Nachrichten getagged: Bücher

Buddy war da! Heute signierte Bud Spencer in Bremen seine Autobiographie

Von , 15. April 2011 20:11

Es gibt manchmal Tage, an denen Beruf und Hobby, Brötchenerwerb und Leidenschaft, ziemlich unglücklich kollidieren. Heute war so ein Tag. Statt zu Bud Spencer in die Thalia-Filiale in der Obernstr. zu gehen, musste ich – auch angesichts meines nahenden Urlaubs Mitte nächster Woche – noch so einiges abarbeiten. :( Aber, es hat sich eine herzensgute Person geopfert, um für mich ein Buch mit Autogramm und ein paar Bilder vom Event zu besorgen: Meine geliebte Ehefrau. Daher hier noch einmal ein ganz, ganz dickes “DANKE SCHÖN”, denn es war für sie wirklich eine ungeheure Strapaze.

Da ich persönlich nicht anwesend war, gebe ich hier einmal wieder, was sie mir berichtet hatte. Sie war bereits gegen 14:00 Uhr bei Thalia, um schon mal vorab zwei Bücher (eins für mich, eins für einen guten Bekannten) zu besorgen. Danach schaute sie noch für 20 Minuten in einen anderen Laden hinein und als sie wieder zu Thalia zurück kam, hatte ich schon eine Schlange gebildet, die vom Treppenabgang zum Untergeschoss, wo die Autogrammstunde stattfand, bis zum Eingang reichte. Dort verharrte sie tapfer für die nächsten 1,5 Stunden. Das ist wahre Liebe.

Um Viertel nach 4 ging es dann langsam voran. Buddy saß, wie gesagt, im Untergeschoss. Dort ging es dann wie am Fließband. Vorgelassen wurden nur Leute, die das Buch in der Hand hatten. Extrawünsche gab es nicht. Eine Dame nahm das Buch im Empfang, legte es Buddy vor, eine zweite reichte es dann wieder zurück. Unterschrieben wurden mit “Bud”. Das war’s dann. Meine Frau sagte noch, als sie dran war hätte er auf deutsch gesagt: “Ich bin jetzt müde”. Wieder auf der Straße habe die Schlange mittlerweile bis fast zur Sögestr. (!!!) gereicht und da war es erst 16:40!  Wahrscheinlich dachten sie, es gäbe noch welche, aber die Bücher waren wohl schon alle um 15:20 restlos ausverkauft. Wer also vorher eine Stapel gekauft hätte, der wäre jetzt sicherlich ein reicher Mann geworden.

Einen weiteren detaillierten Bericht der Bremer Autogramm-Stunde kann man von “Michael” in den Kommentaren zur Ankündigung lesen. Das deckt sich ziemlich genau mit dem, was ich von meiner Frau gehört habe.

Hier noch ein paar Bilder, die meine Frau für mich geschossen hat.

"Bud Spencer signiert ausschließlich seine Biographie"

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Buddy kommt! Autogrammstunde mit Bud Spencer im April

Von , 10. März 2011 10:52

Ich gebe zu, ich habe es am Anfang für einen Scherz gehalten. Bud Spencer besucht Deutschland, um seine Autobiographie “Mein Leben, meine Filme” vorzustellen und tut dies in Berlin, Hamburg und… Bremen! Jawohl, auch ins kleine, bescheidene Bremen führt der Weg der großen Ikone des italienischen Unterhaltungsfilms. Als ich davon das erste Mal durch Onkel Joe vom Deliria-Italiano-Forum hörte, konnte ich es nicht wirklich glauben. Mittlerweile scheinen die Termine festzustehen und Herr Pedersoli (so sein bürgerlicher Name) wird am 15. April in einer der beiden Thalia-Buchhandlungen in der Innenstadt (ob Söge- oder Obernstr. weiß ich leider noch nicht) anwesend sein, um seine Buch zu signieren. Als Zeit stehen 17:00 und 18:00 Uhr im Raum.

UPDATE: Die Signierstunde findet im Thalia in der Obernstr. ab 16:00 Uhr statt.

Warum auch Bremen mit auf dem Programm steht, erklärt sich, wenn man weiß, dass “Buddy”auch auf der Gästeliste der Radio Bremen Talkshow “3nach9″ steht, die ebenfalls am 15.April ausgestrahlt wird.

Bud Spencer wurde 1929 als Carlo Pedersoli in Neapel geboren. Nach einigen Jobs, die ihn bis nach Südamerika führten, hatte er erste Erfolge als Schwimmer in der italienischen Olympia-Mannschaft. Er nahm an den Olympischen Spielen 1952 und 1956 teil. Nach seiner Sportkarriere wurde er Anfang der 60er Musikproduzent und komponierte auch zahlreiche italienische Schlager.
Die große Wende im Leben des Herrn Pedersoli kam 1967. In diesem Jahr wurde er von einem Bekannten, dem Regisseur Giuseppe Colizzi, angeheuert um in dem Italo-Western “Gott vergibt.. wir beide nie” eine der beiden Hauptrollen zu spielen. Sein Partner in diesem Film: Terence Hill. Die Mischung funktionierte so gut, dass Colizzi noch drei weitere (damals noch weitgehend ernsthafte) Italo-Western mit den beiden drehte.


1970 übernahm dann der Regisseur Enzo Barboni das Duo und konzipierte um sie herum die beiden großen Spaß-Western-Klassiker “Die linke und die rechte Hand des Teufels” und “Vier Fäuste für ein Halleluja“. Ab da war die Kombo Spencer/Hill endgültig etabliert und in der Folgezeit wurde noch zahllose Filme mit den beiden gedreht, die allerdings – das muss man gestehen – mit der Zeit immer schwächer wurden.

Bud Spencer war auch als Solo-Künstler erfolgreich. Zunächst in Nebenrollen in ernsthaften Filmen (z.B. dem Italo-Western “Heute ich… morgen Du” oder Dario Argentos “Vier Fliegen auf grauem Samt“), dann später mit seiner “Plattfuß”-Serie oder Filmen wie “Sie nannten ihn Mücke“. In letzter Zeit hat Bud Spencer viel fürs Fernsehen gearbeitet und spielte die Hauptrolle in TV-Serien wie “Extralarge“, “Zwei Engel mit vier Fäusten” oder aktuell “I delitti del cuoco” (die noch nicht in Deutschland gelaufen ist).

Veranstaltung: “Die Kraft der Mythen – Was wir von Hollywood lernen können”

Von , 15. November 2010 13:20

Schon vor einiger Zeit in meinem Postfach gelandet, aber immer noch aktuell…

Filmvortrag und Diskussion

Die Kraft der Mythen -
Was wir  von Hollywood lernen können

Das sogenannte Mainstream- Kino aus der Traumfabrik basiert oft  auf alten
Erfahrungen und Mythen, die aktualisiert werden und hinter  vordergründiger
Action tiefe Weisheiten verbergen. Einer der zentralen Mythen ist die
“Heldenreise”, die anhand von  Filmausschnitten analysiert und zur
Diskussion gestellt wird.

Di. 23.11. um 19.30 Uhr, im Integralis-Institut, Sögestr. 37-39 (Eingang
über den Katharinenklosterhof)

Referent: Karl-Heinz Schmid
Kosten: 5 €

Dazu fallen mir noch zwei weiterführende Büchertipps zum Thema ein. Beide bei ZWEITAUSENDEINS erschienen.

Joachim Hammann: “Die Heldenreise im Film: Drehbücher, aus denen die Filme gemacht werden, die wirklich berühren” (leider nur noch im Antiquariat oder Online-Marktlätzen zu bekommen)

Christopher Vogler: “Die Odyssee des Drehbuchschreibers” (bekommt man noch immer für € 18,90 bei Zweitauseneins)

Das Filmtagebuch – Folge IV – Amsterdam Spezial

Von , 13. Mai 2010 16:34

Amsterdam ist eine Reise wert. Letztes Wochenende war ich das erste Mal seit über 15 Jahren wieder in der niederländischen Hauptstadt und war trotz Kälte und Regen einmal mehr begeistert vom Flair und der lockeren Atmosphäre dort. Und ich rede hier nicht von den Dope-Schwaden, die, wie momentan die Regenwolken in Bremen, über der Stadt liegen. Auch nicht vom berühmten “Red Light District”. Nein, die ganze Stadt ist – vielleicht aufgrund der Multi-Kulti-Gesellschaft dort, vielleicht weil “der Holländer” eben kein Deutscher ist – einfach liebenswert verrückt und reich an kulturellen Möglichkeiten. Auf meiner Top 10-Liste von Städten, in denen ich gerne leben würde, wenn es Bremen nicht gäbe, liegt sie momentan zusammen mit Berlin an der Spitze (demnächst möchte ich aber mal nach Kopenhagen fahren – mal gucken, ob sich die Reihenfolge dann ändert).

Sollte ich nun jemanden, der bisher noch nicht das Vergnügen hatte in Amsterdam gewesen zu sein, auf den Geschmack gebracht haben und sollte dieser jemand auch noch ein großer Kino-Freund sein, dann hätte ich hier einige Tipps, was man sich auf jeden Fall ansehen sollte.

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Reclam setzt die Reihe “Filmgenres” mit “Film Noir” fort

Von , 15. Dezember 2008 11:50

Eigentlich ist das Buch schon seit Anfang Oktober auf dem Markt, aber jetzt erst hat es die “Welt Online” entdeckt. Die empfehlenswerte Reclam-Reihe der “Filmgenres” erhält mit dem Beitrag “Film Noir” seine Fortsetzung. Eine umfassende Würdigung des aktuellen Bandes “Film Noir” findet man hier.

Die Reclam-Büchlein im berühmten (unter Schülern berüchtigten) Format erheben kein Anspruch auf Vollständigkeit, sondern folgen dem Konzept nach einer kompakten Einführung eine Reihe renommierter Filmkritiker/-schaffende einen für das Genre typischen Beitrag auszuwählen zu lassen und diesen dann auf 2-3 Seiten zu besprechen. Natürlich fehlt bei diesem Vorgehen der eine oder andere wichtige Film, während man sich bei anderen an den Kopf fasst, warum gerade dieser stattdessen ins Büchlein aufgenommen wurde. Zudem gibt es viele Doppelungen (Kubricks “Dr. Stangelove” taucht z.B. im Band “Komödie” und “Kriegsfilm” auf) zwischen den einzelnen “Genre”-Bänden – allerdings werden die Filme jeweils von unterschiedlichen Autoren rezensiert. Man sollte man auf jeden Fall einmal einen Blick riskieren, denn die Beiträge sind überwiegend sehr gut geschrieben und eröffnen zum Teil ungewöhnliche und spannende Blickwinkel auf den besprochenen Film. Wer aber einen “Kanon” sucht, welchen Film er innerhalb des entsprechenden Genres unbedingt sehen muss, wird hier nicht fündig. Aber das ist auch nicht Zielsetzung dieser Reihe.

Interessante Bücher bei “Zweitausendeins”

Von , 8. November 2008 19:37

Zweitausendeins” hat gerade zwei hochinteressante Bücher im Programm.

Zum einen “Lousie Brooks: Lulu forever” von Peter Cowie. Erschienen bei Schirmer/Mosel. Ein wunderbar bebildertes Buch über den – meiner Meinung nach – schönsten Filmstar der späten 20er und überhaupt eine der wunderbarsten Frauen, die jemals auf der Leinwand zu sehen waren. Eine wahre Fundgrube und ein ganz schön dicker Brocken Buch. Von 49,80 auf 9,95 runtergesetzt. Wer da zögert hat selber schuld! Lulu forever!!!!

Ebenfalls gerade bei “Zweitausendeins”: “Kunst von Filmregisseuren” von Karl French, erscheinen bei Gerstenberg.  Bilder, Zeichnungen, Fotographien, Skizzen, Skulpturen von u.a. Fellini, Hitchcock, Kurosawa, Chaplin, Wenders, Greenaway, John Huston (!) uva. Insgesamt 25 Filmemacher zeigen ihre “andere” künstlerische Seite. Das Buch ist hübsch aufgemacht und hat einen informativen Text. Allerdings zeigt es (natürlich) nur einen kleinen Auschnitt der Werke. Zudem – aber das ist ja immer so – hätte man von dem einen oder anderen gerne mehr gesehen, während es bei anderen auch eine Seite weniger getan hätte. Insgesamt hoch interessant und jetzt für nur noch 7,95 zu haben (vorher 35,-).

PS: Wer sich für Musik interessiert: Bei Weltbild ist gerade das kiloschwere “The Beatles – Anthology” von 69,95 auf 16,95 gefallen.

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