Posting Nummer 1.000

1000„Alles ist futsch…“ Diese traurige Nachricht war vor 5 ½ Jahren der erste Eintrag in dieses Blog. Daran erinnere ich mich auch heute noch sehr gut. Nachdem das Blog bereits drei Wochen online war, führten Probleme beim Provider dazu, dass plötzlich alle bis dahin geschriebenen Texte verloren gegangen waren. Sieben Stunden später konnte ich dann aber glücklicherweise melden, dass ich die Artikel Dank des Google-Caches wiederherstellen konnte. Trotzdem zähle ich heute diesen Eintrag vom 5. November 2008 als Startschuss für mein Blog „Filmforum Bremen“. Und wenn ich heute zurückschaue, hat sich in den vielen Jahren doch sehr viel getan. Ich habe mir eben noch einmal die ersten Artikel aus dem November 2008 durchgelesen und gemerkt, wie stark sich doch der Fokus geändert hat. War mein Bemühen am Anfang, den Bremer Filmfreunden möglichst viele Infos über Veranstaltungen oder generell interessante, filmrelevante Themen aus Bremen zu bieten, hat das Blog mittlerweile einen überregionalen Schwerpunkt.

Rezensionen, Festivalberichte, Interviews und vor allem das sehr erfolgreiche „Bloggen der Anderen“ sind nicht nur Bremer, sondern für alle Filmfreunde da. Aus der Anfangszeit ist eigentlich nur noch die Rubrik „Originalfassungen in Bremen“ übriggeblieben, von der ich weiß, dass sie ihre regelmäßigen Leser hat. Und natürlich gibt es auch weiterhin Veranstaltungshinweise für Bremen, auch wenn mir da heute mehr durch die Lappen geht als früher, als dies noch ein zentrales Thema des Blogs war. Da stellt sich die Frage, warum das Blog immer noch „Filmforum Bremen“ heißt, und sich mittlerweile keinen cooleren Namen gegeben hat. Nun, einerseits hat sich „Filmforum Bremen“ durchaus schon auf kleinem Niveau zu so etwas wie einer „Marke“ entwickelt und anderseits erinnert mich der Name daran, mein ursprüngliches Ziel, nämlich die Filmfreunde aus Bremen irgendwie zusammenzubringen, nicht ganz aus den Augen verliere. Auch wenn ich mittlerweile die Hoffnung fast aufgeben habe. Entweder die Bremer Filmfreunde sind nicht gerade internetaffin und kennen mein Blog gar nicht, oder sie interessieren sich nicht für eine solche Art der Vernetzung und bleiben lieber in ihrem eigenen Stübchen. Dass es sie gar nicht gibt, daran mag ich jedenfalls nicht glauben.

Immerhin aber hat sich das Blog schon soweit einen Namen gemacht, dass ich in der Vergangenheit schon häufiger von unserer lokalen Tageszeitung, dem „Weser Kurier“, angeschrieben und zu diversen Kinothemen um meine Meinung gefragt wurde. Das schmeichelt dem Ego und ist eine schöne Anerkennung, der Arbeit, die man mit seinem Blog leistet. Auch sonst habe ich über das Blog ein paar nette Kontakte kennengelernt, seien es andere Blogger oder Filmemacher. So macht das dann auch wirklich Spaß. Wobei man aber nicht verhehlen darf, dass es auch andere Zeiten gibt. Wenn einem das alles über den Kopf wächst und gerade die regelmäßigen Rubriken zur Last werden. Wenn man mit viel Herzblut einen langen Artikel geschrieben hat, der einem sehr wichtig ist, oder eine Rezension mit der man so vollauf zufrieden ist, und dann gar keine Reaktion kommt. Ich denke, diese Situationen kennt jeder Blogger. Aber wenn dann doch Feedback kommt, Diskussionen entstehen, man generell merkt, dass man gelesen wird und die Leser sich auch mit den Inhalten auseinandersetzten, dann gibt das wieder einen gehörigen Motivationsschub, der einen dann auch über die tiefsten Täler hilft. Aber auch ein einfaches „Like“ auf Facebook oder eine Verlinkung hilft manchmal schon etwas.

Insgesamt bin ich mit der Entwicklung, die das Blog genommen hat, sehr zufrieden. Die Besucherzahlen sind schon weitaus höher, als ich mir das noch vor einigen Jahren hätte vorstellen können und wachsen noch weiterhin. Was – wie ich aus der Statistik entnehmen kann – vor allem an den Reviews und dem „Bloggen der Anderen“ liegt. In letzter Zeit ist schon viel passiert und ich konnte eine Menge – wenn auch nicht alles – von dem umsetzen, was ich mir vorgenommen hatte. Und wieder habe ich eine Menge Pläne, was ich mit und in diesem Blog noch machen möchte – lasst Euch überraschen.

Jetzt liegen erst einmal die nächsten 1.000 Postings vor mir, und ich bin schon sehr gespannt, was die Zukunft bringt.

In diesem Sinne: Frohe Ostern!

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9 Antworten zu Posting Nummer 1.000

  1. purgatorio sagt:

    Herzlichen Glückwunsch zum 1000sten Posting!

    Obwohl Bremen doch ziemlich weit weg ist schlage ich hier häufiger auf! Also weiter so!

  2. Schlombie sagt:

    Dann erst mal Glückwunsch zum 1000.Posting und von meiner Seite aus, aus der Sicht von jemanden der diesen Blog vergleichsweise noch nicht all zu lange kennt (etwa ein Jahr), kann ich nur anmerken: weiter so!!! Du hast mich nicht nur zu meiner Rubrik „Die Besprechungen der Anderen“ motiviert, Du hast in mir auch einen regelmäßigen Leser, der immer wieder neugierig vorbeischneit. Ich kommentiere nicht oft, aber ich bin da. Was den Namen des Blogs betrifft: der hat mich anfangs tatsächlich erst einmal von ihm ferngehalten, bis ich begriffen habe, dass es hier nicht nur um Bremen geht. Aber ich stimme Dir zu. „Filmforum Bremen“ ist bereits eine Marke, und jetzt als jemand Eingeweihtes dieser Seite, fänd ich eine Namensänderung ebenfalls keine gute Idee. Bleib den Anfängen treu! Das beweist Charakter. Übrigens hat den auch Dein Blog, das kann man nicht von allen behaupten. Bleibt nur zu sagen: ich wünsche Dir weiterhin so viel Freude wie bisher mit Deinem Blog. Auf die nächsten 1000 Postings!!!

  3. bullion sagt:

    Gratuliere! 1000 Postings sind doch wirklich ordentlich. Was du beschreibst trifft wohl tatsächlich auf jeden Blogger zu, zumindest kenne ich keinen, der nicht schon einmal ein Motivationstief hatte. Aber wie du sagst: Kommentare, ob hier oder auf Facebook, helfen da schon sehr.

    Dann mach mal weiter so – die nächsten 1000 Einträge gehen doch wie von selbst… 😉

  4. Alle Achtung. 1000 ist eine Zahl, die man gerade als gewissenhafter Autor mit der Bemühung um Inhalte erstmal schaffen muß. So ein Crash bei Blogspot hat mich damals auch zum Wechsel auf einen eigenen Hoster, auch wenns unter Bekannten ist, gebracht. Ich hatte da auch ganz schön Fracksausen, weil da schon einiges hochgeladen und teils noch nicht gesichert war. Wenn sowas dann noch als Einsteiger passiert, ist es bestimmt dramatisch.
    Ich finde übrigens die Verbindung mit deinem Heimatort ganz gut. Ich kenn das zwar aus anderen Bereichen auch, daß es undankbar ist, wenn man sich für den eigenen Kreis einsetzen möchte und auf Reserviertheit trifft, aber du gehst ja den richtigen Weg und bedienst auch den Rest des deutschsprachigen Netzes. Dabei hebst du dich dann aber auch mit etwas ab, was eben nicht alle bieten und das ist genau der richtige Weg, sei es mit der Dienstleistung (Info O-Ton Veranstaltungen in Bremen usw.) oder mit den Impulsen für die Suchmaschinen. Besser kann es jeder immer machen, aber da mach ich mir keine Sorgen. Dazu hast du zu viel Drang das Ding hier zu betreiben und probierst neue Ideen schon aus, wenn sie da sind. 🙂
    Als denn, schöne Ostern und weitermachen!

  5. Alex sagt:

    Herzlichen Glückwunsch! Auf die nächsten 1000!

  6. totalschaden sagt:

    Jau, einen herzlichen Glückwunsch.
    Da ich zu genau den Leuten gehöre, die durch Rezensionen und „dBdA“ auf diese Seite aufmerksam wurden, begrüße ich die Entwicklung deines Blogs sehr. Genau deshalb gehört das hier zu den – zeitbedingt – wenigen Blogs, die ich regelmäßig verfolge …
    Bis dahin …

  7. Eule sagt:

    Na dann, auf die weiteren 1000! Die Filmauswahl bei den Reviews ist jedenfalls allererste Sahne. 🙂

  8. Marco Koch sagt:

    Herzlichen Dank für die vielen lieben Worte. Der Artikel war jetzt zwar nicht als „fishing for compliments“ gedacht, aber trotzdem freue ich mich natürlich sehr über die vielen positiven Reaktionen. Fühlt Euch jetzt bitte alle einmal virtuell gedrückt 🙂

  9. Auch von mir herzlichen Glückwunsch!

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