DVD-Rezension: „Die Koch Media Italowestern-Enzyklopädie No. 1“

Von , 16. April 2013 11:08

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Nach etlichen Verschiebungen ist sie nun endlich da: Die seit langem angekündigte „Koch Media Italowestern Enzyklopädie Vol. 1“. Vor kurzem hat Koch Media ja schon mal einen Schwung Italowestern unter dem Label „Western Unchained“ auf den Markt geworfen. Darunter einige Repacks aus der legendären „Italowestern“-Reihe, aber auch einige interessante DVD-Premieren. In der „Italowestern Enzyklopädie“ werden nun ausschließlich Erstveröffentlichungen präsentiert. Zwar wurden „Amigos“ und „Shamango“ in der Vergangenheit auch von anderen Labels veröffentlicht, allerdings nur in gekürzter Form.

Hier liegen alle Filme im richtigen Bildformat und ungekürzt vor. Wie bei der „Giallo“-Box aus demselben Haus, verwundert es etwas, dass die Bildqualität nicht den hohen Standards entspricht, die Koch Media in der Vergangenheit an den Tag gelegt hat. „Schweinehunde beten nicht“ sieht sehr „gebraucht“ aus und stammt scheinbar von einer sichtbar alten 35mm Rolle. Das Bild von „Drei Halunken und ein Halleluja“ ist sehr grobkörnig und wirkt bei Aussenaufnahmen zum Teil etwas milchig. Dies kann aber durchaus auch am bei der Produktion des Filmes verwendeten Filmmaterial liegen. „Shamango“ wirkt nicht unbedingt gestochen scharf und auch etwas milchig. Am besten schneidet „Amigos“ ab. In Sachen Extras befinden sich die Veröffentlichungen aber auf dem gewohnt guten Niveau, für das Koch Media bekannt ist.

 

Schweinehunde beten nicht  (I vigliacchi non pregano, 1969)

Der Ex-Soldat Brian (Gianni Garko) kehrt nach dem Bürgerkrieg heim zu seiner Frau. Doch das Glück währt nicht lang. Ein Trupp Nordstaatler überfällt sein Haus, vergewaltigt und tötet seine Frau und lässt den halbtot geschlagenen Brian in der brennenden Ruine zurück. Der zufällig vorbeikommende Daniel (Ivan Rassimov alias „Sean Todd“) rettet ihn. Gemeinsam befreien sie kurz darauf Daniels Bruder Robert (Roberto Miali) aus den Klauen einiger Banditen. Doch bald schon wird klar, dass Brian den Schock nicht gut verdaut hat. Er zeigt immer psychopathischere Züge und agiert zunehmend skrupelloser. Daniel beschließt, sich von Brian zu trennen. Doch sehr bald schon kreuzen sich ihre Wege wieder…

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Regisseur Mario Siciliano zählt zu den unbekannteren Italo-Regisseuren. Angefangen hat er im Italo-Western und „Schweinehunde beten nicht“ war sein zweiter Film. Berüchtigt ist sein Söldner-Spektakel „Häutet sie lebend“ von 1978. Danach sollte er über softe Sexkomödien zum Hardcore-Film wechseln, wo er unter dem Namen „Lee Castle“ zahlreiche Filme mit Tierliebhaberin Marina Hedman drehte.

1967 war er davon aber noch weit entfernt. „Schweinehunde beten nicht“ leidet etwas unter seinem geringen Budget. Sicilianos Entscheidung, viele Szenen in der Halbnahen zu drehen, so dass die Schauspieler häufig das ganze Bild ausfüllen und den Hintergrund verdecken, mag damit zu tun haben. Für das Genre des Italo-Western, der – bis auf die obligatorischen Nahaufnahmen wettergegerbter Gesichter – häufig in Totalen und Landschaftsansichten schwelgen, ist dies eher ungewöhnlich. Der preisgünstige Look des Filmes wird von der, der DVD zugrunde liegenden, Kopie noch unterstrichen. Hier sind die Farben schon etwas ausgebleicht, das Bild wirkt erdfarben und das Blau des Himmels unnatürlich dunkel.

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Storytechnisch packt Siciliano alles in den Film, was das Genre so hergibt. Von der Männerfreundschaft, die zur Feindschaft wird, über eine Rachegeschichte (die zunächst Gianni Garko, später dann Ivan Rassimov betrifft) zu einem aus „Für eine Handvoll Dollar“ übernommenen Handlungsstrang über zwei rivalisierende Clans in einer Westernstadt. Interessanterweise fehlte dieser Teil, in dem Garko nicht auftaucht und Ivan Rassimov der alleinige Held ist, in der alten deutschen Fassung komplett. Hier ist er auf Italienisch mit deutschen Untertiteln wieder eingefügt worden.

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Für die DVD wurde scheinbar ein italienisches Master verwendet, welches von einer 35mm Kopie gezogen wurde. Das Bild ist nicht gerade optimal. Zu den oben beschriebenen Schwächen in punkto Farbe kommen noch einige Filmschäden dazu. Dafür können die Extras aber überzeugen. Neben einem Interview mit Drehbuchautor Ernesto Gastaldi (der übrigens fast im Alleingang das Giallo-Genre aufbaute) mit dem Titel „Die schnellste Feder des Westens“ (15:05 Min.), gibt es noch eine kurze Einschätzung und Einordnung des Filmes durch den Filmhistoriker Antonio Tentori (7:02 Min.).

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„Schweinehunde beten nicht“ ist sehr episodenhaft und gerade die Wandlung des Opfers Gianni Garko in einen skrupellosen, psychopathischen Verbrecher ist etwas hastig und dadurch nicht wirklich glaubwürdig inszeniert. Zwar wird an einer Stelle angedeutet, dass Garko auch schon zu seiner Zeit im Militär verbrecherische Tendenzen aufwies, doch trotzdem ist seine Verwandlung zu schnell und zu sehr erzwungen. Gianni Garko macht das Beste daraus und gibt seinem Brian ordentlich Zunder. Ivan Rassimov (hier unter seinem Western-Pseudonym „Sean Todd“) bringt zwar genug Charisma mit, um als Typ im Gedächtnis zu bleiben. Der Charakter seines Daniels bleibt allerdings etwas blass. Trotz aller Schwächen, weiß „Schweinehunde beten nicht“ gut zu unterhalten und bietet reichlich Pulverdampf aus der zweiten Italowestern-Reihe.

Drei Halunken und ein Halleluja  (Roy Colt e Winchester Jack, 1970)

Die beiden Halunken Roy Colt (Brett Halsey) und Winchester Jack (Charles Southwood) führen eine Bande Banditen an. Nach einer wüsten Prügelei beschließt Roy Colt dem Banditenleben den Rücken zu kehren. Er tritt in die Dienste des Bankdirektors Sammy und beschützt dessen Geldtransporte. Winchester Jack stiehlt zusammen mit dem russischen Gauner „Hochwürden“ (Teodoro Corra) dem Bankdirektor eine Schatzkarte, die den Weg zu einem riesigen Indianerschatz weisen soll. Sammy schickt Roy den Beiden hinterher, und schon beginnt ein munteres Bäumchen-wechsel-dich-Spiel mit vielen Schießereien, Prügeln und einer Menge Dynamitstangen.

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Dass Mario Bava kein Freund des Italowestern war, ist allgemein bekannt. Wer noch einen Beweis dafür braucht, kann ruhig einen Blick auf „Drei Halunken und ein Halleluja“ zu werfen. Hier funktioniert fast nichts. Das beginnt mit den beiden Hauptdarstellern. Obwohl Brett Halsey eigentlich ein guter und zuverlässiger Schauspieler ist, kann er hier nicht glänzen. Er soll eine Art Terence-Hill-Ersatz geben, was aber nicht zu ihm passt. Gemeinsam mit dem irgendwie an eine Kreuzung aus jungem James Coburn und Simon Goosejohn erinnernden Charles Southwood (scheinbar kein Pseudonym) bildet er ein recht unsympathisches Duo, deren aufgesetzte Fröhlich- und Dreistigkeit einem recht schnell auf den Geist geht. Ähnlich wie Marc Porel und Ray Lovelock in „Eiskalte Typen auf heißen Öfen“.

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Mit der Figur des „Hochwürden“ wird dann noch eine derartig übertriebene, laute Figur eingeführt, dass der Film endgültig zur Groteske wird, und nur so von dem speziellen, sehr lauten und immer recht vulgären italienischen Humor trieft, der mir nicht besonders liegt. Die sich zu immer neuen Höhen aufschwingende, deutsche Synchronisation setzt dem Ganzen dann noch die Krone auf. Von Bavas großen Stärken, die ihn zu einem der grandiosesten Regisseure aller Zeiten machte, merkt man hier fast gar nichts. “Die Stunde, wenn Dracula kommt“, „Danger: Diabolik“ „Die drei Gesichter der Furcht“ oder „Blutige Seide“ sind hier ganz weit weg. Hier und dort setzt Bava ein stimmungsvolles Licht oder zaubert eine atmosphärische Landschaftsaufnahme. Aber dann bricht sich wieder der brachiale Humor seine Bahn, es wird sich wieder stundenlang geprügelt oder Dynamitstangen durch die Gegend geworfen.

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Interessant, dass trotz der aufgesetzten guten Laune und den hysterischen Gags, der Film auch recht brutal ist, was sich ziemlich beißt. Selbst die exotisch-attraktive Marilù Tolo glänzt nicht gerade durch gutes Schauspiel, sondern steht ungelenk in der Gegend herum. Immerhin ist der Film relativ kurz und es gibt ein paar nette Einfälle, wie z.B. die verführerische Silhouette einer tanzenden Frau in einem Bordell, die sich als alter Knacker erweist. Aber das reicht nicht aus. Hinzu kommen einige Schlampigkeiten, die man von Bava nicht gewohnt ist. Wie z.B. die abgeklebten Brustwarzen von Frau Tolo, die deutlich im Bild sind oder die berühmten Matté-Paintings, – hier ist Bava in der Regel ein großer Meister dieser Technik– die überhaupt nicht ins Gesamtbild passen. Z.B.  wenn die Felsformation aus John Fords Monument Valley plötzlich unproportional im Hintergrund auftaucht. Mein Tipp: Schwamm drüber und schnell noch einmal Bavas „Red Wedding Night“ gucken, der im selben Jahr entstanden ist.

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In den Extras findet man die kurze Doku „Bava Colt und Winchester Tentori“ (09:33) in der, neben dem obligatorischen Antonio Tentori, auch Lamberto Bava zu Wort kommt, der noch einmal bestätigt, dass sein Vater kein Freund des Italo-Westerns war und den Film nur als Gefallen für einen Freund gemacht hat.

Amigos (…e per tetto un cielo di stelle, 1968)

Der kleine Gauner Jim (Giuliano Gemma) betrügt den naiven Goldsucher Larry (Mario Adorf) um sein mühsam gefundenes Gold. Wütend macht Larry Jim ausfindig und will ihm das Gold wieder rausprügeln. Doch Jim hat es nicht mehr. Stattdessen verspricht er Larry, dass sie gemeinsam noch mehr Geld machen können, wenn sie zusammenarbeiten. Das geht auch eine Weile gut, doch dann geraten beide ins Fadenkreuz einer brutalen Bande, die mit Jim, der eigentlich Billy heißt, noch eine Rechnung offen hat.

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Der deutsche Titel „Amigos – Die (B)Engel lassen grüßen“ lässt zunächst Schlimmes befürchten. Das klingt doch sehr nach einem Bud Spencer/Terence Hill Rip-Off mit Rainer Brand-Synchro. Und immerhin gab Hauptdarsteller Giuliano Gemma ja in „Auch die Engel essen Bohnen“ fünf Jahre später tatsächlich den Aushifs-Terence-Hill. Schaut man auf den sehr viel poetischeren Originaltitel „…e per tetto un cielo di stelle“, was so viel heißt wie „Und als Dach ein Himmel voller Sterne“ ahnt man, dass man hier mehr als einen Blödel-Western erwarten kann.

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Zugegeben, das Paar Gemma/Mario Adorf erinnert schon an den Blonden und den Dicken. Doch bei genauerem Hinsehen haben beide individuelle Charakterzüge, die sie stark vom Vorbild unterscheiden. Wie Bud Spencer ist auch Mario Adorf manchmal grummelig, lässt sich von seinem Partner immer wieder übers Ohr hauen und in wilde Abenteuer hineinziehen. Doch Adorf verkörpert den Larry als reinen, gutmütigen Tor. Larry ist naiv und gutgläubig, gerät schon mal in Rage, wenn er übervorteilt wird, hat dies aber ebenso schnell wieder vergessen. Gleichzeitig umweht ihn aber auch eine gewisse Melancholie. Man merkt ihm seine Einsamkeit an, und wie er sich wünscht, nicht allein durchs Leben gehen zu müssen. Im Gegensatz zu den Charakteren, die Bud Spencer spielt, ist Larry kein Einzelgänger, sondern jemand, der sich nur in Gesellschaft richtig wohl fühlt.

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Auch Gemma ist weit davon entfernt, eine Terence-Hill-Kopie zu sein. Zwar ist er ein Schlitzohr und strahlt durchaus Selbstsicherheit aus, doch ihm fehlen das lausbübische Grinsen und die kindliche Freude daran, anderen eins auszuwischen. Auch Gemmas Billy macht einen eher traurigen Eindruck. Er ist jemand, der tut, was seiner Meinung nach getan werden muss, und dies durchaus mit viel Raffinesse. Doch nie macht er den Eindruck, dies würde ihm reine Freude bereiten. Und tatsächlich trägt er ein Geheimnis mit sich herum, welches ihn nicht nur in Form der ihn verfolgenden Schurken zu schaffen macht, sondern auch spürbar an seinem Gewissen nagt. Wie Larry ist Billy kein geborener Einzelgänger, sondern sehnt sich nach Gesellschaft, nach einer Aufgabe und dem Abschied von seiner Vergangenheit. So ist einer der schmerzlichsten Momente im Film derjenige, in dem das neu geschaffene, und von Larry mit viel Liebe eingerichtete, Heim der Beiden dem Erdboden gleich gemacht wird.

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Überhaupt überrascht der Film durch einige Härten. Wenn sich die Schurken beispielsweise an einem Schaustellerpärchen vergreifen, bleibt einem schon ein Kloß im Hals stecken. Doch dies alles klingt vielleicht zu ernst. Tatsächlich funktioniert „Amigos“ auch als Westernkomödie sehr gut. Vor allem durch das komische Talent Adorfs.  Nur eben liegt unter all den Scherzen eine gewisse Traurigkeit, die schon  in der Anfangssequenz zu spüren ist, wenn Gemma die Opfer eines brutalen und eiskalten Postkutschenüberfalls begräbt. Erwähnenswert sind noch die wunderbar passende Musik Ennio Morricones und die Darsteller der Schurken. Federico Boido als Roger Pratt und vor allem Anthony Dawson als sein Vater, spielen wirklich erschreckend diabolisch. „Amigos“ ist eine gute, gar nicht alberne Westernkomödie mit einem ernst-melancholischem Unterton und einigen Härten.

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Als Extras befinden sich auf der DVD zwei kurze Dokus.  In “ Ein Mann der Tat“ spricht Filmhistoriker Antonio Tentori über Regisseur Giulio Petroni  (09:18) und bei „Und als Dach ein besternter Himmel“ (12:04)kommen sowohl Giulio Petroni (per Audioaufnahme), als auch noch einmal Antonio Tentori zu Wort. Allerdings kennt man das alles schon von der „Tepepa“-DVD und so wird z.B. „Amigos“ von Petroni auch mit keinem Wort erwähnt. Ferner gibt es noch drei Trailer (dt./engl/ital.) und den deutschen, sowie den englischen Vorspann.

Shamango (Gentleman Jo… uccidi, 1967)

Der gut gekleidete und mit tadellosen Manieren ausgestattete Shamango (Anthony Steffen) kommt in die Stadt Douglas, die im Grenzgebiet zwischen Mexiko und den USA liegt. Noch ist nicht klar, ob Douglas bald eine mexikanische Stadt wird oder nicht. Währenddessen sorgt der amerikanische Captain Clay Reeves (Mariano Vidal Molina), dass die Ordnung aufrechterhalten wird. Und dies ist gar nicht so leicht, da die Bande des mexikanischen Banditen Colonel Ferreres (Eduardo Fajardo) um die Vorherrschaft in der Stadt kämpft. Während des Konfliktes töten Ferreres‘ Männer den aufrechten Captain Reeves, der – wie sich herausstellt – der Bruder Shamangos war. Shamango versteckt die Leiche seines Bruders und sorgt als dieser verkleidet für Angst und Schrecken unter Ferreres‘ Männern.

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Wenn man Anthony Steffens hier das erste Mal sieht, ist man etwas überrascht. Normalerweise tritt er in seinen Western nie ohne 6-Tage-Bart und abgewetzte Klamotten auf. Hier macht er glattrasiert und im weißen Anzug mit Rüschenhemd eine eher ungewohnte Figur, was aber natürlich sehr passend für den Originaltitel ist, der da heißt: „Gentleman Joe… töte“.

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Obwohl Steffen seine Sache wie gewohnt gut macht, und diesmal auch mehr als nur einen Gesichtsausdruck zeigt, wird ihm die Show doch von Eduardo Fajardo gestohlen. Dieser ist normalerweise auf Gentleman-Schurken, vornehmlich reiche Gutsbesitzer, abonniert. In solchen Rollen  glänzte er bereits in Klassikern wie „Django„, „Mercenario – der Gefürchtete“ oder „Tepepa„. Hier spielt er mit sehr viel Pfeffer den Anführer einer mexikanischen Bande, deren erster Auftritt vom Komponisten Bruno Nicolai (der im Vorspann als Komponist angegeben wird, während sein Maestro Morricone „nur“ für das Einspielen der Musik als Dirigent zuständig war. Sonst ist es immer andersherum) mit einem Carmina-Burana-mäßigen Männerchor begleitet wird. Eduardo Fajardo ist hinter seinem Vollbart, unter einem großen Sombrero und in der Fantasieunifom eines Colonels kaum wiederzuerkennen und hat sichtbar Spaß an der Sache.

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Die Geschichte strotzt nicht gerade vor Innovationen, unterhält aber über die volle Distanz und liefert immer wieder gute Gründe für wilde Schießereien. Auch darf Steffen hier wieder den großen Leidensmann spielen, was so etwas wie sein Markenzeichen ist. Zwar wird ihm diesmal nicht ganz so arg mitgespielt wie sonst, aber nach dem Zwangsgenuss von drei Flaschen Whiskey auf Ex, hat auch ein Anthony Steffen einen fiesen Kater. Insgesamt ist Regisseur Giorgio Stegani ein sehr unterhaltsamer Western gelungen, der hier und da immer wieder ein paar überraschende Momente aufbietet und sich damit, trotz seiner Standardgeschichte, angenehm von der Durchschnittsware abhebt.

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Bei den Extras hat es diesmal nur die Einordnung und Einschätzung des Filmhistorikers Antonio Tentori (5:47) auf die DVD geschafft. Tentoris Ausführungen sind zwar wie immer recht interessant, aber auch etwas trocken. Hier hätte man sich vielleicht auch mal ein paar Anekdoten statt reine Fakten gewünscht.

Eine Antwort für “DVD-Rezension: „Die Koch Media Italowestern-Enzyklopädie No. 1“”

  1. […] als ich beim Filmforum Bremen die DVD-Kritik der “Italowestern Enzyklopädie No. 1“-Box von Koch Media durchgelesen hatte, erhielt […]

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