Kino 46: Solidarität mit dem iranischen Filmemacher Jafar Panahi

Als vermutlich letzte Vorstellung im alten Kino 46 in der Waller Heerstr., wird am nächsten Samstag (12.2.) um 19:30 Uhr der iranische Film „Offside – Frauen im Abseits“ gezeigt.

Die Vorstellung findet im Rahmen einer Solidaritätsveranstaltung für den seit Dezember in iranischer Haft befindlichen Regisseur Jafar Panahi statt.

Der iranische Regisseur Jafar Panahi wurde im Dezember im Iran wegen Propaganda gegen die iranische Staatsordnung zu sechs Jahren Haft und 20 Jahren Berufsverbot verurteilt. Panahi gehört zu den renommiertesten iranischen Filmemachern der »nouvelle vague«. Für seinen Film »Der Kreis« erhielt er bei den Filmfestspielen von Venedig im Jahr 2000 den Goldenen Löwen und 2006 den Silbernen Bären der Filmfestspiele Berlin für »Offside«.

Der preisgekrönte Regisseur sollte bereits beim Festival in Cannes 2010 Mitglied der Jury sein, was durch seine damalige Untersuchungshaft verhindert wurde. Jetzt in 2011 sollte er der Berlinale-Jury angehören. Jafar Panahi wird trotz Abwesenheit seinen Platz in der Jury der 61. Berlinale behalten, teilten die Internationalen Filmfestspiele Berlin mit. Damit setze das Festival ein Zeichen, Panahis Freiheitskampf zu unterstützen. Außerdem wird am 11. Februar, dem Jahrestag der iranischen Revolution, sein Film »Offside« in Berlin gezeigt.

Quelle: kino46.de

Der Film „Offside“ handelt von einigen junge Frauen, die sich als Männer verkleidet in das Fussballstadion von Teheran geschmuggelt haben, um das WM-Qualifikationsspiel Iran – Bahrein zu sehen. Sie werden dabei entdeckt und verhaftet, denn Frauen ist im Iran der Zutritt zu Fußballspielen strengstens untersagt.

Die Solidaritätsveranstaltung beginnt mit einer Einführung durch Behzad Abbassi (Übersetzer, Schauspieler und Theaterregisseur) u.a. über die Situation im Iran, speziell über Kunst und Film bereits um 19:00 Uhr.

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