17. Internationales Filmfest Oldenburg – Die Preisträger

Die Preisträger des 17. Internationalen Filmfests Oldenburg stehen fest.

Und wie immer, habe ich es mal wieder geschafft, bei meiner Filmauswahl keinen einzigen der zukünftigen Preisträger zu berücksichtigen.

Somit kann ich auch nicht beurteilen, um die Preisvergaben nun berechtig waren oder nicht. Ich gehe aber mal davon aus… 😉

Gewinner des „German Independence Award – Bester Deutscher Film“ ist der Film „Picco“ von Philip Koch. Basierend auf wahren Begebenheiten wirft der Film einen unbarmherzig realistischen Blick auf den Alltag jugendlicher Insassen im deutschen Strafvollzug. In der Jurybegründung heißt es:

„‚Picco‘ ist das Portrait einer wahrhaftigen Hölle auf Erden in Form eines Jugendgefängnisses. Machtkämpfe und der moralische Treibsand, in dem der junge Held zu versinken droht, werden mit erschütterndem Realismus dargestellt, der den Zuschauer fast in die Flucht treibt. Und doch ist der Film ebenso fesselnd wie universal. Die Barbarei und die moralische Tragödie, die in ‚Picco‘ beschrieben werden, können auf das Leben Jugendlicher in jedem Land übertragen werden. Man muss nicht selbst im Gefängnis gewesen sein, um aus erster Hand die Ängste und den Selbstbetrug des jungen Protagonisten zu verstehen. Auf der rein formalen Ebene ist der Film erzählerisch eng geknüpft, meisterhaft gefilmt und geschnitten, so dass wir emotional in seinen Wänden gefangen sind, während wir gleichzeitig in genügender Distanz verbleiben, um fragend zu leiden und eine Interpretation dessen, was wir gemeinsam mit den Figuren durchleben, zu versuchen. Der Film ist klar und herzzerreißend in jeder Sprache.“

"Picco" von Philip Koch

Der Publikumspreis ging an „The Happy Poet“ von Regisseur Paul Gordon.

"The Happy Poet" von Paul Gordon

„Salvation Insurance“ von Jeremy Bradley und Reuben Sack wurde als bester Kurzfilm ausgezeichnet.

Und auch dies sollte nicht unerwähnt bleiben:  Obwohl es in diesem Jahr insgesamt zwölf Filmvorführungen weniger gab und die Säle kleiner ausfielen, war die Auslastung mit mehr als 14.500 Zuschauern größer als im vergangenen Jahr.

Mein eigener, ganz persönlicher Festivalbericht folgt in Kürze. Ebenso wie Bilder, die ich bei diesem Event geschossen habe.

Dieser Beitrag wurde unter Film, Veranstaltungen abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

 

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.