Nachrichten getagged: 35mm – Das Retro-Film-Magazin

„35 Millimeter“-Magazin: Ausgabe 20 erhältlich

Von , 26. April 2017 16:03

Bei unserem „35 Millimeter“-Magazin gab es in den letzten Monaten einen ziemlichen Wechsel bei den Stammautoren. Es ist jede Menge frisches Blut dazu gekommen, was dem Magazin meiner Meinung nach sehr gut getan hat. Ausgabe #20 ist nun das erste Heft dieser „neuen Ära“ und ich bin gespannt, wie es bei unseren Lesern ankommt. In der Titelstory dreht sich diesmal alles um die Universal-Studios und dabei wird nicht nur auf die Horrorfilm eingegangen, was ich sehr erfrischend finde. Ich selber habe diesmal etwas über den mexikanischen Horrorfilm und die „Momia Azteca“-Trilogie geschrieben.

TITELSTORY: UNIVERSAL STUDIOS

TITELSTORY – DIE MUMIE: Karl Freunds Vermächtnis an die Universal Studios
TITELSTORY – Boris Karloff: Gefangen im Käfig des
TITELSTORY – Watson, ich kombiniere – Sherlock Holmes und die UNIVERSAL
TITELSTORY – LON CHANEYS FINSTERE GEHEIMNISSE – DIE INNER SANCTUM-MYSTERIES – Teil 1
TITELSTORY – Motion is Emotion – Douglas Sirks Universal-Melodramen
TITELSTORY – CARL LAEMMLE presents… – Ein jüdischer Schwabe erfindet Hollywood

MUMIE MEXICAN STYLE – Der mexikanische Horrorfilm und die „Momia Azteca“-Trilogie

HITLERS HOLLYWOOD – Interview mit Regisseur Rüdiger Suchsland

DER FREMDE BLICK – Michelangelo Antonioni und seine Filme – Teil 3: Reifeprozesse

WOLFGANG NEUSS UND WOLFGANG MÜLLER – Marx Brothers im Adenauerland

FILM NOIR – The Dark World of Richard Fleischer

FREUD, FEMME FATALE UND FEMINISMUS – Teil 2 – Die Frau im Werk Otto Premingers

LUIS BUNUEL – Teil 2: Wiederkehrende Motive in seiner mexikanischen Schaffensphase

KOLUMNE: CINEMAZZURRO – DIE LETZTEN ZWEI VOM RIO BRAVO

RAJ KAPOOR – Der indische Vagabund

Heft #20 kann man HIER für € 4,00 zzgl. Versand beziehen.

„35 Millimeter“-Magazin: Ausgabe 19 erhältlich

Von , 1. März 2017 06:37

Das neue „35 Millimeter – Retro-Filmmagazin“ ist da! Diesmal ist von mir selber aufgrund einer anderen Aufgabe, die ich für „35 Millimeter“ übernommen habe (Details folgen irgendwann im März), kein großer Artikel dabei. Lediglich eine DVD-Rezi für den „Student von Prag“ und ein Interview zur ersten Buchveröffentlichung habe ich beigesteuert. Aber meine lieben Kollegen legten sich auch diesmal wieder kräftig ins Zeug und so ist wieder ein bunter Strauss schöner Artikel zusammengekommen. Ich persönlich freue mich dabei sehr über den wundervollen (und recht voluminösen) Beitrag „Die Rache des Kameramannes“ von unserem neuen Gastautor Christoph.

TITELSTORY: DER SKANDALFILM

TITELSTORY – DAS MÄDCHEN ROSEMARIE – Ein Deutsches Sittenbild der Adenauer-Ära
TITELSTORY – LOLITA – „How could they ever make a movie of ‚Lolita’?“
TITELSTORY – DAS SCHWEIGEN – Film, Kunst und die Gretchenfrage
TITELSTORY – KIRCHE VS. KUNST – Baby Doll und die Macht der Geistlichen
TITELSTORY – IM WESTEN NICHTS NEUES – Krieg um die Zensur
TITELSTORY – SKANDAL IM HOLLYWOOD-BEZIRK – Wie der Hays-Code Amerikas Anstand retten sollte
TITELSTORY – Anders als die Anderen – Frühes schwules Kino
TITELSTORY – LUIS BUNUEL – Teil 1: Das skandalöse Potential seiner frühen surrealistischen Filme

RUBRIK: ON SET – 90 JAHRE METROPOLIS – Das Jubiläum eines Misserfolgs, das ein Erfolg werden sollte

DIE RACHE DES KAMERAMANNS – Władysław Starewicz und das geheime Liebesleben der Insekten

DER FREMDE BLICK – Michelangelo Antonioni und seine Filme – Teil 2: Chronik einer Liebe

KOLUMNE: QUOD ERAT MONSTER! – WAR OF THE COLOSSAL BEAST

DAS WERK EINES MEISTERS IST ZU ENTDECKEN – Friedrich Wilhelm Murnau – Teil 5: Murnaus Vermächtnis

RUBRIK: ORIGINAL & REMAKE – Die Zehn Gebote

FREUD, FEMME FATALE UND FEMINISMUS – Teil 1 – Die Frau im Werk Otto Premingers

35-MILLIMETER-BUCHREIHE #1 – Victor Sjöström – Film can be art

KOLUMNE: CINEMAZZURRO – DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN

Heft #19 kann man HIER für € 4,00 zzgl. Versand beziehen.

„35 Millimeter“-Magazin: Ausgabe 18 erhältlich

Von , 18. Januar 2017 16:02

Etwas spät der Hinweis darauf, dass bereits seit Ende Dezember das neue „35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin“ erhältlich ist. Titelthema ist diesmal das deutsche Nachkriegskino, wozu ich einen langen Artikel über den Regisseur und Drehbuchautoren Will Tremper geschrieben habe. Eine ausgesprochen schillernde Gestalt und „ein unmöglicher Typ“.

TITELSTORY: DEUTSCHES NACHKRIEGSKINO
– Einführung: Das Kino unserer Großväter
– DIE MÖRDER SIND UNTER UNS – Aber wir haben die Pflicht Anklage zu erheben
– HILDEGARD KNEF – Geliebt, verdammt, verehrt
– HELMUT KÄUTNER – Vom Filmpoeten zum Gesellschaftskritiker
– WILL TREMPER – Ein unmöglicher Typ
– DER DEUTSCHE HEIMATFILM NACH 1945 – Ein Balanceakt zwischen Trivialität und filmhistorischer Relevanz

DAS WERK EINES MEISTERS IST ZU ENTDECKEN – Friedrich Wilhelm Murnau – Teil 4

A CHRISTMAS CAROL – Die Verfilmungen von Charles Dickens Erzählung

PSYCHOLOGIE DES HORRORS – Roger Cormans Edgar Allan Poe-Verfilmungen

DER FREMDE BLICK – Michelangelo Antonioni und seine Filme – Teil 1: Pfiffe in Cannes

RUBRIK: ORIGINAL & REMAKE – DIE SIEBEN SAMURAI / DIE GLORREICHEN SIEBEN

RUBRIK: ON SET – 2. CINEFONIE-TAG SAARBRÜCKEN

KOLUMNE: CINEMAZZURRO – DAS ZEHNTE OPFER

KOLUMNE: QUOD ERAT MONSTER! – DER GOLEM

Heft #18 kann man HIER für € 4,00 zzgl. Versand beziehen.

Interview mit Jens Dehn – Autor von „Victor Sjöström – Film can be art“

Von , 15. Dezember 2016 14:55

Seit einiger Zeit bin ich stellvertrender Chefredakteur beim „35 Millimeter – Retro-Filmmagazin“. Nun erscheint in den nächsten Tagen der erste Band einer Buchreihe, die vom „35 Millimeter“-Verlag herausgegeben wird. Das erste Buch heißt „Film can be art“ und widmet sich dem schwedischen Regisseur Victor Sjöström, der einer der bedeutensten Stummfilmregisseure war und beispielsweise Ingmar Bergman (der ihm 1957 in die Hauptrolle in seinem Meisterwerk „Wilde Erdbeeren“ anvertraute) stark beeinflusste. Grund genug, um mit dem Autoren des Buches, Jens Dehn, ein Pläuschen zu halten.

Ingmar Bergman und Victor Sjöström

Filmforum Bremen: In „Film can be art“ behandelst Du mit Victor Sjöström einen der ersten bedeutenden, innovativen Regisseure der Stummfilmzeit. Wie kam es zu dem Buch?

Jens Dehn: Sjöström war immer einer meiner Favoriten aus der Frühzeit des Films. Leider sind viele seiner Filme außerhalb Schwedens ein wenig in Vergessenheit geraten, da sie weder im Kino noch im Fernsehen gezeigt werden und auch auf DVD kaum erhältlich sind. Ich hatte schon seit längerem den Gedanken, über Sjöström zu schreiben, nicht zuletzt, da es bislang kein anderes deutschsprachiges Buch gibt, das sich mit ihm und seinen Filmen beschäftigt. Ich war mir aber bewusst, dass es in Deutschland keinen Verlag gibt, der ein Buch über einen schwedischen Stummfilmregisseur herausbringen würde. Der deutsche Markt für Filmfachbücher ist ja generell sehr überschaubar. Und die Zeit vor dem Tonfilm wird nur ganz selten behandelt. Sjöström ist so gesehen die Nische einer Nische.

Dann habe ich die Zeitschrift 35 Millimeter kennen gelernt und fand damals schon, dass dies das passende Zuhause für ein Sjöström-Buch sein könnte. Wenn nicht hier, wo dann? Bei 35 Millimeter passt das Umfeld: Wenn es so etwas wie eine Zielgruppe gibt, dann wird sie durch das 35 Millimeter-Magazin direkt erreicht. Das hat es für mich reizvoll gemacht – zwischen den Lesern der Zeitschrift und denen, die sich für den Stummfilm interessieren, gibt es eine Schnittmenge. Daher fühlte ich mich unter dem Label 35 Millimeter bestens aufgehoben. Als Jörg Mathieu, der Herausgeber von 35 Millimeter, 2015 dann ankündigte, auch eine Buchreihe starten zu wollen, habe ich ihn kontaktiert und gefragt, ob er sich Sjöström in dieser Reihe vorstellen kann. Glücklicherweise ist er ebenfalls ein großer Stummfilmfreund und Sjöström zählt auch zu seinen Lieblingen. Dadurch kamen wir eigentlich sehr schnell zusammen und vereinbarten, dass Sjöström der erste Band der neuen Reihe werden soll.

Das Buch ist die erste deutschsprachige Monografie über Sjöström. Es hat mich sehr überrascht, dass es vorher noch keine Arbeit zu ihm gegeben hat.

Mich ehrlich gesagt auch. Natürlich gibt es deutschsprachige Literatur, in der Sjöström vorkommt: Gösta Werner hat in „Geschichte des schwedischen Films“ ihm und Mauritz Stiller ein gemeinsames Kapitel gewidmet, Ulrich Gregor und Enno Patalas haben Sjöström in ihrer „Geschichte des Films“ auf eineinhalb Seiten erwähnt. Es sind eben immer nur einzelne Abschnitte, die schnelle Vorstellungen beinhalten, aber genauso schnell zum nächsten Thema weiterziehen. In der englischsprachigen Literatur ist das übrigens auch nicht viel anders. Dass „Film can be art“ nun die erst Sjöström-Monografie im deutschsprachigen Raum sein würde, hat dann aber natürlich auch den Aufbau des Buchs beeinflusst.

Inwiefern?

Der erste Gedanke war eigentlich, filmanalytisch vorzugehen. Zu zeigen, wie Sjöström seinen Stil entwickelt hat, welches seine Vorbilder und Einflüsse waren bzw. ob es solche Einflüsse überhaupt gab. Eine Analyse von Sjöströms Filmen hätte sich ja am Material abgearbeitet, wäre also zumeist eng an den Filmen selbst geblieben. Dann habe ich mit Jörg darüber gesprochen, dass es bislang noch nichts gibt, was einen Gesamtüberblick anbietet und Sjöström etwas ausführlicher vorstellt. Wir waren uns schnell einig, dass wir diese Lücke mit dem Buch füllen sollten.

Eine Monografie bedeutet aber, von den Filmen selbst etwas wegzugehen, umfassender zu werden, äußere Einflüsse mit einzubeziehen, Produktionsbedingungen, aber auch biografische Bezüge aufzugreifen. Es gibt einige Querverbindungen zu Sjöströms eigenem Leben, die sich in seinen Filmen wieder finden, das alles wird nun viel stärker thematisiert. Zudem hatte ich schon den Anspruch, eine gewisse Vollständigkeit zu geben. Also auch jene Filme einzubeziehen, die als verloren gelten – was bei Sjöström auf einen Großteil seiner frühen Filme zutrifft. Natürlich ist es nicht möglich, Filme eingehend zu analysieren, die es nicht mehr gibt und die man nicht mehr sehen kann, aber anhand der Inhalte lassen sich zumindest thematische Übereinstimmungen und Vorlieben ableiten. Ich habe anfangs aber unterschätzt, wie zeitaufwendig es sein würde, diese Inhalte zusammenzutragen.

Wie bist Du da vorgegangen? Viele Filme sind ja verschollen und Du hast Du ja kein Material, das Du sichten kannst.

Ich konnte mich in diesen Fällen fast ausschließlich nur auf schwedische Primärquellen beziehen, also zeitgenössische Zeitungsberichte, Werbematerialien und ähnliches. Das schwedische Filminstitut hat mit seiner Enzyklopädie Svenska filmografi vieles zusammengetragen und vereint, auf das ich da zurückgreifen konnte. Aber ich musste das meiste erst einmal aus dem Schwedischen übersetzen und oft natürlich gegenprüfen, denn es kommt vor, dass sich Quellen und Kritiken in den Inhaltsbeschreibungen auch mal widersprechen und voneinander abweichen.

Und wie bist Du mit dem Ergebnis zufrieden – deckt „Film can be art“ am Ende den „ganzen Sjöström“ ab?

Das möchte ich schon sagen, ja. Biografische Abschnitte beziehen Sjöströms persönlichen Hintergrund mit ein, zudem behandelt ein Kapitel die damaligen Produktionsbedingungen und die Geschichte von Svenska Bio, die Mitte der 1910er Jahre die größte Produktionsgesellschaft Europas war neben Pathé Frères in Frankreich. Aber im Zentrum stehen doch immer die Filme selbst: Es gibt analytische Kapitel zu seinen schwedischen Filmen, ein Kapitel über seine Zeit in Amerika und auch eines, das sich mit Sjöström als Schauspieler beschäftigt. Schließlich war das für ihn mindestens ebenso wichtig und abgesehen von seinem Fuhrmann des Todes ist ja auch Wilde Erdbeeren von Ingmar Bergman der Film, für den Sjöström heute am bekanntesten ist. Weil seine darstellerische Leistung darin so beeindruckt. Zudem gibt es eine große kommentierte Filmografie, die alle Filme einschließt, die er inszeniert hat.

Sjöströms bekanntester Film ist Der Fuhrmann des Todes. Mir ist aufgefallen, dass Du ihm – gemessen an seiner Bedeutung – aber nicht außerordentlich viel Platz einräumst.

Es ist ja oft so, dass Regisseure am Ende auf einen oder zwei Filme reduziert werden: Wenn wir von Murnau reden, ist es meistens Nosferatu, bei Eisenstein Potemkin. Griffith wird auf Birth of a Nation und Intolerance reduziert, obwohl er insgesamt über 500 Filme gemacht hat. Bei Pabst sind vor allem die Sachen mit Louise Brooks bekannt, bei Abel Gance Napoleon und bei Sjöström ist es eben Der Fuhrmann des Todes. Davon abgesehen hat er aber ein gutes Dutzend weiterer Filme gemacht, in denen es vieles zu entdecken gibt, die aber in Deutschland mittlerweile niemand mehr kennt. Da wollte ich mit meiner Gewichtung schon ein wenig gegensteuern.

Das Bemerkenswerte ist ja, dass dem schwedischen Stummfilm immer attestiert wird, er habe als erster die Natur nicht mehr nur als bloße Kulisse, sondern als integralen Bestandteil der Handlung genutzt. Das hat sich in der Filmgeschichtsschreibung, von Toeplitz bis in die heutige Zeit, fast schon schlagwortartig etabliert. Und Sjöström war dabei die wesentliche, treibende Kraft. Aber gerade die beiden Filme, mit denen er diesen naturalistischen Stil entwickelt hat, Terje Vigen und Berg-Ejvind und sein Weib, sind aus sämtlichen Kanons und dem filmischen Bewusstsein beinahe komplett verschwunden. Stattdessen wird Sjöström mit dem Fuhrmann des Todes assoziiert, der im Grunde ein Schritt zurück war, relativ statisch gefilmt und ausschließlich im Atelier entstanden. Natürlich beeindruckt der Film nach wie vor aufgrund seiner Erzählweise und der Tricktechnik, die für das Jahr 1921 wirklich erstaunlich ist. Aber insgesamt finde ich es schon paradox, dass Sjöström meistens nur auf diesen Film reduziert wird.

„Film can be art“ wird über den Internet-Shop von 35 Millimeter zu kaufen sein, allerdings nicht über den normalen Buchhandel. Wie kam es zu dieser Entscheidung?

Jörg und ich lagen bei der Einschätzung des Projektes von Beginn an sehr nah beieinander. Uns war beiden klar, dass wir mit diesem Buch keine Verkaufsrekorde brechen werden. Dafür ist das Thema zu speziell. Wir haben uns daher bewusst für eine kleine Auflage von 250 Exemplaren entschieden. Das hält Jörgs verlegerische Risiken in Grenzen, verleiht dem Ganzen auf der anderen Seite aber auch etwas Exklusives. Dass das Buch über den regulären Buchhandel nicht zu erwerben ist, ist auf der einen Seite natürlich schade, aber wir denken, dass es heutzutage kein wirklicher Nachteil mehr ist, ein Buch lediglich online zu vertreiben.

Wer darf sich mit dem Buch als potenzieller Leser angesprochen fühlen?

Letztlich jeder, der sich für die Filme Sjöströms oder den frühen Film allgemein begeistert. Es ist daher gleichermaßen für Filmliebhaber interessant wie zum Beispiel auch für Studenten der Filmwissenschaft. Wobei ich diesen wissenschaftlichen Stil nicht mag, bei dem die Autoren mit Fremdwörtern und Fachbegriffen um sich werfen, nur um elitär zu wirken. Das hat mich schon als Student immer abgestoßen, daher war mir wichtig, leicht verständlich zu schreiben.

Es ist nun zwar schon ein paar Jahre her, dass ich selbst Filmwissenschaft studiert habe, aber schon zu meiner Zeit war es auffällig, dass das Interesse für Filmgeschichte immer stärker nachließ. Vor allem was die Zeit vor den 1930ern angeht, war bei vielen kaum mehr so etwas wie Wissensdurst vorhanden. Die Folge ist dann, dass auch aktuelle Filme nicht mehr richtig bewertet, eingeordnet und schon gar nicht in einen Kontext gesetzt werden können. Wenn es uns – 35 Millimeter und mir – also gelingt, die Liebhaber glücklich zu machen und obendrein noch den ein oder anderen Neuling zu Sjöström zu bekehren, würde mich das schon sehr glücklich machen.

Vielen Dank für deine Zeit Jens.

Das Buch „VICTOR SJÖSTRÖM – Film can be art“ kann hier bezogen werden: http://35mm-retrofilmmagazin.de/produkt/35-millimeter-buchreihe-1-victor-sjoestroem/

„35 Millimeter“-Magazin: Ausgabe 17 erhältlich

Von , 8. November 2016 20:02

35mm-17Das neue „35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin“ ist nun käuflich zu erwerben. Titelthema ist das britische Kino. Hierzu habe ich diesmal einen längeren Artikel über die sogenannte „Sadean Trilogy“ (das sind die Filme „Das schwarze Museum“, „Der rote Schatten“ und „Augen der Angst“) und die damalige Zensur-Situation, in der sie entstehen konnten, verfasst.

Übrigens, wer sich es sich zutraut und einmal selber einen Artikel für das „35 Millimeter Retro-Filmmagazin“ schreiben möchte, kann sich gerne an mich (als stellvertretenden Chefredakteur) oder direkt ans Magazin unter info@35mm-retrofilmmagazin.de wenden.

TITELSTORY: BRITISH CINEMA

– Eine kurze Geschichte der Filmförderung in Großbritannien.
– Alexander Korda – Ein Ungar mischt die britische Filmindustrie auf.
– Augen der Angst – Britanniens Psycho.
– THE PRODUCT OF A DISEASED MIND – Die „Sadean Trilogy“ der Anglo-Amalgamated und die britische Filmzensur.
– The Archers Rundgang durch das Werk.
– GAINSBOROUGH PICTURES – Wo Frauenherzen höher schlugen und Alfred Hitchcock deutsch lernte.
– British New Wave und Tony Richardson Von Spülbecken-Realismus und zornigen, jungen Männern.
– Margaret Rutherford – Die Grande Dame des britischen Kinos.

DAS WERK EINES MEISTERS IST ZU ENTDECKEN Friedrich Wilhelm Murnau – Teil 3: Ein Dichter, der einem Schatten nachjagt.

RUBRIK: ORIGINAL & REMAKE – Ben Hur

RACHE IST SÜSS Der frühe Rape-Revenge-Film

OPFERGANG UND IMMENSEEZeugen einer gefährlichen Zeit

DIE RACHE DER GALERIE DES GRAUENS Schrei wenn der Tingler kommt & Ausgeburt der Hölle

KOLUMNE: CINEMAZZURRO – Der Kampf um Troja (1961)

OLIVE THOMAS – Eine Moritat aus den frühen Tagen Hollywoods  – Teil 3: Skandal in Paris

Heft #17 kann man HIER für € 4,00 zzgl. Versand beziehen.

Interview mit Jörg Mathieu – Initator des Cinefonie-Festivals in Saarbrücken

Von , 7. Oktober 2016 01:23

Auch wenn Bremen und Saarbrücken mal eben schlappe 550km trennen, so gibt es zwischen diesen beiden Städten doch einige Gemeinsamkeiten. Bremen ist das kleinste Bundesland, das Saarland das zweitkleinste und was die öffentlichen Gelder angeht, so sind beide Bundesländer ähnlich klamm. Gut, Saarbrücken hat das renommierte Max-Ophül-Festival, aber Bremen hat ja seit letztem Jahr auch ein eigenes, wenn auch sehr regionales Filmfest. Da ist also ein erster Schritt schon getan. Außerdem gibt es sowohl in Bremen als auch Saarbrücken Menschen, die mit viel Herzblut und Eigeninitiative dafür sorgen, dass kulturell etwas passiert in ihrer Stadt. Einer dieser Menschen ist Jörg Mathieu, der vor einigen Tagen bereits zum zweiten Mal in Eigenregie das Cinefonie-Festival in Saarbrücken auf die Beine gestellt hat. Ich kenne Jörg in seiner Eigenschaft als Herausgeber des „35 Millimeter – Retro-Filmmagazin“, bei dem ich vor einigen Wochen die Ehre hatte, zum stellvertretenden Chefredakteur berufen zu werden. Persönlich begegnet sind wir uns leider bisher noch nicht, aber natürlich habe ich ein genaues Auge darauf, was Jörg da in Saarbrücken veranstaltet. Und das nötigt mir nicht nur einigen Respekt ab, sondern dient auch als Inspiration. Gründe genug, um mit Jörg anlässlich des zweiten Cinefonie-Festivals ein Interview zu führen.

bild-1-joerg-mathieunmFilmforum Bremen: Bereits zum zweiten Mal fand nun in Saarbrücken das Cinefonie-Festival statt. Was kann man sich unter dem Begriff „Cinefonie“ vorstellen?

Jörg Mathieu: Das ist recht einfach zu erklären. Cine kommt von Cinema, und Fonie kommt von Sinfonie. Der Begriff CINEFONIE fasst somit zusammen, was den Besucher auf dem Festival erwartet. Es gibt immer Filme, und es gibt immer Live-Musik. Eine Sinfonie aus Bild und Ton, wenn man so will.

bild-2-markus-stigleggerWie kamst Du auf die Idee für ein solches Festival und wie sah die erste Ausgabe des Cinefonie-Festivals im letzten Jahr aus?

Letzte Jahr war die Veranstaltung ein Experiment um uns selbst einige Fragen zu beantworten. Kommt das Konzept an? Versteht man unsere Idee dahinter? Nimmt es das Publikum an? Wie viel Programm passt in einen Tag usw. usw. Am Ende ging es uns aber auch darum einfach einmal ins kalte Wasser zu springen und loszulegen. Wenn man eine Festivalreihe plant, muss irgendwann ein Einstieg gelingen, und das war für uns der 1. CINEFONIE-TAG. Die Grundidee war es, den Besuchern Kino und mehr zu bieten. Was ist rund um den eigentlichen Film auf der Leinwand noch spannend? So gab es Vorträge, eine kleine Börse, Stummfilme und Live-Musik.

bild-3-vincent-priceDieses Jahr war Schwerpunkt des Festivals eine Vincent-Price-Retrospektive. Wie kam es dazu?

Wenn man solche Veranstaltungen plant schwingt immer auch etwas persönliches des Veranstalters mit. Er wird versuchen, Dinge, die im am Herzen liegen, einer breiteren Öffentlichkeit vorzutragen, um sie für seine Sache zu begeistern. So ging es auch mir. Vincent Price ist mein Spezialgebiet, seit ich ein Teenager war. Es war also ein lang gehegter Wunsch eine passende Retrospektive zu machen.

Wenn man ins Programm schaut, sieht man, dass auf dem Cinefonie-Festival sonst eher wenig gezeigte Vincent-Price-Filme liefen. Wie kam es zu dieser Auswahl?

Das hatte eher pragmatische Gründe. Zum einen sollten es nicht die üblichen Horror-Beiträge sein, für die Vincent Price bekannt ist und wofür wir in alle lieben. Ich hielt es für relativ „ausgelutscht“, in dieser Schublade zu präsentieren. Der andere Grund war, welche Filme können wir ohne Probleme und ohne hohe Vorführ- und Kopiekosten zeigen. Letztendlich kostete uns nur einer der gezeigten Filme Geld, dieser dann aber richtig.

Ein Höhepunkt des diesjährigen Cinefonie-Festivals war der Auftritt von Vincent Prices Tochter Victoria. Wie ist es Dir gelungen, sie nach Saarbrücken zu holen?

Das war einfacher als gedacht. Ich nahm unmittelbar nach dem 1. Cinefonie-Tag Kontakt zu ihr auf. Ich beobachte ihre Arbeit rund um ihren Vater schon lange (seit ihrer Biografie 1999) und habe gesehen, dass sie 2015 auch in England war. Ich schrieb Victoria an und fragte sie, ob sie zu uns nach Deutschland kommen würde. Sie sagte sofort ja.

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Die Begegnung mit Victoria Price hatte für Dich ja noch weitere Konsequenzen. Magst Du davon erzählen?

bild-7-victoria-pricenmKonsequenzen hört sich etwas negativ an. Ich würde es eher mit positiven Auswirkungen umschreiben. Es passierte an diesem Wochenende so viel mehr als das, was die Besucher mitbekommen haben. Auch wenn sie mich bei den Programmabläufen ins Schwimmen brachte, hat sie die Situation aber auch wieder gerettet. Als Entschädigung für einen ausgefallenen Part mit ihr, ging sie mit ca. 15 Besuchern Abendessen. Eine wirklich großartige Geste. Ich war selbst nicht dabei, aber die Teilnehmer waren davon dermaßen begeistert, dass es für sie der Höhepunkt des Festivals wurde. Näher konnte man Victoria in Saarbrücken nicht kommen. Meinen sehr persönlichen Moment mit ihr hatte ich beim Frühstück am Sonntagmorgen, bei dem wir nur zu viert waren. Ich erzählte Victoria, was mir ihr Vater bedeutend. Unbeabsichtigt rührte sie diese Geschichte zu Tränen. Ihren Vater durfte ich nie kennen lernen. Seine Tochter habe ich jedoch erreicht. Plötzlich war es nicht mehr wichtig, ob das Festival ein Erfolg wird oder nicht. Dieser Moment bild-9-interviewnmwar jede Anstrengung im Vorfeld wert. Victoria und ihr Geschäftspartner und Freund Peter Fuller aus London konnten sich dann für eine weitere Idee von von begeistern und machten mich zum Deutschlandvertreter der VINCENT-PRICE-LEGACY-Familie, welche ein weltweites Netzwerk werden soll. Was für eine Ehre für mich. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Jetzt planen wir gemeinsam für 2018 eine Deutschland-Rundreise die Vincent Prices Reise von 1928 nachreist, mit vielen Stationen, die er damals besucht hat.

Warst Du zufrieden mit dem diesjährigen Cinefonie-Festival? Was ist gut gelaufen, wo siehst Du noch Verbesserungsbedarf?

Wie oben erwähnt könnte ich kaum glücklicher sein über den Verlauf beider Tage, da das Ganze dann auch etwas sehr Nachhaltiges für mich persönlich hatte. Als Kulturschaffender darf man ohnehin nicht gewinnorientiert denken und arbeiten. Man ist also froh, wenn alle entstandenen Kosten auch wieder rein kommen. Das haben wir geradeso geschafft. Es ist ungefähr genau so viel gut gelaufen, wie dann auch schief ging. Noch sehe ich mich selbst auch noch als absoluten Anfänger als Veranstalter solcher Festivals. Ich nutze es zu Zeit also noch als Testphase, um so Erfahrungen zu sammeln. Aus all den Fehlern – z.B. die zu frühe Bekanntgabe der Uhrzeiten und Programmpunkte – werde ich natürlich meine Schlüsse ziehen.

Wie wurde das Festival von den Saarbrückern angenommen? Aus leidvoller eigener Erfahrung weiß ich leider nur zu gut, wie schwer es ist etwas auf die Beine zu stellen, was sich nicht in die enge Arthaus- oder Mainstream-Schublade stecken lässt. Bremen ist das z.B. fast unmöglich.

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Das ist in Saarbrücken genau das gleiche Problem wie im Rest des Landes. „Der Prophet gilt nichts im eigenen Land.“ 80% der Besucher kamen nicht aus Saarbrücken. Das wäre uns aber in jeder anderen Stadt wohl genau so gegangen. Dieses Jahr waren wir thematisch aber auch wirklich sehr eng gefasst und mit Vincent Price auch weit abseits vom einem breiten Interesse der Menschen.

Wird es auch eine dritte Ausgabe des Cinefonie-Festivals geben und wenn ja, gibt es schon konkrete Pläne, wie das Festival im nächsten Jahr aussehen wird? Wird es Änderungen geben?

Ja, die gibt es, auch wenn diese sich auch noch ändern könnten. Es müssen sich Dinge ändern, sonst hätten wir nicht dazu gelernt aus den ersten beiden Jahren. Es wird eine dritte Ausgabe geben, ob wir die schon 2017 veranstalten werden muss noch geklärt werden. Eventuell setzen wir wegen der aktuellen Entwicklung auch ein Jahr aus.

Wie sieht es generell mit den Saarbrückern aus? Sind das alle begeisterte Kinogänger oder eher ein hartes Pflaster?

Saarbrücken hat die größte Kinositzplatzdichte in ganz Deutschland. Wir leisten uns den Luxus von 7! Kinos in der Hauptstadt. Da ist vom Studentenkino über kleine Arthaus-Säle bis hin zum großen Multiplex alles zu finden. Die Saarbrücker sind ausgesprochene Kunst- und Kulturfetischisten und für einen Saarbrücker ist alles spannend, was ihn aus den Sofafalten hebt. Wenn man es schafft, ihre Neugier zu wecken, dann kommen sie auch in Scharen. Es ist mit den richtigen Konzepten also eher einfach, in Saarbrücken die Menschen mitzunehmen. Eine Vincent-Price-Retro gehört dazu allerding nicht. (lacht)

Momentan droht ja dem Saarbrücker Kommunalkino das Aus. Du hast eine Initiative zur Rettung des „Filmhauses“ ins Leben gerufen. Wie kam es dazu, dass das Kommunalkino geschlossen werden soll und wie willst Du das verhindern?

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Oh!? Hat man das bis nach Bremen vernommen? Kommunale Kinos haben es in ganz Deutschland sehr schwer. Sie schaffen es in der Regel nicht sich selbst über Wasser zu halten und benötigen Zuschüsse vom Land und der Stadt, in Saarbrücken sogar noch aus einem Fördertopf des Bundes. Trotzdem schafft es das Saarbrücker Filmhaus seit 11 Jahren nicht die hohen Kosten, vor allem in der Verwaltung, wieder einzuspielen. Das liegt m.E. vor allem auch an dem gezeigten Programm. Wer zu 90% Filme nur im OMU zeigt, muss sich nicht wundern, wenn nur noch fünf Leute in der Vorstellung sitzen. Das Saarbrücker Filmhaus ist jedoch eine Kinoperle, die den Saarbrückener selbst sehr am Herzen liegt. Man will sie also nicht wegen schlechter Leitung komplett verlieren. Deshalb jetzt unsere Initiative, die auf breite Unterstützung bauen kann. Wir legen der Stadt noch im Oktober ein Konzept vor, wie wir das Filmhaus erhalten wollen. Das kann die Stadt annehmen oder nicht, es ist nur ein Vorschlag. Klar ist aber auch, dass es dieses Kino in seiner jetzigen Form nicht mehr lange geben wird, und es im Frühjahr 2017 vor dem Aus steht. Deshalb ist es wichtig, dass der Druck jetzt von außen kommt um das zu verhindern. Dieses Kino gehört allen Saarbrückern, finanziert durch Steuergelder, das werden sie sich nicht so einfach nehmen lassen.

PAPAYA Nr 1 UmschlagNeben all diesen Aktivitäten gibst Du seit zwei Jahren auch noch das Filmmagazin „35 Millimeter – Das Retrofilmmagazin“ heraus, welches sich mit der Filmgeschichte 1895 – 1965 beschäftigt. In den nächsten Tagen erscheint bereits die 17. Ausgabe mit dem Thema „Britischer Film“. Hättest Du damals gedacht, dass das Magazin auf dem nicht gerade einfachen und vielfach totgesagten Print-Markt so lange überlebt?

Um ehrlich zu sein, nein. Auf der anderen Seite ist es mit kleiner Auflage und der notwendigen Zahl von Abonnenten auch nicht sehr schwer, sich mit einem Print-Produkt zu halten. Man muss eben kleine Brötchen backen – sehr kleine. Aber auch hier sollte man keine großen Gewinne erwarten. Es steckt am Ende doch sehr viel Individualismus in so einem Projekt. Aber du hast recht, 17 Ausgaben + 3 Sonderausgaben ist schon mal ein guter Anfang.

Was sind Deine nächsten Pläne?

bild-14-vs-buchNeben der geplanten Leitung eines Eventhauses samt Kino (das muss nicht das Filmhaus sein) erscheint in den nächsten Wochen auch das erste Buch des 35 Millimeter-Verlags. Auch hier planen wir eine eigene Verlags-Reihe. Ausgabe #1 wird sich rund um den schwedischen Regisseur VICTOR SJÖSTRÖM drehen. 2017 wird es dann ein weiteres Buch in der Reihe geben. Im nächsten Jahr wollen wir dann auch unsere Ideen für Saarbrücken weiter ausbauen und angehen – Stichwort Eventhaus. 2018 kommt dann die erwähnte Vincent-Price-Legacy-Tour und ein weiterer Cinefonie-Tag. Und zwischendurch alle zwei Monate unser kleines aber feines Magazin. Jetzt da ich das schreibe, hört sich das nach einer Menge Arbeit an. (lacht)

Lieber Jörg, ich danke die recht herzlich für das interessante Gespräch.

Die Fotos vom Cinefonie-Festival stammen von Nicole Malter.

„35 Millimeter“-Magazin: Ausgabe 16 erhältlich

Von , 1. September 2016 12:34

PAPAYA Nr 1 UmschlagSeit Kurzem ist die neue „35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin“ erhältlich. Diesmal wird sich schwerpunktmäßig mit dem Thema „Avantgarde“ beschäftigt. Und da sind, wie ich finde, wieder einige sehr spannende Artikel zusammengekommen.

Ich selber durfte ein Portrait der großen – und leider noch immer viel zu unbekannten – Germaine Dulac beisteuern. Wer dem Hauptthema nicht so viel abgewinnen kann, für den bietet das neue Heft aber auch wieder reichlich weiteren Lesestoff. U.a. zu Themen aus Japan und Italien.

TITELSTORY: AVANTGARDE IM FILM

GERMAIN DULAC – Musik für die Augen
DZIGA VERTOV – Die Visualisierung ihrer Strukturen und die Digital Humanities & Enthusiasmus
BRUCE CONNER – Eine experimentelle Filmkollage
JEAN COCTEAU – Die Kunst filmisch zu Träumen
KENNETH ANGER – Hollywood Babylon – Das Frühwerk
ALAIN RESNAIS – Kino-Zeit und autonome Erinnerung
CHRIS MARKER – Die Konstruktion und Dekonstruktion von Zeit und Realität durch die Realität und die Zeit

OLIVE THOMAS – Eine Moritat aus den frühen Tagen Hollywoods – Teil 2: Das Flapper-It-Girl

ABENTEUER IN DER SÜDSEE TEIL 3 – Hollywoods Garten Eden

DAS WERK EINES MEISTERS IST ZU ENTDECKEN TEIL 2 – Friedrich Wilhelm Murnau

Rubrik: ORIGINAL & REMAKE:
The Maltese Falcon
Satan Met a Lady
The Maltese Falcon

Kolumne: QUOD ERAT MONSTER! – THE SHE-CREATURE

Rubrik: ON SET – GHOSTS & DEMONS – Die Retrospektive der Nippon Connection 2016

EARLY ANIME – Wie Japan seinen Trickfilmen Leben einhauchte

Kolumne: CINEMAZZURRO – THE LAST MAN ON EARTH

Rubrik: ON SET – PRE-CODE-HOLLYWOOD – SEX AND THE CITY INMITTEN WIENS

DEUTSCHE SYNCHRONSPRECHER – Ursula Krieg

Kolumne: DER VERGESSENE FILM – Jack Clifton – Mission Bloody Mary

Heft #16 kann man HIER für € 4,00 zzgl. Versand beziehen.

„35 Millimeter“-Magazin: Ausgabe 15 erhältlich

Von , 13. Juli 2016 16:40

35mm-15Und wieder ist eine neue Ausgabe des „35 Millimeter“-Magazins fertig. Und es ist, wie ich finde, diesmal eine besonders schöne Ausgabe geworden. Nicht nur wegen des entsprechenden Titelthemas. Ich habe diesmal drei Artikel am Start: Zunächst geht es um die beiden düsteren Psycho-Thriller „Lady in a Cage“ und „Wiegenlied für eine Leiche“ in denen Olivia de Havilland die Hauptrolle spielt. Daran schließt sich dann ein ausführliches Portrait der ehrenwerten Dame an, die mit 100 Jahren nun der älteste, noch lebende Star aus Hollywoods goldenem Zeitalter ist. Ferner habe ich mir noch die platinblonde Sexbombe Jean Harlow vorgenommen. Ein Artikel, auf den ich schon so ein kleines bisschen stolz bin. Die Kollegen war aber auch wieder gut drauf, und darum kann ich das Heft aus vollstem Herzen empfehlen.

TITELSTORY: CLASSIC BEAUTIES
GENE TIERNEY – Zum 25. Todestag – A Shattered Life?
TANZ AUF DEM NOIR-VULKAN – Zum 105. Geburtstag – Ginger Rogers im sozialen Sumpf
MARILYN MONROE – Zum 90. Geburtstag – Ein Interview mit Filmhistoriker Peter Schnug
JEAN HARLOW – Zum 105. Geburtstag – Die platinblonde Sexbombe
OLIVIA DE HAVILLAND – In Lady in a Cage und Wiegenlied für eine Leiche
OLIVIA DE HAVILLAND – Zum 100. Geburtstag – Sanfte Augen, starker Wille
OLIVE THOMAS – Zum 100jährigen Filmdebüt – Eine Moritat aus den frühen Tagen Hollywoods – Teil 1: Aus Lumpen zum Glamour
BETTY GRABLE – Zum 100. Geburtstag – The Girl with the Million-Dollar Legs
MARLENE DIETRICH – Zum 115. Geburtstag – Die blonde Venusfalle
LOUISE BROOKS – Zum 110. Geburtstag – Die Rebellin Hollywoods
ALLA NAZIMOVA – Zum 100jährigen Filmdebüt – The fallen „Star without a Rival“

RUBRIK: ORIGINAL & REMAKE „Das Geheimnis des Wachsfigurenkabinetts“ (1933)/ „Das Kabinett des Professor Bondi“ (1953)/ „House of Wax“ (2005)

LOVERS ON THE RUN – Das kriminelle Unterwegssein in Road-Movies

DEUTSCHE SYNCHRONSPRECHER TEIL 5 – Heinz Engelmann

KOLUMNE: QUOD ERAT MONSTER! – Die Mumie (1932)

CAMERA BESTIARIUS – TIERDARSTELLUNG IM FRÜHEN FILM TEIL 1: Von der Bühne in das Kino der Attraktionen – Die ersten auf Celluloid gebannten Tiere

DAS WERK EINES MEISTERS IST ZU ENTDECKEN – Friedrich Wilhelm Murnau – Teil 1: Vom Suchen und (nicht) Finden

KOLUMNE: LICHTBLICKE MIT BRAUNEM TON TEIL 9 – Zwischen Kunst und Ideologie : Der Mann, dem man den Namen stahl (1945)

KOLUMNE: DER VERGESSENE FILM – The Return of the Vampire (1943)

 

Heft #15 kann man HIER für € 4,00 zzgl. Versand beziehen.

„35 Millimeter“-Magazin: Ausgabe 14 erhältlich

Von , 29. April 2016 17:16

35MM-14Bei der aktuellen Ausgabe konnte ich bis auf eine DVD-Rezension von „Heiße Grenze“ (obwohl leider nicht mein Kürzel drunter steht) leider nichts beitragen. Die Redaktionskollegen hatten bereits alle Themen besetzt, als ich noch darüber nachgegrübelte, ob ich jetzt lieber über dies oder über jenes schreiben möchte. Aber auch so ist es wieder ein sehr schönes Heft geworden, welches ich den Lesern meines Blogs doch auch sehr gerne wieder ans Herz lege. Derweilen bastle ich schon mal an meinen Artikeln zur Nummer 15, die dann „Classic Beauties“ als Titelthema hat.

ZUR LAGE DES DEUTSCHEN STUMMFILMS – Interview mit Klaus Kreimeier

MITMACHKINO DER 20ER – Hüpfende Bälle und singende Zuschauer

MANIFEST ZUM STUMMFILM – Zur Schwerfälligkeit des tönenden Films

WIE DER FILM ZUR MUSIK KAM – Arrangieren, Kompilieren und Komponieren: Filmmusikpraxis in den 1920er Jahren

THE SOUND OF SILENCE – Die Anfänge der Filmmusik

DIE VERLORENE WELT – Als die Dinos laufen lernten

MEISTERWERKE IN BLECHBÜCHSEN – Beispiele fast vergessener Filme, die man leider nur schwer zu sehen bekommt

TORSO FILMERBE – Warum kaum ein Stummfilm mehr in seiner Original­fassung existiert

STUMMFILMARCHITEKTUR – Stille Monumentalität im Hintergrund

DER MÜDE TOD – Neu auf DVD

FRITZ LANG – Über Imitation und Biographie

KLASSIKER SEHEN – FILME VERSTEHEN – Filmgeschichte als Schulfach

ABENTEUER IN DER SÜDSEE – Hollywoods Garten Eden – Teil 2

Rubrik: Original & Remake – Kap der Angst

CONQUEST OF PARADISE – Hollywood-Expeditionen in der „Neuen Welt“

DEUTSCHE SYNCHRONSPRECHER – Margot Leonard

FILM AUF DEUTSCH – Besondere Synchronfassungen

MAYA DEREN – Symbolik und Surrealismus

Kolumne: QUOD ERAT MONSTER! – Sindbads 7. Reise

DIE RACHE DER GALERIE DES GRAUENS – Der Fluch des Dämonen & Planet der toten Seelen

DAS WERK EINES MEISTERS IST ZU ENTDECKEN – Mikio Naruse – Teil 4

Kolumne: Lichtblicke mit braunem Ton – Zwischen Kunst und Ideologie – Teil 8 – Peter Voss, der Millionendieb

Kolumne: CINEMAZZURRO – CALTIKI

Kolumne: DER VERGESSENE FILM – The War at Sea from Hawaii to Malaya

 

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„35 Millimeter“-Magazin: Ausgabe 12 erhältlich

Von , 28. Dezember 2015 15:35

35-MILLIMETER-Magazin-Cover-Ausgabe-12Hinweis in eigener Sache. Für die aktuelle Ausgabe des „35 Millimeter“-Magazins, welches sich diesmal schwerpunktmäßig mit dem Genre „Horror“ beschäftigt, habe ich wieder einen Artikel beigesteuert.  Diesmal habe ich mich intensiv mit dem „Godfather of Gore“, Herschell Gordon Lewis, auseinandergesetzt. Aber natürlich gibt es noch mehr lesenswerte Artikel im neuen Heft. Hier ein Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:

DIE GOLDENEN JAHRE – Eine Reise durch den Universal-Horror der 30er-Jahre

DER BLANKE HORROR IN BILD UND TON – Die kurze Blüte der Pre-Code-Schocker

VAL LEWTON – Der große Produzent mit der kleinen Filmografie

NOW YOU SEE ME? – Vom imaginativen Horror und voyeuristischer Angstlust

AUGEN OHNE GESICHT – Horror Made in France

PSYCHO & DIE VÖGEL – Ein Meister widmet sich dem Horror

MARIO BAVA – Bilder in allen Farben der Dunkelheit

DER KLASSISCHE HORRORFILM – Ein interview mit Prof. Dr. Marcus Stiglegger

AMICUS – DIE FRÜHEN JAHRE – Die Todeskarten des Dr. Schreck

HERSCHELL GORDON LEWIS – Der „Godfather of Gore“ und der Beginn eines neuen Zeitalters

DEUTSCHE SYNCHRONSPRECHER – Gisela Trowe

DIE RETTUNG DES FILMERBES UND DiE FACHWiSSENSCHAFTEN – Nachbericht zur Fachtagung

Kolumne: Lichtblicke mit braunem Ton – zwischen Kunst und Ideologie – Teil 6 – ROMANZE iN MOLL

DAS WERK EINES MEISTERS IST ZU ENTDECKEN – Mikio Naruse – Teil 2

DIE 57. NORDISCHEN FILMTAGE IN LÜBECK – Eine Reise in den hohen Norden – Nachbericht

Rubrik: Regie-Legenden – JULES DASSIN – TEiL 3: Stadt ohne Maske

 

Heft #12 kann man HIER für € 4,00 zzgl. Versand beziehen.

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