Am 20. April startet die 2011er Ausgabe des alljährlichen Balkan Cinema Filmfestivals im Cinema Ostertor. Schwerpunkt ist auch in diesem Jahr wieder das Thema der Roma.
Als erster Film wird am 20. und 21.4. jeweils um 18:45 Uhr “Belgrad Radio Taxi“, eine deutsch-serbische Co-Produktion von Srdan Koljevic gezeigt.”The Woman with the broken nose”, war im letzten Jahr auf zahlreichen Festivals zu sehen. Der Selbstmordversuch einen jungen Frau in Belgrad, die sich plötzlich aus einem Taxi heraus von einer Brücke stürzt, verbindet und ändert das Leben dreier Augenzeugen. Regisseur Srdan Koljevic hat auch das Drehbuch zu dem bekannten “Klopka – Die Falle” gedreht, der in Deutschland sogar eine DVD-Veröffentlichung bekam.
Am 27. April, 19:00 Uhr, folgt “Willkommen Zuhause” von Eliza Petkova. Dieser Dokumentarfilm behandelt das Schicksal von Roma-Kindern, deren Eltern aus Deutschland in ihre alte Heimat, dem Kosovo, abgeschoben wurden. Die Regisseurin wird bei der Vorführung anwesend sein.
Die Reihe wird am 04. Mai mit der ungarischen Produktion “Happy new life” von 2007 fortgesetzt, in der es um einen jungen Mann geht, der in einem ungarischen Waisenhaus ohne jegliche Information über seine Herkunft aufgewachsen ist. Nun macht er sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit. Regie führt Arpag Bogdan.
Am 11. Mai wird der italienische Spielfilm mit dem viel versprechenden Titel “Me, my gipsy family & Woody Allen” gezeigt. Die 19-jährige Regisseurin Laura Halilovic erzählt in dieser Dokumention die Geschichte dreier Generationen ihrer Familie, die einst aus Bosnien und Herzegowina geflohen ist.
Zum Abschluss am 25. Mai folgt wiederum ein ungarischer Film: “Vespa” von Diana Groo. Ein 12-jähriger Roma-Junge aus Ungarn gewinnt einen Motorroller und macht sich allein auf den Weg nach Budapest, um seinen Gewinn abzuholen und dabei vielleicht auch seinen Vater zu finden. Die IMDb-Bewertung ist mit 2.4 von 10 allerdings gruselig.
Bereits im April startete das Balkan Cinema Filmfestival im Cinema Ostertor. Dann gab es eine lange Pause und nun wird es in diesem und nächsten Monat fortgesetzt. Diesmal dreht sich alles um die Roma.
Der erste Film lief gestern bereits, kann aber heute um 20:45 Uhr noch einmal im Cinema Ostertor gesehen werden. Es handelt sich dabei um den französischen Film Liberte (OT: Korkoro) von Tony Gatlif, der im Original mit englischen Untertiteln läuft. In dem Film geht es um eine Sinti- und Roma-Familie, die zur Zeit des Zweiten Weltkrieges durch Frankreich zieht und ihre Lebensgewohnheiten umstellen muss, um zu überleben.
Der Film gewann drei Preise auf dem letztjährigen Filmfestival in Montreal.
Am 27.10.2010, 19 Uhr, läuft der Dokumentarfilm Nirgendwo Kosovo über einen Albaner, der als 10jähriger mit seiner Familie nach Detuschland kam, 18 Jahre später zurück in den Kosovo abgeschoben wurde und dort nun mit seinem neuen Leben in der ihm fremden Heimat zurechtkommen muss.
Am 10. November folgen dann die Doku “Die bessere Seite”, über das Leben eines Jungen in seinem Heimatdorf Nyirmihálydi, einer Romasiedlung im Osten Ungarns (um 18 Uhr) und das ungarische Drama Dallas Pashamende des rumänischen Regisseurs Robert-Adrian Pejo, der neben zwei “Tatort”en auch zahlreiche großbudgetierte TV-Filme und die kontroverse Pathologie-Doku “Der Weg nach Eden” gedreht hat (um 19 Uhr).
Als ich kürzlich durch die aktuelle “epd-Film” blätterte, fiel mein Blick auf bei den Festival-Hinweisen auf ein „Balkan Cinema Filmfestival“. Da ich dem osteuropäischen Kino sehr zugetan bin, war mein Interesse natürlich umgehend geweckt. Umso überraschter war ich, als ich den Veranstaltungsort sah: Das Cinema im Ostertor!
Mittlerweile habe ich etwas recherchiert und habe eine eigens für das Festival eingerichtete Homepage gefunden.
Der Fokus des Festivals liegt auf der Kultur der Roma. Es beginnt bereits in der nächsten Woche und zwar am Dienstag, den 20. April um 20:30 mit der Eröffnung und Gästen. Danach folgt der Komödie „Gadjo Dilo“ von 1997.
Weiter geht es am folgenden Tag mit den beiden Dokumentationen „Pretty Dyana“ (ein 47-minütiger Kurzfilm von 2003) und „Shutka – Stadt der Roma“ von 2005.
Eine Woche später (27.4., 18:00) folgt im Wallsaal der Zentralbibliothek Bremen noch ein Vortrag mit Filmausschnitten von Dr. K. von Hagen (Uni Bonn) über “Zigeunerfiguren in Literatur, Film und Oper” und mit „Kenedi goes back home“ (28.4., 18:45 wieder im Cinema Ostertor) eine weitere Dokumentation.
Hier der Trailer zu “Gadjo Dilo”"