Das Bloggen der Anderen (26-09-16)

Von , 26. September 2016 17:07

bartonfink_type2— Letzte Woche gab es kein „Bloggen der Anderen“, da ich mich erst einmal von dem wunderschönen Internationalen Filmfest in Oldenburg erholen musste (Bericht folgt später). Da war auch Christian Gertz von mehrfilm. Allerdings in ganz anderen Vorstellungen als ich, weshalb es bis auf einen Film keine Überschneidungen geben wird. Hier sein Bericht.

– Eine interessante Diskussion über das Für und Wider von Filmschulen, an der auch der großartige Dominik Graf teilnahm, findet man auf critic.de.  Dort stellt Michael Kienzl auch den Bürgerrechtler, Life-Reporter, Modefotograf und Filmemacher Gordon Parks vor.

– Rajko Burchardt hat auf B -Roll einen interessanten Text zu der Schwierigkeit geschrieben, Künstler und reale Person voneinander zu trennen. Lucas Barwenczik fragt sich, ob 2016 das Jahr ist, indem das Kino aufhört wichtig zu sein. Andreas Köhnemann berichtet vom Filmfest in San Sebastian und hat dort u.a Bertrand Bonellos „Nocturama“ und J.A. Bayonas „A Monster Calls“ gesehen.

– 20. September 2016 starb der Regisseur Curtis Hanson. Der Kinogänger widmet ihm einen Nachruf.

– Eine „kurze und höchst unvollständige Geschichte der rotierenden Raumstation“ hat Manfred Polak auf Whoknows presents aufgeschrieben.

– Schwanenmeister schreibt auf negativespace noch einmal über die Locarno-Retrospektive zum deutschen Nachkriegsfilm, die nun um zwanzig Filmen ergänzt und thematisch erweitert, im Oktober ins Deutsche Filmmuseum nach Frankfurt kommt. Sein Fazit: „Nach den Vorführungen wird dringend eine Überarbeitung der deutschen Filmgeschichte angeraten.“

„Wider dem Erdmann“ meint Sir Donnerbold von sdb-film und erklärt sehr detailliert und wortreich, warum ihm Maren Adens Film nicht mundete.

– Udo Rotenberg hat sich für Grün ist die Heide den späten Luis-Trenker-Film „Von der Liebe besiegt“ von 1957 angesehen und findet: „Trenkers „Von der Liebe besiegt“ kam zwar nicht ohne Klischees aus, verband in seiner Anlage aber Elemente der Bergromantik mit den sozialen Veränderungen der 50er Jahre. Die Anspielungen auf Missstände der „Wirtschaftswunder“-Zeit, die Veränderungen im Familienbild sowie die selbstbewusst gestaltete Frauenrolle sind überraschend modern für das Genre und laden zu einer Wiederentdeckung ein.“

– „Der traumhafte Weg ist schmerzvoll und wunderschön, weil er diese Sehnsucht nach der Bewegung, der Berührung erspüren lässt, sie greifbar macht, aber sie dann in Auflösungserscheinungen vergehen lässt.“ So schreibt Patrick Holzapfel auf Jugend ohne Film über „Der traumhafte Weg“ von Angela Schanelec.

– Wang Bings Dokumentarfilm „Bitter Money“ lässt Michael Schleeh nicht mehr los. Warum, versucht er auf Schneeland zu erklären.

– Ekkehard Knör findet, er hätte die die Sichtung der Filme des iranischen Regisseurs Amir Naderi nachzuholen und beginnt auf cargo mit dessen Film „The Runner“ von 1984.

– Spannend. Victoria Steiner berichtet auf Blickabtausch über einen Dokumentarfilm, der bisher komplett an mir vorbei gegangen ist. „S Is For Stanley“ erzählt das Leben Stanley Kubricks durch die Augen seines Chauffeurs.

– Apropos Kubrick: totalschaden erklärt auf Splattertrash, warum ihn „Barry Lyndon“ nicht packen wollte.

– Lukas Foerster schreibt auf Dirty Laundry über „Fremde Stadt“ von Rudolf Thome.

– Den sehr schönen Dokumentarfilm „Wadd – The Life and Times of John C. Holmes“ habe ich damals recht zeitgleich mit „Boogie Nights“ gesehen, so, dass bei mir Realität und Fiktion teilweise etwas verschmelzen. Und ich manchmal gar nicht sagen kann, ob ich eine Szene in „Boogie Nights“ gesehen oder darüber in „Wadd“ gehört habe. Christian Genzel stellt die Doku auf Wilsons Dachboden vor.

– An dieser Stelle eine Empfehlung: Auf Witte’s Wöchentliche Tipps stellt Christian Witte Filme vor. Die er während der vergangenen Woche gesehen hat. Dies geschieht ziemlich umfangreich und informativ. Kann man sich ruhig mal bookmarken. Diese Woche u.a. „Fletschers Visionen“, „The Master“ (Jet Lis erster Hollywood-Ausflug) und Jackie Chans Neuer: „Skiptrace“ – Regie Renny Harlin!

– „Truck Driver – Gejagt von einem Serienkiller“ hieß der australische Thriller „Roadgames“ mit Stacey Keach und Jamie Lee Curtis hierzulande. Sascha von Die seltsamen Filme des Herrn Nolte, spricht eine dicke Empfehlung aus.

– Eine Empfehlung spricht auch funxton aus. Er tut dies für „Flic Story“ von Jacques Deray mit Alain Delon und Jean-Louis Trintignant. Klingt spannend und kenne ich noch gar nicht.

– Ebenfalls noch nicht gesehen: „Vampire’s Kiss“ mit Nicolas Cage. Zumindest nicht den ganzen Film. Clips daraus geistern ja im Internet herum. Als Lachnummer und Beleg für Nicolas Cages angebliche Überzogenheit. Dass aber dahinter ein sehr sehenswerter und toller Film steht, habe ich irgendwie schon immer geahnt. Oliver Nöding von Remember It For Later bestätigt diesen Verdacht.

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