er seine Verwandten kennenlernen und zum „Mann“ werden soll.

In Beach Rats verbringt Frankie seine Sommerferien mit seinen Macho-Kumpels am Strand von Coney Island, während er nachts beginnt, sich heimlich mit Männern aus schwulen Chatrooms zu treffen. Der poetische US-amerikanische Independent-Film von Regisseurin Eliza Hittman erzählt behutsam von einem jungen Mann, der in seinen Verhältnissen gefangen scheint.

Die Protagonisten des spanischen Dokumentarfilms The Silence of Others kollidieren mit einer Gesellschaft, die die Gräueltaten der Franco-Diktatur um jeden Preis vergessen will. Gemeinsam beginnt eine kleine Gruppe vom Küchentisch aus für eine Aufklärung der Verbrechen von damals zu kämpfen.

Eröffnet wird das Festival mit der bulgarisch-griechischen Koproduktion Slava / Glory des Regie-Duos Kristina Grozeva und Petar Valchanov. Erzählt wird die Geschichte des Schienenarbeiters Tsanko, der auf seinem Kontrollgang über die Gleise eine Tüte voll Geld findet und pflichtbewußt die Polizei verständigt. Von der PR-Sprecherin des Verkehrministeriums wird er daraufhin zum Helden stilisiert, um von bestehenden Korruptionsvorwürfen abzulenken. Slava erzählt ungeschönt und mit schwarzem Humor vom Kampf eines einfachen Mannes um sein Recht und zugleich von der tief gespaltenen bulgarischen Gesellschaft.

Besucher, die Arbeitslosengeld II beziehen, sich in einem laufenden Asylantragsverfahren befinden oder mit einem Duldungsstatus in Deutschland leben haben kostenlosen Eintritt.

Sonntag: Julia Ostertag stellt ihren Film „Dark Circus“ im Cinema Ostertor vor

Von , 6. Dezember 2017 16:46

Veranstaltungs-Tipp in eigener Sache: Wie der eine oder andere Leser vielleicht schon weiß, organisiere ich neben meiner Blogger- und Autorentätigkeit auch noch zusammen mit meinem Mitstreiter Stefan die monatliche Filmreihe Weird Xperience.

Und nach langer Zeit dürfen wir im Rahmen dieser Reihe auch endlich wieder einen Gast begrüßen. Die großartige Julia Ostertag (bekannt u.a. durch ihren Film “Noise & Resistance”) wird da sein und ihr neues Werk DARK CIRCUS vorstellen. Eine mit minimalem Budget und größtem Aufwand und Liebe zum Detail gedrehte „Alice im Wunderland“-Geschichte: Undergroundfilm trifft auf erotischen Okkulthorror. Kritiker beschreiben Julia Ostertags Film als „einen dunklen Weg voller Latex, Blut und Lust“.

Der Film lief bereits auf Festivals in den Niederlanden, Frankreich, Mexico, dem Filmfest Braunschweig und dem Pornfilmfest Berlin und wurde in Brasilien mit mehreren Preisen ausgezeichnet.

Regisseurin Julia Ostertag sagt über die Entstehung des Films: „Ich bin beeinflusst vom magischen Kino des Alejandro Jodorowsky, sowie Kenneth Anger, Okkulthorror der 70er und dem Cinema of Transgression. Diese Einflüsse habe ich in dreijähriger Produktionszeit mit einem beeindruckenden Cast aus Performance-KünstlerInnen, SchauspielerInnen und StatistInnen aus der Berliner Fetisch- und Subkultur zu einem visuellen Trip umgesetzt.“

Johanna langweilt sich ziellos und uninspiriert inmitten des Berliner Großstadtlebens. Als sie ihren Job in einem Friseursalon verliert, beginnt sie von Tagträumen und Visionen ereilt zu werden. Sie folgt dem mysteriösen Ruf in eine Parallelwelt, in der sie in die Zirkel einer Gothic-Fetisch-Clique und zugleich in die magischen Fänge der „Mistress“ gerät.

Dark Circus ist die Geschichte einer Transformation, eine sinnliche Reise in die Abgründe des Unbewussten.

Der Soundtrack zum Film stammt von der Dark Ambient Ritual Band „Vortex“ des bekannten Filmwissenschaftlers Marcus Stiglegger.

Mehr Infos zum Film findet ihr hier: www.darkcircus.net

DARK CIRCUS läuft nur am Sonntag, den 10. Dezember um 20:45 Uhr im Cinema Ostertor.

Die Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin des Filmes Julia Ostertag wird zu Gast sein und vor und nach dem Film für Fragen zur Verfügung stehen.

Wir freuen uns schon sehr darauf!

Am Sonntag: Weird Xperience zeigt „Opera“

Von , 8. September 2017 23:20

Juchu! Am Sonntag, den 10. September starten Stefan und ich mit unserer Filmreihe Weird Xperience endlich wieder durch! Nach einem kurzen Zwischenspiel in der Schwankhalle und zwei wunderbaren Abenden beim Open-Air-Kino am Schlachthof, zieht es uns endlich wieder dorthin, wo wir uns am Wohlsten fühlen: In einen Kinosaal!

Ab September sind wir erst einmal für vier Vorstellungen (an jedem zweiten Sonntag des Monats zur besten Sendezeit um 20:45 Uhr) im Cinema Ostertor zu Gast und hoffen auf große Unterstützung, damit wir dort auch 2018 bleiben dürfen. Dafür haben wir ein feines Programm zusammengestellt, welches wir in Kürze vorstellen werden.

Beim ersten Film der „neuen Saison“ handelt es sich um Dario Argentos „Opera“, der einst bei uns in Deutschland nur auf VHS in einer fürchterlichen Vollbildversion und obendrein brutal geschnitten seine Premiere hatte. Wir zeigen ihn natürlich in seiner ganzen Breitwand-Pracht und selbstverständlich ungekürzt!

Die junge Opernsängerin Betty bekommt die weibliche Hauptrolle in einer Aufführung der Verdi Oper „Macbeth“, nachdem die ursprüngliche Hauptdarstellerin von einem Auto überfahren wurde. Die Oper wird von Marco, einem ehemaligen Horrorfilmregisseur inszeniert. Wie in seinen Filmen, wird die Oper auch hier zu einem Ort des Grauens. Ein unbekannter Verehrer Bettys entpuppt sich als mörderischer Psychopath, der seine grausigen Morde so arrangiert, dass die Sängerin dabei zusehen muss…

Der ebenso bildgewaltige, wie blutrünstige Psychothriller des italienischen Großmeisters Dario Argento zieht mit seinen eleganten Kamerafahrten und blutigen Morden den Zuschauer von Anfang an in seinen Bann. Andreas Köhnemann schreibt anlässlich der Wiederaufführung auf kino-zeit.de: „(Dieser) Giallo-Klassiker (…) ist ein filmisches Poem, das mindestens so viel Herz- wie Kunstblut aufbietet und daher bis heute nichts von seiner Wucht und seiner herrlich-obskuren Faszinationskraft verloren hat“. Und Prof. Markus Stiglegger bringt es auf den Punkt, wenn er in dem Standardwerk „Dario Argento: Anatomie der Angst“ schreibt: „Wenn letztlich nur ein Bild von Dario Argentos Kino bleiben sollte, dann müsste es dies sein: die in purem Terror aufgerissenen Augen von Cristina Marsillach, die in ‚Opera‘ durch Nadeln unter den Augenlidern gezwungen wird, der Ermordung ihres Liebhabers beizuwohnen – die Neugier zu sehen weicht dem Zwang zu sehen. Ein Entkommen ist unmöglich. Und ebenso ist es unmöglich, die Augen von Argentos Leinwand abzuwenden, so erschreckend seine Bilder auch sein mögen.“

Ein Film, gemacht für das Kino!

News: 5. Favourites Film Festival vom 24.-28. Mai im Cinema Ostertor

Von , 16. März 2017 06:30

Das ist ja eine Überraschung. Nachdem das Favourites Film Festival nun schon vier Mal sehr erfolgreich im Kommunalkino City 46 lief, ziehen die beiden Festivalleiterinnen Anna Jurzik und Paula Syniawa für die fünften Ausgabe des beliebten Festivals um. Und zwar in das nicht minder sympathische Cinema Ostertor.

Die Beiden begründen ihre Entscheidung so: „Wir wollen nicht nur bewegende, internationale Festivalfilme nach Bremen bringen, es war von Anfang an eines unserer wichtigsten Ziele, einen einladenden Ort des Austauschs und der Kommunikation für Besucher mit unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen zu schaffen, die sich sonst vielleicht gar nicht treffen würden. Der Umzug ins Cinema im Ostertor entspricht unserem Wunsch, ein lebendiges Festivalzentrum zu schaffen“.

Dass das City 46 ihrer Meinung nach kein „einladender Ort des Austauschs und der Kommunikation“ ist, stimmt mich recht traurig. Ich habe dies zu meiner aktiven Zeit dort immer anders empfunden, war aber leider auch seit einem Jahr nicht mehr dort, da sich Kinobesuch und Familie nicht immer gut unter einen Hut bringen lassen. Zudem bin ich Ende letzten Jahres schweren Herzens und aus rein finanziellen Gründen (vorläufig) aus dem Förderverein ausgetreten und daher nicht mehr „nah dran“. Der Kommentar der beiden Festivalleiterinnen erfüllt mich aber gerade mit großer Sorge.

Aber genug davon, wenden wir uns wieder dem Favourites Film Festival zu, welches dann vom 24. bis zum 28. Mai 2017 im Cinema Ostertor stattfindet.

Originalfassungen in Bremen: 13.08.15 – 19.08.15

Von , 12. August 2015 22:46

Wenn ich einmal eine freie Minute finde, um zeitnah die Originalfassungen zusammenzutragen, sollte ich das schnell tun. In diesem Sinne… nicht lang schnacken.

Dating Queen – Cinemaxx, Sa. und Di. um 19:30 – Der neue Film von Judd Apatow wurde der Stand-Up-Komikerin Amy Schumer für ihr Leinwanddebüt auf den Leib geschrieben. Die trinkfeste, vulgäre und männerverschleißende Reporterin Amy verliebt sich in einen sensiblen Sportarzt.

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Mission: Impossible – Rogue Nation – Cinemaxx, Fr., 14.8.  um 19:30 – Der fünfte Teil TV-Serien-Adaption rund um den von Tom Cruise gespielten Superagenten Ethan Hunt. In diesem Teil löst das Pentagon die Impossible Mission Force auf und kurz darauf stehen ihre Mitglieder auf der Abschussliste eines geheimnisvollen Gegners.

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Codename U.N.C.L.E. – Cinemaxx, So. und Mi. um 19:30 & CineStar, So., 16.8. um 19:30 – Und noch eine TV-Serien-Adaption. Hier liegt ebenfalls eine Agenten-Serie der 60er Jahre zugrunde. Der CIA-Agent Solo soll zusammen mit dem „Feind“, dem KGB-Mann Kuryakin, ein international operierendes Verbrechersyndikat zerschlagen. Regie führt Guy Ritchie.

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Amy – The Girl Behind the Name – Schauburg, Do.-Mi., Sa./So. auch 12:15 – Dokumentation über den Aufstieg und viel zu frühen Tod der Amy Winehouse.

Learning to Drive – Fahrstunden fürs Leben – Schauburg, Mi. 19.8. um 19:15 – Tragikomödie von Isabel Coixet mit Ben Kingsley als indischen Taxifahrer in New York, der einer frisch geschiedenen und sehr unselbständigen Schriftstellerin Fahrstunden gibt.

Slow West – Schauburg, So., 16.8. um 21:15 – Western mit Michael Fassbender als einsilbigen Revolverhelden, der ein junges und naives Greenhorn aus Schottland unter seine Fittiche nimmt. Regiedebüt des Musikers John Maclean.

Las Insoladas – Sonnenstiche – Cinema Ostertor, So. 16.8. um 17:00 – Argentinische Komödie. Sechs Freundinnen träumen davon nach Kuba zu reisen, doch sie leben in Buenos Aires und haben kein Geld.

Sneak Preview –  Cinemaxx, Mo., den 17.8. um 19:30

Sneak Preview – Schauburg, Mo., den 17.8. um 21:15

Originalfassungen in Bremen: 09.07.15 – 15.07.15

Von , 8. Juli 2015 22:29

Man merkt in dieser Woche deutlich, dass das Kommunalkino in der Sommerpause ist. Auch die fehlende O-Fassung in der Gondel macht sich bemerkbar. Trotzdem haben die anderen Kinos ein recht vielseitiges Päckchen geschnürt.

Terminator: Genisys 3D – Cinemaxx, Fr./Die. jeweils 20:00  & Cinestar, So., 12.7. um 20:00– Der mittlerweile fünfte Film der Saga kann wieder mit dem Ur-Terminator Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle punkten und stellt eine Mischung aus Reboot und Fortsetzung dar. Der Original-“Terminator“ war für mich einer der wichtigsten Filme meines Lebens, sah ich ihn doch Mitte bis Ende der 80er Jahre unzählige Male auf Video und kannte jede Szene bis ins kleine Detail auswendig. Vielleicht sollte ich daher den neuen Film meiden, denn wie ich hörte, stellt er all das Liebgewonnene gehörig und auch unnötig auf den Kopf.

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Jurrasic World 3D – Cinemaxx, Mi., 15.7. um 20:00 – Höher, schneller, weiter – Mittlerweile vierter Teil des Dino-Franchises. Diesmal führt der Neuling Colin Trevorrow Regie und die Stars sind die Dinos.

Minions 3D – Cinemaxx, Do./Sa./So. immer um 20:00 – Spin-Off des Animationsfilms „Ich – Einfach unverbesserlich“, welches sich ganz um die Helfershelfer des Schurken dreht.

Die Frau in Gold – Schauburg, Mi., 15.7. um 16:30 – Spielfilm nach einer wahren Geschichte. Eine ältere Exilantin (Helen Mirren) fordert von der österreichischen Regierung jene Gemälde zurück, die die Nazis ihrer Familie einst geraubt hatten, darunter Gustav Klimts Gemälde der „Goldenen Adele“.

Escobar – Paradise Lost – Schauburg, So., 12.7. um 20:45 – Thriller-Drama um einen jungen Surfer der an der kolumbianischen Küste eine Surfschule eröffnet und sich in die Nichte des berüchtigten kolumbianischen Drogenbarons Pablo Escobar verliebt. Mit Benicio del Toro.

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Senor Kaplan – Schauburg, Mo., 13.7. um 12:00 & Atlantis, So., 12.7. um 20:00 – Ein 76-jähriger Mann, der im 2. Weltkrieg von Europa nach Uruguay floh, will in seinem Leben noch eine Heldentat begehen. Als er zufällig einen untergetauchten Nazi aufspürt, scheint seine Chance gekommen. Uruguays Bewerbung um den Oscar für den besten fremdsprachigen Film 2015.

Atlantic – Cinema, So., 12.7. um 12:00 – Niederländisch/Marrokanischer Spielfilm über einen jungen marokkanischen Fischer, der entlang der Atlantikküste hunderte Kilometer nach Norden surft.

Sneak Preview –  Cinemaxx, Mo., den 13.7. um 20:15

Sneak Preview – Schauburg, Mo., den 13.7. um 21:45

Originalfassungen in Bremen: 02.07.15 – 08.07.15

Von , 1. Juli 2015 23:53

Am sehr späten, noch immer heißen Abend doch noch die O-Ton-Übersicht für die kommende Woche fertig gestellt. Nicht unbedingt mit Highlights gesegnet, aber vielleicht findet ihr ja was für Euch.

Jurrasic World – Cinemaxx, Fr. und So. um 20:15 – Höher, schneller, weiter – Mittlerweile vierter Teil des Dino-Franchises. Diesmal führt der Neuling Colin Trevorrow Regie und die Stars sind die Dinos.

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Minions – Cinemaxx, Fr., Sa., Mo. um 20:00 und So. um 22:30, sowie Do./Di. Ebenfalls um 20:00 in der 3D-Version – Spin-Off des Animationsfilms „Ich – Einfach unverbesserlich“, welches sich ganz um die Helfershelfer des Schurken dreht.

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Ted 2 – Cinemaxx, Do./Mi. Um 20:15 & CineStar am So., den 5.7. um 20:30 – Fortsetzung des Filmes um den politisch unkorrekten Teddybären, der in diesem Teil Vater werden will.

Atlantic – Schauburg, Fr., So. und Di. immer um 21:30 – Niederländisch/Marrokanischer Spielfilm über einen jungen marokkanischen Fischer, der entlang der Atlantikküste hunderte Kilometer nach Norden surft.

8 Namen für die Liebe – Cinema, So., 5.7. um 14:00 Uhr – Spanische romantische Komödie über einen Vollblutandalusier und eine kratzbürstigen Baskin.

Heute bin ich Samba – City 46, Do.-So. immer 20:30 – Französischer Feelgood-Film von den „Ziemlich beste Freunde“-Machern. Wieder mit Omar Sy und mit Charlotte Gainsbourg.

Tristia – Eine Schwarzmeer-Odyssee – City 46, Do., Sa.-Mo. immer 20:00 – Doku über die Reise des Regisseurs Stanislaw Mucha durch die Ukraine, kurz vor Ausbruch des Ukraine-Konflikts und der Krim-Krise.

Sneak Preview – Schauburg, Mo., den 06.07. um 21:45

Originalfassungen in Bremen: 05.02.15 – 11.02.15

Von , 4. Februar 2015 21:30

In dieser Woche sind einige Filme dazu gekommen, die ich mir jedoch sparen werde. „Jupiter Ascending“ von den Wachowski-Geschwister, denen ich „Matrix 2+3“ noch nicht verziehen habe, und der „Skandal“-Film „The Interview“, der mich eher weniger interessiert. Mein Tipp wäre daher eher „Third Person“ im Kommunalkino, den ich zwar nicht kenne, der sich aber recht vielversprechend anhört.

Jupiter Ascending – Cinemaxx, Fr. um 22:50, Sa. um 14:00 und Di. um 19:50 – Kennt noch jemand die Wachowski-Geschwister? Nachdem ihrem überaus gelungenen Debüt „Bound“ und dem sehr schönen „Matrix“, haben sie sich erst ihren Ruf mit den beiden fürchterlichen „Matrix“-Fortsetzungen ruiniert, dann „Speed Racer“ in den Sand gesetzt und ihr „Cloud Atlas“ zusammen mit Tom Tywker war auch nicht unbedingt ein Hit. Dass sie einen neuen Film am Start haben, war ganz an mir vorbei gegangen. In dem Big-Budget-SF-Streifen geht es um eine junge, arme Putzfrau in Chicago, die eines Tages herausfindet, dass sie intergalaktische Prinzessin ist und auf einen fremden Planet entführt wird. Mit Channing Tatum, Mila Kunis und Sean Bean.

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Ask Sana Benzer – Cinemaxx, Do.-Mi. immer 22:30, So. auch 13:40 – Türkischer Liebesfilm um einen jungen Mann, der sich in einem kleinen Fischerdorf in eine fremde Frau verliebt.

Mucize – Wunder – Cinemaxx, Do./Sa./Mo. immer 22:45 – Türkisches Drama um einen Lehrer, der 1961 in einem Dorf im äußersten Osten des Landes durchsetzten will, dass die Mädchen und ein Behinderter zur Schule gehen dürfen.

The Interview – Cinemaxx, Do./Mi. um 19:30, Fr./So. um 23:15 und Sa. um 14:40 & Cinestar, So., 8.2. um 20:20 – DER Skandalfilm. Weil Nordkorea sich von dieser eher derben Komödie beleidigt fühlte, wurden Hollywood-Studios gehackt und mit Terroranschläge gegen Kinos, die den Film zeigen wollte, angekündigt. In Bremen läuft der Film mit Seth Rogen und James Franco als TV-Macher mit Mordauftrag gleich in zwei Kinos.

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Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit) – Schauburg, So., 8.2. um 20:45 – Der neue und in Vendig und den Golden Globes gefeierte Film von Alejandro González Iñárritu, in dem Michael Keaton einen ehemaligen Filmstar spielt, der in einem experimentellen Theaterstück seine angeschlagene Karriere wiederbeleben will. Ein großer Oscar-Favorit.

The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben – Schauburg, Mi., 11.2. um 21:00 – Dramatische Biographie des britischen Genies Alan Turing, der im zweiten Weltkrieg den deutschen Enigma-Code entschlüsseln soll. Mit Benedict Cumberbatch, der ebenfalls als heißer Oscar-Favorit gehandelt wird.

Sehnsucht nach Paris – Schauburg, Mo., 9.2. um 12:00 & Atlantis, So., 8.2. um 20:00 – Ruhiges, französisches Drama um die langjährige Ehefrau eines Rinderzüchters in der Normandie, die eines Tages einem jungen Mann nach Paris folgt und sich dort durch den Tag treiben lässt. Mit Isabelle Huppert, Jean-Pierre Darroussin und Michael Nyqvist.

Wild Tales – Jeder dreht mal durch! – Cinema Ostertor, So., 8.2. um 18:15 – Argentinisch-Spanischer Episodenfilm in dem die handelnden Personen ihrer aufgestauten Wut freien Lauf lassen. Produziert von Pedro Almodóvar und für den Oscar nominiert.

Third Person – City 46, Sa. Um 18:00, So.-Mi. immer 20:30 – Starbesetzter Episodenfilm von Oscar-Preisträger Paul Haggis um drei Schicksale in drei unterschiedlichen Großstädten. Mit Mila Kunis, James Franco, Adrian Brody, Liam Neeson, Kim Basinger u.a.

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Gardenia – Bevor der letzte Vorhang fällt – City 46, Do., Sa.-Mi. immer 20:00 – Dokumentation über einige alternde Travestiekünstler auf großer Welttournee durch 25 Länder.

The Pin – City 46, Do./Fr. um 18:00 – Kanadischer Spielfilm in jiddischer Sprache, über zwei junge, jüdische Mensche in Litauen während des zweiten Weltkrieges, die sich heimlich ineinander verlieben.

Sneak Preview – Cinemaxx, Mo., den 09.02. um 19:30

Sneak Preview – Schauburg, Mo., den 09.02. um 21:45

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