“Weird Xperience”: Morgen im City 46 – „Nude on the Moon“ mit Gast Christian Keßler

Nude_on_the_moontZum Auftakt des zweiten Halbjahres zeigt Weird Xperience morgen, Donnerstag, den 25. September, um 20:30 Uhr einen ganz besonderen Leckerbissen des Sexploitation-Films: Doris Wishmans zweiten Spielfilm “Nude on the Moon”, der 1961 in die Kinos kam und umgehend im Staate New York verboten wurde. Die kuriose Begründung: Es sei zwar legal, Nacktheit in einem Nudistencamp zu zeigen – Nacktheit in einem Nudistencamp auf dem Mond ginge aber zu weit.

Trotzdem (oder gerade drum) wurde “Nude on the Moon”, der für ein paar Dollar in einem Freizeitpark in Miami gedreht wurde, ein großer Erfolg. Doris Wishman sollte danach noch weitere sechs “Nudisten”-Filme drehen, die so schöne Titel trugen wie “Blaze Starr Goes Nudist”, “Gentleman Prefer Nature Girls” oder “Behind the Nudist Curtain”. Danach avancierte sie mit Werken wie “Bad Girls Go to Hell”, “The Amazing Transplant” und vor allem “Deadly Weapons” (deutscher Titel: “Teuflische Brüste”) und “Double Agent 73″ (beide mit Chesty Morgan) endgültig zur Grand Dame des amerikanischen Sexploitationkinos .

“Nude on the Moon” handelt von den beiden Wissenschaftlern Professor Nichols und Dr. Jeff Huntley, die mit ihrer Rakete zum Mond fliegen, um dort eine erdähnliche Vegetation und Gold zu entdecken. Dummerweise ist der Mond von einer Kolonie telepathisch begabter Nudisten besiedelt, die unsere beiden Helden , umgehend gefangen nehmen und zu ihrer Königen bringen. Werden sie sich die Beiden aus den Klauen der Nudisten befreien können und zur Erde zurückkehren?

“The B-52s”-Sänger Fred Schneider, der auch mit Doris Wishman befreundet war, ist ein riesiger Fan dieses Films und benannte ein “The B-52s”-Best-Of-Doppelalbum nach “Nude on the Moon”.

nude-on-the-moon-2Wir freuen uns sehr, nicht nur dieses bisher nie in Deutschland veröffentliche Juwel des frühen amerikanischen Sexploitation-Films zeigen zu können, sondern gleichzeitig auch einen kompetenten Gast zu präsentieren, der wie kein anderer in Deutschland die Botschaft des “anderen” Films unter ein begeistertes Volk bringt: Christian Keßler. Christian wurde bekannt mit seinen Artikeln zum Exploitationkino, die er der legendären Zeitschrift “Splatting Image” veröffentlichte und mit den zahlreichen Audiokommentare, die er für zahlreiche DVD-Veröffentlichungen eingesprochen hat. Ferner hat er Bücher über den italienischen Genrefilm, den Italo-Western und den amerikanischen Pornofilm der 70er Jahre geschrieben. Im Herbst erscheint sein neustes Buch “Wurmparade auf dem Zombiehof: Vierzig Gründe, den Trashfilm zu lieben”, in dem er auch so einiges über “Tante Doris” Wishman zu erzählen hat.

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