Das Bloggen der Anderen (24-08-15)

Von , 24. August 2015 21:37

bartonfink_type2– Das war jetzt überraschend. Mauritia Meyer hat auf Schattenlichter einige Impressionen von apulischen Filmdrehorten gepostet. Und siehe da, verschüttete Erinnerungen stiegen in mir auf. Dort war ich doch in den späten 70er Jahren als kleiner Knirps und verbrachte in Apulien wunderschöne Urlaube mit meinen Eltern. Die Trullis, das Castel del Monte. Fast vergessen und nun wieder da vor meinem geistigen Auge. Dann muss ich mir mal die dazugehörigen Filme besorgen. D.h. „“Die Killer der Apokalypse“ liegt hier auch schon irgendwo…

– Ein Déjà-vu der anderen Art ist Udo Rotenbergs Besprechung des Filmes „Verführung am Meer“ von Jovan Zivanovic. Eben jener wurde nämlich vor wenigen Wochen auch auf Whoknows presents besprochen. Nichtsdestotrotz ist natürlich auch Udos Rezension auf Grün ist die Heide nicht nur als Ergänzung sehr lesenswert.

– Ebenso wie seine Vorstellung des Filmes „Totò in der Hölle“ auf L’amore in cittá. Der in Italien extrem populäre und in den 40 bis 60er Jahren auch sehr umtriebige Totò ist hierzulande ja fast völlig unbekannt, wenn er nicht von beispielsweise Pasolini eingesetzt wurde. Zweit also, sich diesem Thema einmal zu widmen.

– Heute ebenfalls fast vergessen ist Adrian Lynchs stilbildenden 80er-Jahre-Erotikfilm „9 ½ Wochen“, der dafür verantwortlich war, dass Kim Basinger so manchem den Schlaf raubte und Joe Cockers „You Can Leave Your Head On“ zum abgenüdelten Striptease-Standard wurde. Das Soundtrack-Album hatte ich damals sogar. Oliver Nöding hat ihn auf Remember It For Later wiedergesehen. Außerdem: Steve McQueen und Dustin Hoffman in „Papillion“.

– Sascha hat Wim Wenders 4-Stunden-Epos „Bis ans Ende der Welt“ gesehen und verrät auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte, warum es ihn nicht gepackt hat.

– Volker hat bei mir im Blog einen Gastbeitrag zum Film „Dick und Doof in der Fremdenlegion“ verfasst. Auf seinem eigenen Blog, Die Nacht der lebenden Texte, schreibt er über Laurel und Hardys Meisterwerk „The Music Box“.

Going to the movies bespricht zwei Filme, die letztes Jahr auf dem Internationalen Filmfest in Oldenburg liefen, die ich dort aber aus unterschiedlichen Gründen verpasst habe: „Miss Meadows“ war damals der einzige Film, bei dem ich es erlebt habe, dass es keine Pressekarten mehr gab, weil alle beiden Vorstellungen bis auf den letzten Platz ausverkauft waren. Und „White Bird in a Blizzard“ verlor gegen einen Film, der mich mehr interessierte. Wie ich aber sehe, habe ich auch weder in dem einen, noch dem anderen Falle etwas versäumt.

– Selbiges gilt scheinbar auch für „Vorsicht vor Leuten“ von den „Stromberg“-Machern. Ein Film den Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de bespricht. Dafür scheint „Frank“ mit einem maskierten Michael Fassbender aber sehr vielversprechend zu sein.

– Sebastian hat auf Nischenkino einmal die Besprechungen der dort erschienenen Don-Siegel-Retro zusammengefasst.

– Mit zwei Retrospektiven geht es auch beim Cereality weiter. In der Cronenberg-Retro wird „Eastern Promises“ hoch gelobt. Den mag scheinbar jeder. Muss ich wohl noch einmal gucken. Im Kino stießen mir damals die tumben Klischees doch sehr auf. Und auch die Hans W. Geißendörfer-Retro geht weiter. Diesmal wird der mir unbekannte „Perahim – Die zweite Chance“ von 1972 besprochen, für den Uli Edel und Bernd Eichinger (!) das Drehbuch schrieben.

– Auf Duoscope findet man ein informatives und sehr umfangreiches Portrait über den Ausnahme-Schauspieler Sean Penn.

– Sascha Schmidt hat auf Okaeri die japanische Schauspielerin Sakura Ando (u.a. „Love Exposure“) interviewt.

– Michael Fleig schreibt auf critic.de über die für ihn sehr enttäuschenden Kurzfilme auf dem Fantasy Filmfest.

– Patrick Wellinski reflektiert auf B-Roll über Licht und Schatten im Film, während Lucas Barwenczik Tarsem Singh und seine Filme vorstellt. Derweil Patrick Holzapfel einem der – meiner Meinung nach – besten deutschen Regisseure zum 50. Geburtstag gratuliert: Hans-Christian Schmid.

– Apropos Patrick Holzapfel. Auf seinem eigenen Blog Jugend ohne Film schreibt er, warum ihn Kamerafahrten im Film so begeistern und stellt einen wenig bekannten „Kurzfilm“ (eigentlich einen Verkehrserziehungs-Film) des großen Dänen Carl Theodor Dreyer vor.

– Hoffman auf Drei Cineasten über „Drei verschiedene Erscheinungsformen des Film Noir“. Außerdem stellt er den tollen Neuzeit-Western „Einsam sind die Tapferen“ mit Kirk Douglas vor und zieht Parallelen zum 20 Jahre später entstanden ersten „Rambo“.

Indyfilmblog schreibt darüber, wie er durch den Film „Flash Point“ Donny Yen für sich entdeckt hat und schwärmt von dem Finale dieses Filmes, das er mit den großen Klassikern des Martial-Arts-Kinos gleichsetzt.

– Michael Schleeh ist auf Hard Sensations sehr angenehm von dem australischen Amateur-Splatterfilm „ Wyrmwood: Road of the Dead“ überrascht.

– Auf seinem eigenen Blog Schneeland findet er „Attack on Titan“ von Shinji Higuchi sehr viel besser als seinen Ruf und zeigt sich von Dante Lams Radsportfilm „To the Fore“ enttäuscht.  Dafür hat er dafür gesorgt, dass ich unbedingt den Bollywood-Revenge-Thriller „Nastik“ mit Amitabh Bachcha sehen muss. Zitat: „In NASTIK scheint alles möglich, und am besten überzeugt man sich selbst von der Güte dieses abwechslungsreichen Films. Genre-Grenzen kennt dieser Film jedenfalls nicht.“

Hauptsache (Stumm)Film widmet sich Sacha Guitrys 1951 entstanden Film „Das Scheusal“ mit Michel Simon.

– Die Cannon-Ninjafilme waren ein Renner bei uns in der Schule. Seltsamerweise habe ich die aber bis heute nicht gesehen. Totalschadens Besprechung von „Die Rückkehr der Ninjas“ auf Splattertrash weckt jetzt auch nicht so sehr meine Neugier. Vielleicht später einmal…

Yzordderrexxiii hat seit seiner Kindheit eine „guilty pleasure“. Auf seinem Blog erzählt er, warum er den italienischen Endzeitfilm „She“ von Avi Nesher so mag.

– Ich habe auch einen Film, den ich seit meiner Kindheit sehr, sehr liebe: „Meuterei am Schlangenfluss“ von Anthony Mann mit James Stewart. Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen hat ihn sich auch angeguckt und findet ihn leider „insgesamt zu lahm“, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Hach, ich könnte den gleich wieder gucken. Da freue ich mich doch mehr über die Erwähnung zweier meiner Rezensionen in seinen „Besprechungen der Anderen“.

– Zu Letzt: Neues aus Hollywood vom Kinogänger.

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