Auf Wiedersehen „Kino 46“ – Abschiedsfest und mehr

Nach den letzten Klängen des Konzertfilmes mit dem passenden Titel: „The Last Walz“ fällt morgen der letzte Vorhang für das „Kino 46“ in Walle. Danach ist an diesem Standort dann Schluss. 18,5 Jahre war das Kommunalkino an der Waller Heerstr. 46 beheimatet. Eine lange Zeit in der es vielen Waller ans Herz gewachsen ist.

Ich selbst habe das Kino 46 leider erst relativ spät vor vier Jahren für mich entdeckt. Davor war mein Blick doch sehr auf Hamburg gerichtet, was sowohl berufliche, als auch private Gründe hatte. Dabei lag das Gute doch so nah! Vor zwei Jahren bin ich dann ganz in die Nähe gezogen, aber mit diesem Katzensprung ist es nun vorbei. Ab voraussichtlich Mitte September muss ich mich in die Linie 10 oder die 26 (was zwar etwas länger dauert, aber weitaus angenehmer ist) schwingen, um ins Kommunalkino zu kommen. Aber das wird dann nicht mehr das alte „Kino 46“ sein, sondern das neue „City 46“, welches dann in der Birkenstr. im ehemaligen City Kino seine neue Heimat haben wird.

Aber bevor es soweit ist, hat sich das Kino 46 noch einmal einen schönen Schlusspunkt für die Zeit in Walle ausgedacht. Am Freitag, den 1.7. werden alle Interessierten zu einem kleinen Abschiedsfest ins Kino 46 geladen. Neben Snacks und Getränken werden beim Flohmarkt Plakate, Filmbücher und technische Geräte angeboten. Und nach Jürgen Kösters Film »Walle für Alle« um 20.30 (Eintritt frei) ist dann wirklich Schluss.

D.h., noch nicht so ganz. Es gibt noch eine hochinteressante Veranstaltung am Montag, den 4. Juli. Die berühmte arte-Sendung »Karambolage« (von der meine Frau und ich jeden keine Sendung verpassen) kommt dann um 20.00 Uhr ins Kino 46. Zum ersten Mal wird die humorvolle Sendung um deutsch-französische Unterschiede (und Gemeinsamkeiten) dem Bremer Publikum von ihrer Redakteurin Claire Doutriaux vorgestellt. Es werden neue Folgen gezeigt, ein Blick hinter die Kulissen riskiert und am Ende kann man Claire Doutriaux, die Erfinderin der Sendung, persönlich befragen.

Danach ist dann endgültig Schluss und in Walles letztem verbliebenen Kinosaal fällt der allerletzte Vorhang. Damit endet dann die Waller Kinogeschichte mit Namen wie Decla oder Kurbel, nach über 100 Jahren. Für immer?

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