Nachrichten getagged: Bremer Filmpreis

Bericht von der Verleihung des 14. Bremer Filmpreises an Caroline Champetier

Von , 21. Januar 2012 20:24

Am vergangen Donnerstag wurde zum 14. Mal der Bremer Filmpreis verliehen. Die diesjährige Auszeichnung ging an die französische Kamerafrau Caroline Champetier.

Caroline Champetier

Auch diesmal konnte ich wieder bei der feierlichen Zeremonie in der Oberen Halle des Alten Bremer Rathauses dabei sein. Und wie jedes Jahr, war die Veranstaltung wieder sehr gut besucht. Ich frage mich manchmal, wo die ganzen Gäste herkommen. Okay, die Fördermitglieder des Kommunalkinos sind eingeladen, aber die machen sicherlich nur einen kleinen Bruchteil der Gäste aus. Ich vermute mal, dass die Sparkasse Bremen, die mit der “Gut für Bremen-Stiftung” den Filmpreis erst möglich macht, eine ganze Menge Einladungen an Großkunden und Partner raus schickt. Was vielleicht auch erklärt, warum so viele Leute zur Verleihung kommen, aber nur so wenige ins Kino, um sich dort die Filme der Preisträger anzuschauen.

Die Veranstaltung begann aufgrund technischer Probleme mit 20 Minuten Verspätung. Das kann immer mal vorkommen und soll hier von mir auch nicht kritisiert werden. Was ich allerdings an dieser Stelle einfach mal erwähnen muss, ist die Tatsache, das es keinen Conferencier gibt. Was dazu führt, dass Leute auf- und wieder abtreten, von denen man keine Ahnung hat, wer das ist und in welcher Verbindung sie zum/zur Geehrten stehen. Beispielsweise trat hier ein freundlicher, grauhaariger Herr mit Gitarre als musikalisches Rahmenprogramm auf, der weder vorgestellt wurde, noch scheinbar genau wusste, wie sich der Ablauf gestalten wird. Der Mann war wirklich ein begnadeter Musiker und sicherlich auch niemand “von der Straße”. Von daher wäre es schon der Respekt geboten, ihn vernünftig anzusagen und auch zu erklären, warum gerade er ausgewählt wurden, das musikalische Rahmenprogramm zu bestreiten. Auch einige Abstimmungsfehler im Verlauf des Programms, könnten dadurch vermieden werden. Aber wie dem auch sei, auch so war es wieder einmal eine nette Veranstaltung und diesmal auch wieder unterhaltsamer als im letzten Jahr.

Dies lag natürlich an den Rednern. Nach der Begrüßung der Gäste durch Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz (deren Rede merkwürdig konfus ausfiel) in Vertretung für den kurzfristig verhinderten Bürgermeister Jens Böhrnsen, sprach der Botschaftsrat und Leiter des Institut Francais d’Allemange, Charles Malinas, die Grußworte an die Preisträgerin. Dabei war M. Malinas dankenswerterweise nicht übermäßig förmlich, sondern charmant und voller echt französischem Esprite.  Karl-Heinz Schmid vom Kommunalkino leitete dann zu vier Filmausschnitten aus dem Werk der Preisträgerin über.

Die liebevolle Laudatio hielt Sophie Maintigneux. Mme Maintigneux ist ebenfalls Kamerafrau und hat auch häufig mit Caroline Champetier zusammengearbeitet. Zudem scheint die beiden eine echte Freundschaft zu verbinden. Dementsprechend war die Laudatio auch sehr warmherzig und mit einigen Anekdoten gespickt. Da Sophie Maintigneux sehr viel in Deutschland arbeitet, trug sie die Laudatio in Deutsch mit einem sehr charmanten Akzent vor. Die Laudatio war auch nicht zu lang oder wiederholte nur, was man vorher schon dreimal gehört hatte. Das hat man in den Vorjahren doch ab und an auch anders erlebt. Daher: Applaus für Mme Maintigneux!

Sophie Maintigneux

Die Preisübergabe wurde dann, wie immer, von Dr. Tim Nesemann von der Sparkasse Bremen professionell und nicht ohne Humor durchgezogen.  Die Preisträgerin Caroline Champetier hielt dann noch eine kurze (von einer Dolmetscherin übersetzte) Dankesrede, in der sie sich als ausgesprochen sympathisch erwies und u.a. eine im Saal anwesenden junge Kamerafrau aufforderte, in einigen Jahren auch ganz vorne zu stehen und einen Preis entgegen zu nehmen.

Dr. Tim Nesemann übergibt den 14. Bremer Filmpreis an Caroline Champetier

Dr. Tim Nesemann, Caroline Champetier, Sophie Maintigneux und Karl-Heinz Schmid

Originalfassungen in Bremen: 19.01.12 – 25.01.12

Von , 19. Januar 2012 15:40

Wie vielleicht der eine oder andere gemerkt hat, ist die Übersicht über die O-Fassungen in der letzten Woche ausgefallen. Gründe sind mal wieder viel Stress auf der Arbeit und damit einhergehend, generelle Unlust. Es hat sich hier aber keiner beschwert, von daher war es wohl nicht ganz so schlimm. In dieser Woche das Internationale Bremer Symposium zum Film stattfindet, daher ist die Liste ungewöhnlich lang geworden.

Verblendung – Cinemaxx, Do.-So. immer 16:30 – Nur 2 Jahre nach der schwedischen Erstverfilmung kommt Hollywood mit seiner Verfilmung des Stieg-Larson-Bestsellers um die Ecke. Statt Michael Nyqvist und Noomi Rapace gibt es in der US-Version Daniel Craig und Rooney Mara zu bewundern. Immerhin wurde der Schauplatz des düsteren Geschichte in Schweden belassen und mit David Fincher ein Regisseur verpflichtet, der sich mit finsteren Thrillern auskennt.

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Sümela’nin sifresi: Temel – Sümela’s Code – Temel – Cinemaxx, Do.-Mi. 18:30 (außer Mo.)  und 21:00 – Türkische Komödie, um einen armen Mann, der schnell reich werden muss, damit er seine Auserwählte aus gutem Hause heiraten kann.

Kurtulus Son Durak – Cinemaxx, Do.-Mi. immer 23:10 – Türkische Tragikomödie um eine kürzlich geschiedene Psychologin, die in eine neue Nachbarschaft zieht.

Die Mühle und das Kreuz – Cinema, Fr. und Mo. um 17:00, so. 16:15 – Historisches Drama des polnischen Regisseurs Lech Majewski. Rutger Hauer spielt den Maler Pieter Bruegel, der im Flandern Mitte des 16. Jahrhunderts die Malerei revolutioniert, indem er Jesus Kreuzigung in einem zeitgenössischen Kontext malt. Ferner mit Charlotte Rampling und Michael York.

After Life – City 46. Do. 20:00 und So. 18:00 – Tipp! Japanischer Film über kürzlich Verstorbene in einem Zwischenreich, die nur eine einzige Erinnerung mit das Leben nach dem Tod nehmen dürfen.

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Die Flucht aus dem Kino ‘Freiheit’ - City 46, So. 21.01. um 20:30 – Polnischer Film über einen Filmzensor kurz vor dem Fall des Kommunismus, der sich auf einmal damit konfrontiert sieht, dass die Figuren aus einem Film zu ihm sprechen und rebellieren.

Die zweite Hälfte der Nacht – City 46, Fr. 20.01 . um 22:30 – Romantische Komödie aus Italien um den Nachtwächter im Turnier Filmmuseum. Als eines Nachts eine junge Frau vor der Polizei in sein Museum flieht, bahnt sich eine Liebesgeschichte an.

El truco del manco – Mi., 25.01. um 20:00 -Spanisches Drama um einen behinderten Rapper, der zusammen mit seinem arabisch-stämmigen Freund ein eigenes Tonstudio aufbauen will.

Gloria, die Gangsterbraut – City, 46, Mi., 25.01., 18:00 – Gangsterfilm von John Cassavetes mit seiner Frau Gena Rowlands. Die Ex-Geliebte eines Gangsterbosses nimmt sich eines kleinen Jungen an, dessen Familie von der Mafia liquidiert wurde.

Godard trifft Truffaut – Deux de la Vague – Fr. 15:30 und Die. 20:00 – Dokumentation über den Beginn der Nouvelle Vague und die Freundschaft/Feinschaft zweier ihrer Protagonsiten.

Sobibór – 14. Octobre 1943 – 16 heures – City 46, Mo. und Die. um 18:00, Mi. um 20:30 – Retrospektive mit Filmen der Gewinner des Bremer Filmpreises 2012: Kamerafrau Caroline Champetier. Hier führt sie bei einer Dokumentation von Claude Lanzmann (“Shoah“) die Kamera. Es geht um den Aufstand von Gefangenen im Konzentrationslager Sobibór 1943.

Von Menschen und Göttern – City 46, Do.und Mo. um 20:30, Sa. und So. um 20:00 – Caroline-Champetier-Retro Teil 2: Ein vielfach ausgezeichneter von Xavier Beauvois. Die wahre Geschichte handelt von französischer Trappisten-Mönche, die 1996 in Algerien im Zuge der Konflikte zwischen den fundamentalistischen Rebellen und der Regierung brutal ums Leben kamen. Am 19.01. in Anwesenheit von Caroline Champetier!

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Zwei Wochen in einer anderen Stadt – City 46, So. 13:00 und Die. 20:30 – Vincente Minnelli, Kirk Douglas und Edward G. Robinson. Klassiker über einen ausgebrannten, ehemaligen Hollywood-Star, der jetzt für Filmaufnahmen in Rom engagiert wurde.

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 22.01. um 21:45

Französische Sneak Preview- Mi., 25.12. um 18:00 Uhr in der Gondel und um 21:00 Uhr im Atlantis

Originalfassungen in Bremen: 05.01.12 – 11.01.12

Von , 5. Januar 2012 16:32

Ich wünsche all meinen Lesern ein frohes neues Jahr!

Und weiter geht’s….

Happy New Year – Neues Jahr, neues Glück – Cinemaxx, Fr.+Mo. um 20:00 – Romantische US-Komödie mit absoluter Starbesetzung. Sogar unser Til Schweiger darf da mitmischen. In dem Film von Gary Marshall (Pretty Woman) geht es um verschiedene Paare und Singles in einer Silvesternacht in New York.

Sherlock Holmes: Spiel im Schatten – Cinemaxx, Do., Sa., Mo.-Mi. immer um 22:30, Sa., So. und Mi. auch 19:30 – Guy Richties erster Sherlock-Holmes-Action-Film war überraschend kurzweilig, was auch vor allem Robert Downey Jr. Als unkonventionellen Holmes verdankte. Die Kritiken zum zweiten Teil sind zwiespältig. Entweder Verriss oder Empfehlung.

The Ides of March – Tage des Verrats – Cinemaxx, Do./Mi. um 19:30; Fr./So. um 22:30 – George Clooneys vierte Regiearbeit wird überall sehr gelobt. In der Tradition des politischen US-Kinos der 70er Jahre geht es um Intrigen und Verrat hinter den Kulissen den US-Wahlkampfes.

Wyssozki – Danke, für mein Leben – Cinemaxx, Do.-Mi. immer 15:00 – Spielfilm über den russischen Sänger Vladimir Wyssozki, der sich in den 70er Jahren mit seinem Texten immer wieder mit den Mächtigen in Russland anlegte und Opfer des KGB wurde. Auf russisch.

Sümela’nin sifresi: Temel – Sümela’s Code – Temel – Cinemaxx, Do.-Mi. 20:30 und 22:50 – Türkische Komödie, um einen armen Mann, der schnell reich werden muss, damit er seine Auserwählte aus gutem Hause heiraten kann.

Die Mühle und das Kreuz – Cinema, Fr., Sa. und Mo. um 17:00 – Historisches Drama des polnischen Regisseurs Lech Majewski. Rutger Hauser spielt den Maler Pieter Bruegel, der im Flandern Mitte des 16. Jahrhunderts die Malerei revolutioniert, indem er Jesus Kreuzigung in einem zeitgenössischen Kontext malt. Ferner mit Charlotte Rampling und Michael York.

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Die Viererbande – City 46, Do., Sa.-Mo. und Mi. immer um 20:00 – Meisterwerk von Jacques Rivette, einem der “Väter” der Nouvelle Vague. Vier junge Schauspielschülerinnen leben zusammen in einem Haus. Schon bald zeigt sich, dass ein Mädchen, das vorher mit ihnen in dem Haus wohnte, ein Geheimnis hatte. Ein mysteriöser Fremder tritt auf und auch ihre legendäre Schauspiellehrerin verhält sich sehr unkonventionell. Die Kamera führte die Trägerin des Bremer Filmpreises 2012: Caroline Champetier.

Ich folgte einem Zombie – City 46, Fr. um 22:30, Sa.+ Die um 20:30 – Grusel-Klassiker von Jacques Tourneur. Basiert lose auf Charlotte Brontës Roman “Jane Eyre”. Empfehlung! In Kooperation mit der “Vodou”-Ausstellung im Überseemuseum.

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Whore’s Glory – Ein Triptychon zur Prostitution – City 46, Do./Sa./Mi. 20:30; Sa. 22:30 und Fr./Mo. 18:00 – Dokumentation über Prostitution in drei völlig unterschiedlichen Ländern: Regie führt der österreichische Regisseur Michael Glawogger, der neben seinen Spielfilmen zuvor auch schon mit den Dokumentationen “Megacities” und “Workingman’s Death” brillierte.

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 09.01. um 21:45

Der Bremer Filmpreis 2012 geht an die Kamerafrau Caroline Champetier

Von , 14. Dezember 2011 10:10

Vor einer Woche habe ich noch einem guten Bekannten orakelt, dass der Bremer Filmpreis 2012 mit Sicherheit an einen Kameramann gehen wird. Allerdings habe ich da mehr an Anthony Dod Mantle gedacht (gehofft).

Auf die französische Kamerafrau Caroline Champetier wäre ich nie gekommen. Vor allem, weil mir der Name zuvor kein Begriff war. Frau Champetier war bisher nur in französischen Filmen aktiv, von denen die allerwenigsten auch in deutschen Kinos liefen.

Ausnahmen sind “Villa Amalia” (der auch 2010 auf dem Internationalen Filmfest in Oldenburg lief) und vor allem “Von Menschen und Göttern“, der den französischen Filmpreis César und in Cannes den Großen Preis der Jury gewann. Auch in Deutschland lief dieser Film sehr erfolgreich. Für “Von Menschen und Göttern” wurde Frau Champetier für den Europäischen Filmpreis nominiert.

Die Verleihung des 14. Bremer Filmpreises findet am 19. Januar statt.

Schauburg: Premiere mit Aki Kaurismäkis neustem Film und Livemusik

Von , 16. August 2011 20:16

Am 31. August geht’s in der Schauburg rund. Da wird zunächst “Le Havre“, der neue Film von Aki Kaurismäki (der bei mir einen Gott-ähnlichen Status besitzt) gezeigt und danach kann das Tanzbein geschwungen werden, denn da gibt die französische Band “Little Bob” ein Konzert.

In “Le Havre” – Kaurismäkis erstem Film in fünf Jahren -spielt seine Muse Kati Outinen (Trägerin des Bremer Filmpreises 2004!) nach langer Zeit mal wieder die Hauptrolle in einem seiner Filme.

Hier zunächst der Trailer von “Le Havre”

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und dann ein paar Impressionen von der Band “Little Bob”.

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Und wenn man schon mal einen Kaurismäki-Film gesehen hat, wird man sicherlich bestätigen können, dass solch ein fieser Rockabilly im Anschluss an die “Le Havre”-Premiere, wie die Faust auf’s Auge passt :)

Ach ja. Beginn: 19:30 Uhr und Ende so gegen 23:00 Uhr.

Bilder von der Verleihung des 13. Bremer Filmpreises

Von , 23. Januar 2011 19:52

Hier noch ein paar Impressionen von der Verleihung des 13. Bremer Filmpreises an Alberto Iglesias in der Oberen Rathaushalle.

Laudator Horst-Peter Koll, Chefredakteur des "film-dienst"

Alberto Iglesias mit seinem Preis

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Bericht: Verleihung des 13. Bremer Filmpreises

Von , 23. Januar 2011 16:44

Mit ein wenig Verspätung hier also der Bericht von der Verleihung des 13. Bremer Filmpreises an den spanischen Komponisten Alberto Iglesias.

Wie in den Jahren zuvor war auch dieses Mal die obere Rathaushalle wieder bis auf den letzten Platz gefüllt. Als Einstand auf die Verleihzermonie betrat ein schwarz-gelockter Geiger mit feurigen Augen das Podium. Es war Ara Malikian vom Sinfonieorchester Madrid. Ein guter Freund und langjähriger Kollaborateur des Preisträger Alberto Iglesias. Und für diesen auch eine besondere Überraschung. Wusste er doch im Vorfeld nicht, dass hier sein Freund ihm zu Ehren aufspielen würde. Das feurige Spiel auf der Geige dürfte dann auch das geladene Publikum schwer begeistert haben. Schade nur, dass man nicht erfuhr, ob der grandiose Herr Malikian nun Kompositionen seines Freundes (was anzunehmen ist) oder fremde Stücke spielte.  Aber das ist ja auch bei den vorhergehenden Preisverleihungen so gewesen: Über die musikalische Begleitung erfährt man leider sehr wenig, was schade ist, denn diese zeichnet sich eigentlich immer durch große Virtuosität aus. Aber das musikalische Rahmenprogramm steht ja nicht im Fokus der Veranstaltung. Das sind (leider) erst einmal die vielen Reden.

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Der Bremer Filmpreis 2011 geht an Alberto Iglesias

Von , 14. Dezember 2010 12:26

Der Träger des Bremer Filmpreises 2011 wurde gestern bekannt gegeben. Der 13. Bremer Filmpreis geht am 20. Januar nächsten Jahres an Alberto Iglesias.

Jetzt werden sich die (wahrscheinlich) Meisten fragen: Wer ist Alberto Iglesias? Und von diesen wiederum 80 % denken, er hätte etwas mit Julio oder dessen Sohn Enrique zu tun. Mir  zumindest erging es so. Der Name Alberto Igleasis lies ein dickes Fragezeichen über meinem Kopf erscheinen.

Dabei hätte ich Herrn Iglesias eigentlich kennen müssen. Zumindest habe ich schon eine Menge von ihm gehört. Und zwar die Filmmusiken, die er für die alle Pedro-Almodóvar-Film ab “Mein blühendes Geheimnis” beigetragen hat. Ferner komponierte er auch den Score für “Der ewige Gärtner” und “Der Drachenläufer”, für die er jeweils für einen Oscar nominiert wurde. Damit hat es (noch) nicht geklappt, dafür gewann Herr Iglesias bereits zweimal den Europäischen Filmpreis (für “Volver” und “Zerrissene Umarmungen“) und 8 Mal den den spanischen Filmpreis “Goya”.

Also ein mehr als würdiger Preisträger für den Bremer Filmpreis.

Hier ein Auszug aus der Jurybegründung:

»Mit Alberto Iglesias hat das europäische, aber insbesondere das spanische Kino eine unverwechselbare musikalische Stimme bekommen. Als Komponist aller Filme von Julio Medem und zahlreicher Filme von Pedro Almodóvar, aber auch von Iciar Bollain und Bigas Luna drückt er dem neuen spanischen Film einen unvergleichlichen Stempel auf.«

Der Bremer Filmpreis wird am 20. Januar in der Oberen Rathaushalle vergeben.

Zu Ehren des Preisträgers zeigt das Kino 46 Ende Januar die Filme,

20.+23.01.: Sprich mit ihr (am 20. Januar in Anwesenheit des Preisträgers) von Pedro Almodóvar

23.+24.01.: Tierra von Julio Médem

25.+26.01.: Volver von Pedro Almodóvar

28.+29.01.: The Constant Gardener von Fernando Meirelles

29.+30.01.: Öffne meine Augen von Icíar Bollaín

“Kino mit Mehrwert” – Artikel im aktuellen “film-dienst”

Von , 5. Mai 2010 11:11

Endlich komme ich dazu auf eine Neuigkeit hinzuweisen, die ich eigentlich schon letzten Donnerstag verkünden wollte. Aber leider hat man neben dem Hobby ja auch noch einen täglichen Brötchenerwerb. Und jener spannt einen manchmal so stark ein, dass man bei seinen Hobbies deutliche Abstriche machen muss. Gut, hätte man keine Arbeit, würde einen dies beim Ausleben der Hobbies ganz gewiss noch viel mehr einschränken. Darum will ich mich jetzt auch gar nicht beschweren.

Also: Als ich am vergangenen Donnerstag den “film-dienst” aufschlug, lachte mich ein 2-seitiger Artikel mit der Überschrift: “Kino mit Mehrwert” an. Untertitel: ” Zukunftsfähig: Das Bremer Kommunalkino „Kino 46“ “. Auf den zwei Seiten wurde dann das Kino 46 ausführlich vorgestellt und vor allem die großen Verdienste des Kinos 46 und seiner Leitung, um die Filmvermittlung, den innovativen Filmreihen, den überregionale, manchmal sogar internationalen, Sonderveranstaltungen (insbesondere dem Film Symposium und dem Bremer Filmpreis) und vor allem die Zusammenarbeit mit den Bremer Schulen (Stichwort: Filmabitur) gewürdigt.

Ein wirklich schöner Artikel, der zeigt, welch einen guten Ruf und welchen hohen Stellenwert das Kino 46 in der Kinoszene einnimmt. Meinen herzlichen Glückwunsch dazu. Jetzt bleibt es nur zu hoffen, dass auch die Bremer Kulturpolitik einmal erkennt, welchen wertvollen Schatz sie da in den Händen hält.

Für alle die den “film-dienst” im Abo haben, liegt der Artikel auch online vor. Alle anderen müssen sich den “film-dienst” leider selber kaufen (oder ein Gratis-Heft zur Probe anfordern), was aber eh eine durchaus lohnende Investition wäre.

Eine kurze Bemerkung zum “film-dienst”, für diejenigen, die die Zeitschrift nicht kennen. Der “Filmdienst” ist die wichtigste Zeitschrift in Deutschland, die sich ernsthaft mit Film befasst (die “Cinema” würde ich nicht als ernsthafte Filmzeitschrift bezeichnen, sondern eher als buntes, sich dem Massengeschmack anbiederndes Boulevard- und Werbe-Blättchen). Der “film-dienst” erscheint 14-tägig nun schon seit über 60 Jahren. Bis in die 80er war er ziemlich erzkonservativ und leistete sich in den unzähligen Verrissen von Horror- und Unterhaltungsfilmen so manche Entgleisung, die heute zwar lustig zu lesen ist, damals aber bierernst gemeint war (noch heute nachzulesen im “Lexikon des internationalen Films“). Aber das war früher. Heute sind die Kritiken sehr ausgewogen und bieten, mir zumindest, immer einen sehr guten, kritischen Überblick über das aktuelle Kinoprogramm und viele interessante Artikel/Essays über alle möglichen (Film)Themen.

Eine Alternative zum (katholischen) “film-dienst” ist die monatlich erscheinende (evangelische) “epd Film“, welche ich allerdings weniger gut finde, obwohl er mir vom Herzen her doch näher stehen müsste. Die “epd Film” ist größer und vor allem sehr viel bunter als der “film-dienst”. Sie ist auch etwas einfacher zu lesen, da die Themen hier zumeist eher populärer Natur sind. Was aber auch eine stärkere Nähe zum Mainstream zur Folge hat. Zudem hadere ich mit dem Filmbewertungen der “epd” weitaus häufiger als mit denen des “film-dienst”es.

Edit am 11.05.10: Mittlerweile kann der “film-dienst”-Artikel auf der Homepage des Kino 46 gelesen werden.

12. Bremer Filmpreis: Bilder von der Verleihung

Von , 23. Januar 2010 14:02

Wie gestern angekündigt, hier ein paar Schnappschüsse von der Verleihung des 12. Bremer Filmpreises an Ulrich Seidl.
Man kann unschwer sehen, dass ich fototechnisch seit dem letzten Jahr nicht allzu viel dazu gelernt habe ;)

Bürgermeister Jens Böhrnsen, "Frau Gruber", Ulrich Seidl, Veronika Franz

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