„Rettet die Schwedin!“ – Crowdfunding-Aufruf für die Rettung des Filmes „Der Perser und die Schwedin““

Zum neuen Jahr soll man ja gute Vorsätze einhalten – oder wenn das zu schwer ist, jenes dann eben mit einer guten Tat beginnen. Dann entscheide ich mich mal für die zweite Möglichkeit und weise mit großer Freude auf eine Crowdfunding-Aktion für eine gute Sache hin.

Der legendäre Hofbauer-Kongresses, findet regelmäßig in Nürnberg stattfindet und lockt Kinoenthusiasten mit fast, und ganz, vergessenen, besonderen Zelluloid-Werke in die schöne fränkische Stadt, um sich in den heiligen Hallen des KommKinos gemeinsam in eine wunderbar merkwürdige Welt zu begeben, die Kino eben auch sein kann. Aus dem Dunstkreis dieser Kongresse stammt auch die Crowdfunding-Aktion, für die ich hier die Trommel rühren möchte. Denn die KommKino-Leute haben eine von scheinbar nur noch zwei existierenden Kopien des Films „Der Perser und die Schwedin“ in ihrem Fundus. Dieser Film sorgte offenbar auf einem der letzten Kongresse für solche Furore, dass sich das junge Label „Forgotten Film Entertainment“ sich diesem annehmen möchte. Denn eine der Kopien zeigt bereits rapide Auflösungserscheinungen. Doch eine Restauration und HD-Abtastung ist teuer und damit der Film der Nachwelt erhalten bleibt, brauchen sie unser Geld. Bei einer Spende von Euro 25,- tut man ein gutes Werk und bekommt gleichzeitig noch die – dann hoffentlich existente – DVD zugeschickt. Finden sich genug edle Spender, sind für die Euro 25,- sogar eine Blu-ray (sprich dann Mediabook) drin. Ich habe meinen Obolus bereits abgedrückt – jetzt seit ihr dran. Denn die Zeit tickt und noch fehlt ein ganzes Stück zum Glück.

Zum Crowdfunding (und noch mehr Infos) geht es HIER.

Noch ein paar Worte zum Film von Oliver Nöding:

„DER PERSER UND DIE SCHWEDIN ist mehr als nur ein Film: Er ist ein Mysterium ersten Ranges. Ein rätselhaftes, absolut einzigartiges, heute nahezu unerklärliches Werk voller Wunder und verschrobener Schönheit. Ein kultisches Artefakt einer längst vergangenen Epoche, das für immer in Vergessenheit zu geraten droht. DER PERSER UND DIE SCHWEDIN muss erhalten bleiben, um die Menschen auch weiterhin zu berühren und zu verzaubern. Und ihr könnt daran teilhaben.

DER PERSER UND DIE SCHWEDIN hat die Kraft, seinen Zuschauer umgehend zu Filmfans zu machen, so er denn noch keiner ist. Aber selbst einem mit allen Wassern gewaschenen Cineasten, der meint, alles schon gesehen zu haben, wird die entwaffnende Unschuld dieses Films ein zweites Mal die Augen öffnen. Wer angesichts der heute in sterilen Multiplexen dargebotenen Einfalt und der eigenen Abgebrühtheit der Erregung und Begeisterung seines ersten Kinobesuchs hinterhertrauert, findet hier sein Shangri-La.

DER PERSER UND DIE SCHWEDIN: Hinter dem etwas schmucklosen deutschen Titel verbergen sich lustvolle Assoziationen, erotische Versprechungen, ungezügelte Exotik, rauschhafte Entgleisungen und pralle, pochende Lust. Es ist der erste und wohl auch einzige Film des vollkommen unbekannten Iraners Akramzadeh, der es sich im Stile eines großen Künstlers auf heiliger Mission nicht nehmen ließ, auch das Drehbuch zu schreiben und die Hauptrolle zu spielen. Wir wissen heute nicht mehr, was er sich von diesem Werk versprach oder was er danach machte: Aber man spürt sofort, dass in dieses verträumte Herzensprojekt jeder Tropfen verfügbaren Bluts und Kleingelds hineingegossen wurde. DER PERSER UND DIE SCHWEDIN kann mit Fug und Recht als Magnum opus, als Lebens- und Meisterwerk bezeichnet werden. Akramzadeh schuf ein möglicherweise autobiografisch angehauchtes Sitten- und Liebesmelodram, einen im brodelnden London der frühen Sechzigerjahre angesiedelten Nachtschwärmerfilm, der das ganze emotionale Spektrum eines Lebens im Überschwang der wallenden Hormone einfängt. DER PERSER UND DIE SCHWEDIN bringt heimische Bildschirme zum tanzen.“

Und zu guter Letzt noch der Trailer:

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