Das Bloggen der Anderen (22-06-15)

Von , 22. Juni 2015 23:10

bartonfink_type2_ Irgendwann in den letzten Wochen hatte ich ja bereits erwähnt, dass ich die Texte von Lucas Barwenczik auf B-Roll sehr gerne lese. Auch sein neues Essay über Armut im Film spricht mir aus der Seele, so dass ich diesen mal an den Anfang dieser Ausgabe von „Das Bloggen der Anderen“ setze. Ebenfalls auf B-Roll gratuliert Andreas Köhnemann der göttlichen Isabella Rossellini zum 63. Geburtstag.

– Bluntwolf zeigt sich auf Nischenkino begeistert von dem deutschen Polizei-Thriller „Wir waren Könige“ über ein SEK-Team.

– Smooli von den Drei Muscheln ist von „Wir waren Könige“ weniger hingerissen, zeigt sich aber beeindruckt von der schauspielerischen Leistung des großartigen Frederick Lau. Außerdem hat er „German Angst“ gesehen und kommt zu einem zwiespältigen Ergebnis, bei dem er vor allem mit der Kosakowski-Episode massive Probleme hat. Stu zeigt sich demgegenüber von dem neuen Anders Thomas Jensen-Film „Men & Chicken“ durchaus angetan, auch wenn er seiner Meinung nach nicht die Klasse von „Adams Äpfel“ erreicht.

– Auch Thorsten Krüger von Komm&Sieh legt seinen Lesern Jensens Film „Men & Chicken“ nahe.

– Oliver Armknecht von film-rezensionen.de macht mich neugierig auf den neuen Film des „Bremer Filmpreis“-Trägers Ulrich Seidl: „Im Keller“.

– „It Follows“ sammelt überall gute Kritiken. Yzordderrexxiii kann der Film zwar nicht komplett begeistern, er hält ihn aber trotzdem für einen der besten Horrorfilme des Jahres. Auch gesehen: Dario Argentos „Trauma“, der ihm besser gefiel als dessen Ruf ist. Einer Meinung, der ich mich anschließen würde.

– Apropos Argento: Darios Tochter und Hauptdarstellerin Asia hat einen latent autobiographischen Film namens „Missverstanden“ gedreht, über den Till Kadritzke auf critic.de schreibt: „Argento scheißt auf alles, aber feiert damit weniger das Kino als ihr eigenes Scheißen.“ Immer wieder gerne drauf hingewiesen: Die tolle Jodorowski-Box von Bildstörung, die der nicht minder tolle Bodo Traber ebenfalls hier bespricht.

– Bleiben wir bei tollen Sachen. Silvia Szymanski hat auf Hard Sensations eine wunderbar eigenwillige Besprechung des neuen Films von Christoph Hochhäusler, „Die Lügen der Sieger“ online gestellt.

– Lukas Foerster hat auf Dirty Laundry in der deutschen Filmgeschichte gegraben und dabei zwei spannende Filme ans Tageslicht geholt: „Mein schönes kurzes Leben“, den Klaus Lemke 1970 inszenierte und „Paul kommt zurück“ von Peter F. Bringmann, der zwar Manfred Krugs erster „West-Film“ war, aber vor allem durch Thilo Prückner glänzt.

– Sano Cestnik empfindet große Liebe für den eher unbekannten Dominik-Graf-Film „Der Felsen“, welchen er zur #55 der 100 deutschen Lieblingsfilme auf Eskalierende Träume macht. Ebenfalls dort diskutiert er den Film noch einmal zusammen mit Alexander Schmidt in der Tiefe.

– Über Grafs neues Werk, den Dokumentarfilm „Was heißt hier Ende“ hat Christian Gertz auf mehrfilm.de eine sehr deferenzierte Kritik geschrieben.

– Es gibt ein Filmgenre, welches man heutzutage als „unterschlagen“ ansehen könnt, da es einen ganz besonders üblen Leumund hat: Der Heimatfilm. Udo Rotenberg hat sich dieses ungeliebten Genres, welches einst die Massen ins Kino zog, angenommen und auf Grün ist die Heide in mehreren Teilen ein höchst informatives Plädoyer für dieses gar nicht uninteressante Gebiet veröffentlicht. In dieser Woche die Jahre 1947-1950 und 1951-1954.

– Mauritia Mayer von Schattenlichter war im weit entfernten Dillingen, wo ein großer Enthusiast ein Mini-35mm-Festival mit ganz wunderbaren Genretiteln auf die Beine gestellt hat. Unbedingt erwähnens- und lobenswert! Schade das Dillingen von Bremen aus am A** der Welt liegt. Ein Besuch wäre es sicherlich wert. In der Zwischenzeit bleibt mir da nur das Heimkino, wo ich vielleicht irgendwann mal meine Bildungslücke in Bezug auf italienische „Sandalenfilme“ schließen kann. Mauritias Vorstellung von „Maciste, der Rächer der Verdammten“ lädt ja dazu ein.

– Dass der Giallo „The Crimes of the Black Cat“ in Kopenhagen spielt, war mir gar nicht mehr bekannt. Wohl aber, dass er mir ähnlich gut gefiel, wie Sascha von Die seltsamen Filme des Herrn Nolte.

– Timo Kießling stellt auf cereality zwei frühe, experimentelle Kurzfilme von David Cronenberg vor. Stefanie Schneider schreibt über den mir unbekannten Animationsfilm „Ernie Biscuit“, der von den Machern des von mir sehr gemochten „Mary & Max“ stammt.

– Der Intergalactic Ape-Man durfte vor einiger Zeit in dem Fanzine „Der Zombie“ über Stuart Gordons „From Beyond“ schreiben. Den „Director’s Cut“ des Artikels hat er nun auf seinem Blog Intergalaktische Filmreisen online gestellt.

– Oliver Nöding hat auf Remember It For Later die komplette „Der weiße Hai“-Reihe besprochen. Bei seiner Einschätzung des meisterhaften ersten Teils spricht er mir aus dem Herzen.

– Alexander Matzkeit hat auf real virtuality einen sehr interessanten und unbedingt lesenswerten Artikel über CGI, Mad Max und den vermeintlichen Unterschied zwischen guter und schlechter CGI geschrieben.

– Philipp Stroh versucht auf wieistderfilm? In kurzen Sätzen die (technische) Geschichte des Films zusammenzufassen.

– Zum Schluss noch ein Zuckerstück für Leute wie mich. Unter dem vielversprechenden Titel „Howard Hawks zu Gast bei Jess Franco“ setzt sich david auf Whoknows presents mit „X312: Flug zur Hölle“ auseinander.

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