Das Bloggen der Anderen (10-11-15)

Von , 10. November 2015 21:12

bartonfink_type2– Die Nordischen Filmtage in Lübeck sind ein ganz wunderbares Filmfestival, welches ich auch gerne mal wieder besuchen würde. Leider fehlt mir dazu momentan die Zeit. Sonja Hartl hat auf B-Roll einen Vorbericht zu den Filmtagen geschrieben, Rainer Kienböck berichtet auf Jugend ohne Film direkt vom Festival und auf Zeilenkino kann man dann nachlesen, wer die diesjährigen Preisträger waren.

– Zwei Nachträge zur Viennale gibt es auf critic.de. Michael Kienzl vervollständigt seine Festivalnotizen und in meinen Augen fast noch wichtiger: Seine Beobachtungen zu der „Austrian Pulp“-Nebenreihe, die hochspannend kuratiert war.

Daumenkino berichtet vom Filmfest Braunschweig, wo einige ausgesprochen interessante Filme liefen. So schreibt Florian Krautkrämer über den kolumbianischen „Embrace of the serpent“, Philipp Baumgartner über den spanischen „Heroes of Evil“ und Miriam Eck über den deutschen „Der Bunker“, auf den ich schon sehr gespannt bin.

– Lucas Barwenczik hat auf B-Roll einen hochinformativen und sehr lesenswerten Artikel um die Wechselwirkung und gegenseitige Beziehungen von Filmen und ihre Fans veröffentlicht. Stefan Otto stellte eine Neuerscheinungen bei den Filmbüchern vor.

– Simon Kyprianou stellt auf Die Nacht der lebenden Texte noch zwei seiner Bond-Favoriten vor und überrascht mit „Ein Quantum Trost“.

– Auch bei Duoscope dreht sich alles um Bond und zwar um den ersten Bond-Film „Dr. No“, der von Marco detailliert und kenntnisreich analysiert wird.

Schöner Denken fast unter dem hübschen Titel „Das Mars-Bloggen der Anderen“ (aha) mehrere deutschsprachige Blog-Einträge über Ridley Scotts „The Martian“ zusammen.

– Carsten Happe ist auf filmgazette begeistert von Peter Stricklands neuem Film „The Duke of Burgundy“, über den er schreibt „(Peter Strickland durchmisst) mit (…) „The Duke of Burgundy“ einen europäischen Filmraum, der von Subgenres wie dem italienischen Giallo und Filmemachern wie Jess Franco und Dario Argento geprägt wurde und mit einem ausgeprägten Ästhetizismus einhergeht. Dabei aber, und das ist neu und wesentlich für Stricklands Werk, eine Reflektionsebene über das Genrekino direkt mit einbezieht.“ Klingt doch super.

– Wer wissen möchte, welche Filme 2015 in deutschen Kinos anliefen, der wird bei mehrfilm.de fündig.

– Robin Schröder empfiehlt auf Mise en cinéma den japanischen „Sterben auf dem Land“, ein „Metafilm durch und durch, der sich zwar gewisse formale und inhaltliche Unterhaltungswerte bewahrt, aber in erster Linie eben der (Selbst-)Reflexion dient. Kein leichter Stoff, aber eine lohnenswerte Erfahrung für interessierte Denker und faszinierte Anhänger der japanischen Avantgarde.“

– Und Oliver Nöding kniet auf Remember It For Later vor John Fords frühem Meisterwerk „The Iron Horse“ nieder. Auch von Peter Hymes „Enemies Closer“ mit Jean-Claude Van Damme kann er sich begeistern.

– Oliver Armknecht von film-rezensionen.de empfiehlt den Retro-Spaß „Turbo Kid“, der überall sehr gut ankommt. Der Anime „Tokyo Ghoul“ klingt zwar klasse, kommt aber scheinbar über guten Durchschnitt nicht hinaus. Schade.

funxton empfiehlt den wunderbaren „Die Engel von St. Pauli“, der gerade auf Blu-ray veröffentlicht wurde. Ferner schreibt er über Juan Piquer Simóns im Zuge von „The Abyss“ entstandenen Unterwasser-Film „The Rift“, der hier überraschend gut abschneidet.

– Apropos Horror aus Spanien. Schlombies Filmbesprechungen haben diesmal „Invasion der Zombies“ zum Thema und hier bin ich mir mit Schlombie auch einig. 4 von 5? Passt.

– Nicht wirklich überein stimme ich mit JackoXL, der auf Die drei Muscheln Dario Argentos „Stendhal Syndome“ bespricht. Den finde ich doch sehr viel interessanter. Des weiteren sieht sich stu noch einmal „The Crying Game“ an, der in den 80ern große Furore machte, heute aber fast schon wieder vergessen ist.

– Jan Noyer schreibt auf Der Kuleschow-Effekt über den – wie ich finde – wundervoll bösen „A Boy and his Dog“, der bei ihm aber nur gutes Mittelmaß erreicht.

– Milian und Merli, was soll da schon schief gehen? Eigentlich nichts, meint auch totalschaden auf Splattertrash über „Die Viper“.

– Sebastian empfiehlt auf Nischenkino ganz herzlichen den deutsch produzierten und mit einer internationalen Besetzung (Robert „Elliot Ness“ Stack in der Hauptrolle) gedrehten Abenteuer-Reißer „Die Hölle von Macao“ und die Besprechung macht auch wirklich Lust auf diesen Film.

– Sehr ans Herz legt auch Michael Schleeh seinen Lesern auf Schneeland einen Film. Der chinesische „Buddha Mountain“ wird von ihn beschrieben mit: „Manchmal fühlt sich das auch alles an wie eine Märchenerzählung, außerweltlich, traumartig, schockierend, traurig, ätherisch, flüchtig. Zurück bleiben eher Bilder und Gefühle, als eine Geschichte.“

– Alex Klotz schreibt auf Hard Sensations über den abschließenden Teil der „This is England“-Saga.

– Obwohl ich ein großer Freund des polnischen Kinos bin, habe ich von dem Ehepaar Themerson und ihren in den 30er und 40er entstandenen, experimentellen Kurzfilmen noch nie etwas gehört. Bis ich Manfred Polaks hochspannenden Artikel auf Whoknows presents gelesen habe.

Neues aus Hollywood liest man beim Kinogänger.

Eine Antwort für “Das Bloggen der Anderen (10-11-15)”

  1. Sebastian sagt:

    Hi Marco! Wir haben Euch für einen Liebster Award nominiert. Alle Infos und die Fragen sind hier: http://www.nischenkino.de/wir-sind-fuer-den-liebster-award-nominiert/

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