Das Bloggen der Anderen (22-04-13)

bartonfink_type2– „Das Bloggen der Anderen“ ist natürlich nicht die einzige Rubrik im Netz, die auf interessante Neuigkeiten aus der Welt der Filmblogs hinweist. An dieser Stelle ist es mir eine wirkliche Freude, mal wieder auf DVDuell hinzuweisen. Einem Blog, dem ich schon seit Jahren folge. Nachdem sich Macher Christian Liemek vor Kurzem eine ziemlich lange Auszeit genommen hat, ist er wieder sehr fleißig dabei und informiert über Neuerscheinungen national, wie international, gibt TV-Tipps und präsentiert Fundstücke aus dem Netz. Seine Linksammlung heißt „Verlinkt“ und die gibt es einmal für „Film„, einmal für „DVD/BluRay“ und ist der Regel überschneidungsfrei (da zumeist andere Schwerpunkte) zum „Bloggen der Anderen“. Von daher eine gute und empfehlenswerte Ergänzung.

– Über kaum einen anderen Film („Spring Breakers“ mal ausgenommen) habe ich in den Blogs soviel gelesen, wie über Jürgen Enz‘ „Herbstromanze“, der sich in einigen Kreisen zum absoluten „Must-see“ entwickelt hat. Der Film muss in der Tat ziemlich unglaublich sein und (unfreiwillig) bewusstseinserweiternd wirken. Jetzt hat noch einmal Andreas Poletz auf Hard Sensations darüber geschrieben. Muss ich den jetzt etwa auch mal gucken? Ich glaube die Antwort lautet: Ja. Auch wenn mir das große Angst macht.

– Auf Negativ gibt es einen interessanten Vergleich zwischen dem schönen tschechischen „Tausendschönchen“ (meine Review steht übrigens hier) und Harmony Korines jüngstem Streich „Spring Breakers“. Und dort gibt es auch gleich noch einmal etwas zu „Spring Breakers“ (das ist jetzt auch das letzte Mal, dass ich auf einen Artikel über diesen Film verlinke, scheint ja aktuell gar kein anderes Thema mehr zu geben). Ciprian David berichtet über eine ungewöhnliche Zensurmaßnahme, die der deutsche Verleih dieses Films vornahm. Ferner schreibt er noch im selben Artikel über den rumänischen Film „Domestic“.

– Patrick Holzapfel hat auf seinem Blog Jugend ohne Film seit Kurzem eine Rubrik namens „Grauzonen“. Hier bespricht er Filme, die ihm auf Anhieb nicht so gut gefallen haben und stellt dem eine Besprechung des selben Filmes von Luca Fuchs gegenüber, der eine gegenteilige Meinung vertritt. Diesmal nehmen sich die Beiden „Moonrise Kingdom“ vor, den ich im Übrigen herrlich fand.

– Ich möchte auf vier höchst lesenswerte Kritiken hinweisen, die der ehrenwerte Jochen „jogiwan“ Kulmer für project: equinoX geschrieben hat. Dort nahm er sich „Mondomanila“ (den Stefan und ich höchst erfolgreich als Auftaktfilm unserer diesjährigen „Weird Xperience“-Reihe gezeigt haben), die beiden letzten Filme von Kim Ki-duk („Airang“ und „Pieta„), sowie den lang erwarteten.. ja soll ich sagen „befürchteten“, neuen Film von Dario Argento vor. Letzterer gibt sich als „werkgetreue“ Adaption von Bram Stokers „Dracula“ aus. Tatsächlich ist der Film aber wohl – wie man nicht nur dort liest – ziemlich Grütze und ein weiterer großer, rostiger Sargnagel in die Karriere eines Mannes, der uns früher mit seinen Filmen verzauberte und mit seinem Meisterwerk „Suspiria“ den Horrorfilm auf eine neue Ebene gehoben hat. Traurig. Sehr traurig.

– Noch ein alter Meister: Ich bin ja ein Brian-de-Palma-Jünger reinsten Wassers. Obwohl mich „Black Dahlia“ ziemlich stark verärgert hat, halte ich dem Altmeister die Treue und freue mich schon sehr auf sein neustes Werk „Passion“. Patrick von filmosophie hat ihn schon in einer Sneak-Preview gesehen und kommt zu einem recht vernichtenden Urteil. Ich guck den aber trotzdem.

– Altmeister zum Dritten. Diesmal handelt es sich um John Carpenter, dessen erster neuer Spielfilm nach neun Jahren bei mir ziemlich untergegangen ist. Nachdem er 2011 auf dem Internationalen Filmfestival in Oldenburg lief, habe ich nichts mehr von ihm gehört. Obwohl er wohl Anfang letzten Jahres tatsächlich auf DVD erschien. Textures in light ist aber auf jeden Fall sehr begeistert von diesem Werk und spendiert diesem nicht nur eine positive Review, sondern auch eine schöne Bildstrecke.

– Sergio Martino ist vor allem für seinen brillanten Giallo-Zyklus Anfang der 70er bekannt. Seine Poliziescetti sind hierzulande nicht ganz so populär. „Milano trema: La polizia vuole giustizia“ (aka „Violent Professionals“), erschien hier gar nicht erst, erhält jetzt aber die Ehre, auf L’Amore in città besprochen zu werden.

Das Magazin des Glücks nimmt sich einige Filme von Paul Schrader vor.

– Ich muss leider zugeben, dass ich von einem der spannendsten japanischen Regisseure bisher noch keinen Film gesehen habe. Aber viel drüber gelesen und ich MUSS diese Bildungslücke demnächst einfach mal schließen. Bis dahin kann ich dann bei Schneeland noch einmal etwas über Kôji Wakamatsus „Violated Angels“ lesen.

– Letzten Mittwoch hat der in Bremen lebende Filmemacher André Erkau in der Schauburg seinen neuen Film „Das Leben ist nichts für Feiglinge“ vorgestellt. Auf Ansichtssache – Zum aktuellen deutschen Film gibt es zu diesem Filme eine ausführliche Besprechung, die auf Stärken und Schwächen des Filmes eingeht, ihn aber insgesamt dem Leser sehr ans Herz legt.

– In den letzten Monaten habe ich Kritiken zu allen sechs, in Deutschland bei Anolis auf DVD veröffentlichten, „Kommissar X“-Filmen geschrieben. Tony Kendall, Brad Harris und Regisseur „Frank Kramer“ (Gianfranco Parolini) haben aber noch mehr zusammen gemacht. Z.B. den unglaublichen „Drei Supermänner räumen auf„, den totalschaden auf Splattertrash bespricht. Wem das noch nicht genug absurder Trash ist, der kann dann gleich bei der Review zu „Teuflische Brüste“ von Doris Wishman, mit der beeindruckenden (wer sie gesehen hat, weiß was ich meine) Chesty Morgan, weitermachen.

– Roger Ebert ist tot. Einen schönen Nachruf, der gar keiner werden sollte, hat KlapTrap auf Christians Foyer geschrieben.

 

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2 Antworten zu Das Bloggen der Anderen (22-04-13)

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