Happy Halloween!
Passend zum Tag der Monster und Geister,
ein kleines Stück vom Meister.

Und dann nach der Geisterstund’,
geht es noch bei ARTE rund.

Michele Soavis Meisterwerk “Dellamore Dellamore”, heute Nacht um 0:10 Uhr auf ARTE.
Passend zum Tag der Monster und Geister,
ein kleines Stück vom Meister.

Und dann nach der Geisterstund’,
geht es noch bei ARTE rund.

Michele Soavis Meisterwerk “Dellamore Dellamore”, heute Nacht um 0:10 Uhr auf ARTE.
Nach den letzten Klängen des Konzertfilmes mit dem passenden Titel: “The Last Walz” fällt morgen der letzte Vorhang für das “Kino 46″ in Walle. Danach ist an diesem Standort dann Schluss. 18,5 Jahre war das Kommunalkino an der Waller Heerstr. 46 beheimatet. Eine lange Zeit in der es vielen Waller ans Herz gewachsen ist.
Ich selbst habe das Kino 46 leider erst relativ spät vor vier Jahren für mich entdeckt. Davor war mein Blick doch sehr auf Hamburg gerichtet, was sowohl berufliche, als auch private Gründe hatte. Dabei lag das Gute doch so nah! Vor zwei Jahren bin ich dann ganz in die Nähe gezogen, aber mit diesem Katzensprung ist es nun vorbei. Ab voraussichtlich Mitte September muss ich mich in die Linie 10 oder die 26 (was zwar etwas länger dauert, aber weitaus angenehmer ist) schwingen, um ins Kommunalkino zu kommen. Aber das wird dann nicht mehr das alte “Kino 46″ sein, sondern das neue “City 46″, welches dann in der Birkenstr. im ehemaligen City Kino seine neue Heimat haben wird.
Aber bevor es soweit ist, hat sich das Kino 46 noch einmal einen schönen Schlusspunkt für die Zeit in Walle ausgedacht. Am Freitag, den 1.7. werden alle Interessierten zu einem kleinen Abschiedsfest ins Kino 46 geladen. Neben Snacks und Getränken werden beim Flohmarkt Plakate, Filmbücher und technische Geräte angeboten. Und nach Jürgen Kösters Film »Walle für Alle« um 20.30 (Eintritt frei) ist dann wirklich Schluss.
D.h., noch nicht so ganz. Es gibt noch eine hochinteressante Veranstaltung am Montag, den 4. Juli. Die berühmte arte-Sendung »Karambolage« (von der meine Frau und ich jeden keine Sendung verpassen) kommt dann um 20.00 Uhr ins Kino 46. Zum ersten Mal wird die humorvolle Sendung um deutsch-französische Unterschiede (und Gemeinsamkeiten) dem Bremer Publikum von ihrer Redakteurin Claire Doutriaux vorgestellt. Es werden neue Folgen gezeigt, ein Blick hinter die Kulissen riskiert und am Ende kann man Claire Doutriaux, die Erfinderin der Sendung, persönlich befragen.
Danach ist dann endgültig Schluss und in Walles letztem verbliebenen Kinosaal fällt der allerletzte Vorhang. Damit endet dann die Waller Kinogeschichte mit Namen wie Decla oder Kurbel, nach über 100 Jahren. Für immer?
Ich denke, dies ist ein guter Ort, um auf ein neues Online Kinomagazin hinzuweisen, welches man seit Kurzem auf der ARTE-Homepage finden kann. Allerdings so gut versteckt, dass ich selber erst durch einen Blog-Eintrag in Thomas Grohs “filmtagebuch” darüber gestolpert bin.
Um so mehr Grund, hier ein wenig Werbung für das gelungene Konzept zu machen. “Blow Up” besteht aus einer Reihe von Video-Essays zu den unterschiedlichsten Themen. Da werden die Karriere von Claude Chabrol und Wim Wenders in 4 Minuten erklärt; in der Rubrik “Recut”, mal eben Johnny Hallyday zu einem der bedeutendsten Schauspieler Frankreichs und Kim Novak zur Hauptdarstellerin in Godards “Die Verachtung” gemacht. Sehr schön auch der offene Brief des “Blow Up”-Machers Luc Lagier an Michael Bay.
Ein viel versprechendes Konzept. Ich bin gespannt, was Luc Lagier da in Zukunft noch so im Ärmel hat und ob “Blow Up” irgendwann auch noch den Sprung vom Netz auf den TV-Bildschirm macht.
Wer sich für Film und Filmgeschichte interessiert, sollte sich den 12.2. bereits seit langem dick im Kalender markiert haben.
An diesem Tag findet die Welturaufführung des neu rekonstruierten “Metropolis” statt. Zur Erinnerung, seit der Uraufführung in Berlin 1927 ist der Film immer wieder z.T. dramatisch gekürzt worden und die Urfassung galt jahrzehntelang als verschollen, bis im vorletzten Jahr in Buenos Aires eine Fassung entdeckt wurde, die fast alle verschollenen Elemente enthielt.
Seitdem sitzt die Friedrich-Murnau-Stiftung an der Rekonstruktion des Filmes. Diese ist nun pünktlich zum Start der 60. Berlinale abgeschlossen worden und die “neue” Fassung feiert am 12.2. Premiere, sowohl auf der Berlinale, als auch zeitgleich in Frankfurt/Main.
Nun ist es für Normalsterbliche ja etwas schwierig an einem der beiden Ereignisse teilzunehmen. Aber Gott sei Dank gibt es ARTE. Also flugs ein paar filmbegeisterte Freunde angerufen, genug Häppchen organisiert und für ausreichend Getränke gesorgt: Am 12.2. ab 20:15 Uhr startet auf ARTE der große “Metropolis”-Abend. Nach einigem Vorgeplänkel beginnt um 20:40 der erste Höhepunkt der Saison: Die Welturaufführung des rekonstruierten “Metropolis” live aus dem Berliner Friedrichstadtpalast, wo der Film vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Dirigent Frank Strobel begleitet wird. Strobel war es auch, der die Originalpartitur von Gottfried Huppertz für die “neue” Fassung rekonstruiert und angepasst hat.
Einem großartigen Fernsehabend steht eigentlich nichts mehr im Wege!
Und wer noch Lust hat, kann sich dann im Anschluss an den Film die Dokumentation “Die Reise nach Metropolis” von Artem Demenok über die Restaurierung des Films ansehen.
ARTE zeigt heute Abend zu später Stunde (23:15 Uhr) den Film “Die Herzogin von Langeais” von Altmeister Jacques Rivettes. Da man Rivettes Filme in Deutschland nicht so häufig zu sehen bekommt und sein Werk auch auf DVD bisher eher unterrepräsentiert ist (bis auf zwei Boxen mit einigen wenigen, ausgewählten Filmen), wollte ich an dieser Stelle ausdrücklich auf dieses TV-Highlight hinweisen.
Als der französische General Armand de Montriveau die verheiratete Antoinette, Herzogin von Langeais, kennenlernt, ist er wie verzaubert von der selbstbewussten Schönheit. Begeisterung, die bald in Besessenheit umschlägt, weil die Adelige sich ihm immer wieder verweigert. Doch dann: ein Skandal, eine Entführung, ein Ultimatum, und plötzlich ist Antoinette spurlos verschwunden. Armand setzt alles daran, seine Geliebte wiederzufinden. Fünf Jahre später wird er fündig: In einem Kloster auf einer spanischen Insel erkennt er in Schwester Theresa die Frau, die ihm so brutal den Verstand raubte. Drama mit dem im letzten Jahr verstorbenen Guillaume Depardieu in der Rolle des liebestrunkenen Generals.
Wer den Film heute verpassen sollte, hat noch am 22.10. um 0:20 Uhr oder am 30.10. um 14:45 Uhr die Gelegenheit ihn in der Wiederholung zu sehen.
Am Montag, den 29. Dezember, um 23:40 Uhr zeigt Arte den Film “Die Finanzen des Großherzogs” von Friedrich Wilhelm Murnau (Wdh. 31.12; 3:30 Uhr).
Der über die friedliche Mittelmeerinsel Abacco regierende Don Ramon sieht sich mit leerer Staatskasse, einem skrupellosen Schuldeneintreiber und hinterhältigen Industriellen konfrontiert. Eine Ehe mit der russischen Großfürstin Olga könnte den liebenswürdigen Regenten noch retten – wäre da nicht Olgas Bruder, der die Heirat verhindern möchte. Zum Glück taucht der mysteriöse Abenteurer Philipp Collins auf, der seine ganz eigenen Pläne hat … ARTE zeigt Friedrich Wilhelm Murnaus Stummfilm aus dem Jahr 1924 in Erstaufführung der restaurierten neuvertonten Fassung.
Quelle: Arte
Wer Lust und Zeit hat, kann ich davor auch noch auf dem gleichen Sender um 22:40 Uhr die einstündige Doku “Ein Teufel aus Tasmanien” über das wildbewegte Leben des legendären Hollywood-Stars Errol Fynn anschauen.
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